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Aktion Licht ins Dunkel

Ich fürchte, ich habe den Überblick über das Geschehen verloren und brauche für mich eine ganz persönliche Aktion Licht ins Dunkel. Keine Bange, ich habe dabei nicht ihren Geldbeutel im Visier, sondern Ihr Gehirn resp. Informationen, die in Ihrem Gehirn gelagert und auch abrufbar sind.

Konkret wäre ich froh, wenn mir jemand sagen könnte:

1. Warum das Zappadong-Gebäude nicht gereinigt ist. Hatten wir da nicht so ein ledernes Etwas? Kann es sein, dass Svetlana frühzeitig zu einem Weihnachtsferienaufenthalt in ihrer Heimat abgereist ist? Falls ja, wer macht jetzt ihre Arbeit?

2. Warum es im ganzen Haus nach Geissenmist stinkt (und in diesem Zusammenhang die Frage, wo denn im Moment Frau Röslis Geissen untergebracht sind).

3. Wie weit die Proben für unser Konzert fortgeschritten sind. Ich für meinen Teil habe im Panikraum fleissig getrommelt.

4. Ob draussen noch Schnee liegt (ich traue mich nicht nachzusehen - ich könnte mich zu sehr erschrecken).

5. Ob es noch ein wenig dieser delikaten Nougatschokoklade hat.

6. Warum Mr Doorman mit dem Grinsen einer zufriedenen Katze auf dem Gesicht herumläuft.

Da ist man einmal ein paar Tage nicht abkömmlich, und dann herrscht Chaos pur. Dabei hilft es auch nicht, dass heute Morgen das Telefon geklingelt hat und jemand in einer fremden Sprache, die mir sehr nach Russisch klang, ganz viele Wörter durch die Leitung an mein Ohr geblabbert hat. Keine Ahnung, was der Mann wollte, aber irgendwie schwant mir, dass er zu Mr Doormans Verwandtschaft gehört.

Oh je.

Ihre Frau Z.

1 Kommentare:

Anonymous said...

Sehr geehrte Frau Zappadong,

Verzeihung, dass wir Sie im Panikraum nicht auf dem Laufenden hielten, aber wir waren alle sehr beschäftigt - und zudem wollten wir Ihnen ein bisschen Ruhe und Frieden gönnen.

Ich werde nun versuchen, Ihre Fragen zu beantworten.

zu 1:
Svetlana habe ich zuletzt gesehen, als sie im Keller Unmengen von Schtschi kochte. Wirklich Unmengen. Das ist allerdings schon eine Weile her.
Dass die Putzerei im Moment nicht erste Priorität im Zappadong-Gebäude hat, ist mir allerdings auch schon aufgefallen.

zu 2:
Wie Sie selbst festgestellt haben, ist der Fertigbau-Geissenstall beim Sturm ziemlich beschädigt worden (Mr. L. wollte partout keinen stabilen, goldenen bauen). Deshalb haben wir die Geissen, wie schon einmal angedacht, im Treppenhaus untergebracht. Leider gibt es immer wieder unachtsame Besucher, die die Türen offenlassen, was zur Verteilung der Geissen im ganzen Zappadonggebäude führt.
Aber keine Bange, Mr. Doorman und mein Adler hatten eine brilliante Idee, wie diesem Missstand abgeholfen werden könnte:
Frau Zappadong, Sie erinnern sich an das verstaubte Eckzimmer im 9. Stockwerk? Mr. Doorman hat den Sprengsatz, mit dem wir eigentlich die Kinoreihen sprengen wollten, dazu benutzt, die Fensterfront des Eckzimmers etwas zu vergrössern. Wir hoffen nun auf starken Schneefall, um den Geissen dort ein gemütliches Iglu bauen zu können. Die Wände sind schon vielversprechend kalt. Mr. Doorman ist zuversichtlich, dass wir uns im Notfall auch die Schneekanone vom Nachbarort ausleihen können. Es kann sich also nur noch um wenige Tage handeln, bis das Treppenhaus wieder geissenfrei ist.

zu 3:
Doch, ich komme ebenfalls voran. Es klappt inzwischen schon ganz gut mit dem Alphorn.
Wir sollten vielleicht einmal eine gemeinsame Probe ansetzen?
Hat sich Mr. Lightbringer eigentlich schon entschieden, wie er unsere Performance unterstützen möchte?
Welches Outfit würden Sie für unsere Band vorschlagen, Frau Zappadong? Und welchen Namen?

zu 4:
dazu schweige ich mich aus.

zu 5:
Frau Zappadong! Lassen Sie die Finger von der Schokolade!!!
Eine nochmalige Auszeit Ihrerseits können wir uns vor dem Konzert nicht leisten.

zu 6:
Tja, dazu verrate ich nichts. Da müssen Sie ihn schon selbst fragen.

Jedenfalls freue ich mich sehr, dass Sie wieder unter uns sind. Ich habe ihre ordnende weibliche Hand doch recht vermisst.

Hochachtungsvoll

Rösli von Deralp