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Heute Morgen beim Zeitunglesen oder eine verrückte Geschichte

In den Vereinigten Staaten ist Wahlkampf, aus dem Frau Z.s liebster Zeitungskolumnist (Martin Killian, Tages Anzeiger) immer wieder Erstaunliches zu berichten hat. Da dieser Kommentar nicht online nachzulesen ist, muss er an dieser Stelle zusammenfassend nacherzählt werden, was schade ist, da Herr Killian seinen ganz eigenen Schreibstil hat, den man nur als "exzellent" bezeichnen kann (abgesehen davon steht er auf Hard Rock und Heavy Metal - der Mann hat Frau Z.s Liebe bis ans Ende der Tage; das aber nur am Rande).

Hier die Geschichte:

In Virgina tritt für die Demokraten ein ehemaliger Armeeangehöriger und Autor gegen den amtierenden republikanischen Senator George Allen an. James Webb, so der Name des Wagemutigen, liegt eine Woche vor den Wahlen in Umfragen gleichauf mit Allen, was Allen zu einer "Geheimwaffe" (Zitat Killian) greifen liess: Er wirft Webb vor, seine Romane enthalten "zahlreiche schlüpfrige, ja pornographische Sexszenen". Man hat dann den guten Mr Allen darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei den von ihm kritisierten Passagen um FIKTION handle, worauf der konterte, dass ein Autor für das Verhalten seiner Protagonisten verantwortlich sei.

John Grisham, der in Virginia lebt und Webb unterstützt, meinte trocken, er bezweifle, dass Allen viel lese, aber wenn er mehr lesen würde, verstünde er vielleicht den Unterschied zwischen Fiktion und Sachbuch. Stephen King war etwas weniger diplomatisch. Er sagte, es mache ihn verrückt, dass Webb wegen seiner Romane diffamiert werde.

Z.

1 Kommentare:

Anonymous said...

ja, da habe ich jetzt lange im Internet nachgekramt - scharfe Geschichte
George Allen scheint so ein richtiger Mistkerl zu sein