Distanzschule
Es gibt Bücher, mit denen man Ungeziefer erschlägt und es gibt Bücher, mit denen man das nicht tut.
Wo er recht hat, hat er recht, der Herr Hindringer. Ich zum Beispiel würde nie im Leben mit einem seiner Bücher Ungeziefer erschlagen. Nie.
Dieser Herr Hindringer hat kürzlich extra seinen besten Anzug angezogen, um allen Leuten, die sich irgendwie in seiner Rohrpost verkeilt haben, eine Nachricht zukommen zu lassen:
Mein neuer Lyrikband "Distanzschule" ist nunmehr im yedermann Verlag erschienen. Das Buch umfasst 130 Seiten, kostet 10 Euro und hat die ISBN 978-3-935269-35-3. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich über Ihr Interesse freuen.
Ich habe das Buch sofort bestellt. Sofort. Denn ich habe auch Herr Hindringers ersten Lyrikband gekauft (und geliebt). Und weil es der Herr Hindringer so nett angeboten hat, habe ich ein Buch mit Widmung bestellt bei ihm. Es ist heute angekommen und hat mich kein bisschen enttäuscht. Im Gegenteil. Ich finde, Sie alle sollten sich den Lyrikband von Herrn Hindringer bestellen. Unbedingt. Auf jeden Fall.
Wenn Sie sich erst einmal ein bisschen fachkundig machen möchten, wer denn dieser Herr Hindringer ist, klicken Sie hier: Herbert Hindringer, Distanzschule. Und vergessen Sie auf keinen Fall, die Leseprobe zu lesen.
Wenn Sie die Gedichte von Herrn Hindringer nicht mögen, beschweren Sie sich bitte nicht bei mir. Ich wäre die Falsche, denn ich würde ein flammendes Plädoyer für Herrn Hindringer halten.
Geben wir dem Herrn Hindringer aus Hamburg das letzte Wort. Er schreibt über den Dichter Hindringer:
Er mag Gedichte, er isst sogar die Kerne mit.
Wie kann man so jemanden nicht mögen?
Ihre Frau Z.
Dialoge schreiben
Der bayrische Ministerpräsident Stoiber kann auch nur darauf hoffen, dass seine Reden für die Nachwelt noch aufbereitet werden...
Hier gibt's noch mehr davon.
Gruß Alex L.
Fiasko total
Fiasko Nummer 1:
Ich wollte und sollte ja wählen gehen im Oktober (zum wollte und sollte folgt näheres weiter unten) ...
Nun weiss ich zwar nach den birnenweichen Aktionen der letzten paar Wochen, wen ich mit Sicherheit nicht wähle, aber der Rest ist mir immer noch ein Rätsel. Um diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, gibt es eine geniale Webseite:
smartvote
Auf dieser beantwortet man Fragen, die auch den Kandidatinnen und Kandidaten gestellt wurden, und dann sieht man, wer einem in Sachen Meinung und Ansicht am nächsten steht. An und für sich eine gute Sache, ja, eine geradezu geniale Sache.
Aber nicht, wenn man Frau Zappadong heisst und auf der Auswertung einen Fruchtsalat an Parteizugehörigkeiten geliefert bekommt. 12 KandidatInnen darf ich wählen (aus einem Wust von Dutzenden) - in meiner Wahlempfehlung von Smartvote finden sich KandidatInnen von ungefähr 6 verschiedenen Parteien. Ohalätz.
Nun zurück zum Anfang - Warum ich trotzdem wählen gehen will und soll:
1. Ich will das Feld nicht kampflos den irren Plakatgestaltern und Schaumschlägern von ganz links und ganz rechts überlassen.
2. Ich will ein Statement für die politische Mitte abgeben. Grabenkämpfe mögen ja interessant sein, wenn man sie mit Mr Doorman austrägt, aber in einem Land, in dem man (gut und gerne) leben möchte, sind sie ermüdend und kontraproduktiv. Bloss: Wie finde ich die Mitte, wenn sich 6 Parteien die ersten 12 Plätze teilen????
