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Ruhige Weihnachten

Mr Doormans Verwandtschaft ist vor zwei Tagen wie ein Heuschreckenschwarm im Zappadong-Gebäude eingefallen, hat uns alle herzhaft geherzt, gedrückt, geknuddelt und durch die Luft gewirbelt um dann zu verkünden, dass Onkel Vladimir auf eine Ölquelle gestossen ist und die Sippe deshalb ("leider, leider, Frau Zappadong") dieses Jahr in St. Moritz Weihnachten und Neujahr feiert. Ich habe höflichkeitshalber ein paar wenige Tränen verdrückt und dann das Abschiedsprozedere (das gleich verlief wie das Ankunftsprozdere) über mich ergehen lassen. Jetzt habe ich ein paar blaue Flecken und äusserst gute Laune.

Ich werde heute das bescheidene Rottännchen schmücken, das Mr Doorman und ich in einer Nacht- und Nebelaktion im nahen Wald gerodet haben (Sie erinnern sich vielleicht: unser wunderprächtiger Baum ist in einem Freudenfeuer aufgegangen). Und dann gönnt sich die Zappadongfamilie einen geruhsamen Abend - wohl den ersten Weihnachtsabend in JAHREN, der nicht im Panikraum enden wird.

Ihnen allen wünsche ich ein geruhsames Fest. Tragen Sie sich Sorge.

Ihre

Frau Zappadong

Neulich an der Supermarktkasse oder wie wir Konsumenten zum Verblöden gebracht werden, Teil II

Kürzlich standen Mr Doorman und ich an der Supermarktkasse. Wir hatten unser Wägelchen prall gefüllt mit nützen und unnützen Dingen des täglichen Lebens und standen vor der logistischen Herausforderung, diese Dinge in zwei Haufen zu sortieren, weil ein Teil davon für geschäftliche Zwecke bestimmt war und wir dafür eine separate Quittung brauchten. Nun, wir meisterten die Aufgabe recht gut und auch innerhalb einer akzeptablen Frist. Schön gebüschelt und in zwei sichtbar getrennte Berge schob sich die Ware auf dem schwarzen Band Richtung Kassiererin.

Die nette Frau an der Kasse scannte die Preise der ersten Ladung ein und noch bevor die nette Dame sehr nett fragen konnte, schob ich ihr die Kundenkarte hin. (Anmerkung von Frau Zappadong: Ich habe die Kundenkarte einzig und alleine zu dem Zweck, mir nicht JEDES MAL beim Einkaufen die Frage anzuhören "Haben Sie eine Kundenkarte?")

Die Frage nach der Kundenkarte hatte ich zwar elegant umschifft, aber schon drohte die nächste: "Sammeln Sie unsere Märkli?" (Anmerkung von Frau Zappadong: Diese Frage lässt sich leider nicht durch Entgegenstrecken irgendwelcher Karten oder "Märklis" vermeiden.)
"Nein", quetschte ich so freundlich wie möglich hervor.
"Darf ich Ihnen das Büechli mit den Benzinverbilligungsgutscheinen geben?"
"Nein, danke", sagte ich freundlich und bezahlte.

Das Prozedere wiederholte sich für den zweiten Berg an Gütern, die Mr Doorman und ich aufs Band gestapelt hatten:
Kundenkarte hinhalten bevor die unvermeindliche Frage kam. "Haben Sie eine K.... (ach, ich denke, Sie wissen mittlerweile, wie die Frage geht).
"Sammeln Sie unsere Märkli?"
"Nein danke, immer noch nicht."
"Möchten Sie das Büechli mit den Benzing..."
"Nein, danke, auch immer noch nicht."

Mr Doorman stand die ganze Zeit schweigend neben mir. Er schwieg, bis wir auf dem Parkplatz standen, dann platzte er heraus: "Frau Zappadong, wie schaffen Sie es, regelmässig einkaufen zu gehen und gleichzeitig geistig gesund zu bleiben?"
"Mr Doorman, wenn Sie es niemandem weitererzählen, verrate ich Ihnen ein Geheimnis", sagte ich.
"Ich werde schweigen wie ein Grab", versicherte Mr Doorman mit todernster Miene.
"Erinnern Sie sich an den Kongress, den ich vor zwei Monaten besucht habe? Das war kein Kongress. Ich war in einer Klinik. Bei Gehirnklempnern."
"Oh", flüsterte Mr Doorman. "Ich verstehe." Und er sah wirklich aus, als ob er verstanden hätte. "Und, hat's geholfen?", wollte er wissen.
"Nein." Mehr gab es nicht zu sagen. Ach doch ... da ist noch eine Neuerung, die es zu erwähnen gibt.

"Wir werden schon bald alle Produkte selber einscannen dürfen", sagte ich.
"Cool", meinte Mr Doorman, der schon immer ein Faible für Technik hatte. Ich konnte sehen, wie es in seinem Gehirn ratterte. "Und weshalb dürfen wir das?", wollte er schliesslich wissen.
"Damit das Prozedere an der Kasse schneller geht."

Sie werden verstehen, dass Mr Doorman und ich danach einen heben gingen. Oder zwei. So genau erinnere ich mich nicht mehr. Ich weiss nur, dass wir irgendwann im Laufe unseres Gelages die Kundenkarte zerbrachen. Und deshalb darf ich mir seit neustem auch die wunderbarste aller Fragen anhören.

"Haben Sie eine Kundenkarte?"

Voralpine Kleinstadtfrau

Ach, wie ich diesen Begriff liebe: Voralpine Kleinstadtfrau.

Dabei kenne ich ihn erst seit heute Morgen. Peter Rothenbühler, ein - belesener und weltgewandter - Kolumnenschreiber aus der Grossstadt Zürich (ja, das ist dort, wo alle Leute chick sind und cool und gut angezogen und gut frisiert, weshalb Mr Doorman dort unbedingt mal hin will) hat ihn heute geprägt. Leider nicht für mich, sondern für unsere neue Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

Ihre Frisur ist ihm (dem klugen Kolumnenschreiber) zu hinterwäldlerisch. Eben zu sehr Frisur einer voralpinen Kleinstadtfrau. Worauf ich sofort in den Spiegel geguckt und erkannt habe: Ich bin eine voralpine Kleinstadtfrau.

Nächsten Dienstag gehe ich in die Grossstadt Zürich. Ich fürchte, ich werde eine Mütze tragen müssen. Oder Mr Doorman mitnehmen. Mit so einem Mannsbild an meiner Seite wird die Grossstadtmeute denken, ich sei ein Hollywoodstar und meine Frisur der letzte Schrei. Stellen Sie sich vor: Plötzlich trägt tout Zürich eine voralpine Kleinstadtfrauenfrisur.

Ihre voralpine Kleinstadtfrau

Zappadong

Das Zitat des Tages ...

... stammt vom abgewählten Bundesrat Christoph Blocher. Er will weiterhin in der Politik bleiben und mit seinen wackeren Mannen und Frauen von der SVP Opposition machen, bis die Schweizer Erde bebt. Sein Credo:

Ich vertrete nicht das Gedankengut der Partei – ich sorge dafür, dass die Partei mein Gedankengut vertritt.

Mr Doorman stand neben mir, als die denkwürdigen Sätze fielen. Er zupfte mich am Ärmel, schaute mir ernsthaft in die Augen und fragte: "Der Mann ist nicht etwa verwandt mit Mr Putin?"

Ihre Frau Z.

Der Baum, Teil II: Der Baum brennt

Die schlechte Nachricht vorweg: Unser wunderschöner Baum brennt.

Die gute Nachricht: Der Grund dafür ist ein sehr, sehr guter.

Angezündet haben den Baum Mr Doorman und ich. Nur das beste war gut genug für ein Freudenfeuer erster Klasse. Und hiermit sei verkündet:

Wir feiern den Rauswurf des Oberhirten der Schafherde (sprich SVP) aus der Regierung. Herr Blocher, polternder Politiker von Gottes Gnaden, seiner Ansicht nach einzig wahrer Vertreter des Schweizer Volkes, ist nicht mehr Bundesrat. Er wurde A-B-G-E-W-Ä-H-L-T.

An seine Stelle hat das Parlament Frau Widmer-Schlumpf gewählt, eine Politikerin derselben SVP, die aber von einem anderen Kaliber ist: konsensfähig, kompetent, integrierend.

Wie Sie sich denken können, hat die Sache einen Haken: Frau Widmer-Schlumpf müsste die Wahl annehmen. Sie hat sich Bedenkzeit erbeten. Und so lange sie nachdenkt, schieben Mr Doorman und ich Holz nach; auf dass das Feuer nicht ausgehen solle (seien wir ehrlich: um die Möbel aus dem Aufenthaltsraum ist es nicht schade). Wir wollen aufmunternde Rauchsignale senden an Frau Widmer-Schlumpf: Halten Sie durch. Geben Sie dem Druck Ihrer Partei nicht nach! Sagen Sie ja! Uns zuliebe!

Das ist gar nicht so einfach: Während Frau Widmer-Schlumpf noch überlegt, verkündet die Parteileitung schon mal, dass sie auf das Amt verzichten wird - und Herr Blocher zu einem zweiten Wahlgang antritt. Was ihr blühen könnte, wenn sie die Wahl annimmt, hat ihr Parteikollege Samuel Schmid schon erfahren müssen. Er wurde aus der SVP Fraktion herausgeworfen, sprich, er ist ein Bundesrat ohne Parlamentsfraktion. Tja, die Sitten sind rau im SVP-Land.

Was immer jetzt auch noch geschieht: Es wird bestimmt nicht langweilig. Und wir müssen einen neuen Baum organisieren (keine Bange, der Schmuck hing noch nicht dran).

PS: Das Musikstück, dass wir für Herrn Blochers Besuch eingeplant hatten, fällt leider aus. Das wird Mr Lightbringer über den Verlust des Baumes hinwegtrösten.

Frau Zappadong

Der Baum

"HALT!!", brüllt Mr. Doorman vom Rücksitz. Panikartig trete ich mit beiden Füßen auf die Bremse. Der Wagen schleudert kurz, Frau Zappadong hängt mit dem Gesicht an der Windschutzscheibe und Svetlana verschüttet etwas von dem Wodka, den sie sich gerade genehmigen wollte. Hinter mir ertönt ein schrilles Konzert aus mehr oder weniger gut gestimmten Signalhörnern und ich sehe Fäuste aus einigen Autofenstern ragen.

Eine kurze Schimpfkanonade und ein paar böse Blicke später, ich murmle noch "Tschuldigung, scheiß Automatik...", deutet Mr. Doorman aus dem Seitenfenster.

"Da! Der wäre doch IDEAL!" Seine Begeisterung kennt kaum noch Grenzen, als er auf den städtischen Weihnachtsbaum zeigt, der gerade von ein paar Leuten in orange-weiß-gestreiften Jacken aufgestellt wird.

Svetlana nickt zustimmend und brabbelt sinnverwirrend los, dabei wild mit den Händen herumfuchtelnd. Frau Z. sieht Mr. Doorman an, als ob dieser gerade seine Gehirnspender-Karte ausgefüllt hätte.

Ich muss einschreiten, bevor im Wagen Handgreiflichkeiten ausbrechen. "Mr. Doorman, wir sind hier in der Schweiz. Hier kauft man Weihnachtsbäume."

Jetzt sieht Mr. Doorman mich an, als ob er mir bei vollem Bewußtsein gleich eine Lobotomie zukommen lassen wollte.

"Kaufen? Wozu? Es stehen doch genügend Bäume herum!"

"Ja, schon, aber hier gehören die Bäume immer jemandem, und dem müssen wir die eben abkaufen." Ich sehe mir den Baum noch mal an. "Außerdem ist der doch viel zu groß..."

"Aber von dem da drüben brauchen wir doch nur die Spitze, das würde doch gar nicht..." Mr. Doorman sieht noch traurig dem Baum nach, während ich den Verkehrsstau wieder auflöse, den ich selbst verursacht habe.

Ich sehe ein blau-gelbes Schild vor mir auftauchen. "Da vorne ist ein Baumarkt, dort holen wir den Baum."

