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Heute Morgen beim Husten ...

... hat sich meine Lunge selbständig gemacht, ist auf den Tisch gehüpft, hat mich kurz vorwurfsvoll angeblickt ("Wie kannst du mich so durchschütteln und hochwürgen?") und hat dann die Flucht ergriffen. Nach langem Suchen habe ich das Teil in meinem Handtäschchen gefunden, welches einem schmelzenden Schneemann vor den Füssen lag. Hier könnten wir jetzt in philosophische Untiefen abgleiten und über der Frage sinnieren, ob Schneemänner Füsse haben, aber ich fürchte, weder der Zustand meiner Lunge noch meines angeschlagenen Verstandes lassen ein solch hochgeistiges Thema zur Zeit zu.

Die Lunge ist wieder dort, wo sie hingehört, allerdings nicht, ohne beim Europäischen Gerichtshof eine Beschwerde eingereicht zu haben. Das nervt. Ich habe mir schliesslich meinen Husten nicht freiwillig von einem Gestell gepickt; er ist mir aus dem Hinterhalt angehüpft.

Als vorhin noch das Telefon klingelte und sich Onkel Vladimir (nicht MEIN Onkel Vladimir sondern Mr Doormans Onkel Vladimir) zu dem angedrohten Überraschungsbesuch anmeldete - samt 13 anderen Verwandten - habe ich kurzerhand meine Koffer gepackt. Ich verreise. Diesmal nicht in die Krankehumorklinik, sondern zur Kur. An die frische Luft, wo meine gebeutelte Lunge sich erholen kann.

Wenn ich es nicht schaffe, vor der russischen Verwandtschaft wieder hier zu sein: Im 25. Stockwerk hat es einen verriegelbaren Panikraum, falls Sie sich an Leib und Leben gefährdet sehen. Ansonsten: Nadrowje (wie immer man das schreibt - fragen Sie Mr Doorman).

Z.

1 Kommentare:

dyon said...

Ich mag Deinen Stil.