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HUCH! Beinahe verpasst !

Nicht genug damit, dass ich jedes Jahr meinen Hochzeitstag vergesse ... nein, ich hätte beinahe auch den Geburtstag von Zappadong verpasst.

Liebe Zappadong-Besucherinnen und Besucher:

Zappadong ist heute ein Jahr alt.

Mr Doorman, würden Sie bitte Pralinen besorgen, irgendwo ein Fass Kräuterschnaps auftreiben, Tapas wären auch nicht schlecht, etwas Kuchen und halt alles, was gut schmeckt.

Ich bin in ein paar Stunden zurück. Die Arbeit ruft.

Frohes Fest - und trampeln Sie mir keine Stühle kaputt.

Olé

Frau Z. (in Eile - und das an einem so wichtigen Tag ...zzzzz....)

Das mit der Telepathie ...

... war wohl ein Schuss in den Ofen.

Es scheint fast so, als sei meine Nachricht von gestern, welche ich Ihnen per Telepathie gesandt habe, nicht ganz angekommen. Das bedaure ich ausserordentlich, handelt es sich bei dieser Form von Nachrichtenübermittlung nämlich um eine sehr tastatursparende Methode.

Ich habe mir überlegt, Ihnen heute eine Brieftaube zu schicken, aber die haben alle Angst vor virtuellen Briefkästen, weil man aus denen unverhofft in die Weite des Cyberspace gesogen werden kann.

Nun, Frau Rösli, Sie scheinen mich als Einzige verstanden zu haben. Da es in der gestrigen Botschaft um Ihren Adler ging - der hoffentlich wohlbehalten zu Ihnen zurückgekehrt ist - erlaube ich mir, liebe Zappadong-Besucher, mich nicht zu wiederholen.

Nur so viel: Mr Doorman schielt nicht mehr. Er hat auf dem Weg zur Tierhandlung einen Halt bei dieser Fast Food Kette eingelegt, die jetzt WLAN Hotspots hat und ist dort irgendeiner Strahlung ausgesetzt gewesen - oder war es ein Virus? Wie auch immer. Das Schielen ist weg (pers. Anm. v. Fr. Zappadong: Es könnte auch das Vogelfutter gewesen sein, von dem Mr Doorman probiert hat).

Da wir gerade von Tieren und Tierchen reden: Rund um das Zappadong-Gebäude tobt ein verbissener Wahlkampf, bei dem auch unschuldige Schafe herhalten müssen. Gucken wir - zur Entlastung und Rufaufbesserung fast aller Schafe - einmal etwas näher hin.


Zum Beispiel hier:
Nicht jedes schwarze Schaf ist ein fremder Fötzel
(Bitte scrollen Sie bei der angegebenen Seite ganz nach oben)


Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag - tragen Sie Ihren Schafen Sorge.

Frau

Z.

Mr Doorman, das Bügelzimmer und Frau Röslis Adler

gestern gestern gestern gestern gestern


Vogelfutter Vogelfutter, Vogelfutter, Vogelfutter Vogelfutter

AAAAAAAAAAAAAAAAAAA


AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAvielleicht



Fr

.

Eine Begegnung der etwas anderen Art

Ich höre es klingeln am anderen Ende der Leitung. Einmal, zweimal, dreimal ect. Geduldig warte ich, ob sich vielleicht ein Telefonbeantworter einklickt. Tatsächlich. Tut er.

Sie sind mit dem Anschluss 999 999 99 99 (um den Schutz der Maschine zu gewährleisten, habe ich die Nummer leicht verfremdet) verbunden.

Die roboterhafte Stimme einer Dame betont jede Ziffer einzeln, damit ich auch ganz sicher sein kann, am richtigen Ort gelandet zu sein. Danke. Nun, jetzt kommt der Teil, auf den ich warte, jener, in dem man seine Nachricht der Maschine anvertraut. Aber ohalätz.

Dieser Dienst nimmt keine Nachrichten entgegen. Bitte legen Sie auf.

Hä?

Zweimal habe ich diesen Spruch nun gehört. Die Nachricht, die ich loswerden sollte, ist einigermassen wichtig, da es eine Antwort auf eine Frage ist. Ich bin mir aber gar nicht mehr so sicher, ob der Empfänger an der Antwort überhaupt interessiert ist. Und ehrlich gesagt, ich habe nicht mehr so richtig Lust, da nochmals anzurufen.

