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Der Streit um den Sitzplatz im Kühlschrank

Die Firma von Frau Zappadong nimmt an einer Messe teil. 9 Tage lang. 5 Werktage und zwei Wochenenden. Die ersten zwei Tage liegen hinter uns. Sie gipfelten beide in einem heissen Kampf um den Sitzplatz im Kühlschrank - den ich gegen ein paar Flaschen verloren habe.

Ich habe von Physik keine Ahnung, aber ich kann bestätigen, dass es in einem Zelt, auf dessen Dach bei Aussentemperaturen zwischen 28 und 30 Grad die Sonne knallt, sehr, sehr, sehr heiss werden kann. So heiss, dass die Zunge am Gaumen klebt, wenn man seine Lippen länger als drei Minuten vom Trinkbecher löst.

In weiser Voraussicht haben wir schon beim Einrichten des Standes unseren Kleinkühlschrank durch die ganze Messehalle geschleppt und installiert. Der erste Test ergab: Wenn man sich in der Mitte faltet, alle Körperteile eng an sich presst und den Kopf einzieht, bekommt man knapp seine beiden Ohren in das kühlende Teil. Eine Testphase lag nicht drin, da das Ausgestalten des Standes keine Ruhepausen zuliess.

Der erste Härtefall trat schon am Samstag um rund 14.30 Uhr ein. Der Prosecco flog aus dem Kühlschrank, das Wasser musste drin bleiben. Zwei Personen stritten sich darum, wer sich - bei geöffneter Tür - ein paar Minuten vor dem Kühlschrank auf den Boden legen durfte. Den Sitzplatz im Kühlschrank gewann nicht Gimli (der knuffelige Zwerg aus Herr der Ringe), sondern das letzte bisschen Verstand, das noch in meinem Hirn war. Bevor es sich mit einem leichten Zischen in Dampf auflösen konnte, setzte ich es hinein und lächelte ab diesem Zeitpunkt die Besucher wohl leicht schwachsinnig an. C'est la vie oder that's life.

Ihre Z.

2 Kommentare:

Alex Lightbringer said...

Hallo, liebe Z.

Messe kann die Hölle sein, das kann ich dir nachfühlen.

Ich wünsche dir bequeme Schuhe und geschmeidige Stimmbänder

Gruss Alex

Zappadong said...

Liebe Zappadongler

Ich lebe noch. Aber meistens nicht zuhause :-)

Mein Leben spielt sich zwischen Messe und Firma ab, neben dem Herd steht - das dürfte Alex interessieren - ein Bild von mir.

Am Sonntagabend um sechs ist Feierabend. Am Montag abbrechen. Am Dienstag geht's für zwei Tage auf eine kleine Buchpromotour. Herr Zappadong spielt mit dem Gedanken, sich eine Zweitfrau anzuschaffen. Der Zappadongnachwuchs mutiert zu Hänsel und Gretel. Und Mr Doorman fuchtelt mit einer Broschüre vor meiner Nase herum, wann immer er sie zu sehen bekommt (selten). Ich glaube, da ist ein Ziegenbock drauf und wenn ich das richtig lese, steht da was von Frauen an den Herd.

Fröhliche Grüsse - und passen Sie mir auf Mr Doorman auf. Nicht, dass der mir irgendeine Revolution startet, während ich weg bin.

Ihre

Z.