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NaNoWriMo

Morgen fällt der Startschuss für das jährlich stattfindende NaNoWriMo.

Für Eingeweihte (Teilnehmer): Einen guten Start, viel Durchhaltevermögen und gutes Gelingen.

Für Ratlose: Beim National Novel Writing Month schreiben sich jeden November Schreibbegeisterte (man könnte sie auch Irre nennen) die Finger auf ihren Tastaturen wund um am Ende des Monats einen Roman mit mindestens 50'000 Wörtern geschrieben zu haben. Angefangen hat alles in Amerika, mittlerweile nehmen Schreibfreaks aus der ganzen Welt an diesem einzigartigen Ereignis teil. Mehr unter www.nanowrimo.com. Ein MUSS für jeden Schreiberling, der mindestens einmal im Leben etwas Verrücktes tun will (man darf auch jedes Jahr teilnehmen; das sind dann die ganz "Toughen").

Z.

Heute Morgen beim Zeitunglesen oder eine verrückte Geschichte

In den Vereinigten Staaten ist Wahlkampf, aus dem Frau Z.s liebster Zeitungskolumnist (Martin Killian, Tages Anzeiger) immer wieder Erstaunliches zu berichten hat. Da dieser Kommentar nicht online nachzulesen ist, muss er an dieser Stelle zusammenfassend nacherzählt werden, was schade ist, da Herr Killian seinen ganz eigenen Schreibstil hat, den man nur als "exzellent" bezeichnen kann (abgesehen davon steht er auf Hard Rock und Heavy Metal - der Mann hat Frau Z.s Liebe bis ans Ende der Tage; das aber nur am Rande).

Hier die Geschichte:

In Virgina tritt für die Demokraten ein ehemaliger Armeeangehöriger und Autor gegen den amtierenden republikanischen Senator George Allen an. James Webb, so der Name des Wagemutigen, liegt eine Woche vor den Wahlen in Umfragen gleichauf mit Allen, was Allen zu einer "Geheimwaffe" (Zitat Killian) greifen liess: Er wirft Webb vor, seine Romane enthalten "zahlreiche schlüpfrige, ja pornographische Sexszenen". Man hat dann den guten Mr Allen darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei den von ihm kritisierten Passagen um FIKTION handle, worauf der konterte, dass ein Autor für das Verhalten seiner Protagonisten verantwortlich sei.

John Grisham, der in Virginia lebt und Webb unterstützt, meinte trocken, er bezweifle, dass Allen viel lese, aber wenn er mehr lesen würde, verstünde er vielleicht den Unterschied zwischen Fiktion und Sachbuch. Stephen King war etwas weniger diplomatisch. Er sagte, es mache ihn verrückt, dass Webb wegen seiner Romane diffamiert werde.

Z.

100 Frühlingsblumenzwiebeln

Frau Z. hat heute 100 Frühlingsblumenzwiebeln in die Erde eingebuddelt. Zusätzlich zu den anderen ca. 150, die schon in der Erde ruhen. Nächstes Jahr im Frühling wird das Zappadong Gebäude von einer Farbenpracht umgeben sein und Frau Z. wird wie jedes Jahr jedes Blümchen einzeln begrüssen (und für die Leserschaft in Bildchen festhalten - ob interessiert oder nicht).

Zunächst aber gilt es, den Winter mit Anstand und Würde hinter uns zu bringen. Falls jemand Tipps hat, wie man das am besten anstellt, bitte melden. Und falls jemand Zugang zu einem Formular hat, mit dem man sich für einen Winterschlaf anmelden kann, bitte dringendst melden. Murmeltiere verlieren während ihres Winterschlafs übrigens 40 % ihres Gewichts. DAS wäre doch einmal eine Art, den Winter zu überleben um dann rank und schlank Mitte März aufzuwachen.

Z.

Bude, 2003




Lieber Frederik

Du hast mich darauf aufmerksam gemacht, dass in meinem Blog Bilder fehlen? Oh (bitte hier ein erstauntes Gesicht mit grossen, runden Augen vorstellen)!