Zu etwas anderem:

Frau Rösli

Ich bin untröstlich über das unerklärliche Verschwinden Ihres Vogels und werde mich in Kürze auf den Weg zum Bügelzimmer machen. Dort beliebt Mr Doorman sich manchmal einzuschliessen, wenn er mit sich, der Welt im allgemeinen oder mir im Besonderen ein Problem hat. Ich halte Sie auf dem Laufenden. Es sei denn, Ihr Telefonbeantworter sei ein Verwandter des oben genannten. Oder kommunizieren Sie per Zufall per Brieftaube?

Ihr Frau Z.

Wir Schweizer und Schweizerinnen

Nachdem wahrscheinlich die Besucherzahlen zum "Silver Surfer" aufgrund von Mr Lightbringers Filmbesprechung um 90 Prozent eingebrochen sind (12 Zuschauer weniger als in der Vorwoche), wenden wir uns heute den positiven Dingen des Lebens zu.

Endlich hat jemand die Schweizer verstanden! Jaelle Katz (Sagen Sie mal, gibt's in Ihrem Blog bald einmal neue Einträge?) hat einen Text gefunden, der Ihnen - unter anderem - verständlich macht, warum Sie meine Blogeinträge nicht immer verstehen und wohin das scharfe Ess geht, wenn es die Schweizer Grenze überquert (nein, wir sperren es nicht im Kellerraum des Zappadong-Gebäudes ein).

Gönnen Sie sich ein Päuschen, stellen Sie eine Tasse Kaffee oder Tee neben Ihren Computer, klicken Sie auf den angegebenen Link und ich verspreche Ihnen, Sie werden nach dieser Lektüre einiges klarer sehen.

Hier klicken: Schweizgebadet

Ihre Frau Z.

"Silver Surfer" oder Das Ende der Welt

Gestern traf ich einen spontanen Entschluss: "Die fantastischen Vier / Silver Surfer" wird im Kino angeschaut. Da meine bessere Hälfte sich für so einen frühpubertären Quatsch nicht interessiert, bin ich mit einem Freund ins nahegelegene Cineplex(x) eingefallen. Da ich den ersten Teil schon gesehen habe, waren meine Ansprüche nicht besonders hoch angesiedelt. Der Vorspann war auch ganz in Ordnung mit Werbung für "Rush Hour 3" und einen Internet-Provider.

Der Hauptfilm hat allerdings meine tiefgespannten Erwartungen bei weitem untertroffen. Die Hauptrolle, Dr. Richards aka Mr. Fantastic (der Gummimann) ist die absolute Fehlbesetzung. Ich habe selten einen Menschen mit weniger Ausstrahlung im Kino gesehen. Jessica Alba (nebenbei bemerkt der einzige Grund, warum mein Freund überhaupt mitgekommen ist) glänzte hauptsächlich durch völlig bescheuerte Dialoge, der Feuermann durch seine Unfähigkeit, logisch zu denken.

Die Handlung ist schnell erzählt. Der Silver Surfer muss unsere Erde zerstören, die Fanta4 wollen ihn daran hindern. Dass ich diese Zeilen jetzt schreiben kann, zeigt deutlich, dass ihnen das auch gelungen ist. Der Weg dahin ist gepflastert mit Belanglosigkeiten und grottenschlechten Szenen. Der einzige Lichtblick ist die Optik. Einige tolle Szenen im Weltall und die Aufmachung des Silver Surfer sind wirklich sehenswert. Gut, dass wenigstens die Computerspezialisten wussten, was sie tun.

Gruß Alex L.

Mr Lightbringer, wir haben ein Problem

Wir haben keinen Lift.

Wie bekommen wir all die Leute auf die Dachterrasse?

PS: Mr Doorman ist weg. Vogelfutter kaufen. Ich ahne Böses.

Frau Z.

A propos (ersetzt vorherige Version: probos) global

Nicht nur die Klimaerwärmung ist erdglobal, ähm global.