"Im BAUmarkt? Müssen wir den dann auch noch selber zusammen bauen oder was?" Konsterniert zieht Mr. D. die Augenbrauen zusammen. Frau Zappadong verdreht kurz die Augen nach oben. Allerdings bemerke ich auch, dass sie sehr unternehmungslustig aussieht.

In der Weihnachtsbaum-Abteilung empfängt uns eine Wand aus Nadeln, weißen Netzschläuchen und gelben Laschen, die an die Bäume angetackert sind. Sonderangebote springen uns an.

Frau Z. schiebt uns aus der preisgünstigen Fichten-Abteilung in die Luxus-Blautannen-Sektion. Gefühlt an die hundert Bäume werden als "zu klein", "zu krumm", "zu wenig Äste", "schauen sie sich doch mal an, wie der unten rum aussieht, kommt nicht in Frage" und "Was? Aus Rumänien? Die wurden sicher nicht artgerecht gehalten!" abgelehnt. Svetlana und Mr. D. sind auch keine große Hilfe, weil sich die beiden bei jedem einzelnen Baum auf Kauderwelsisch lautstark und gestenreich streiten. Meine Füße beginnen zu schmerzen.

Ich sehe mich schon den ganzen Tag in verschiedenen Märkten praktisch identische Bäume aussondern, und Plastikbäume erscheinen mir bald als eine begehrenswerte Alternative, als Frau Z.'s Augen plötzlich aufleuchten. Sie stürzt auf ein riesiges Exemplar von Baum zu, zerrt ihn vom Zaun weg, versucht, ihn mit den Händen festzuhalten und dabei auch noch zu betrachten. Mr. D. kommt ihr zu Hilfe, hält den Baum, Frau Z. tritt zurück und betrachtet stolz die Beute. Der Baum steht dem der Stadtverwaltung an Größe kaum nach. Er ist satt dunkelgrün, perfekt gebaut und wunderbar. Und mindestens drei Meter groß. Frau Z. sieht triumphierend zu mir rüber, und mir wird klar, dass Einwände gegen dieses Monstrum mein Ableben erheblich beschleunigen könnten.

Ja, das ist er. Wir haben den Baum gefunden.

Gruß Alex L.

Jagdverhalten

Irgendwas fehlt. Ich bin auf meinem Rundgang durch das Zappadong-Gebäude und mein Unterbewusstsein will ständig mit einer dringenden Meldung hervorpreschen, kommt aber an der Vernunft-Schranke nicht vorbei. Was ist es nur?

Mr. Doorman steht am Fenster und sieht wehmütig in den Zappadong-Garten hinaus.
"Hallo, Mr. Doorman!", rufe ich ihm zu. Er schaut sich um, wirft mir einen traurigen, ja fast gequälten Blick zu, nickt nur und dreht sich wieder zum Fenster.

Ich gehe zu ihm rüber und schaue ebenfalls aus dem Fenster. Der Garten liegt davor, schneebedeckt, ruhig, friedlich. Eigentlich kein Grund, gleich eine größere Depression vor sich her zu schieben.

"Was macht Ihnen zu schaffen?", frage ich ihn.
Er seufzt, ohne den Blick vom Fenster abzuwenden. Er öffnet den Mund, schließt ihn gleich wieder. Er senkt den Blick.

"Wissen Sie...", beginnt er und stockt dann wieder. So hab ich ihn noch nie erlebt. Ich sehe ihn ermutigend an und warte darauf, dass er seine Krise überwindet.

Nochmal dreht er sich zum Fenster. "Früher...". Er zwinkert. "Wir haben immer zusammen - wissen Sie, wir waren eine ziemlich große Familie - und da war um uns herum..."

Ich habe keine Ahnung, was das Gefasel soll. Aber wenigstens redet er jetzt. Irgendwann wird das Ganze schon einen Sinn ergeben. Ich nicke, als ob ich die Weisheit morgens mit den Haferflocken in mich hineingeschaufelt hätte. Mein Unterbewußtsein klopft wieder an. Ich weise es darauf hin, dass es sich gefälligst etwas gedulden soll.

Mr. Doorman holt Luft. "Als ich noch ein Kind war,..." fängt er an, und ich stelle mir unwillkürlich vor, wie ein 190 cm großer Wandschrank als Kind aussah. Wie ein Nachttischkästchen? "Als ich noch ein Kind war, sind wir um die Zeit, also meine ganze Familie, wir sind losgezogen, in den Wald um unseren Bauernhof herum." Er schaut mich erwartungsvoll an. Aha. Ja, sehr informativ. Meiner Miene entnimmt er wohl, dass eine genauere Spezifizierung durchaus angebracht wäre.

"Wir haben uns einen Weihnachtsbaum gesucht."

Genau. Das ist es. Das hat mir schon die ganze Zeit gefehlt. Ein Baum! Wie konnte ich den nur vergessen. Mein Unterbewusstsein schickt mir einen hämischen Impuls, weil es das ja schon dauernd gesagt hat, ich aber nicht hingehört habe.

Mr. Doorman hat also Heimweh. Da muss es doch was geben. Svetlana kommt durch die Halle geschlurft. Mit dem Besen in der Hand verteilt sie den Staub in der Lobby neu. Mir kommt da eine Idee.

"Mr. Doorman, was halten Sie davon", sage ich zu ihm mit verschwörerischem Blick, "wenn wir zusammen losziehen und in den Märkten hier in der Umgebung einen Baum aussuchen?"

Sein Blick wird etwas lebhafter. "Können wir Frau Zappadong und Svetje auch mitnehmen?"

OK, also alles ab in den Transporter. Die Zappadong-Meute ist auf Baumjagd.

Gruß Alex L.

Wenn die Post von der Katze gebracht wird oder wie wir Konsumenten zum Verblöden gebracht werden Teil 1

"FRAU ZA-PPA-DOOOOONG!!!"

Wenn Mr Doorman so brüllt, dann geht entweder gleich die Welt unter oder die Wäsche hat sich verfärbt. Weil ich nicht wusste, welches von beiden Unglücken uns ereilt hatte, raste ich die Treppe hinunter und krallte mich mit ungesund hohem Puls an der Ständerlampe neben der Reception fest.

"SEIT WANN BRINGT BEI UNS DIE KATZE DIE POST?" Angewidert streckte mir Mr Doorman eine Art Zeitung hin.

Cat Express stand da drauf. Und tatsächlich. Der Leitartikel lautete: Warum selbstbewusste Schweizer Katzen jetzt plötzlich die Zeitung bringen.

Nun brüllte auch ich: "WAS SOLL DER SCH....?"

Konsterniert starrten Mr Doorman und ich auf das Printprodukt (in dem sich übrigens zwei Müsterchen mit Katzenfutter befanden). Dann dämmerte es mir. Herr Zappadong hatte kürzlich zweimal bei Sonderangeboten in einer unserer zwei Monopol-Supermarktketten kräftig beim Katzenfutter zugelangt. Und weil diese eine Kette mit ihrer Kundenkarte* alles erfasst, was gekauft wird, sind wir ins Lager der Katzenfreunde eingeteilt worden.

Katzenfreunde sind wir in der Tat - Herr Zappadong und ich (Mr Doorman hat's wie anno dazumal der Ausserirdische ALF: er würde Katzen lieber essen). Das heisst aber noch lange nicht, dass unser IQ über Nacht auf 27.5 gefallen ist.

Dass die Katze die Zeitung bringt, ist nur eine der vielen auffälligen Verhaltensänderunden, die Schweizer Katzenbesitzer seit einigen Tagen an ihren schnurrenden Helden feststellen ... steht da. Natürlich ist das Futter schuld, von dem übrigens ein Müsterchen beiliegt, aber das sagte ich glaub schon, oder nicht .... (Himmel, der IQ sinkt im Sturzflug).

Nun, unser Katze ist dumm wie die Nacht und genau deshalb lieben wir sie. Sie bringt keine Zeitung, sie macht kein Männchen und sie bellt auch nicht. Das soll so bleiben. Darum bekommt sie auch das Futter nicht.

Mr Doorman, wollen Sie vielleicht .... äh ....

* Kundenkarte: Mehr zu diesem Thema in Teil zwei, drei und vier der Verblödungsserie (falls mein Hirn bis zum Ende der Serie nicht einfach nur noch Matsch ist)

Die Verschwörung der Fürsten

Nein, liebe Zappadong-Gäste, bei diesem Eintrag handelt es sich nicht um einen weiteren Geheimplan* der SVP (Schweizerischen Volkspartei). Ich möchte Ihnen heute ein Buch vorstellen:


Warum gerade dieses Buch?

Erstens hat es eine sehr nette Autorenkollegin geschrieben, zweitens ist es ein gut recherchierter historischer Krimi (keiner dieser historischen Schinken mit einer so geschnörkelten Erzählsprache, dass man sich in einem Zuckerwattelabyrinth wähnt) und drittens beeindruckt mich die Vermarktungsstrategie.

Wenn man auf die Webseite des Verlags geht, kann man im Buch blättern und sich die ersten rund 40 Seiten zu Gemüte führen. DAS nenne ich eine Leseprobe!

Zur Verlagsseite geht es hier: Susanne Eder, Die Verschwörung der Fürsten

Viel Spass beim Schmökern. Stellen Sie sicherheitshalber eine Tasse Tee / Kaffee neben sich auf den Tisch; es könnte länger dauern.

Herzliche Grüsse

Frau Z.

* Ich erwarte, dass das Wort "Geheimplan" zum Unwort des Jahres, ja des Jahrzehnts, noch besser des Jahrtausends erkoren wird.

Heute Morgen beim Zeitunglesen - oder warum die Welt Marilyn Manson braucht

Auf dem Bücherregal in der Zappadongbibliothek steht die Marilyn Manson Biographie. Womit schon einmal gesagt ist, dass ich den Mann mag.

Heute Morgen beim Zeitunglesen stiess ich auf einen Artikel über sein bevorstehendes Konzert in Zürich (letztes Mal, als er hier war, musste er bei der Polizei antreten). Er beginnt mit einem Alice Cooper Zitat: "Welcome to my nightmare, I think you're gonna like it."

In diesem absolut lesenswerten Artikel (hier) wird auf ein Interview aufmerksam gemacht, das Marilyn Manson dem senkrecht aufrechten Fox TV Moderator Bill O'Reilly (ein Mann mit viel Moral und gegen alles, was links von ihm steht - was nicht wenig ist) gegeben hat. Selbstverständlich habe ich dieses Interview für Sie gesucht. Es ist eine Perle. Sehen Sie selbst:



Ihre Frau Z.

Lamas aus dem Toggenburg

Liebe Zappadong-Besucher

Weder die russische Verwandtschaft von Mr Doorman noch dessen Streik im Bügelzimmer haben so viel Aufmerksamkeit erregt wie die niedlichen Tierchen aus dem letzten Blogeintrag.

Ich habe mich fachkundig gemacht und weiss nun fast alles - ausser ob man die Laui Lamas essen kann. Bitte folgen Sie diesem Link und lernen Sie die putzigen Tierchen kennen (von denen zwei gerade zum Verkauf stehen und ich mir überlege, ob ich sowohl Tobias als auch Torino nicht für uns erwerben sollte).

Hier ist der Link: Lamafarm Chüeboden

Und hier die Startseite, wo Sie alles über kuschelweiche Bettdecken erfahren, die aus dem knuffeligen Fell der Lamas hergestellt werden: Startseite

Ihre Frau Z.

Sonntag, 18. November 2007 - (fast) ohne Worte

Zitat Mr Doorman: "Kann man die essen?"






Filmrätselstöckchen # 642

Also, eigentlich haben Johannes und Thomas den Film (Barbarella), den Yjgalla bei Thomas vorgestellt hat, vor mir erraten ... aber sie haben mir - Gentlemen, die sie sind - grosszügig das Auflösen des Rätsels überlassen. So nehme ich denn das Filmrätselstöcklein und stelle euch vor ein neues Rätsel.

Yjgalla hat den Film (Constantine) erraten. Johannes macht wahrscheinlich weiter. Die Zeit könnt ihr den Kommentaren entnehmen.

Was man alles findet, wenn man sucht

Auf der krampfhaften Suche nach Dingen, die man unbedingt wiederfinden will und muss, findet man leider häufig nicht unbedingt das Gesuchte - dafür aber sonst ganz andere interessante Dinge.