Fiasko Nummer 2:
Ich fuhr heute kurz in die Anfänge der Berge - und geriet in den ersten Schnee ... (wohlverstanden, nicht mitten in den Bergen, sondern so am Rande, ich glaube, ich war höchstens auf 1000 Metern Höhe).
Mr Lightbringer, bitte geleiten Sie mich in den Panikraum zur Schokolade und den Palmentapeten. Ich möchte mich ausruhen und erholen.
PS: Mr Doorman wählt 12 Mal Clive Owen. (Er weiss nicht, dass er erstens jeden Namen höchstens zwei Mal auf den Zettel setzen kann - und ausserdem als fremder Fötzel gar nicht wahlberechtigt ist in der Schweiz)
Ihre Frau Z.
Da wir gerade beim Thema Sicherheit sind

Nun ... ich lag VÖLLIG FALSCH. Schreibt mir der Parteipräsident der SP Schweiz - leicht verspätet - in einer Mail denn:
Unser Plakat ist absolut sachlich, weil es genau jenes Risiko bildlich darstellt, das den AKW inne wohnt: Ein Flugzeugangriff. Der Angriff auf die Twin Towers ist gerade der Beweis dafür, dass dieses Risiko besteht. (....) Wenn wir aus der Atomenergie austeigen wollen, müssen wir das gut begründen. Eine der guten Gründe ist das Risiko eines Terrorangriffs, und darüber muss die SP reden.
Mr Lightbringer, vielleicht sollten wir am Zappadong-Gebäude ein grosses Warnschild anbringen:
ACHTUNG, DIESES GEBÄUDE IST PERMANENT EINEM FLIEGERISCHEN TERRORISTENANGRIFF AUSGESETZT.
Nicht auszudenken, was passiert, wenn Mr Doormans Munitionslager im Keller hochgeht bei einem solchen Angriff (und erst die verwüsteten 76 kg Schokolade im Panikraum - sorry, sechs Kilo des Vorrats sind beim Lesen der oben zitierten Mail draufgegangen).
Ich setze mich jetzt trotz Regenwetter auf die Dachterrasse und stricke einen Schutzanzug gegen Terroristenflugzeuge. Man weiss ja nie.
Ihre Frau Z.
Datensicherheit
"Branchenprimus MySpace hat jetzt angekündigt, ab sofort Informationen aus Nutzerprofilen für gezielte Online-Werbung zu nutzen. Solange Nutzer diesen wertvollen Rohstoff weiter freiwillig verschenken, werden sich Mitmach-Netzwerke mit immer aggressivere Akquise-Methoden bekriegen." (PS: der aggressivere-Fehler war im Original-Bericht;-) Was soll ich sagen: siehe "Deutsch für Runaways")
So viel zum Thema: warum sollte ich keine persönlichen Daten ins Internet stellen? Sind Sie Mitglied bei MySpace? Haben Sie im Profil Ihr Alter, Ihre Hobbies, die Anzahl Ihrer Kinder angegeben? Lustigerweise haben wir in Deutschland ein gutes Gefühl, wenn auf einer Seite bei einer Anmeldung auf die "Datenschutzbestimmungen" verwiesen wird. Meine Daten werden also geschützt? Na, ist doch super. Da brauche ich ja nicht tiefer nachzugraben, es gibt jemand, der sich darum kümmert.
Nehmen wir die Datenschutzbestimmungen mal auseinander:
"Darüber hinaus erfasst MySpace.com weitere Profildaten, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf: persönliche Interessen, Geschlecht, Alter, Ausbildung und Beruf."
Um Mr. Monk zu zitieren: der für mich absolut wichtigste Teil dieser Aussage ist "...nicht beschränkt auf...". Der ganze Satz ist nur eine Verharmlosung folgenden Satzes:
"Darüber hinaus erfassen wir alle Daten und Informationen, die überhaupt denkbar sind, einschließlich Blog-, Mail- und Fotoauswertung sowie der Analyse deines Surfverhaltens und aller jemals von dir verwendeten Mail-Adressen."