Längst kann man ja schon - fast - auf der ganzen Welt das Gleiche essen. Eine grosse Fast-Foodkette ist da aber auf ein Problem gestossen: das zunehmende Gesundheitsbewusstsein in Europa (immer diese Europäer mit ihren Sonderwünschen!), also will man sich vermehrt den lokalen Essgewohnheiten zuwenden.

«Wir sind zwar eine amerikanische Marke. Aber wir müssen europäischer werden», gestand Ralph Alvarez, Präsident und Leiter des operativen Geschäfts von McDonald's, der «Financial Times Deutschland» ein (Quelle: TagesAnzeigerOnline).

In der Schweiz soll jetzt qualitativ gewachsen werden. Man investiert in WLAN-Hotspots (was ist das?; Frage am Rande von Frau Z., Antworten bitte an Frau Z.) und Internetstationen. Und in McCafé. Das stelle ich mir witzig vor: "Bedienung, ich hätte gerne einen doppelten WLAN mit Chips und zum Runterspülen etwas von diesem komischen braunen Getränk."

En Gueta. Guten Appetit.

Ihre Z.

Richtigstellung

Liebe Frau Phrixus

ich bedanke mich für die ausführliche Kommentierung meiner geistigen Ergüsse und möchte Ihnen hier mit für Ihre Meinungsäußerung meinen Respekt aussprechen. Im Stern wurde der besagte Film tatsächlich in den Boden gestampft. Na ja, doch noch nicht alles so verloren, wie ich dachte.

Heute habe ich einen sehr bösen Witz gehört, den ich bei der Gelegenheit gleich mal anbringen muss. Da wir hier ja herrlich politisch unkorrekt sind, sollten alle empfindlichen Gemüter sowieso schon das Weite gesucht haben.

Also:

Kommt ein Palästinenser in ein israelisches Café.

Fragt ihn der Ober "Darf's was zu Essen sein?"

Sagt der Palästinenser: "Nein danke, ich platze sowieso gleich."



Noch ein dringender Hinweis: Todesurteile, Morddrohungen, Verunglimpfungen oder Dschihads von Menschen, die sich durch diesen Witz beleidigt fühlen, richten sie bitte an meinen Schwager Hugo Haudegen, Schlachtergasse 25, 23618 Faschistenhausen. Von dem hab ich den Witz nämlich.

Gruß Alex L.

PS: das Blog von Frau Phrixus finden sie übrigens hier: Blog

Game over! Oder doch nicht?

Wer sich heute der Diskussion um Klimawandel entziehen will, muss schon ziemlich abgebrüht sein (oder blind und taub). Selbst vermeintliche Lichtblicke wie hier im Spiegel sind nichts als Augenwischerei. Die deutsche Energielobby hat sich erst kürzlich 25 Kohlekraftwerke als Neubauten genehmigen lassen und dafür die Emissionspapiere vom Staat bezahlt bekommen. Schließlich schaffen sie ja dadurch Arbeitsplätze...

Indes treibt der Hype um das Klima immer ausgefallenere Blüten: eine Seite parodiert den Handel mit Emissionspapieren auf geradezu haarsträubende Weise: Cheatneutral. Dort können sich Leute, die in der Ehe nicht treu waren, von ihren Sünden durch Ablassscheine freikaufen. Treue Landsleute werden vom eingenommenen Geld dafür bezahlt. Woanders wird darauf hingewiesen, dass man bei Google bitte nicht mehr nach Globaler Erderwärmung suchen sollte. "Global" stehe doch schon für die ganze Erde, das wäre dann ja eine Tautologie. Ein US-Fotokünstler lässt 600 Menschen nackt auf einem Gletscher posieren. Sex sells eben auch hier.

Auf der anderen Seite gibt es jetzt einen Film von der renomierten BBC, der den Klimawandel als großen Bluff hinstellt: The great global warming swindle. Auf der Webseite der Welt wird dieser Film sogar als relativ glaubwürdig dargestellt.

