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Was tun eigentlich Schreiberlinge wenn sie nicht schreiben

Und wie kommt Frau Zappadong darauf, sich so eine Frage zu stellen?

Nun, Mr Doorman sitzt tübsinnig an der Reception, schaut ab und zu nach draussen und tupft dann mit einem frisch gebügelten, gestärkten Taschentuch ein paar Tränen aus den Augen.
"Ich habe ja nichts gegen solche Schneeflockenattacken, Frau Zappadong", hat er mir heute Morgen mit erstickter Stimme verraten. "Aber doch nicht auf unsere hübschen Frühlingsblumen."

Ich sitze trübsinnig ein paar Stockwerke höher und versuche verzweifelt, den Gedanken an erfrorene Blüten zu verdrängen. Da kam mir ein Zitat, das ich bei unserem Zappadong-Besucher Alex gefunden habe, gerade recht.

Ein Schriftsteller ist eine Maschine, die Kaffee in Text verwandelt.

Aha! Habe ich mir gedacht. Darum trinke ich so viel Kaffee. Für mich ist dieses Zitat eine Absolution für meinen exzessiven Kaffeekonsum. Lieber Alex, ist das auf deinem Mist gewachsen oder gibt es eine Quelle dafür?

Und dann ist mir eingefallen, dass der Word Doc, dessen Link Sie auf der rechten Seite des Blogs finden können (Tales of an Angry Editor), sich im Moment mit etwas ganz anderem als Schreiben befasst - mit Resultaten, die durchaus sehenswert sind. Neugierig? Klicken Sie doch auf seinen Link und scrollen Sie sich durch die hübschen Bildchen.

Wie das so ist, wenn die Gedanken erst einmal schweifen: Mir fiel noch der Link zu einer wirklich köstlichen und köstlich geschriebenen Geschichte ein, die ich kürzlich auf einem Forum gefunden habe. In dieser Geschichte geht ein Schriftsteller der Frage nach, was eigentlich mit den Büchern passiert, die nicht verkauft werden. Erschienen ist der Text in der "Süddeutschen Zeitung" und lesen können Sie ihn hier.

Ihre Z.

4 Kommentare:

Anonymous said...

Ja, Frau Zappadong ... du bist schuld, ganz eindeutig. Und jetzt hat mich auch das Blog-Fieber erfasst. Der Virus ist geradezu online auf mich übergesprungen. Heute habe ich meinen Blog angemeldet. Ich bin mutig. Aber so mutig nun auch wieder nicht, dass ich jetzt schon die Adresse verraten werde.
Und was tun Schreiberlinge, wenn sie nicht schreiben? Sie kauen auf dem Stift, spielen Mah-Jongg und warten darauf, dass die Muse ihre Kaffeepause unterbricht.
Jaellekatz

Anonymous said...

Nervös mit dem Hund über die Felder stolpern? Dabei intensivst neue Plotmöglichkeiten, verständlichere, adjektivarme Sätze wälzen, großartige Biografien spinnnen?

Gibt es denn überhaupt Momente, in denen der Schreiberling nicht schreibt?

Kristin

Zappadong said...

Liebe Jaellekatz

Da bin ich sehr gerne schuld - gibt es doch spätestens ab Bekanntgabe deiner Blogadresse etwas Interessantes mehr zu lesen. Darf ich dich deshalb darauf hinweisen, dass du dann Schuld bist, wenn ich statt zu schreiben LESE??? Damit oute ich mich: Wenn ich nicht schreibe, lese ich Blogs :-))))

Liebe Kristin

Adjektivarme Sätze wälzen? Oh, das ist eine wundervolle Freizeitbeschäftigung für einen Schreiberling. Würde man Gewicht so schnell verlieren wie überflüssige Adjektive in seinen Texten, wäre ich gertenschlank *sehnsüchtiges Seufzen*.

Liebe Grüsse

Z. (in erwartungvoller Freude auf den Blog von Jaellekatz)

Jaelle Katz said...

Ach, Frau Zappadong ist neugierig und erwartungsvoll?
Ich dachte immer, ich müsse jetzt erst mal in meinem Blog gaaaanz viel stehen haben, ehe das jemand lesen will ...

Aber wenn du meinst, dass sich das auch schon vorher lohnt: jaellekatz. blogspot.com

Allerdings kämpfe ich noch mit der Technik. Die wollte mich heute erst nicht schreiben lassen. Doch was soll ich denn sonst tun?

Jaellekatz