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Durch und durch kontaminiert

Mr Doorman hat sich krankgemeldet. Er besucht gerade den 25. Arzt (zwecks einer Zweitmeinung), nachdem ein anonymes Schreiben im Zappadong-Gebäude eingegangen ist, in dem vor einer Konamination des Rechercheraums gewarnt wird. Ich fürchte, ich werde Mr Doorman diesen Tag vom Gehalt abziehen müssen, da absolut keine Gefahr besteht - mindestens nicht für ihn. Oder haben Sie schon einmal einen schwangeren Mann gesehen? (Arnold Schwarzenegger zählt nicht.)

Ich allerdings werde mich hüten, die nächsten 120 Jahre den Rechercheraum aufzusuchen. Erstens hasse ich fensterlose Räume und zweitens ist meine Familienplanung abgeschlossen.

Ernst beiseite. Ich fürchte, ich muss jetzt einmal klar und deutlich eine politische Aussage machen. Obwohl das Zappadong-Gebäude in jedem Land der Welt stehen könnte, bin ich doch Schweizer Bürgerin. Und als Schweizer Bürgerin möchte ich ein für alle mal klarstellen:

Ich bin nicht DAS VOLK gemäss SVP Definition.

Die SVP (Schweizerische Volkspartei) hat es geschafft, den Begriff VOLK durch und durch zu kontaminieren, zweckzuentfremden und ihm eine Definition aufzuzwingen, die bei mir - nett ausgedrückt - einen Brechreiz auslöst. Ich distanziere mich von sämtlichen SVP Aussagen, die da lauten: "Das Volk will ..." / "Der Volkswille verlangt ..." / "Das Volk hat genug von ...".

Frau Z., als eine von vielen Vertreterinnen und Vertretern des Schweizer Volks hat die Nase gestrichen satt, im Namen einer Partei missbraucht zu werden.

Z.

Recherchieren im Zappadonggebäude

Es WAR Mr Doorman, der mich gestern unbedingt sprechen wollte, allerdings nicht wegen der Sitzbezüge für unseren Kinoraum, sondern weil er eine sensationelle Entdeckung gemacht hatte. Das kam so: Nachdem er 47,5 Sekunden lang ununterbrochen auf kanariengelben Samt gestarrt hatte, packte ihn ein Gefühl, das auch mir nicht ganz fremd ist - er wollte weg, einfach nur noch weit weg vom Geschehen. Also raste er blindlings die Treppen des Zappadonggebäudes hinunter und verpasste dabei das Erdgeschoss. Erst im dritten Untergeschoss, wo Mr Doorman mit unverminderter Geschwindigkeit in eine Betonmauer prallte, wurde sein unbändiger Fluchtwille gebremst.
"Hier ist Ende Beton", dachte er sich (ich habe es mir verkniffen, ihn darauf hinzuweisen, dass dies angesichts seines Missgeschicks wohl der unpassendste aller Gedanken war) und tastete sich mit schmerzendem Schädel wieder Richtung Treppe. Die gelbe Tür auf der rechten Seiten des Korridors tat er zuerst als Halluzination ab. Erst als er sich dagegen stützte (woran ein plötzlich auftretendes Schwindelgefühl schuld war) und mitsamt der sich öffnenden Tür in einen Raum purzelte, wurde ihm klar, dass er sich geirrt hatte, etwas, das ihm sonst NIE passiert, aber eben, der Aufprall gegen die Mauer, das Schwindelgefühl ....
Um es kurz zu machen (wofür es schon fast zu spät ist): Mr Doorman hat aus lauter Dussel den Recherchierraum im Zappadonggebäude gefunden. Und wissen Sie, worauf er gestossen ist? In den Worten von Mr Doorman himself: "Frau Z., haben Sie gewusst, dass das Blog auch der Blog ist? Ist das nicht eine sensationelle Entdeckung?" Meine Antwort: "Mr Doorman, das haben Sie gut gemacht. Sie dürfen sich den Rest des Tages frei nehmen."