Die Folgen für den einzelnen Bürger sind verheerend. Alle Themen, die die Presse tage- oder wochenlang dominieren, werden zunehmend verdrängt (Wer spricht heute noch von Acrylamid? Was ist das überhaupt). Wenn also auf der ersten Seite der Tageszeitung wieder eine neue Statistik vorgestellt wird, die eine noch schnellere Erwärmung vorhersagt, simuliert man Betroffenheit (Man müsste da wirklich was tun) und blättert dann auf die Sportseite weiter. Wenn sich dann auch noch Berichte über die Unzuverlässigkeit der Statistiken dazwischen schmuggeln, tendiert der normale Verbraucher dazu, für sich selbst das anzunehmen, was am bequemsten und sichersten ist. Wie sonst hätte die Katastrophe in New Orleans solche Ausmaße annehmen können? Warum sonst sollten Menschen auf der San Andreas-Falte Wohngebiete ausweisen? Warum sonst sollten Menschen an der Flanke des Vesuv wohnen wollen?

Ich möchte weder die Globale Erwärmung abstreiten noch uneingeschränkt als wahr erklären, aber, liebe Wissenschaftler, wie wäre es mit weniger unausgegorenen Vermutungen und dafür mehr beweisbaren und auch stichhaltigen Fakten? Wem soll ich als nicht-wissenschaftlicher Verbraucher noch glauben, wenn sogar die BBC und andere Medien mir sagen, dass die meisten Berichte über dieses heikle Thema auf unvollständigen Daten beruhen?

Ich hoffe, der Klimawandel macht unsere neue Dachterrasse nicht überflüssig, die bald montiert werden wird.

Gruß Alex L.

Plan B

Liebes Rösli von Deralp, werte Zappadong-Besucher

Plan B wird Ihnen noch weniger gefallen als Plan A, weshalb ich Ihnen Plan B schon gar nicht erst verrate.

Aber ich nahm mir heute Ihren Rat zu Herzen, liebes Rösli, und habe mit Mr Doorman drei Runden russisch Roulett gespielt (die gute Nachricht: wir leben noch, die schlechte Nachricht: Mr Doorman schielt leider immer noch zum Gotterbarmen), mit Mr Lightbringer zuerst über verschiedene Colageschmacksrichtungen und dann über lederne Etwas diskutiert ...

Hier muss ich kurz abscheifen. Mr Lightbringer, Sie haben vor einiger Zeit in diesem Gebäude einen Witz über die Hölle und die Christen erzählt. Ich wollte den wirklich witzigen Witz meinem Zappadong-Bruder weitererzählen und wühlte mich durch das ganze Zappadong-Archiv, leider ohne fündig zu werden. Hätten Sie vielleicht die Güte, mir den Witz nochmals aufzuschreiben? (Zappadong-Bruder wartet darauf.)

Ich verabschiede mich für heute von Ihnen, nicht ohne Ihnen zu verraten, dass heute ein guter Tag war. Ich habe mich fast ausschliesslich Plan B gewidmet (den Sie nicht witzig fänden).

Ihre Z.

Leere im Hirnlappengärtchen, Teil 2

"Nein, das kannst du nicht machen!", hat mein Gewissen mir in den leeren Hirnlappengarten gebrüllt. "Bloss, weil dir absolut nichts einfällt, kannst du dich nicht aus der Verantwortung stehlen. Mr Lightbringer glaubt an die geistige Qualität in diesem Haus. Enttäusche ihn nicht! Enttäusche nicht deine Besucher! Reiss dich am Riemen, pull up your socks!"

Mein Gewissen hat recht. Und so habe ich gesucht und bin doppelt fündig geworden. Ich denke, dass ich Sie damit bei Laune (ob guter oder schlechter, überlasse ich Ihnen) halten kann.

Fund 1 ist mir auf der Webseite unserer SVP-Politikerin Jasmin Hutter entgegengehüpft:

Für mehr Familie - Steuerabzüge für traditionelle Familien

Unsere Kinder werden heute mit immer mehr Einflüssen konfrontiert. Gewalt an Schulen, Drogenprobleme, Unsicherheit über die Zukunft. Erziehen, seine eigenen Kinder heil durch die Jugend zu bringen und ihnen gute Zukunftschancen mit auf den Weg zu geben, wird immer anspruchsvoller.

