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Zodiac - "Are you okay?" - "No"

Es braucht Mut, einen Film über einen ungelösten Fall zu machen, der sich über Jahre hinzieht, am Ende zäh wie zu lange gekauter Kaugummi.

Es braucht Mut, einen Film über einen Killer zu machen, von dem man nicht weiss, wen er denn nun genau umgebracht hat und wer als Trittbrettfahrer aufgesprungen ist.

Es braucht Mut, einen Film zu machen, der keine strahlenden Helden hat, sondern am Ende von Besessenheit zerfressene, seelisch kaputte Verlierer zurücklässt, die viel mehr verloren haben als die Gewissheit, ihr Leben an ein Phantom verschenkt zu haben.

David Fincher ist so ein Mutiger - und deshalb gibt es jetzt den Film Zodiac.

Ein paar Fakten zum Fall finden Sie hier: Zodiac-Killer.

Zum absolut sehenwerten Trailer gelangen Sie, indem Sie hier klicken, die Seite betreten und auf Trailer klicken.

Der Film wird von drei grandiosen Schauspielern getragen: Jake Gyllenhaal, Robert Downey Jr. und Marc Ruffalo. Die Rollen sind nicht einfach - keiner der drei Protagonisten ist ein wirklicher Sympathieträger. Dazu ist Robert Graysmith (Gyllenhaal) zu nervös oder - wie es im Englischen so treffend heisst - zu "edgy", Paul Avery (Downey Jr.) zu dandyhaft steif und gelegentlich auch zu arrogant und Inspector David Toschi (Mark Ruffalo) zu introvertiert, zu unnahbar. Die Schauspieler ziehen ihre Rollen gnadenlos durch, ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste oder auch nur den kleinsten Versuch, sich dem Zuschauer irgendwie anzubiedern. Und so kommt es, Kristin, dass es beim Zuschauen manchmal fast weh tut.

Ihre Z



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