Und weiter geht's:
"Um die Suche nach Freunden und Bekannten zu erleichtern, ermöglicht der MySpace.com-Service Benutzern die Suche von Mitgliedern anhand ihres Vor- und Nachnamens, ihrer E-Mail-Adresse sowie von Schulen und/oder Firmen, die sie besucht bzw. bei denen sie gearbeitet haben."
Der Satz ist ebenfalls so gestrickt, dass der Leser über beruhigende Worte wie "Freunde und Bekannte" eingelullt wird. Ersetzen wir das mal durch etwas knackigeres:
"Um die Suche nach jedem beliebigen Menschen, einschließlich deinen Freunden oder Feinden oder dir selbst, zu erleichtern, ermöglicht der MySpace.com-Service Benutzern die Suche von Mitgliedern anhand jedes beliebigen Schlüsselwortes, das dir für deine Suche geeignet erscheint."
Was passiert aber jetzt mit meinen Daten?
"Auf diese Weise können die Werbeträger Informationen darüber sammeln, wo du oder andere Benutzer deines Computers ihre Werbung gesehen haben und feststellen, auf welche Werbung geklickt wurde. Anhand dieser Informationen können sie dir gezielt Werbung präsentieren, die ihrer Meinung nach für dich von Interesse sein könnte."
Die können mir dann gezielt Werbung zusenden. Das ist cool. Wenn ich mich also für Fotoapparate interessiere, bekomme ich dazu Angebote. Her damit. Lassen Sie mich das anders formulieren:
"Anhand dieser Informationen steigert sich der Wert deiner Webadresse um ein hundertfaches und MySpace kann damit mächtig Kohle verdienen. Außerdem wirst du Spam-Mails bekommen, die du von guten Angeboten nicht mehr unterscheiden kannst, weil der Spam direkt auf dich zugeschnitten wird."
Diese Bedingungen sind natürlich nicht auf MySpace begrenzt. Ähnliche Sätze finden sich auf praktisch allen Anmeldeseiten. Es spricht nichts dagegen, sich bei Diensten wie MySpace, Google oder Flickr anzumelden. Wenn Sie dabei eine Wegwerf-Mailadresse und anonyme Daten verwenden, haben Sie damit kaum Probleme. Sobald Sie allerdings weitere persönliche Daten über sich freigeben, kann Ihnen beim nächsten Bewerbungsgespräch durchaus mal einer Ihrer Chat-Einträge um die Ohren flattern. Darüber sollten Sie sich im Klaren sein.
Gruß Alex L.
Trash
Der Trailer beantwortet diese Frage zwar nicht, aber er gibt Ihnen eine ungefähre Vorstellung davon, was Sie erwartet. Eine kleine Warnung: Die Geschichte ist noch viel brutaler als angedeutet und die Story noch viel birnenweicher als aufgrund des Trailers zu vermuten ist. Kurz: Der Film ist absoluter und totaler Trash. Aber Trash der guten Sorte. Mr Doorman hat für sämtliche Vorstellungen der nächsten zwei Wochen Tickets reserviert. Ich werde mich ihm zwischendurch anschliessen.
PS: Der Soundtrack ist eine Ohrenweide.
Hier geht's zum Trailer: Shoot 'Em Up
Viel Vergnügen.
Ihre Frau Z.
Deutsch für Runaways

Kann mir das bitte mal jemand erklären? Wurde der Geiselgangster statt mit Handschellen jetzt mit Lösegeld abgeführt? Oder wurde das Lösegeld gleich mit verhaftet? Und was soll ich mir unter einem "Früheren Geiselgangster" vorstellen? Man spricht ja auch nicht von "ehemaligen Mördern und Bankräubern", oder doch? Ist er jetzt kein Gangster mehr, nur weil die Geiselnahme vorbei ist?
Der Text unter der Überschrift klärt natürlich über den Sachverhalt auf. Aber der Aufreißer zu diesem Artikel hat maximal BILD-Niveau.
Gruß Alex
Wie Mr Lightbringer zu seinem Märchen kam ... oder so ...
Jetzt gibt es für Autoren endlich die Möglichkeit einer ähnlichen Erfahrung. Überzeugen Sie sich selbst:
Wie ein Autor unter gütiger Mithilfe zu (s)einer Geschichte kommt
Vielleicht verstehen Sie dann auch Mr Lightbringers Märchen (siehe vorherigen Eintrag) etwas besser.