So suche ich seit fast einer Woche einen Verschlüsselungscode für das Internet (Sohn Zappadong hat einen neuen Computer und ginge gerne wieder online), das Personalblatt einer Angestellten, ein aufmerksames Auge (Mr Lightbringer meint, das brauche ich jetzt) und eine ordnende weibliche Hand (Ich denke, Frau Rösli könnte recht haben, wenn sie meint, so eine wäre im Moment angebracht).

Die schlechten Nachrichten: Ich suche das alles immer noch. Nichts davon habe ich gefunden, was mich nicht unbedingt glücklich macht.

Dafür habe ich ein paar Dinge entdeckt, die mir sehr nützlich sind - aber auch zwei absolut unnützliche, die ich Ihnen auf keinen Fall vorenthalten will, denn es sind oft die unnützlichen Dinge im Leben, welche uns auf irgendeine Art berühren oder glücklich machen.

Die von mir aufgespürten unnützen Dinge haben beide mit Musik zu tun. Keine Angst, es ist weder der Alphornsound von Frau Rösli noch eine Trommelorgie meinerseits. Beide haben aber mit Musik zu tun - lassen Sie sich überraschen. Und bitte, schenken Sie beiden Unnützlichkeiten mindestens zwei bis drei Minuten.

Da wäre einmal diese uralte Schweizer Volkslied in einer absolut interessanten Version. Leider klappt bei mir der Plugin zur Zeit nicht, weshalb ich Sie auf einen Blogeintrag verweise, an dessen Ende Sie es selbst versuchen können: Bodeständigi Choscht

Und ein Clip, zu dem sich jeder Kommentar erübrigt, ausser der, dass mir tatsächlich die Tränen in den Augen standen - nicht unbedingt wegen der Musik ... aber sehen Sie selbst:



Ihre Frau Z (die immer noch sucht)

Bericht des Hausmeisters

ich habe mit Svetlana gesprochen. Na ja, nicht direkt, also so eher mit Herrn Doorman, der dann mit Svetlana... Sie wissen, was ich meine.

Das Fazit ist: sie ist der Meinung, wenn hier im Gebäude schon Zustände herrschen wie in Kasachstan (Tiere in der Wohnung, überall liegen Waffen rum, dunkle Männer hantieren mit Sprengstoff, Schnaps an jeder Ecke), sollte sich auch das allgemeine Aussehen der Räumlichkeiten daran anpassen. Sie hat das anders ausgedrückt, so auf die Art "Wenn hier schon jeder säuft und rumballert und den ganzen Tag mit Schokolade in der Hand rumhängt, sollen wir uns die Alkohol- und Schokoflecken doch selber vom Boden wegputzen". Ich konnte sie gerade noch davon abhalten, mir den Schtschi-Topf nachzuwerfen. Ich gehe nicht mehr in den Heizungskeller, das kann ich Ihnen sagen.

Damit dürfte auch Ihre zweite Frage beantwortet sein. Es stinkt nach Geißenmist, weil diese nichts besseres zu tun haben, als gutes Futter in Sch... zu verwandeln.

Zum Konzert kann ich nichts sagen. Trotz der eindeutigen (und etwas aufdringlichen) Forderungen von Frau Deralp kann ich an einem Konzert nur als grölender Zuschauer teilnehmen, aber niemals als aktives Mitglied. Das ist ein Naturgesetz. Tut mir leid.

Sie sollten auch Ihren Sinn für die Realität wiederfinden: Schnee ist Teil dieser Jahreszeit. Freuen Sie sich, dass er da ist. Wenn Sie sich nicht freuen, ändert das nichts, glauben Sie mir.

Noch eine schlechte Nachricht (Sie sollten sich setzen): Nougat ist aus. Dafür habe ich noch ein paar Tafeln mit Champagnertrüffel-Geschmack gefunden. Vielleicht hilft Ihnen das weiter.

Was Mr. Doorman betrifft: ich denke, er hat in Frau Deralp jemanden gefunden, mit dem er seine dunkle Seite voll ausleben kann. Die Kombination aus den beiden entwickelt sich schön langsam zu einem Abrissunternehmen, habe ich den Eindruck. Sie sollten da ein aufmerksames Auge drauf haben!

Gruß Alex L.

Aktion Licht ins Dunkel

Ich fürchte, ich habe den Überblick über das Geschehen verloren und brauche für mich eine ganz persönliche Aktion Licht ins Dunkel. Keine Bange, ich habe dabei nicht ihren Geldbeutel im Visier, sondern Ihr Gehirn resp. Informationen, die in Ihrem Gehirn gelagert und auch abrufbar sind.

Konkret wäre ich froh, wenn mir jemand sagen könnte:

1. Warum das Zappadong-Gebäude nicht gereinigt ist. Hatten wir da nicht so ein ledernes Etwas? Kann es sein, dass Svetlana frühzeitig zu einem Weihnachtsferienaufenthalt in ihrer Heimat abgereist ist? Falls ja, wer macht jetzt ihre Arbeit?

2. Warum es im ganzen Haus nach Geissenmist stinkt (und in diesem Zusammenhang die Frage, wo denn im Moment Frau Röslis Geissen untergebracht sind).

3. Wie weit die Proben für unser Konzert fortgeschritten sind. Ich für meinen Teil habe im Panikraum fleissig getrommelt.

4. Ob draussen noch Schnee liegt (ich traue mich nicht nachzusehen - ich könnte mich zu sehr erschrecken).

5. Ob es noch ein wenig dieser delikaten Nougatschokoklade hat.

6. Warum Mr Doorman mit dem Grinsen einer zufriedenen Katze auf dem Gesicht herumläuft.

Da ist man einmal ein paar Tage nicht abkömmlich, und dann herrscht Chaos pur. Dabei hilft es auch nicht, dass heute Morgen das Telefon geklingelt hat und jemand in einer fremden Sprache, die mir sehr nach Russisch klang, ganz viele Wörter durch die Leitung an mein Ohr geblabbert hat. Keine Ahnung, was der Mann wollte, aber irgendwie schwant mir, dass er zu Mr Doormans Verwandtschaft gehört.

Oh je.

Ihre Frau Z.

Filmrätselstöckchen # 620

Mir ist das Leben dazwischengekommen. Mit einiger Verspätung geht es um 19.15 Uhr weiter.

Johannes hat den Film erraten ("Point Break") und macht entweder gaaaanz spät heute Nacht weiter oder sonst morgen. Guckt doch einfach ab und zu bei ihm vorbei - oder schaut unten in den Kommentaren nach.

Filmrätsel oder kein Filmrätsel - Novemberblues

Seit heute Mittag passe ich wieder durch die Panikraumtür - ich habe mich auch promt an meinen Computer geschlichen und still und leise beim Filmrätselstöckchen mitgemacht. Weil es niemand aufhob, habe ich danach gegriffen ... und weiss nun nicht, ob jemand sich hierher verirrt und miträtseln will. Also:

Ist jemand hier und möchte rätseln? Bitte schnell im Kommentar vermelden, dann stelle ich ein Rätsel ein, ansonsten darf gerne Marielen weitermachen - sobald sie eingekauft, gekocht und gegessen hat.

Und wenn ich schon hier bin: Mr Lightbringer, welch ein Novemberblues! Darf ich Ihnen ein paar Pralinen anbieten? Oder sollen wir gemeinsam die Geissen einfangen - jetzt, wo der Sturm den halben Geissenstall weggefegt hat? Sind sie überhaupt noch hier oder haben sie bei der SVP ein Asylgesuch eingereicht? Und Frau Rösli, haben Sie Ihren Alphornsound zu "Highway to Hell" mehr oder weniger im Griff. Es könnte nämlich bald ernst werden ...

Ihre Frau Z.

Herbstlaub

Rasend schnell naht die Zeit der Stille. Alles ist draußen eingepackt in eine weiße Hülle aus Samt. Geräusche werden wie durch Watte gefiltert, das Licht kehrt in die Welt zurück durch die Reflektionen des weißen Tuches aus Eiskristallen.

Davor hat Gott aber den Herbst gepackt. Grau in grau; windig; matschig; dunkel; der Herbst ist wirklich die depressivste Jahreszeit. Und die Blätter! Im Zappadong-Garten haben wir eine Ecke, in der sich der Wind fängt. Diese Ecke füllt sich regelmäßig mit dem biologischen Abfall. Eiche, Buche, Haselnuss, Ahorn, alle werfen ihren Ausschuss in diese Ecke. An windigen Tagen stapelt sich da das Laub bis zu einem halben Meter hoch. Ich frage mich, wo das Zeug herkommt. Wir haben keine Bäume im Zappadong-Garten.

Als Hausmeister sind Blätter natürlich Teil meiner Stellenbeschreibung. Ich schnappe mir morgens den Laubsauger, werfe ihn an. Das Brummen des Motors verschafft mir innere Seelenruhe. Ich lasse den Motor ein paar mal kurz aufheulen. Schließlich sollen die Blätter wissen, dass jetzt ihr letztes Stündlein geschlagen hat. Einige der Ahorn-Blätter zittern bereits, ich vermute, vor Angst.

Ich stecke den Rüssel des Laubsaugers in den Blätterhaufen, drücke das Gaspedal, und mit einem saugenden Geräusch füllt sich der Auffangsack. Ich leere den Sack auf den Komposthaufen, gehe wieder zu den Blättern, die gleiche Prozedur. Und nochmal. Wer zum Teufel hat diesen kleinen Sack zu dieser sch(*zensiert*) Maschine geplant? Da bringe ich ja in einen Eimer mehr Blätter rein! Nach sechsmaligem Ausleeren ist die Ecke trotz aller Fehlplanungen völlig blätterfrei, der Komposthaufen hat um geschätzte zehn Kubikmeter zugenommen.

Nach dieser befriedigenden Arbeit (schließlich sieht man ja, was man getan hat), rufen mich andere Arbeiten im Zappadong-Gebäude. Der Sturm hat ein Fenster aufgerissen, das wieder eingehängt werden muss. Auf der Dachterrasse bringe ich die Liegen in die Abstellkammer. So Sachen eben. Als ich meinen Abendrundgang mache, um noch mal alles zu überprüfen, gehe ich auch in den Garten. Und was sehe ich? In der berühmten Ecke liegen die Blätter wieder genauso dort wie heute morgen.

Durch den noch sehr heftigen Wind kann ich auch sehen, woher die Blätter kommen: der Komposthaufen ist wie leergefegt...

Gruß Alex L.

Ilsebill salzte nach

Ein Gremium aus renomierten Schriftgelehrten hat den oben genannten Satz zum schönsten Satz gekürt, der je die Ehre hatte, einem deutschen Roman vorangestellt zu werden. Und tatsächlich hat "Ilsebill salzte nach" das Zeug dazu, einen unvoreingenommenen Leser in den Strudel der Verzweiflung zu stürzen. Die schiere Menge an Fragen und Implikationen, die dieser Satz aufstößt, lässt mich sofort mit bebenden Lippen an den weiteren Worten des Autors hängen. Wer ist Ilsebill? Wer hat da gekocht? Ist derjenige beleidigt, wenn sie nachsalzt? Wird diese Ehe noch lange halten? Wer ist Karl Ranseier? Warum wurde Kennedy erschossen?

Nachzulesen ist das Ganze hier.

Man sollte das Leben nicht so ernst nehmen.

Gruß Alex L.

Hier spricht Mr Doorman

Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Frau Zappadong im Panikraum feststeckt. Sie hat 46 Tafeln Schokolade gegessen und passt nun nicht mehr durch die Tür. Ich habe ihr ein stricktes Fitnessprogramm verordnet und hoffe, sie wird sich bald einmal - wenn nicht hüpfend wie ein junges Reh, dann doch keuchend wie ein in die Jahre gekommener Dinosaurier (Zitat von Frau Zappadong, mir fiele ja solcher Schwachsinn gar nicht ein)- zurück an ihren Computer schleppen.

Sie lässt Ihnen ausrichten, dass Sie sich unbedingt die neue CD von Bruce Springsteen anhören müssen. Und falls Sie etwas Geld und Zeit haben sollten: Kaufen Sie mit Ihrem Geld die DVD des Films "Transamerica" und nehmen Sie sich die Zeit, den Film mindestens fünf Mal anzuschauen. Sie können natürlich Zeit und Geld sparen und mir das Geld gleich in die Hand drücken.

