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Mr T. Hamiltons Hausmittelchen

Das gefrorene heisse Wasser ist wieder im Gefrierschrank, die Augen lassen sich nun tatsächlich beinahe ganz öffnen. Obwohl man sie ja beim Anblick von Mr T. Hamiltons Hausmittelchenliste am liebsten in schierem Entsetzen wieder schliessen würde.

Zur allgemeinen Information: Mr T. Hamilton fährt Rad. Früher einmal professionell, im Moment aufgrund einer Sperre, die bald abläuft, aber nur hobbymässig. Nun, kürzlich wurde ein detaillierter Plan gefunden, der Einblick in seine Hausapotheke bietet. Darin zu finden sind: Anabolika, EPO, Wachstumshormone, Schilddrüsenhormone, Insulin und Schwangerschaftshormone (Sie lesen schon richtig, wir sprechen von einem Mister; das Problem ist, dass längere Einnahme von Anabolika das körpereigene System abstellt; die Schwangerschaftshormone kurbeln es dann wieder an). Falls Sie jetzt in Versuchung geraten, sich eine ähnlich gelagerte Hausapotheke anzuschaffen, rate ich Ihnen ab. Erstens vermuten Experten, dass Mr Hamilton ein ziemliches körperliches Wrack ist, dem ein beschaulicher Lebensabend wohl nicht vergönnt sein wird und zweitens müssten Sie tief in die Tasche langen (Eine 114-tägige Rundumbehandlung kommt auf ca. 43'000 Euro zu stehen). Wenn Ihnen vom Lesen noch nicht schlecht geworden ist, empfehle ich den zum Eintrag gehörenden Artikel der NZZ am Sonntag: http://www.nzz.ch/2006/08/27/sp/articleEF4DV.html

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Mr Hamiltion versichert, er sei absolut dopingfrei unterwegs.

Z.

Begrüssung zum Dritten

Man sollte nicht um sechs Uhr früh aufstehen müssen. Da ich dummerweise nicht über die wunderbare Liste an Dopingmittelchen verfüge, die T. Hamiliton zur Verfügung standen (mehr dazu in einem separaten Eintrag), finde ich es auch um 8.22 Uhr noch schwierig, die Augen offen zu halten. Trotzdem habe ich Frederiks Eintrag gefunden und mich bangen Herzens gefragt, ob er gestern nicht an Mr Doorman vorbeigekommen ist und deshalb die herzliche Begrüssung verpasst hat. Ich habe mir also trotz meines leicht angeschlagenen Zustandes (Diagnose: Übermüdung) meinen Türsteher vorgenommen. Seiner leichten Fahne war zu entnehmen, dass auch Mr Doorman keine Verbindungen zu T. Hamiltons Doktor hat, sonst hätte er nämlich schon längst einen Weg gefunden, den Geruch von Alkohol zu neutralisieren. Wie auch immer, Mr Doorman hat mir glaubhaft versichert, dass er viel zu sehr mit dem Polieren seiner Uniformknöpfe beschäftigt gewesen ist, um jemanden den Einlass ins Zappadong-Gebäude zu verwehren.

Lieber Frederik, ich schliesse deshalb aus deinen Zeilen, dass du entweder nicht bis zur Begrüssungsrede vorgedrungen bist oder sie schlicht und einfach überlesen hast, weil sie zu kurz war. Deshalb speziell für dich:

Herzlich willkommen, Frederik!

Selbstverständlich heisse ich auch all jene willkommen, die sich sozusagen anonym und undercover hier aufhalten.

Ich lege mir jetzt schnell das heisse gefrorene Wasser von Ines auf die Stirn, vielleicht hilft es. Bin gleich zurück mit der Liste von Mr Hamilton.

Z.

Begrüssung zum Zweiten

Zwei Seelen haben Einlass gefunden und schon beschwert sich der Türsteher über zu viel Arbeit. Ob ich ihn entlassen sollte? Ich schiebe diesen schwierigen und schwerwiegenden Entscheid noch ein wenig auf, kaufe Mr. Doorman eine rote Uniformjacke mit goldenen Knöpfen und halte ein Auge auf ihn.

Liebe Besucher, sollte der Herr im roten Gewand mit den glänzenden Knöpfen unhöflich zu Ihnen sein oder Sie gar aufzuhalten versuchen, verhalten Sie sich folgendermassen:

1. Geben Sie ihm weder Trink- noch Bestechungsgeld.
2. Treten Sie dem Bengel gehörig auf die Zehen und quetschen Sie sich an ihm vorbei.
3. Füllen Sie das 25-seitige Beschwerdeformular aus, das Sie im 33. Stockwerk hinten links neben der grünen Tür mit dem abgeblätterten Lack finden können und senden Sie es an mein Zweitdomizil in Hintertimbuktu (ich möchte höflichkeitshalber darauf hinweisen, dass dieses Gebäude keinen Lift hat).

Nun, da wir das Problem mit dem Türsteher besprochen und ansatzweise gelöst haben, begrüsse ich Sie allerherzlichst in der wohlstrukturierten Welt von Zappadong (nein, Sie haben sich bestimmt geirrt, als Sie glaubten, mich kurz glucksen zu hören).

Ich hoffe, Sie fühlen sich wohl hier. Keine Bange, wenn Ihnen das formelle Sie zu hochtrabend ist, können wir uns gerne duzen.

Ines, das gefrorene heisse Wasser habe ich im Gefrierschrank versorgt. Ich bin sicher, dass wir früher oder später froh darum sind.

Bis später. Mr Doorman ruft.

Z.

Begrüssung

Kann ich mir sparen. Bin ja nur ich hier. Mir selber virtuell die Hände schütteln finde ich öd. Also lass ich es. Sollte sich jemand hierher verirren, bitte melden. Ich hole dann die Begrüssung nach.

Diesen Blog zu starten war eine einsame Entscheidung meinerseits. Getroffen in zwei Sekunden nach einem Besuch bei Miss Snark (http://misssnark.blogspot.com/). Ich kann also die Schuld auf Miss Snark abwälzen. Mindestens zu einem Prozent. Die anderen 99 Prozent der Verantwortung übernimmt die mitteilsame Plaudertante in mir. Im schlimmsten Fall plaudere ich mit mir selbst. Im besten Fall verirrt sich ab und zu eine einsame Seele hierhin.

Auf eine Garderobe verzichte ich. Bis zum heutigen Tag gibt es keinen schlüssigen Beweis für kleidertragende Seelen, weshalb ich mir bis zum Gegenbeweis die Personalkosten für eine Garderobière erspare.

Z.