Wenn Sie, liebe Zappadongbesucher, den Recherchierraum besuchen wollen: Immer schön abwärts und wenn Sie bei der Betonmauer am Ende des Flur angekommen sind, sind Sie 3,15 Meter zu weit gegangen.

Ihre Z.

Der (das) stärkste Blog der Schweiz

Frau Z. meldet sich kurz aus ihrer Zweitwohnung in Hintertimbuktu.

1. Weil sie Erholung und eine unverdorbene Umgebung braucht, nachdem sie sich Children of Men angeschaut hat.

2. Weil Mr Doorman in einem halbleeren Kinosaal sitzt, umgeben von Stoffmustern und sich bitterlich darüber beschwert, dass ihm keine Menschenseele beim Auslesen der Farbe hilft. Hier, liebe und verehrte Zappadongler, möchte ich Mr Doorman für einmal Recht geben - Sie waren bisher wirklich keine grosse Hilfe in dieser Hinsicht. Beschweren Sie sich dann bitte nicht im Nachhinein, wenn sich ein gekränkter Mr Doorman für kanariengelbe Sitze entscheidet.

3. Weil ich mir in Ruhe einen neuen Blog / ein neues Blog anschauen wollte (lieber Frederik, du als Sprachexperte kannst mir sicher sagen, was jetzt richtig ist; wahrscheinlich beides, oder irre ich mich da) von einem Schweizer Blogger, der ein bisschen gar krank aussieht, und der der stärkste Blogger der Schweiz und später des Universums werden will.

http://www.daniel-naftaly.ch.vu/

(Bitte machen Sie sich keine Gedanken oder gar Sorgen um die Gesundheit des Bloggers; er versichert glaubhaft, sich bester Gesundheit zu erfreuen).

Ich muss Sie an dieser Stelle allein lassen. Mein Telefon klingelt. Ich denke es ist Mr Doorman.

Z.

Children of Men

Der zappendusterste und beklemmendste Film, den ich je gesehen habe. Mit einem genialen Clive Owen und einem genau so genialen Michael Caine.

http://movies.uip.de/childrenofmen/

http://www.imdb.com/title/tt0206634/

Der zweite zappendusterste und beklemmendste Film, den ich je gesehen habe (und gleichzeitig wohl einer der allerbesten, den ich je gesehen habe, den ich mir aber nie, nie, nie mehr antun werde):

Once were warriors

http://www.imdb.com/title/tt0110729/

Nach diesem habe ich buchstäblich gekotzt.

Z.

Mixer

Liebe Zappadonlger

Ich werfe einmal alle meine Gedanken in einen Mixer und leere sie dann über diesen Eintrag. Sollte dabei ein ungeniessbares Gebräu herauskommen, entschuldige ich mich im Voraus und drohe Mr Doorman schon mal an, dass er es austrinken muss.

Ich ärgere mich seit drei Wochen über das Schweizer Novemberschreiben. Weil es ein Ideenklau ist, der nicht als solcher gekennzeichnet ist und weil im dazugehörigen Forum nicht genehme Postings einfach gelöscht werden.

Ich freue mich über alle, die bei NaNoWriMo ihre Wortaccount täglich höher schrauben und sich hechelnd der 50'000 - er Ziellinie nähern.

Ich ärgere mich gerade über eine geschlossene Tür zu einem neuen Blog - der jetzt nicht bearbeitet werden kann, weil ich nicht hineinkomme (Mr Doorman ist ein freundlicher, hilfsbereiter Mensch im Vergleich zu diesem anonymen Türsteher, der mich nicht in meinen eigenen Blog hineinlässt).

Ich freue mich über ein paar Dinge im ganz privaten Leben von Frau Z., die sehr gut laufen.

Möchten Sie diesen Mix durch Ihren persönlichen Ärger / Ihre persönlichen Freudenmomente ergänzen, sind Sie herzlich eingeladen, das zu tun. Einfach auf Kommentar klicken.

Z.