Ich verrate Ihnen nicht, dass Frau Z. mir verboten hat, Russisch Roulette zu spielen und frage stattdessen, ob jemand Lust auf eine Runde hätte ...

Ach ja: Hochachtungsvoll (oder schreibt man das jetzt nicht mehr?)

Ihr Mr Doorman
Türsteher, Personal Trainer und Waffenexperte

Filmrätselstöckchen # 584

Nachdem die letzten paar Tage recht hektisch waren (es galt nicht nur nach Frau Röslis Geissen zu schauen ...), kann ich zum ersten Mal zurücklehnen, eine Tasse Kaffee in der Hand und ein Filmrätsel auf dem Bildschirm.

Ich habe das Stöckchen bei Tobias aufgehoben und hoffe, jemand ist ihm bis zu mir gefolgt.

David hat den Film erraten (Inside Man) und macht um 17.00 Uhr weiter.

Shut up and sing

Eine unbedarfte Äusserung an einem Konzert in London, mehr oder weniger am Vorabend vor Ausbruch des Irakkrieges, hat die Country-Band Dixie Chicks in Teufels Küche gebracht. Sie sei beschämt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus ihrer Heimat Texas stamme, erklärte die Sängerin Natalie Maines einem begeisterten Publikum.

Damit eröffnete sie in ihrer Heimat eine Hexenjagd. Die Band wurde von Radiostationen boykottiert, von Landsleuten geächtet, zum Abschuss freigegeben, ihre CD-Verkäufe brachen ein, man bezeichnete sie als hirnlose Schlampen, Bettgespielinnen von Sadam, Verräterinnen. Ihre CDs wurden weggeworfen und plattgefahren.

Von 2003 bis 2006 entstand ein Dokumentarfilm über die Band, der unter die Haut geht. Versuchten die einzelnen Bandmitglieder (nicht zuletzt auf Anraten von Manager und Sponsor) den Schaden in Grenzen zu halten und sich herauszureden (unbedachte Äusserung / wir lieben unser Land) und sich beim Präsidenten zu entschuldigen, wurden sie im Laufe der Zeit selbstbewusster und radikaler. Sie begannen, trotz oder gerade wegen aller Anfeindungen, zu der gemachten Aussage zu stehen, entdeckten für sich die Bedeutung von Redefreiheit und entwickelten sich von "the all American nice girls" zu einer Gruppe von Frauen, die sich nicht scheut, ihre Meinung zu sagen.

Die drei Frauen bezahlten einen hohen Preis: Ächtung in der Countryszene, unverhüllter Hass von Berufskollegen und Leuten aus der Medienbranche, Einbruch in den Verkaufszahlen, abgesagte Konzerte. Man riet ihnen, die Schnauze zu halten und einfach nur zu singen (shut up and sing). Sie haben - zu unser aller Glück - die Schnauze nicht gehalten.

Resultat dieser harten Zeit: Eine geniale CD "Taking the long way" mit dem starken Song "Not ready to make nice".

I’m not ready to make nice
I’m not ready to back down
I’m still mad as hell and
I don’t have time to go round and round and round
It’s too late to make it right
I probably wouldn’t if I could
‘Cause I’m mad as hell
Can’t bring myself to do what it is you think I should

(Den restlichen Text finden Sie hier: Not ready to make nice)

Die Dokumentation endet 2006, in einer Phase, in der die Band Konzerte absagen muss. Schlusspunkt ist ein Konzert in London, am gleichen Ort, an dem Natalie Maines drei Jahre vorher die verhängnisvolle Aussage gemacht hat. Unbedarft, etwas verlegen lachend. Da steht sie also 2006 und wiederholt ihre Aussage. Bewusst und Selbstbewusst.

Dieses Jahr sind sie zurück. Fünf Grammys haben sie abkassiert; für den besten Song und die beste CD. Ich mag es ihnen von Herzen gönnen.

PS: "Taking the long way" ist eine CD, die ich Ihnen nur ans Herz legen kann.

Ihre Frau Z.

Filmrätselstöckchen # 552

Zu sagen, ich hätte gewusst, welchen Film uns heute AnJu präsentiert hat, wäre gelogen. Ich gab die richtigen Suchwörter in mein Maschinchen und heraus kam The Night Listener - ein Film, von dem ich noch nie etwas gehört hatte.

Ich versuche, um 14.30 Uhr weiterzumachen; es kann auch ein wenig später werden. Bis dann.

So, jetzt habe ich es doch noch geschafft. Ich schlage als neuen Zeitpunkt 15.05 Uhr vor.

Um diesen Eintrag so richtig bunt zu beenden, ein Abschluss in Grün. Thomas hat den Film (10 Things I hate about you) erraten und macht um 17.00 Uhr weiter.


Hier ist Bild 1
Und hier Bild 2 Bild 3

Filmrätselstöckchen # 544

Ich lese das verwaiste Stöckchen auf, nicht zuletzt, weil ich am Nachmittag lustvoll mitgeraten habe, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit hatte und nach der Auflösung einfach wegdüste, ohne mich um das Stöckchen kümmern zu können.

Nach Tumulder (King Kong) geht es also hier weiter.

Marielen hat den Film (The Milagro Beanfield War) erraten und macht morgen um 15.00 Uhr weiter, falls nicht jemand das Stöckchen früher aufliest und weitermacht. Bitte unter Kommentaren eintragen, falls jemand übernehmen möchte.

Mr Doorman disponiert um

Frau Rösli möge mir verzeihen, aber ich muss beim Film ausholen, um diesen Beitrag einzuleiten.

In jungen Jahren sah ich mir innerhalb von etwa zwei Wochen vier- oder fünf Mal den Film "Hair" im Kino an. Jene von Ihnen, die die Geschichte kennen, wissen, dass der Hippie anstelle seines Freundes nach Vietnam in den Krieg zieht (er hat sich auf die Militärbasis eingeschlichen und den Platz seines Freundes eingenommen, und genau in dem Moment werden die Soldaten einberufen und in ein Flugzeug verfrachtet). Nun, obwohl es immer derselbe Film war, hatte ich doch jedes Mal wieder die Hoffnung, der Freund möge rechtzeitig zurückkommen.

Genau dieses Gefühl hatte ich gestern Abend vor dem Fernseher. Die Wahlresultate zeichneten sich ab, die Gewinne für die Schäfchen-Ziegenbockpartei waren erschütternd hoch. Ich guckte und guckte und guckte, aber nichts änderte sich. Die Gewinne blieben hoch.

Schweizweit hat die Schäfchen-Ziegenbockpartei gemäss Hochrechnungen 7 Sitze gewonnen und belegt nun 62 der 200 Nationalratssitze. In meinem Heimatkanton sind es 5 von 12 Sitzen, und - leider kann man es nicht viel anders sagen - ein paar der Gewählten verfügen über nicht viel mehr Verstand als die Schafe und Ziegenböcke, die so gerne für ihre Partei ins Feld führen.

Eigentlich wollte ich bis zu den nächsten Wahlen im Jahre 2011 im Bett bleiben, aber ein unbeschreiblicher Lärm weckte mich. Ich schoss hoch, und das erste, das ich sah, war eine rosa Küchenschürze.

"Mr Doorman!", brüllte ich, "das ist NICHT witzig."

Mein Gebrüll verhallte ungehört. Dafür hörte ich aus der Lobby einen solchen Krach, dass ich - Vorsatz hin oder her - aufstehen und nachsehen musste. Im Eingangsbereich herrschte ein unvorstellbares Chaos und in der Drehtür steckte ein Herd fest.

"Was soll das?" (Ich brüllte immer noch.)

"Das ist unsere neue Küche", erklärte Mr Doorman. "Haben Sie übrigens die Schürze gefunden?"

"Ins Bügelzimmer. Wir spielen Russisch Roulette. Mit sechs Kugeln. Sie fangen an." (Gibt es eine Steigerung zu brüllen?)

Mr Doorman grinste und legte verschwörerisch seinen Zeigefinger auf die Lippen. Dann nahm er mich sachte am Arm und führte mich in den Panikraum, wo schon Frau Rösli auf uns wartete, in der einen Hand eine Tafel Schokolade, in der anderen die Hellebarde, mit der sich unser zweiter Nationalheld Winkelried vor vielen, vielen Jahren heldenhaft in eine aussichtslose Schlacht geworfen hat.

"Durchatmen, Frau Zappadong, tief durchatmen", befahl Mr Doorman.

"Was ...?"

"Zappadong wird die Zentrale", erklärte Mr Doorman mit feierlicher Stimme.

"Zentrale?"

"Geheimer Widerstand." Mr Doormans Stimme klang so sonor und staatstragend wie weiland Mr Ronald Reagans Organ (Anmerkung Frau Zappadong: amerikanischer Schauspieler und später amerikanischer Präsident). "Alles nur Tarnung, Frau Zappadong. Alles nur Tarnung."

Ich verstand. Frau Rösli streckte mir eine Tafel Schokolade hin.

"Sie sind auch dabei?", fragte ich.

"Aber sicher doch!" Frau Rösli schwang die Hellebarde.

"Und jetzt?", fragte ich.

"Jetzt retten wir erst einmal unsere Schafe", brummte Mr Doorman.

Unsere Schafe! Die hätte ich beinahe vergessen. Aus ökologischen Gründen haben wir keinen Rasenmäher, sondern lassen Schafe diese Arbeit tun. Schwarze Schafe.

Mr Doorman griff nach der Sprühdose der Farbe schafweiss. Er zwinkerte mir und Frau Rösli zu. "Bin gleich zurück. Lassen Sie mir etwas von der Schokolade übrig."

Umfunktionierter Kinosaal

Liebe Zappadong Besucherinnen und Besucher

Nachdem die wunderschönen Tierfelle auf unseren Kinosesseln infolge viel zu seltenen Gebrauches schlecht zu riechen begannen ("modern" wäre hier schon fast angebracht), habe ich den Kinosaal kurzerhand zum Filmrätselsaal erklärt.

Wie Ihnen vielleicht nicht entgangen ist, ist dieses Wochenende das Filmrätselstöckchen herumgereicht worden. Zu Ihrer geistigen Erhellung sei erklärt: Das Filmrätselstöckchen ist seit Juli dieses Jahres auf Reisen. Wer es hat, stellt Bildausschnitte von Filmen in seinen Blog, anhand derer ein filmbegeistertes Völklein zu erraten versucht, um welchen Film es sich handelt. Ich bin diesem Stöckchen eine Weile mitlesenderweise gefolgt, bevor mich dieses Wochenende das Filmrätselfieber so sehr gepackt hat, dass ich aktiv mitgeraten habe.

Mr Doorman hat sich anstecken lassen. Im Moment befindet er sich im Archiv (Sie erinnern sich vielleicht: Das ist dieser verborgene Raum ganz unten im Gebäude) und sucht russische Filme. "Aber nicht so verdammte Problemfilme", hat Mr Doorman gemurmelt, "sondern was für richtig harte Kerle." Ich warte gespannt darauf, was er da ausgräbt.

Wer miträtseln will in dieser Filmquizstafette, klicke bitte auf den Link rechts oben. Sie werden dann zur Webseite von Dirk weitergeleitet, der Buch über die Stationen und Filme führt. Achtung: Man muss eine Weile runterscrollen, da das Stöckchen mittlerweile über 530 Stationen hinter sich hat.

Viel Vergnügen.

Ihre filmbegeisterte Frau Z.

Filmrätselstöckchen # 530

Nachdem David so richtig Günther-Jauch-mässig Katz und Maus mit Steffino und mir gespielt hat, habe ich - mit Hilfe des Nachwuchses - schliesslich den Film doch noch erraten (Harry Potter and the Goblet of Fire).

Gestern Abend habe ich ziemlich lange versucht, Screenshots für die neue Rätselrunde hinzubekommen, gestehe aber, dass ich kläglich und jämmerlich an meiner totalen Unfähigkeit gescheitert bin und mich irgendwann gefrustet ins Bett zurückgezogen habe. Deshalb gibt es auch heute wieder keine "richtigen" Bilder. Vielleicht klappt es ja für eine spätere Runde.