Ihre Frau Z.
Das kürzeste und wunderbarste Märchen der Welt
„Willst du mich heiraten?“
Und sie antwortete „NEIN!!!“
Und der Print lebte viele Jahre glücklich und ging angeln und jagen und hing jeden Tag mit seinen Freunden herum und trank viel Bier und betrank sich so oft er wollte, spielte Golf, ließ seine Jacke auf der Stuhllehne im Esszimmer hängen und hatte Sex mit Dirnen und Nachbarinnen und Freundinnen und furzte nach Herzenslust und sang und rülpste und kratzte sich ausgiebig am Sack.
Ende
Ingenieurskunst

Sobald ein Besucher an die Treppe am Westende des Zappadong-Gebäudes herantritt, fährt das Gebäude in den Boden, der Besucher betritt das Dach und das Gebäude fährt wieder hoch. Genial, oder?
Ich bitte die Bewohner des Gebäudes nur darum, während des Versenkungsvorgangs NICHT den Kopf aus dem Fenster zu strecken.
Gruß Alex L.
EILMELDUNG
Gruß Alex L.
Der schwierige Weg zur Dachterrasse
denke aber, dass das nicht ohne grössere (menschliche) Verluste durchzuführen wäre.
Vielleicht könnten Sie uns Ihren Versenk-Vorschlag etwas näher erläutern. Bitte lassen Sie es mich frühzeitig wissen, falls wir Fronarbeiter benötigen. Ich glaube, in Svetlanas Verwandtschaft könnten wir fündig werden, allerdings müssten wir dann erst einmal den Vodka-Vorrat aufstocken.
A propos aufstocken: Frau Rösli, es befinden sich 82 kg Schokolade im Panikraum. Ich hoffe, das reicht.
Ihre
Frau Z.
Wählt Hilde ...
Hildegard Fässler sagt zu nebenstehendem Plakat
:"Ich finde es daneben und sage das auch öffentlich.
Ich distanziere mich, wo ich Gelegenheit dazu habe."
Hilde wohnt eigentlich gleich um die Ecke des Zappadong-Gebäudes und früher haben wir zusammen Politik gemacht (verraten Sie das bloss nicht Mr Doorman). Sie ist SP-Nationalrätin geworden, war eine Weile lang - sehr gute - Fraktionschefin und setzt sich fadengerade für das ein, was ihr wichtig und richtig ist.
Wir sollten sie einmal zum Kaffee einladen. Ihren Webmaster auch. Der hat das mit dem Gästebuch nämlich noch nicht ganz im Griff.
Evtl. könnten wir eine kleine Gartenparty auf unserer Dachterrasse veranstalten. Mr Lightbringer, wie ging das noch gleich mit dem kurzzeitigen Versenken des Gebäudes?
Ihre Frau Z.
Die Welt aus der Sicht Amerikas
The World according to America
Ihre Frau Z.
Schnelle Schnitte oder die Bedeutung des Wortes ABER
Genau so, wie es für Jason Bourne und seine Gegner kein ABER gibt, scheint es in der leidigen Plakatsache nur ABERs zu geben.
Frau Barbara Marty Kälin hat einen neuen Blogeintrag gestartet auf der SP Schweiz Webseite, in dem sie sich sich eine ernsthafte Diskussion über die Gefahren von KKWs wünscht (da ja bekanntlicherweise im ersten Eintrag eine Welle der Empörung über die SP hereingebrochen ist und deshalb nicht über Inhalt, sondern über Form geredet wurde; mindestens von Seite der Empörten).
Zurück zu Frau Barbara Marty Kälin. Sie hat zwar "das Plakat scharf kritisiert", ABER "es hat endlich bewirkt, dass man die Gefahren der Atomkraft zur Kenntnis nimmt".
Was eigentlich nichts anderes heisst, als "der Zweck heiligt jedes Mittel." Eine ähnliche solche Rückmeldung habe ich auch privat von einer der Kandidatinnen bekommen.