Nun, dem sei sofort Abhilfe geschaffen.

Und nein, du musst mich nicht verstehen. Ich bin in dieser Hinsicht tolerant, verstehe ich mich doch selbst des öfteren nicht. Eine kleine Erklärung trotzdem: ich spielte auf deinen Eintrag in Bezug auf die Einzugshürden für Kommentare in diesen Blog an. Für einmal ist nicht Mr Doorman schuld, sondern schlicht und einfach die Technik. Leider kann ich in dieser Beziehung überhaupt nicht helfen. Ich fürchte, von Technik werde ich bis an mein - hoffentlich noch fernes - Lebensende nie auch nur die geringste Ahnung haben. Was mich zum Bild zurückbringt. Ich war der irrigen Meinung, dass ich sowieso keines hochladen könnte. Und dann? Dann war es einfacher als einkaufen gehen.

Zum Bild: Aufgenommen in Cornwall, 2003, am endlosen Strand von Bude (sagte Frau Z. und verdrückte heimlich eine Heimwehträne).

Z.

Neulich, im Büro im 12. Stock

Auch wenn Mr Doormen meint, ich sehe "beschissen" aus, so geht es mir doch gut genug, um die Treppen zum 12. Stock des Zappadonggebäudes hochzugehen, die Bürotür zu öffnen (würde mich jemand daran erinnern, Mr Doormen daran zu erinnern, dass er die Türangeln ölen muss) und mich an meinen Schreibtisch zu setzen.

Bevor ich mich der Beantwortung der Post zuwende: Beim Treppensteigen bin ich am zukünftigen Kinosaal vorbeigekommen (dem grossen, nicht dem kleinen Dreiplätzer für die französischen Filme) und habe erfreut festgestellt, dass die Leinwand installiert ist. Ein netter Innenausstatter war gerade dabei, sich die Haare auszuraufen, weil er sich nicht zwischen grünem und blauem Samt für die Sesselbezüge entscheiden konnte. Ich schlug rot vor, was wahrscheinlich keine gute Idee gewesen ist, denn er riss sich gleich ein ganzes Büschel Haare vom Kopf und murmelte irgendetwas Unverständliches, nicht sehr nett Klingendes vor sich hin. Also, liebe Zappadongbesucher: Was darf es denn sein? Grün oder blau?

Die Frage bringt mich zum ersten Antwortbrief an Hans Hamburg:

Sehr geehrter Herr Hamburg

Schwarz ist die ultimative Farbe. Schwarze Kleidung macht schlank, allein das rechtfertigt die Existenz dieser Farbe. Ich kann nichts dafür, wenn Sie damit ein Problem haben. Beschweren Sie sich beim Kundendienst (32. Stockwerk, durch die Eisentür am Ende des Ganges, die Leiter auf das Dach hochklettern und dann laut in den Himmel schreien; der Kundendienst hat sein Büro auf Wolke 78). Ansonsten kann ich sie beruhigen. In der Krankehumorklinik gibt es keine schwarzen Pillen, da man fürchtet, die Patienten könnten beim Anblick von solch düsteren Medikamenten die Lust am Leben verlieren.

Freundliche Grüsse

Frau Z.

Dann hätten wir da noch Kuhlumbus

Lieber Herr Kuhlumubus / Liebe Frau Kuhlumbus

Ich habe mich bei Ihrem Blog-Psychiater angemeldet, da ich seit dem Lesen Ihres Eintrages ein mittelprächtiges Trauma entwickelt habe, das auf der bohrend nagenden (nagend bohrenden) Frage beruht, woher wir uns kennen. Ansonsten werde ich in Kürze einen Link auf Ihren Blog schalten, da ich mich prächtig amüsiert habe beim Lesen desselben.

Freundliche Grüsse

Frau Z.

Herr Lightbringer möchte wissen, ob es im Tirol in 7 Wochen genug Schnee hat zum Skifahren.