Nun aber: Jetzt geht es hier weiter. Ich hoffe, diesmal mit der richtigen Nummer. Ich bin nämlich nicht nur Technikbanausin, sondern auch hochgradig ungeschickt im Umgang mit Zahlen.

Probek hat den Film sehr schnell erraten (Once were Warriors). Er macht um 13.30 Uhr hier weiter. Viel Spass in der nächsten Runde.


Filmrätselstöckchen # 528

Marielen hat bei Miss Topisto das letzte Filmrätsel geknackt (Legally Blond). Da sie das Stöckchen nicht weitergeben kann, habe ich mich gemeldet. Also, dann gleich rein ins Grübeln.

David hat das Rätsel gelöst, Rätsel 528 übrigens (ich habe bei 527 eine Zahl übersprungen und alles aus dem Gleichgewicht gebracht). Die Lösung: Feeling Minnesota.

Weiter geht es um ca. 20.00 Uhr bei David.

Filmrätselstöckchen # 527

Wer gerne Filme rät, dem empfehle ich die Filmratestafette "Filmrätselstöckchen". Es geht darum, anhand von Bildern einen Film zu erraten; jener, der als erster weiss, um welchen Film es sich handelt, stellt das nächste Rätsel. Weil ich vorhin beim Zeitverschwender den Film The Devil's Rejects richtig geraten habe, bin ich dran.

Miss Topisto hat den Film erraten: Spider and Rose. Sie macht um 18.00 Uhr HIER weiter.

Jetzt sind sie da ...

... die Wahlen in der Schweiz. Nun ja, beinahe. Am Sonntag stimmen wir ab. Wobei wir ein dehnbarer oder eher schrumpeliger Begriff ist:

Für die ausländischen Zappadongler unter Ihnen: Das Schweizervolk ist extrem stolz auf seine Demokratie. Wir dürfen zu allem und jedem unsere Meinung kundtun. Darum beneidet uns fast die ganze Welt. Und was tun wir Schweizer? Nichts. Mehr als der Hälfte der Schweizer und Schweizerinnen gehen Wahlen und Abstimmungen am Hut vorbei. Bei der letzten - kantonalen -Abstimmung, in der es in einer der Vorlagen um Steuererleichterungen für Familien ging, zog es gerade mal bei 22 % an die Urnen. Richtig gelesen: zweiundzwanzig Prozent. Vier Fünfteln war diese Abstimmung hundewurscht.

Nun tobt seit Monaten ein Wahlkampf ohnegleichen bei uns, mit schwarzen Schafen, Flugzeugen, die in Atomkraftwerke donnern, Geheimplänen, Intrigen und jenem anderen Beigemüse. Erwartete Wahlbeteiligung: Unter 50 Prozent. Wahrscheinlich näher bei 40 als bei 50.

Sogar die OSZE wundert sich. Siehe hier.

Das ist sie also, die vielgelobte Demokratie, die wir mit Zähnen und Klauen verteidigen.

"Ihr spinnt, Ihr Schweizer", meint Mr Doorman dazu.
Svetlana sagt nichts. Sie bastelt sich gerade Papierschiffchen aus all den nicht genutzten Wahlunterlagen.

Ihre Frau Z. hat brieflich gestimmt. Wie immer.

Frau Z.

Doug has left the building

Ich sehe mir keine Soaps an. Das Meiste, was da so produziert wird, geht mir tierisch irgendwo vorbei. Trotzdem habe ich eine Serie komplett gesehen: King of Queens. Leider ist gestern der letzte Teil der letzten Staffel gelaufen. Es war ein furioses Finale.

Was gefiel mir an dieser Serie so? Wahrscheinlich, dass sie nicht so gekünstelt rüberkommt. Doug ist ein Typ, der in jedem von uns (Männern) irgendwie drin steckt. Er versucht, mit dem geringstmöglichen Aufwand das Maximale aus seinem Leben herauszuholen. Dass ihm dabei seine Frau Carrie mehr als einmal einen Strich durch die Rechnung macht, ist normaler Ehealltag. Die Besetzung für die teilweise skurrilen Rollen ist perfekt gelungen. Erwähnen möchte ich nur Spence, den ewigen Loser. Schläft mit knapp 40 noch im Bett der Mutter, "weil sie keinen Führerschein hat". Oder Dougs Cousin Danny, der eine haarsträubende Geschäftsidee nach der anderen versemmelt.

Ich möchte mich bei den Machern der Serie bedanken für die humorvollen, sentimentalen, teils tiefgründigen Stunden der Entspannung, die sie mir ermöglicht haben.

Und jetzt habe ich keine Zeit mehr. Ich muss mir die Serie von Anfang an ansehen. Im Kinosaal.

Gruß Alex

PS: Kabel1 hat ein paar DIaloge zusammengestellt: hier

Auf der Dachterrasse oder Mr Doorman will heiraten

Mr Doorman und ich geniessen diese gewaltig schönen Herbsttage auf der Dachterrasse.

"Ich werde heiraten", sagt Mr Doorman unvermittelt.

Zum Glück haben wir genügend Vodka und Schokolade dabei. Den Vodka für Mr Doorman, die Schokolade für mich. Ich verschlucke mich vor Schreck über Mr Doormans Worte an einer (köstlichen) Praline.

"Wen denn?", frage ich.

"Diese Blonde da. Diese Frau aus dem Fernsehen. Sie wissen schon. Jene, die einen richtigen Mann will, den sie bekochen und kann und dessen fünf Kinder sie grossziehen möchte."

"Aha", antworte ich. "Sie meinen Frau Herman?"

"Ja, genau die!" Mr Doorman strahlt wie ein Honigkuchenpferd.

"Sie wissen schon, dass Sie sich da eine Mogelpackung ins Haus holen würden?", frage ich so diplomatisch wie möglich.

Mr Doorman guckt mich erstaunt an. "Wieso denn?"

"Die Frau moderiert Anlässe, arbeitete fürs Fernsehen und will auch weiter fürs Fernsehen arbeiten, zudem schreibt sie ganz viele Bücher und ist in ganz vielen Talkshows."

Ich sehe, wie es in Mr Doormans Hirn arbeitet. "Aber ...", er schüttelt verwirrt den Kopf "... wann kocht sie dann und schaut nach unseren Kinderchens und wann verwöhnt sie mich, so wie eine Frau einen Mann verwöhnen soll? - Sie wissen schon, mit mir Russisch Roulette spielen, den Vodka aus dem Eisschrank holen, meine Kalaschnikow reinigen und so."

"Tja, Mr Doorman, das weiss ich nicht. Bei ihrem ersten Kind hatte sie ein Kindermädchen. Vielleicht müssten Sie dann Svetlana mitnehmen." (Muss ich erwähnen, dass leise Hoffung in mir aufkeimt?)

"Ist nicht wahr!"

"Ist wahr."

"Dann will ich sie nicht heiraten."

Ich schnappe mir ein weiteres Pralinchen, jenes mit der Baumnuss drauf und dem Marzipan drin, während Mr Doorman die Vodkaflasche ansetzt und in wenigen Zügen leert. Die Welt ist wieder in Ordnung.

Ihre Frau Z.

Manche haben's einfach drauf

Dieses Video zeigt einen Jongleur. Sieht aus, als ob der Typ in der Schwerelosigkeit mit drei Händen arbeitet. Unglaublich.

Gruß Alex

Aller Anfang oder Gute Besserung, Mr Lightbringer

Guten Morgen Herr Lightbringer

Ich hoffe, es geht Ihnen heute besser (falls Sie das Hausrezept von Mr Doorman noch nicht umgebracht hat).

Gegen die Langeweile am Krankenbett habe ich Ihnen heute etwas ganz Spezielles mitgebracht:


Es sind Geschichten über die Schöpfung, die sogar unserem Mr Doorman gefallen würden. Nichts Religiöses. Sondern etwas absolut Witziges und Unterhaltsames, serviert in 34 Kurzgeschichten, abwechselnd erzählt von Franz Hohler und Jürg Schubiger.

Wussten Sie zum Beispiel, dass wir es einer Kiste Erbsen zu verdanken haben, dass diese unsere Welt existiert? Das ist ging ungefähr so: Gott bekam eine Gemüsekiste voller Erbsen. Er hatte keine Ahnung, woher sie kam und wer sie ihm gegeben hatte. Weil er der Sache nicht traute, liess er die Kiste erst einmal stehen. Tja, und nach sieben Tagen passierte Gewaltiges. (Was das war, müssen Sie selber nachlesen).

Wetten, dass sie auch nicht wussten, dass die ganze Welt aus einem Ei geschlüpft sein könnte?

Nun, in "Aller Anfang" bekommen Sie 38 herrliche Theorien über das Entstehen und Entwickeln unserer Welt aufgetischt. Ein wahrer Schmaus.

Mehr dazu gibt es hier: Aller Anfang

Viel Spass und gute Besserung

Ihre Frau Z.

Außer Gefecht

Ich plage mich zur Zeit mit einer Erkältung. Das ist eine Krankheit, die ohne Arzt sieben Tage, mit Arzt dagegen eine Woche dauert.

Die Hausmittelchen, die bei Erkältung helfen sollen, sind Legion. Der von Svetlana empfohlene Quarkwickel etwa: Mr. D. hat mir ausgedeutscht, den Wickel so lange am Hals zu tragen, bis er trocken ist. Jetzt werfen mir die Leute auf der Straße immer so komische Blicke zu, wenn ich spazieren gehe.

Am Besten gefiel mir Mr. Doormans Rezept: 50ml Wodka und einen Esslöffel Pfeffer gut vermischen, trinken und sofort ins Bett. Hilft zwar nicht gegen Erkältung, aber das Sodbrennen von voriger Woche war sofort wieder da.

Mr. D. war ebenfalls ganz begeistert von diesem Rezept und hat aus Solidarität die Dosis für sich selbst gleich verdoppelt, "zur Vorbeugung", wie er mir erklärte.

Gruß Alex L.

Unbedingt angucken

Mr Doorman ist wieder hier, nachdem er sich die letzten 10 Tage sämtliche Vorstellungen von "Shoot 'Em up" angesehen hat. Er wirkt leicht übernächtigt und bringt nach all der Herumballerei nicht ein vernünftiges Wort heraus ("Päng" gehört für mich in den Grenzbereich zum vernünftigen Vokabular).

Sein Tipp zu "Shoot 'Em Up": Unbedingt angucken. Hier ist der Trailer.

Meine zwei Unbedingt-Angucken-Tipps der Woche:

1. Interview mit der Autorin Henrike Heiland. Hier klicken: Interview (Ich hätte Frau Henrike beinahe eine Liebeserklärung geschickt nach diesem Interview, dachte dann aber, dass das ein wenig anbiedernd klingen würde und hab's gelassen.)

2. Den Politthriller "The State within" (Der Schattenstaat). Das lief letzte Woche Freitag- und Samstagabend auf RTL 2. Der Film war allererste Sahne, allerdings hat mich die Werbung dazwischen nudelfertig gemacht (gucken Sie einmal an zwei aufeinanderfolgenden Abenden die ewig gleichen sechs bis acht Werbespots ungefähr je 15 Mal...) . So nudelfertig, dass ich mir die extended Version DVD bestellt habe, damit ich alles an einem Stück nochmals schauen kann.
Mehr Infos zu diesem wirklich sehr guten Film der BBC gibt es hier: The State Within. Mehr Infos von der BBC: hier.

Gute Unterhaltung.

Ihre Frau Z.

Distanzschule

In Hamburg lebt ein Herr. Genauer: Der Herr Herbert Hindringer. Der Herr Herbert Hindringer schreibt Gedichte und weiss genau, wie sich Bücher voneinander unterscheiden.

Es gibt Bücher, mit denen man Ungeziefer erschlägt und es gibt Bücher, mit denen man das nicht tut.

Wo er recht hat, hat er recht, der Herr Hindringer. Ich zum Beispiel würde nie im Leben mit einem seiner Bücher Ungeziefer erschlagen. Nie.

Dieser Herr Hindringer hat kürzlich extra seinen besten Anzug angezogen, um allen Leuten, die sich irgendwie in seiner Rohrpost verkeilt haben, eine Nachricht zukommen zu lassen:

Mein neuer Lyrikband "Distanzschule" ist nunmehr im yedermann Verlag erschienen. Das Buch umfasst 130 Seiten, kostet 10 Euro und hat die ISBN 978-3-935269-35-3. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich über Ihr Interesse freuen.

