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Jetzt sind sie da ...

... die Wahlen in der Schweiz. Nun ja, beinahe. Am Sonntag stimmen wir ab. Wobei wir ein dehnbarer oder eher schrumpeliger Begriff ist:

Für die ausländischen Zappadongler unter Ihnen: Das Schweizervolk ist extrem stolz auf seine Demokratie. Wir dürfen zu allem und jedem unsere Meinung kundtun. Darum beneidet uns fast die ganze Welt. Und was tun wir Schweizer? Nichts. Mehr als der Hälfte der Schweizer und Schweizerinnen gehen Wahlen und Abstimmungen am Hut vorbei. Bei der letzten - kantonalen -Abstimmung, in der es in einer der Vorlagen um Steuererleichterungen für Familien ging, zog es gerade mal bei 22 % an die Urnen. Richtig gelesen: zweiundzwanzig Prozent. Vier Fünfteln war diese Abstimmung hundewurscht.

Nun tobt seit Monaten ein Wahlkampf ohnegleichen bei uns, mit schwarzen Schafen, Flugzeugen, die in Atomkraftwerke donnern, Geheimplänen, Intrigen und jenem anderen Beigemüse. Erwartete Wahlbeteiligung: Unter 50 Prozent. Wahrscheinlich näher bei 40 als bei 50.

Sogar die OSZE wundert sich. Siehe hier.

Das ist sie also, die vielgelobte Demokratie, die wir mit Zähnen und Klauen verteidigen.

"Ihr spinnt, Ihr Schweizer", meint Mr Doorman dazu.
Svetlana sagt nichts. Sie bastelt sich gerade Papierschiffchen aus all den nicht genutzten Wahlunterlagen.

Ihre Frau Z. hat brieflich gestimmt. Wie immer.

Frau Z.

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