Ich will die Verantwortung für die Erziehung der Kinder nicht an Kinderkrippen und Lehrer abschieben. Die wichtigsten Menschen für die Erziehung sind immer noch die eigenen Eltern. Deshalb müssen wir all jene unterstützen, die sich Zeit nehmen, und ihre Kinder selber erziehen. Darum habe ich im Nationalrat eine Motion eingereicht: Wer auf eine Fremdbetreuung seiner Kinder verzichtet, keine Krippenplätze oder Tagesmütter in Anspruch nimmt, soll einen Steuerabzug in der Höhe von Fr. 20'000.-- vom steuerbaren Einkommen machen dürfen.
So stärken wir die Familie und geben unseren Kindern die besten Zukunftschancen.


Okay, und sollten Kinder aus solch steuerlich begünstigten Familien wider Erwarten dennoch drogensüchtig werden, den Banknachbar in der Schule verprügeln oder sich vor der Zukunft ängstigen, müssen die eingesparten Steuern selbstverständlich nachbezahlt werden, selbst wenn für die dafür notwenige Finanzierung der häusliche Herd verkauft werden muss.

Fund 2 liebe ich. Victoria Beckham hat eine Webseite (was man nicht alles herausfindet, wenn man sich verpflichtet fühlt, für seine Besucher etwas Sinnvolles aufzuspüren).

Klicken Sie hier: Victoria Beckham. Ich empfehle den Menupunkt vbtv. Zurücklehnen und geniessen.

Gute Unterhaltung

Frau Z.

Leere im Hirnlappengärtchen

Hirnlappengärtchen. Ich habe mich auf Anhieb in dieses Wort verguckt, zum ersten - und einzigen - Mal gesichtet im Kulturblog von rb, in einem Eintrag von philipp meier .

Nun, vergucken ist das Eine, aber dann festzustellen, dass in ebendiesem Hirnlappengärtchen totale Leere herrscht, ist das Andere. Obwohl es zwischendurch gewaltig auf das Dach vom Zappadong-Gebäude schifft (schifft = CH-Deutsch für heftig regnen), sind die bunten Blümchen in meinem Hirnlappengärtchen verblüht. Mir fällt nichts, aber auch gar nichts ein, was ich Ihnen erzählen könnte, liebe Zappadong-Besucher. Niente. Rien. Nothing. Nada. Nüüt.

Ich blabbere Sie hier nur mit Unsinn voll, damit Sie nicht denken, ich stecke im Zappdong-Archiv unter einer Schachtel Arbeitsverträge fest oder - noch schlimmer - Mr Doormans tödlicher Schielblick hätte mich getroffen.

Mr Lightbringer kreuzt ab und zu meine Wege, aber er ist jedesmal tief in Gedanken versunken. Manchmal trägt er grosse Zeichenbogen unter dem Arm. Wenn mein Hirnlappengärtchen nicht so leer w.... Moment. Hirnlappengärtchen. Dachgarten. Dachterrasse. Da war doch was?

Ich gehe jetzt Mr Doorman suchen. Wir sollten wohl endlich etwas gegen das Schielen tun. Oder haben wir das schon?

Leicht zerstreute Grüsse

Frau Z.

Geistige Umnachtung

Auf der Suche nach dieser Svetlana (hat die überhaupt einen Arbeitsvertrag?) und dem Zappadong-Archiv (zwecks Lagerung von Mr Lightbringers Arbeitsvertrag), habe ich mich in meinem eigenen Gebäude verlaufen. So was nennt man geistige Umnachtung. Ich habe aber festgestellt, dass ich damit nicht alleine bin - was auf der einen Seite tröstet, auf der anderen Seite auch etwas nachdenklich stimmt. Folgenden Lebewesen bin ich heute Morgen auf meinen Leidens- und Irrwegen begegnet:

Dick Cheney, Vizepräsident, USA => will den Iran bomardieren
George Bush, Präsident, USA => hat den französische Präsidenten zu Fast Food eingeladen
Christoph Blocher, Bundesrat, CH => glaubt, er spricht im Namen des Volkes
Ueli Maurer, Präsident SVP, CH => will Frauen am Herd statt im Bundeshaus
Katze Zappadong, Katze, CH => nie sicher, welches Futter sie jetzt gerade gerne hat

Ich sehne mich nach einem kleinen Fetzchen Normalität. Mr Lightbringer, wir müssen uns über das Basteln einer Dachterasse unterhalten.

Frau Z.

Die Falle schnappt zu

Als Mulla Nasrudin beim Förster um eine Anstellung bat, sagte der Mann: "Ich gebe dir eine Chance. Nimm die Axt, und fälle in dem Waldstück, das ich dir jetzt zeige, so viele Bäume wie du kannst."