Ich habe das Buch sofort bestellt. Sofort. Denn ich habe auch Herr Hindringers ersten Lyrikband gekauft (und geliebt). Und weil es der Herr Hindringer so nett angeboten hat, habe ich ein Buch mit Widmung bestellt bei ihm. Es ist heute angekommen und hat mich kein bisschen enttäuscht. Im Gegenteil. Ich finde, Sie alle sollten sich den Lyrikband von Herrn Hindringer bestellen. Unbedingt. Auf jeden Fall.

Wenn Sie sich erst einmal ein bisschen fachkundig machen möchten, wer denn dieser Herr Hindringer ist, klicken Sie hier: Herbert Hindringer, Distanzschule. Und vergessen Sie auf keinen Fall, die Leseprobe zu lesen.

Wenn Sie die Gedichte von Herrn Hindringer nicht mögen, beschweren Sie sich bitte nicht bei mir. Ich wäre die Falsche, denn ich würde ein flammendes Plädoyer für Herrn Hindringer halten.

Geben wir dem Herrn Hindringer aus Hamburg das letzte Wort. Er schreibt über den Dichter Hindringer:

Er mag Gedichte, er isst sogar die Kerne mit.

Wie kann man so jemanden nicht mögen?

Ihre Frau Z.

Dialoge schreiben

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Dialoge in einem Roman NIEMALS die Realität wiedergeben, sondern eine idealisierte Form einer Unterhaltung darstellen. Das ist mir damals nicht so bewusst geworden, aber heute habe ich etwas gelesen, was mich für diese Tatsache dankbar sein lässt:

Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München, mit 10 Minuten ohne das Sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen, am Hauptbahnhof in München starten Sie ihren Flug. 10 Minuten, schauen Sie sich mal die ganze grossen Flughäfen an […]


Der bayrische Ministerpräsident Stoiber kann auch nur darauf hoffen, dass seine Reden für die Nachwelt noch aufbereitet werden...

Hier gibt's noch mehr davon.

Gruß Alex L.

Fiasko total


Fiasko Nummer 1:

Ich wollte und sollte ja wählen gehen im Oktober (zum wollte und sollte folgt näheres weiter unten) ...

Nun weiss ich zwar nach den birnenweichen Aktionen der letzten paar Wochen, wen ich mit Sicherheit nicht wähle, aber der Rest ist mir immer noch ein Rätsel. Um diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, gibt es eine geniale Webseite:

smartvote

Auf dieser beantwortet man Fragen, die auch den Kandidatinnen und Kandidaten gestellt wurden, und dann sieht man, wer einem in Sachen Meinung und Ansicht am nächsten steht. An und für sich eine gute Sache, ja, eine geradezu geniale Sache.

Aber nicht, wenn man Frau Zappadong heisst und auf der Auswertung einen Fruchtsalat an Parteizugehörigkeiten geliefert bekommt. 12 KandidatInnen darf ich wählen (aus einem Wust von Dutzenden) - in meiner Wahlempfehlung von Smartvote finden sich KandidatInnen von ungefähr 6 verschiedenen Parteien. Ohalätz.

Nun zurück zum Anfang - Warum ich trotzdem wählen gehen will und soll:

1. Ich will das Feld nicht kampflos den irren Plakatgestaltern und Schaumschlägern von ganz links und ganz rechts überlassen.
2. Ich will ein Statement für die politische Mitte abgeben. Grabenkämpfe mögen ja interessant sein, wenn man sie mit Mr Doorman austrägt, aber in einem Land, in dem man (gut und gerne) leben möchte, sind sie ermüdend und kontraproduktiv. Bloss: Wie finde ich die Mitte, wenn sich 6 Parteien die ersten 12 Plätze teilen????

Fiasko Nummer 2:

Ich fuhr heute kurz in die Anfänge der Berge - und geriet in den ersten Schnee ... (wohlverstanden, nicht mitten in den Bergen, sondern so am Rande, ich glaube, ich war höchstens auf 1000 Metern Höhe).

Mr Lightbringer, bitte geleiten Sie mich in den Panikraum zur Schokolade und den Palmentapeten. Ich möchte mich ausruhen und erholen.

PS: Mr Doorman wählt 12 Mal Clive Owen. (Er weiss nicht, dass er erstens jeden Namen höchstens zwei Mal auf den Zettel setzen kann - und ausserdem als fremder Fötzel gar nicht wahlberechtigt ist in der Schweiz)

Ihre Frau Z.

Da wir gerade beim Thema Sicherheit sind

Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen Ärger über folgendes Plakat:



Nun ... ich lag VÖLLIG FALSCH. Schreibt mir der Parteipräsident der SP Schweiz - leicht verspätet - in einer Mail denn:

Unser Plakat ist absolut sachlich, weil es genau jenes Risiko bildlich darstellt, das den AKW inne wohnt: Ein Flugzeugangriff. Der Angriff auf die Twin Towers ist gerade der Beweis dafür, dass dieses Risiko besteht. (....) Wenn wir aus der Atomenergie austeigen wollen, müssen wir das gut begründen. Eine der guten Gründe ist das Risiko eines Terrorangriffs, und darüber muss die SP reden.

Mr Lightbringer, vielleicht sollten wir am Zappadong-Gebäude ein grosses Warnschild anbringen:

ACHTUNG, DIESES GEBÄUDE IST PERMANENT EINEM FLIEGERISCHEN TERRORISTENANGRIFF AUSGESETZT.

Nicht auszudenken, was passiert, wenn Mr Doormans Munitionslager im Keller hochgeht bei einem solchen Angriff (und erst die verwüsteten 76 kg Schokolade im Panikraum - sorry, sechs Kilo des Vorrats sind beim Lesen der oben zitierten Mail draufgegangen).

Ich setze mich jetzt trotz Regenwetter auf die Dachterrasse und stricke einen Schutzanzug gegen Terroristenflugzeuge. Man weiss ja nie.

Ihre Frau Z.

Datensicherheit

Folgendes stand am 21.9. auf Spiegel Online:"

"Branchenprimus MySpace hat jetzt angekündigt, ab sofort Informationen aus Nutzerprofilen für gezielte Online-Werbung zu nutzen. Solange Nutzer diesen wertvollen Rohstoff weiter freiwillig verschenken, werden sich Mitmach-Netzwerke mit immer aggressivere Akquise-Methoden bekriegen." (PS: der aggressivere-Fehler war im Original-Bericht;-) Was soll ich sagen: siehe "Deutsch für Runaways")

So viel zum Thema: warum sollte ich keine persönlichen Daten ins Internet stellen? Sind Sie Mitglied bei MySpace? Haben Sie im Profil Ihr Alter, Ihre Hobbies, die Anzahl Ihrer Kinder angegeben? Lustigerweise haben wir in Deutschland ein gutes Gefühl, wenn auf einer Seite bei einer Anmeldung auf die "Datenschutzbestimmungen" verwiesen wird. Meine Daten werden also geschützt? Na, ist doch super. Da brauche ich ja nicht tiefer nachzugraben, es gibt jemand, der sich darum kümmert.

Nehmen wir die Datenschutzbestimmungen mal auseinander:

"Darüber hinaus erfasst MySpace.com weitere Profildaten, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf: persönliche Interessen, Geschlecht, Alter, Ausbildung und Beruf."

Um Mr. Monk zu zitieren: der für mich absolut wichtigste Teil dieser Aussage ist "...nicht beschränkt auf...". Der ganze Satz ist nur eine Verharmlosung folgenden Satzes:

"Darüber hinaus erfassen wir alle Daten und Informationen, die überhaupt denkbar sind, einschließlich Blog-, Mail- und Fotoauswertung sowie der Analyse deines Surfverhaltens und aller jemals von dir verwendeten Mail-Adressen."

Und weiter geht's:


"Um die Suche nach Freunden und Bekannten zu erleichtern, ermöglicht der MySpace.com-Service Benutzern die Suche von Mitgliedern anhand ihres Vor- und Nachnamens, ihrer E-Mail-Adresse sowie von Schulen und/oder Firmen, die sie besucht bzw. bei denen sie gearbeitet haben."

Der Satz ist ebenfalls so gestrickt, dass der Leser über beruhigende Worte wie "Freunde und Bekannte" eingelullt wird. Ersetzen wir das mal durch etwas knackigeres:

"Um die Suche nach jedem beliebigen Menschen, einschließlich deinen Freunden oder Feinden oder dir selbst, zu erleichtern, ermöglicht der MySpace.com-Service Benutzern die Suche von Mitgliedern anhand jedes beliebigen Schlüsselwortes, das dir für deine Suche geeignet erscheint."

Was passiert aber jetzt mit meinen Daten?

"Auf diese Weise können die Werbeträger Informationen darüber sammeln, wo du oder andere Benutzer deines Computers ihre Werbung gesehen haben und feststellen, auf welche Werbung geklickt wurde. Anhand dieser Informationen können sie dir gezielt Werbung präsentieren, die ihrer Meinung nach für dich von Interesse sein könnte."

Die können mir dann gezielt Werbung zusenden. Das ist cool. Wenn ich mich also für Fotoapparate interessiere, bekomme ich dazu Angebote. Her damit. Lassen Sie mich das anders formulieren:

"Anhand dieser Informationen steigert sich der Wert deiner Webadresse um ein hundertfaches und MySpace kann damit mächtig Kohle verdienen. Außerdem wirst du Spam-Mails bekommen, die du von guten Angeboten nicht mehr unterscheiden kannst, weil der Spam direkt auf dich zugeschnitten wird."

Diese Bedingungen sind natürlich nicht auf MySpace begrenzt. Ähnliche Sätze finden sich auf praktisch allen Anmeldeseiten. Es spricht nichts dagegen, sich bei Diensten wie MySpace, Google oder Flickr anzumelden. Wenn Sie dabei eine Wegwerf-Mailadresse und anonyme Daten verwenden, haben Sie damit kaum Probleme. Sobald Sie allerdings weitere persönliche Daten über sich freigeben, kann Ihnen beim nächsten Bewerbungsgespräch durchaus mal einer Ihrer Chat-Einträge um die Ohren flattern. Darüber sollten Sie sich im Klaren sein.

Gruß Alex L.

Trash

Wenn Sie schon immer wissen wollten, was man mit Karotten - ausser essen - sonst noch anstellen kann, dürfen Sie auf keinen Fall den Film Shoot 'Em Up verpassen.

Der Trailer beantwortet diese Frage zwar nicht, aber er gibt Ihnen eine ungefähre Vorstellung davon, was Sie erwartet. Eine kleine Warnung: Die Geschichte ist noch viel brutaler als angedeutet und die Story noch viel birnenweicher als aufgrund des Trailers zu vermuten ist. Kurz: Der Film ist absoluter und totaler Trash. Aber Trash der guten Sorte. Mr Doorman hat für sämtliche Vorstellungen der nächsten zwei Wochen Tickets reserviert. Ich werde mich ihm zwischendurch anschliessen.

PS: Der Soundtrack ist eine Ohrenweide.

Hier geht's zum Trailer: Shoot 'Em Up

Viel Vergnügen.

Ihre Frau Z.

Deutsch für Runaways

Eine der letzten Bastionen der deutschen Sprache, der "Spiegel", hat vor einigen Tagen folgendes veröffentlicht:



Kann mir das bitte mal jemand erklären? Wurde der Geiselgangster statt mit Handschellen jetzt mit Lösegeld abgeführt? Oder wurde das Lösegeld gleich mit verhaftet? Und was soll ich mir unter einem "Früheren Geiselgangster" vorstellen? Man spricht ja auch nicht von "ehemaligen Mördern und Bankräubern", oder doch? Ist er jetzt kein Gangster mehr, nur weil die Geiselnahme vorbei ist?

Der Text unter der Überschrift klärt natürlich über den Sachverhalt auf. Aber der Aufreißer zu diesem Artikel hat maximal BILD-Niveau.

Gruß Alex

Wie Mr Lightbringer zu seinem Märchen kam ... oder so ...