Lieber Herr Lightbringer

Die Antwort auf Ihre Frage ist kurz und schmerzhaft: Wenn nicht drastische Wetteränderungen eintreten - NEIN. Aber ich halte Ihnen die Daumen.

Mitleidende Grüsse

Frau Z.

Und nun zu meinem lieben Frederik

Lieber Frederik

Ich habe in meinen Familienferien die ideale Postkarte gefunden und hätte ich Ihre Adresse gehabt, hätte ich Ihnen eine geschickt. (Wollen Sie Ihren Computer jetzt wirklich erschiessen? ABBRECHEN ... ERSCHIESSEN). Ich nehme an, Sie hätten auf "erschiessen" geklickt.

Sie haben mein ganzes Mitgefühl.

Frau Z.

Nudelfertig

Hier die Ereignisse der letzten drei Wochen im Zeitraffer:

Frau Z. flüchtet aus der Krankehumorklinik.
Frau Z. begibt sich an die Frankfurter Buchmesse.
Frau Z. weilt im Tirol, wo sie in den Bergen herumkraxelt, sich entspannt und schreibt.
Frau Z.'s Computer stirbt einen stillen Tod.
Frau Z. kauft ein neues, flottes Maschinchen.
Frau Z. fliegt nach Wien und kommt wohlgenährt und mit platten Füssen vom vielen Rumlaufen nach Hause.
Frau Z. will das neue Maschinchen abholen, aber ein netter Herr erklärt, dass das Maschinchen noch nicht zu haben ist.
Frau Z. wartet auf ihr neues Maschinchen.
Frau Z. wartet auf ihr neues Maschinchen.
Frau Z. wartet .... (hatten wir schon mal)
Frau Z. bekommt ihr Maschinchen (grandioses Design).
Frau Z. staunt: Alles funktioniert.
Frau Z. grummelt: Sie hat sich aus ihrem Zappadonggebäude ausgesperrt und Mr Doorman will das Passwort.
Frau Z. hat in der Krankehumorklinik das Passwort vergessen (zu viel Birkenstocksandalen, zu gesundes Essen, zu viel Schlaf, zu viele Zettelchen)
Frau Z. klopft an ihre eigene Haustür und verlangt Einlass. In der Hand ein Sträusschen voller Passwörter. Mr Doorman schüttelt bei jedem den Kopf.
Frau Z. will das Passwort in Erfahrung bringen und kann sich nicht erinnern unter welcher ihrer vielen Mailadressen sie sich angemeldet hat (Frau Z. weiss nach ihrem Aufenthalt in der Krankehumorklink, was eine gespaltene Persönlichkeit ist - also bitte von gut gemeinten Prognosen absehen).
Frau Z. findet endlich die richtige Mailadresse und bekommt ihr Passwort zugeschickt.
Mr Doorman gewährt Frau Z. Einlass in ihr eigenes Gebäude mit der Bemerkung: "Mit Verlaub Frau Z., Sie sehen beschissen unerholt aus. Ich dachte, Sie seien zur Kur gewesen."
Frau Z. überlegt im Moment noch, wen sie erschiessen soll - sich oder Mr Doorman.

Danke an Mr Hamburg und Mr oder Ms K.... Antwort folgt im nächsten Eintrag. Ich gehe das Gewehr suchen und ziele mal ganz knapp über Mr Doormans Kopf hinweg.

Z.

Farbtupfer ...

... sind nicht immer witzig, anregend und belebend.

Man hat mich aus der Krankehumorklinik abgeschleppt, weil mein Zweitdomizil in Hintertimbuktu frisch gemalt wird dieser Tage. Da braucht es natürlich die Hilfe von Frau Z. Ich sage nur so viel: Farbtupfer auf Parkettboden kleben recht hartnäckig.

Ich möchte gerne zurück zu meinem netten Sandalenbetreuer. Ich würde sogar gerne Zettelchen mit Stichwörtern zu meiner Gefühlslage schreiben. Ja, ich wäre sogar für eine längere Ommmmmm.... meditation zu haben.

Grüsse aus dem Chaos

Z.