Drei Tage später stand Nasrudin wieder vor ihm: "Na", fragte der Förster, "wie viele Bäume hast du gefällt?"

"Alle!" erwiderte der Mulla.

"Alle?" Der Förster ging hin und sah nach. In der Tat stand nicht ein einziger Baum mehr.

"Wo hast du gelernt, so gründlich und in solchem Tempo zu arbeiten?" fragte der Förster.

"In der Wüste Sahara."

"Aber da gibt doch überhaupt keine Bäume."

"Stimmt", sagte Nasrudin, "jetzt nicht mehr!"



Ich weiß jetzt nicht, wie ich die Kurve von dieser Anekdote zu meinem neuen Arbeitsvertrag bekomme. Also lasse ich einfach das Geschwafel, zücke meinen Waterman-Füller und unterzeichne schwungvoll meine Zukunft.

Vielen Dank, Frau Zappadong, dass Sie mir hier ein Dach über dem Kopf bieten.

So, nachdem die Formalitäten abgeschlossen sind, sollte ich Ihnen noch Svetlana vorstellen, unsere neue Putzfrau. Dazu ist aber wohl Mr. Doorman besser geeignet, aus Gründen, die Sie auch bald verstehen werden.

Gruß Alex L.

Arbeitsvertrag

Wunderbar, dieses Baldriangesöffs! Beruhigt wirklich. Müssen Sie mal versuchen.
Mr Lightbringer sitzt seit geschlagenen 33 1/3 Minuten vor seinem Vertragsentwurf, lächelt selig vor sich hin und sagt ... nichts.

Vertragsentwurf:

Ich, Alex Lightbringer, Hausmeister und netter Mensch, verkaufe hiermit meine Arbeitskraft und einen Drittel meiner Seele an die Zappadong IAGoH. (Irren-AG-ohne Haftung) und erhalte im Gegenzug einen Cola-Freibrief, ein Zimmer für mich allein (zusätzlich zu der Besenkammer), pro Tag ein paar Klicks, ab und zu einen Kommentar, sowie ein poliertes Messingschild.

Herr Lightbringer?

Ich sollte ...

... endlich und wirklich dringend mit dem Hausmeister sprechen, aber ich habe schlechte Laune, sehr, sehr, sehr schlechte Laune (die Geschichte dazu erspare ich Ihnen; es reicht, wenn Sie wissen, dass mir gestern eine sehr grosse und sehr wichtige Datenmenge abhanden gekommen ist, die ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit für immer ans Cybernirwana verloren habe).

Mr Lightbringer, könnten Sie bitte in mein Büro kommen. Sollten Sie zufällig ein Fass Baldrian bei sich haben, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie es mitbringen könnten. Und einen Strohhalm. Ich habe gehört, dass Drinks happiger einfahren, wenn man sie mit einem Strohhalm langsam austrinkt.

Ach ja, und Ihren Vertrag. Ich würde ihn gerne verlängern.

Frau Z.

Schweiz verliert Abschreckungspotenzial

Ich bin ja hier nur Gastarbeiter. Wie ich genau dazu kam, als Niederbayer im Zappadong-Gebäude angestellt zu werden, konnten Sie, liebe Leser, die letzten Wochen verfolgen.

Noch dazu wandert ein Bekannter von mir jetzt in die Schweiz aus, weil ihn die Liebe dort hin treibt. Kann man nichts dagegen sagen. Das alles hat aber meinen Blick auf die Schweiz etwas geschärft. Und da stolpere ich heute bei meiner Vormittagspause über folgenden Artikel in der TAZ:

Chinesen am Sack

Schon recht kreativ, die Beamten. Egal, ob in der Schweiz oder im Ausland. Wer hätte schon Angst vor so einem billigen China-Import? Nachdem die schweizer Soldaten jetzt auch keine scharfe Munition mehr mit nach Hause bekommen, wird eine Invasion wieder wahrscheinlicher. Liechtenstein lässt grüßen.

Gruß Alex L.