Filmfreaks wie ich schauen genau so gerne das "Making of" wie den Film selbst.
Jetzt gibt es für Autoren endlich die Möglichkeit einer ähnlichen Erfahrung. Überzeugen Sie sich selbst:

Wie ein Autor unter gütiger Mithilfe zu (s)einer Geschichte kommt

Vielleicht verstehen Sie dann auch Mr Lightbringers Märchen (siehe vorherigen Eintrag) etwas besser.

Ihre Frau Z.

Das kürzeste und wunderbarste Märchen der Welt

Es war einmal ein stattlicher Prinz, der die wunderschöne Prinzessin fragte:

„Willst du mich heiraten?“

Und sie antwortete „NEIN!!!“

Und der Print lebte viele Jahre glücklich und ging angeln und jagen und hing jeden Tag mit seinen Freunden herum und trank viel Bier und betrank sich so oft er wollte, spielte Golf, ließ seine Jacke auf der Stuhllehne im Esszimmer hängen und hatte Sex mit Dirnen und Nachbarinnen und Freundinnen und furzte nach Herzenslust und sang und rülpste und kratzte sich ausgiebig am Sack.

Ende

Ingenieurskunst

Seit Wochen belagert mich Frau Zappadong mit einer Lösung, um unsere Dachterrasse für Besucher zugängig zu machen. Dank der Hilfe von Mr. Doorman und der längsten Nachtschicht der Welt ist das Ziel jetzt erreicht. Ich will Sie hier nicht mit Details von Brush intersects, Static Mesh Movern und Triggern langweilen. Das Ergebnis der Bemühungen kann man viel besser an einem Schaubild darstellen:



Sobald ein Besucher an die Treppe am Westende des Zappadong-Gebäudes herantritt, fährt das Gebäude in den Boden, der Besucher betritt das Dach und das Gebäude fährt wieder hoch. Genial, oder?

Ich bitte die Bewohner des Gebäudes nur darum, während des Versenkungsvorgangs NICHT den Kopf aus dem Fenster zu strecken.

Gruß Alex L.

EILMELDUNG

Die Skandale um verseuchte Produkte gehen weiter. Die Verbraucherschutzgemeinschaft "Polizei erkennt neue Gefahren" der Polizeigewerkschaft hat jetzt festgestellt, dass Pistolen- und Gewehrpatronen aus China ebenfalls mit Blei belastet sind.

Gruß Alex L.

Der schwierige Weg zur Dachterrasse

Mr Lightbringer, ich hätte da auch einen Vorschlag, wie wir unsere Gäste auf die Dachterrasse befördern könnten:


denke aber, dass das nicht ohne grössere (menschliche) Verluste durchzuführen wäre.

Vielleicht könnten Sie uns Ihren Versenk-Vorschlag etwas näher erläutern. Bitte lassen Sie es mich frühzeitig wissen, falls wir Fronarbeiter benötigen. Ich glaube, in Svetlanas Verwandtschaft könnten wir fündig werden, allerdings müssten wir dann erst einmal den Vodka-Vorrat aufstocken.

A propos aufstocken: Frau Rösli, es befinden sich 82 kg Schokolade im Panikraum. Ich hoffe, das reicht.

Ihre

Frau Z.

Wählt Hilde ...

... würde ich sagen, wenn nicht die meisten Zappadong-Besucher aus dem fremden und fernen Ausland (=Deutschland) kämen.

Hildegard Fässler sagt zu nebenstehendem Plakat:

"Ich finde es daneben und sage das auch öffentlich.
Ich distanziere mich, wo ich Gelegenheit dazu habe."

Hilde wohnt eigentlich gleich um die Ecke des Zappadong-Gebäudes und früher haben wir zusammen Politik gemacht (verraten Sie das bloss nicht Mr Doorman). Sie ist SP-Nationalrätin geworden, war eine Weile lang - sehr gute - Fraktionschefin und setzt sich fadengerade für das ein, was ihr wichtig und richtig ist.

Wir sollten sie einmal zum Kaffee einladen. Ihren Webmaster auch. Der hat das mit dem Gästebuch nämlich noch nicht ganz im Griff.

Evtl. könnten wir eine kleine Gartenparty auf unserer Dachterrasse veranstalten. Mr Lightbringer, wie ging das noch gleich mit dem kurzzeitigen Versenken des Gebäudes?

Ihre Frau Z.

Die Welt aus der Sicht Amerikas

Liebe Zappadong-Besucher, die Landkarten der Welt werden gerade umgeschrieben:

The World according to America

Ihre Frau Z.

Schnelle Schnitte oder die Bedeutung des Wortes ABER

Die meisten und die absolut schnellsten Schnitte, die ich je in einem Film gesehen habe, hat der Cutter von "Das Bourne Ultimatum" gemacht. Im Zusammenhang mit wackliger Kameraführung entstand so ein Film, in dem man seekrank werden konnte. Während Mr Doorman und ich begeistert am Geschehen dranblieben, fanden Herr Zappadong und Sohn Zappadong das Tempo doch ein wenig zu forsch.

Genau so, wie es für Jason Bourne und seine Gegner kein ABER gibt, scheint es in der leidigen Plakatsache nur ABERs zu geben.

Frau Barbara Marty Kälin hat einen neuen Blogeintrag gestartet auf der SP Schweiz Webseite, in dem sie sich sich eine ernsthafte Diskussion über die Gefahren von KKWs wünscht (da ja bekanntlicherweise im ersten Eintrag eine Welle der Empörung über die SP hereingebrochen ist und deshalb nicht über Inhalt, sondern über Form geredet wurde; mindestens von Seite der Empörten).

Zurück zu Frau Barbara Marty Kälin. Sie hat zwar "das Plakat scharf kritisiert", ABER "es hat endlich bewirkt, dass man die Gefahren der Atomkraft zur Kenntnis nimmt".
Was eigentlich nichts anderes heisst, als "der Zweck heiligt jedes Mittel." Eine ähnliche solche Rückmeldung habe ich auch privat von einer der Kandidatinnen bekommen.
Nun, wenn ich mir die Rückmeldungen zu Frau Barbara Mary Kälins Eintrag so ansehe, geht es immer noch hauptsächlich um Form und nicht Inhalt.

Ehrlich gesagt, da ist mir Jason Bourne schon fast lieber. Der hält sich nicht mit einem ABER auf, der schlägt einfach zu. Das ist wenigstens konsequent.

Wenn Sie jetzt noch wissen möchten, ob ich "Das Bourne Ultimatum" empfehle, dann sage ich - in Übereinstimmung mit Mr Doorman - JA (ohne Aber). Herr Zappadong und Sohn Zappadong raten ab (ohne ABER).

PS: Und das meint der Filmblog: hier klicken

Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen

Frau Z.

Was herauskommt, wenn sich Frau Zappadong grün und blau ärgert

Ich habe die letzten paar Tage in meinem Zappadong-Büro gesessen und mir in Sachen Plakateprovokation die Finger auf der Tastatur wundgetippt, denn wenn mich etwas genügend ärgert, dann werde ich aktiv.

Nun, die Bilanz ist - wie Sie sich sicher denken können - mehr als nur ernüchternd und spricht eigentlich für sich (ich hätte also meine Zeit sinnvoller verbringen können; aber glauben Sie mir, ich war nie blauäugig genug zu glauben, dass ich auch nur einen Millimeter irgendwohin komme - es gibt nur einfach Dinge, die gesagt werden müssen, weil man sonst an ihnen erstickt.)

Geschrieben habe ich:

- Hans Jürg Fehr, Parteipräsident SP => keine Reaktion
- Kathrin Hilber, Ständeratskandidatin meines Kantons => Stellungnahme (siehe weiter unten)
- Hildegard Fässler, Nationalrätin aus meinem Bezirk => Eintrag ins Gästebuch, der nie erschienen ist; wohl weil der Webmaster schläft
- der SP meines Bezirks mit der Bitte um eine Stellungnahme der drei lokalen KandidatInnen => keine Antwort (Nachtrag: Ludwig Altenburger hat sich gemeldet)
- im Blog der SP Schweiz => Antwort (siehe weiter unten)

Zu den Stellungnahmen:

Kathrin Hilber, Ständeratskandidatin:
Ich gebe zu, dass ich Bilder von Zerstörung, Angriff und Kampf nicht mag. Das Bild zum Thema “Atomkraft” der SPS gehört dazu. Trotzdem müssen die Menschen, die sich für die Atomkraft aussprechen wissen, dass es auch den absoluten Supergau zu berücksichtigen gilt. Das kommt in diesem Plakat ungeschönt zum Ausdruck. Das Plakat rüttelt in seiner eigenen Sprache auf und bringt die Gefahr auf den Punkt. Auf dem heutigen Spaziergang habe ich mir überlegt, wie anders ich diesen Gau dargestellt hätte. Ich weiss es nicht. Also: Freude habe ich an diesem Plakat nicht. Die Menschen müssen aber vor einer Entscheidung mit dem Negativen konfontiert werden….so schmerzlich das ist.

Nachzulesen auf Kathrin Hilbers Blog Blitzlichter

Während also Frau Hilber so halbwegs unglücklich mit dem Plakat ist, hat Nicolas Galladé von der SP Schweiz in seiner Stellungnahme nach mehr als 170 negativen Einträgen sich nur dazu bequemt, dem bloggenden Volk eine vor Arroganz und Ignoranz strotzende Antwort hinzuwerfen. Hier Auszüge aus seiner Antwort (die ganze Antwort gibt es hier - unter dem Eintrag vom 11.09.2007, 12.44 Uhr):

Über ein provokatives Sujet wie das AKW-Plakat (dazu nachher noch mehr) kann man durchaus diskutieren, es aber auf eine Ebene zu stellen, mit Plakaten, die gezielt gegen Minderheiten, Randgruppen etc. hetzen und für Gewaltvideos Jugendliche missbraucht, halte ich doch für bemerkenswert, nehme das aber so zur Kenntnis.

An all jene, die jetzt doch lieber Mitteparteien wählen. Gern geschehen für den plakativen Vorwand, doch nicht konsequent gegen Atomkraft zu wählen.

Die Behauptung, mit dem SP-Plakat würden wir die Opfer von 9/11 instrumentalisieren, kann ich nicht nachvollziehen, wer aus dem SP-Plakat islamfeindliches herausliest, sagt wohl mehr über sich selber aus.

Nachzulesen unter dem SP Schweiz Blog Campa07

Ich lese aus dieser Antwort in etwa das heraus: Okay, ihr Idioten, ihr habt nicht verstanden, worum es geht, und schuld an diesem Umstand seid sowieso ihr.

Meine Konsequenzen habe ich gezogen. Ich weiss, wer meine Stimmen nicht bekommt im Oktober.

So, liebe Zappadong-Besucher, dieses bisschen Politik musste einfach sein. Wie gesagt, in ganz seltenen Fällen "lupft" es der Frau Zappdong den Hut. Das war so einer.

Trotzdem friedliche Grüsse

Ihre Frau Z.

Forschungsbericht

Die Feldforschung zu meiner geplanten Veröffentlichung "Studie zur Machbarkeitsüberprüfung von Personentransporten mit Hilfe von Katapulten unter besonderer Berücksichtigung des Geschlechts" stellen sich schwieriger dar, als ich befürchtet habe.

Zu Beginn stellte sich natürlich die Frage, welches Material, welche Bauart und welcher Antrieb für Katapulte momentan benutzt werden. Bei meiner europaweiten Suche nach einsatzbereiten Wurfanlagen traf ich auf die unterschiedlichsten Lösungsmöglichkeiten.

Die interessanteste Anwendung ist eine Vorrichtung, die per Fernsteuerung Getränke aus dem Kühlschrank in die Hand des Benutzers schleudert, zu sehen hier. Leider haben wir im Zappadong-Garten keinen Kühlschrank, darum kommt so was leider nicht in Frage.

