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Die Falle schnappt zu

Als Mulla Nasrudin beim Förster um eine Anstellung bat, sagte der Mann: "Ich gebe dir eine Chance. Nimm die Axt, und fälle in dem Waldstück, das ich dir jetzt zeige, so viele Bäume wie du kannst."

Drei Tage später stand Nasrudin wieder vor ihm: "Na", fragte der Förster, "wie viele Bäume hast du gefällt?"

"Alle!" erwiderte der Mulla.

"Alle?" Der Förster ging hin und sah nach. In der Tat stand nicht ein einziger Baum mehr.

"Wo hast du gelernt, so gründlich und in solchem Tempo zu arbeiten?" fragte der Förster.

"In der Wüste Sahara."

"Aber da gibt doch überhaupt keine Bäume."

"Stimmt", sagte Nasrudin, "jetzt nicht mehr!"



Ich weiß jetzt nicht, wie ich die Kurve von dieser Anekdote zu meinem neuen Arbeitsvertrag bekomme. Also lasse ich einfach das Geschwafel, zücke meinen Waterman-Füller und unterzeichne schwungvoll meine Zukunft.

Vielen Dank, Frau Zappadong, dass Sie mir hier ein Dach über dem Kopf bieten.

So, nachdem die Formalitäten abgeschlossen sind, sollte ich Ihnen noch Svetlana vorstellen, unsere neue Putzfrau. Dazu ist aber wohl Mr. Doorman besser geeignet, aus Gründen, die Sie auch bald verstehen werden.

Gruß Alex L.

3 Kommentare:

Zappadong said...

Mr Lightbringer, nehmen Sie diesen Blumenstauss und ihre Cola-Freikarte als Zeichen meines Danks. Schön, Sie an Bord zu haben. Darf's ein Gläschen Baldrian zum Anstossen auf unsere gemeinsame Zukunft sein?

Frau Zappadong

Frederik Weitz said...

Ich weiß ja nicht, Herr Lightbringer, aber vielleicht hast du dich einfach über den Tisch ziehen lassen. Hättest du dir den Blog von Alice ein wenig genauer angeschaut: ihre Worte mögen rein wie weißes Linnen, duftend von der lenorweichen Wäsche sein, der Hintergrund jedoch ist schwarz.
Andererseits: wenn ich bedenke, dass du just in dem Moment im Zappadong-Gebäude aufgetaucht bist, als in Niederbayern die letzten Braunbären verschwanden und in Berlin die Eisbären zur Plage wurden, wenn ich also diese drei nur scheinbar unabhängigen Ereignisse betrachte, wird mir angst und bange.
Der heutige Zauberspruch schützt gegen Einweißung von braunen Bären durch fiese Hinter-, Unter-, Gemein- oder Niederbayern. Wedeln Sie Ihren Zauberstab dreimal gen Zürich (in Berlin also Richtung untergehende Sonne) und sagen Sie verschämt: "tolopr"

Alex Lightbringer said...

Mir fallen so schon die Augen zu. Wenn ich jetzt noch Baldrian nehme, wache ich morgen mit "QWERT" auf der linken und mit "UIOPÜ" auf der rechten Seite meiner Stirn auf. Wenns Recht ist, bevorzuge ich Malibu mit Eis (oder Cola).

Und Frederik: in Niederbayern gelte ich eher als gemäßigt, was global betrachtet wohl so viel heißt wie: geht grade so noch als Vollpfosten durch. Um mich über den Tisch zu ziehen, brauchst du schon etwas mehr als ein kleines Vertragswerk mit Freicola und Messingschild: etwa eine Hebebühne oder drei Russen.

Und was den Problembären betrifft: wir leben hier noch von der Jagd. Als Bruno die bayrische Grenze überschritten hat, haben alle hier "Sein erster großer Fehler" geschrieen. Eigentlich wars aber sein letzter.

Gruß Alex L.