Untergehen

Wenn ich mir Frau Zappadong und Mr. Doorman so ansehe, kommt mir unwillkürlich ein Satz in den Sinn, den unlängst ein Theologe aus gegebenem Anlass zu mir sagte:

Wenn zwei Verzweifelte sich aneinander klammern, gehen eben beide unter.



Keine Sorge, die Volksmusik-Initiative wird für den Notfall zurückgelegt. Ich habe nicht wirklich vor, so grausam zu sein. Schließlich beißt niemand unnötig die Hand, die ihn füttert.

Apropos füttern: mir fällt gerade ein, dass ich dringend Mr. D. fragen muss, was es mit den ganzen Päckchen auf sich hat, die sich im Postausgang stapeln und mit unleserlichen Kringeln beschriftet sind. Das einzige, was ich lesen kann, ist "RUSSIA".



Gruß Alex L.

PS: Das mit der Rede war verdient, würde ich sagen. Meine Sympathien liegen hier klar bei Mr. D.

Wie es kam, dass ich mir eine absolut unverdauliche Rede zum Nationalfeiertag anhören musste - oder "Volksentscheid über Völkerrecht"

"Sie können rauskommen."

Endlich!

Vor der Tür erwartet mich ein grumpeliger Mr Doorman, der 30 cm links an mir vorbeischielt, und irgendwelches Zeugs vor sich hingrummelt. Nun, ich bin auch nicht gerade in bester Laune nach den Erlebnissen der letzten Tage. Ich setze mich wortlos in den Wagen, stelle meine Ohren auf Durchzug und lehne mich zurück. Gerne hätte ich geschrieben und lehne mich entspannt zurück. Aber von entspannt kann keine Rede sein. Mr Doorman muss während meiner kurzen Abwesenheit das Navigieren verlernt haben. Mir dämmert, dass daran das Schielen und somit ich schuld sein könnte. Mir dämmert auch, dass wir irgendwohin fahren, wo ich noch nie gewesen bin.

"Mr Doorman, würden Sie uns bitte auf schnellstem Weg nach Hause fahren", sage ich so freundlich, wie es mir unter den gegebenen Umständen möglich ist.
"Heute ist Nationalfeiertag", brummt Mr Doorman.
"Ja, und das Wetter ist herrlich. Wir können uns zuhause ganz gemütlich nach draussen setzen und etwas gegen Ihr Sch... ähm, Augenproblem tun."
"Wir gehen uns zuerst die Rede anhören."
"Welche Rede?"
"Na, die, von der ich Ihnen nach Ihrer Entlassung erzählt habe."
Hat er? Nun, er hat unverständliches Zeugs gebrummelt. Da Mr Doorman aber wild entschlossen zu sein scheint (und ich ein schlechtes Gewissen habe wegen seiner Augen), verkneife ich mir die Bemerkung, dass es mein Feiertag ist und nicht seiner. Seinen pflegen wir jeweils mit viel Wodka und einer Partie Russisch Roulette zu feiern.

"Wir sind da", erklärt Mr Doorman.
Ich steige aus und wäre am liebsten wieder eingestiegen, aber Mr Doorman nimmt mich am Arm und führt mich in die erste Reihe, wo ich mir die ganze Rede anhören muss.

Wenn Sie mithören wollen: hier klicken. (Warnung: Sie tun das auf eigenen Willen und vor allem auf eigene Gefahr!)

Grün im Gesicht und mit einem Magen, der Achterbahn fährt, wende ich mich auf dem Nachhauseweg an Mr Doorman.
"Das war gemein. Hundsgemein."
"Das war für das Schielen."
"Aber Sie wissen schon, was das bedeutet?"
Er nickt. "Sie können eine Volksinitiative lancieren, in welcher Sie die Vierteilung meiner Wenigkeit unter grausligen Qualen verlangen, und wenn genügend Unterschriften zusammenkommen und das Volk Ihr Begehren in einer Abstimmung gutheisst, dürfen Sie mich genüsslich auf barbarischte Weise hinrichten."
"Ganz genau."
"Denken Sie nicht einmal daran!", grinst er. "Mr Lightbringer hat schon einen Initiativtext in der Schublade, welcher eine Woche ununterbrochenes Hören von volkstümlichen Schlagern fordert für Blogschreiberinnen, die zu viele Tippfehler machen.

Ich bin einmal mehr geliefert.

Ihre Z.