Bei einem spanischen Bauern, der zu meiner Begrüßung gleich ein Schaf schlachtete, fand ich hinter einem Stall ein altes Trebuchet (hier ein Archivbild) aus dem Mittelalter. Nach ein paar Gläsern Rotwein, Lammbraten und einigen Stunden Diskussion führten wir mit dem Teil ein paar Versuche durch. Wir begannen mit etwa kopfgroßen Steinen und schleuderten diese erfolgreich durch die spanische Pampa. Anschließend sollte das natürlich auch an etwas realistischerem getestet werden. Nach einigen weiteren Gläsern mit Rotwein und selbstgebranntem Feigenschnaps spannten wir ein halbes Schaf (aus der vorherigen Schlachtungsaktion) auf das Katapult. Das Ergebnis war - interessant. Der Kadaver flog locker dreißig Meter hoch und hundertzwanzig Meter weit. Allerdings war das Schaf hinterher nicht mehr identifizierbar, da es am Boden zerschellt war (als der Bauer das sah, schlug er mit einem irren Funkeln in den Augen vor, das gleiche mit seiner Ehefrau zu probieren. Ich wies ihn darauf hin, dass das nach der Genfer Konvention als biologische Kriegsführung verboten wäre, und brachte ihn erfolgreich von diesem Gedanken ab). Der Versuch mit dem Trebuchet kann als gescheitert betrachtet werden.

Da bei einem Katapult die Reichweite auch mit dem Gewicht des geschleuderten Gegenstandes variiert, kommt ein weiteres Problem dazu: der Benutzer des Katapult-Liftes müsste sein Gewicht angeben. Da nun aber Männer kaum jemals ihr Gewicht genau wissen und Frauen zwar ihres grammgenau angeben könnten, dies aber grundsätzlich um mindestens fünfzehn Prozent nach unten korrigieren, wird so eine Eingabe zum reinen Glücksspiel. Bei Falscheingabe klatscht der Benutzer gegen die Mauer des Zappadong-Gebäudes oder er fliegt darüber hinweg. Beides empfinde ich als suboptimal.

Trotz aller Anstrengungen kann ich also leider noch mit keinem Transportmittel auf die Dachterrasse dienen. Ich forsche weiter.

Gruß Alex L.

PS: Frau Zappadong, der spanische Bauer hat am nächsten Tag ziemlich gejammert, da sein letztes Schaf jetzt nur noch als Gulasch gut ist. Ich hab ihn damit getröstet, dass ich das auf Spesen abrechnen kann. Die Spesenabrechnung habe ich ihnen per Mail zugeleitet.

Gruselkabinett oder Was den Rechten recht ist, ist den Linken billig, Teil 2

Es ist schon interessant, worauf man stösst, wenn man erst einmal anfängt zu graben. Nach dieser Devise bin ich ins Gruselkabinett des Wahlkampfes hinuntergestiegen - und fündig geworden (bei den Jungsozialisten des Kantons Aargau).

Bei der Suche geholfen hat mir der Blog von Manfred Messmer.




Morgen berichte ich Ihnen dann, wie es mir auf der Suche nach Stellungnahmen ergangen ist.

Für Politikmüde / Politikinteressierte: Sobald Herr Lightbringer zurück ist, können wir wieder über die Dachterrasse sprechen. Mr Doorman und mir gefällt das Wühlen im Dreck - was wir finden gefällt uns weniger.

Ihre

Frau Z.

Heart of Darkness - Die Schäfchen sind in England angekommen



Unsere Schäfchen grasen nicht länger nur auf Schweizer Weiden. Die englische Zeitung "The Independent" hat sich ihrer angenommen. Mehr dazu gibt es hier.

Ich mag mir gar nicht ausdenken, was passiert, wenn die Engländer auf noch unser Atomkraftwerkplakat stossen.

PS: Von den fünf SP-Politikern, die ich per Mail kontaktiert und um eine Stellungnahme zum Atomkraftwerkplakat gebeten habe, ist noch keine Antwort gekommen. Vier davon wollen von mir (und einem Haufen anderer Leute) in einem guten Monat gewählt werden. Aber seien wir nicht zu voreilig - was nicht ist, kann ja noch werden.

Frau Z.

Was den Rechten recht ist, ist den Linken billig

Ohne Kommentar.
(Frau Zappadong hat es die Sprache verschlagen; Mr Doorman wälzt sich vor Lachen am Boden - er hatte schon immer einen eigenartigen Humor).


Nachtrag von Frau Zappadong. Der "klar sozialen" Partei fliegt im Moment gerade die eigene Scheisse um die Ohren (Excuse my French). Wer mehr wissen will: Blog der SP Schweiz
Frau Z.


I ain't gonna die no more

Entschuldigen Sie, liebe Zappadong-Besucher. Ich werde Sie gleich mit etwas grässlich Belanglosem langweilen, aber es muss sein.

Kennen Sie das Gefühl, dass Ihnen eine Liedzeile tage-, ja wochenlang nachläuft, durch Ihre Gehirnwindungen geistert, die Denkkanäle vollstopft uws. ? Wenn nicht: Gratuliere. Falls doch: Seien Sie herzlich geherzt, liebe Mitleidensgenossinen und Mitleidensgenossen.

Nun, so eine Zeile würde ich heute gerne an irgendeinen Freiwilligen / eine Freiwillige weitergeben. Nicht, dass es eine schlechte wäre, im Gegenteil, ich liebe sie (genau so wie den Song, der dazugehört; Sie können gerne raten, von wem er ist ...), aber langsam wird es mir etwas zu viel.

Abzugeben hätte folgenden Hirnwurm:

I DON'T WANNA DIE FOR A WOMAN LIKE YOU NO MORE.
I HAD IT ALL BEFORE, I WILL TAKE IT NO MORE,
GOTTA STOP THIS CHEAT N'HIDE

Freiwillige melden sich bitte in der Kommentarliste. Ich wäre evtl. zu einem Tauschhandel bereit, winke aber vorsorglich schon ab für den Schni-Schna-Schnappi-Song und "Last Christmas".

Frau Z.

Let's look at the bright side of life

Nachdem ich eine ganze Woche im SVP-Sumpf abgesoffen bin, ist es höchste Zeit, wieder einmal an die schönen Dinge des Lebens zu denken.

Mr Doorman schielt nicht mehr.

Mr Lightbringer ist auf seiner weltweiten Suche nach einem geeigneten Katapult (Stichwort Dachterrasse) in sonnigen Gefielden angelangt. Ich gestehe, ich bin ein bisschen neidisch.

Svetlana (das lederne Etwas) hat das Zappadong-Gebäude auf Hochglanz poliert. Achtung, Rutschgefahr!

Im Panikraum haben Mr Doorman und ich die Wände mit diesen herrlichen, wandumspannenden Südseeinseltapeten aus dem vergangenen Jahrhundert tapeziert. Wenn Ihnen also nach Ferien zumute ist und Sie gerade etwas knapp bei Kasse sind, legen Sie sich doch einfach ein Stündchen in unseren Panikraum (Mr Doorman und ich haben auch an das künstliche Wellenrauschen gedacht und eine entsprechende CD erworben).

In den USA stolpern die Republikaner gleich reihenweise über ihre eigenen Füsse resp Moralvorstellungen, was mich irgendwie dazu verleiten lässt, zu denken, dass es doch eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt. Zu mehr Infos geht es hier.

Das Leben ist schön. Oder La vita e bella.

Ihre Frau Z.

Ausmisten

Es ist Zeit für Taten und einen klaren Standpunkt. Mr Doorman (russischen Ursprungs und somit latent ausschaffungsgefährdet) und ich (mit tiefen schweizer Wurzeln) hängen seit heute früh im ganzen Zappadong-Gebäude Plakate auf.


Das Lesefutter zum Plakat finden Sie hier: SVP-Politiker

Frau Z. und Mr Doorman

HUCH! Beinahe verpasst !

Nicht genug damit, dass ich jedes Jahr meinen Hochzeitstag vergesse ... nein, ich hätte beinahe auch den Geburtstag von Zappadong verpasst.

Liebe Zappadong-Besucherinnen und Besucher:

Zappadong ist heute ein Jahr alt.

Mr Doorman, würden Sie bitte Pralinen besorgen, irgendwo ein Fass Kräuterschnaps auftreiben, Tapas wären auch nicht schlecht, etwas Kuchen und halt alles, was gut schmeckt.

Ich bin in ein paar Stunden zurück. Die Arbeit ruft.

Frohes Fest - und trampeln Sie mir keine Stühle kaputt.

Olé

Frau Z. (in Eile - und das an einem so wichtigen Tag ...zzzzz....)

Das mit der Telepathie ...

... war wohl ein Schuss in den Ofen.

Es scheint fast so, als sei meine Nachricht von gestern, welche ich Ihnen per Telepathie gesandt habe, nicht ganz angekommen. Das bedaure ich ausserordentlich, handelt es sich bei dieser Form von Nachrichtenübermittlung nämlich um eine sehr tastatursparende Methode.

Ich habe mir überlegt, Ihnen heute eine Brieftaube zu schicken, aber die haben alle Angst vor virtuellen Briefkästen, weil man aus denen unverhofft in die Weite des Cyberspace gesogen werden kann.

Nun, Frau Rösli, Sie scheinen mich als Einzige verstanden zu haben. Da es in der gestrigen Botschaft um Ihren Adler ging - der hoffentlich wohlbehalten zu Ihnen zurückgekehrt ist - erlaube ich mir, liebe Zappadong-Besucher, mich nicht zu wiederholen.

Nur so viel: Mr Doorman schielt nicht mehr. Er hat auf dem Weg zur Tierhandlung einen Halt bei dieser Fast Food Kette eingelegt, die jetzt WLAN Hotspots hat und ist dort irgendeiner Strahlung ausgesetzt gewesen - oder war es ein Virus? Wie auch immer. Das Schielen ist weg (pers. Anm. v. Fr. Zappadong: Es könnte auch das Vogelfutter gewesen sein, von dem Mr Doorman probiert hat).

Da wir gerade von Tieren und Tierchen reden: Rund um das Zappadong-Gebäude tobt ein verbissener Wahlkampf, bei dem auch unschuldige Schafe herhalten müssen. Gucken wir - zur Entlastung und Rufaufbesserung fast aller Schafe - einmal etwas näher hin.


Zum Beispiel hier:
Nicht jedes schwarze Schaf ist ein fremder Fötzel
(Bitte scrollen Sie bei der angegebenen Seite ganz nach oben)


Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag - tragen Sie Ihren Schafen Sorge.

Frau

Z.

Mr Doorman, das Bügelzimmer und Frau Röslis Adler

gestern gestern gestern gestern gestern


Vogelfutter Vogelfutter, Vogelfutter, Vogelfutter Vogelfutter

AAAAAAAAAAAAAAAAAAA


AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAvielleicht



Fr

.

Eine Begegnung der etwas anderen Art

Ich höre es klingeln am anderen Ende der Leitung. Einmal, zweimal, dreimal ect. Geduldig warte ich, ob sich vielleicht ein Telefonbeantworter einklickt. Tatsächlich. Tut er.

Sie sind mit dem Anschluss 999 999 99 99 (um den Schutz der Maschine zu gewährleisten, habe ich die Nummer leicht verfremdet) verbunden.

Die roboterhafte Stimme einer Dame betont jede Ziffer einzeln, damit ich auch ganz sicher sein kann, am richtigen Ort gelandet zu sein. Danke. Nun, jetzt kommt der Teil, auf den ich warte, jener, in dem man seine Nachricht der Maschine anvertraut. Aber ohalätz.

Dieser Dienst nimmt keine Nachrichten entgegen. Bitte legen Sie auf.

Hä?

Zweimal habe ich diesen Spruch nun gehört. Die Nachricht, die ich loswerden sollte, ist einigermassen wichtig, da es eine Antwort auf eine Frage ist. Ich bin mir aber gar nicht mehr so sicher, ob der Empfänger an der Antwort überhaupt interessiert ist. Und ehrlich gesagt, ich habe nicht mehr so richtig Lust, da nochmals anzurufen.

Zu etwas anderem:

Frau Rösli

Ich bin untröstlich über das unerklärliche Verschwinden Ihres Vogels und werde mich in Kürze auf den Weg zum Bügelzimmer machen. Dort beliebt Mr Doorman sich manchmal einzuschliessen, wenn er mit sich, der Welt im allgemeinen oder mir im Besonderen ein Problem hat. Ich halte Sie auf dem Laufenden. Es sei denn, Ihr Telefonbeantworter sei ein Verwandter des oben genannten. Oder kommunizieren Sie per Zufall per Brieftaube?

Ihr Frau Z.