Nun, wenn ich mir die Rückmeldungen zu Frau Barbara Mary Kälins Eintrag so ansehe, geht es immer noch hauptsächlich um Form und nicht Inhalt.
Ehrlich gesagt, da ist mir Jason Bourne schon fast lieber. Der hält sich nicht mit einem ABER auf, der schlägt einfach zu. Das ist wenigstens konsequent.
Wenn Sie jetzt noch wissen möchten, ob ich "Das Bourne Ultimatum" empfehle, dann sage ich - in Übereinstimmung mit Mr Doorman - JA (ohne Aber). Herr Zappadong und Sohn Zappadong raten ab (ohne ABER).
PS: Und das meint der Filmblog: hier klicken
Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen
Frau Z.
Was herauskommt, wenn sich Frau Zappadong grün und blau ärgert
Nun, die Bilanz ist - wie Sie sich sicher denken können - mehr als nur ernüchternd und spricht eigentlich für sich (ich hätte also meine Zeit sinnvoller verbringen können; aber glauben Sie mir, ich war nie blauäugig genug zu glauben, dass ich auch nur einen Millimeter irgendwohin komme - es gibt nur einfach Dinge, die gesagt werden müssen, weil man sonst an ihnen erstickt.)
Geschrieben habe ich:
- Hans Jürg Fehr, Parteipräsident SP => keine Reaktion
- Kathrin Hilber, Ständeratskandidatin meines Kantons => Stellungnahme (siehe weiter unten)
- Hildegard Fässler, Nationalrätin aus meinem Bezirk => Eintrag ins Gästebuch, der nie erschienen ist; wohl weil der Webmaster schläft
- der SP meines Bezirks mit der Bitte um eine Stellungnahme der drei lokalen KandidatInnen => keine Antwort (Nachtrag: Ludwig Altenburger hat sich gemeldet)
- im Blog der SP Schweiz => Antwort (siehe weiter unten)
Zu den Stellungnahmen:
Kathrin Hilber, Ständeratskandidatin:
Ich gebe zu, dass ich Bilder von Zerstörung, Angriff und Kampf nicht mag. Das Bild zum Thema “Atomkraft” der SPS gehört dazu. Trotzdem müssen die Menschen, die sich für die Atomkraft aussprechen wissen, dass es auch den absoluten Supergau zu berücksichtigen gilt. Das kommt in diesem Plakat ungeschönt zum Ausdruck. Das Plakat rüttelt in seiner eigenen Sprache auf und bringt die Gefahr auf den Punkt. Auf dem heutigen Spaziergang habe ich mir überlegt, wie anders ich diesen Gau dargestellt hätte. Ich weiss es nicht. Also: Freude habe ich an diesem Plakat nicht. Die Menschen müssen aber vor einer Entscheidung mit dem Negativen konfontiert werden….so schmerzlich das ist.
Nachzulesen auf Kathrin Hilbers Blog Blitzlichter
Während also Frau Hilber so halbwegs unglücklich mit dem Plakat ist, hat Nicolas Galladé von der SP Schweiz in seiner Stellungnahme nach mehr als 170 negativen Einträgen sich nur dazu bequemt, dem bloggenden Volk eine vor Arroganz und Ignoranz strotzende Antwort hinzuwerfen. Hier Auszüge aus seiner Antwort (die ganze Antwort gibt es hier - unter dem Eintrag vom 11.09.2007, 12.44 Uhr):
Über ein provokatives Sujet wie das AKW-Plakat (dazu nachher noch mehr) kann man durchaus diskutieren, es aber auf eine Ebene zu stellen, mit Plakaten, die gezielt gegen Minderheiten, Randgruppen etc. hetzen und für Gewaltvideos Jugendliche missbraucht, halte ich doch für bemerkenswert, nehme das aber so zur Kenntnis.
An all jene, die jetzt doch lieber Mitteparteien wählen. Gern geschehen für den plakativen Vorwand, doch nicht konsequent gegen Atomkraft zu wählen.
Die Behauptung, mit dem SP-Plakat würden wir die Opfer von 9/11 instrumentalisieren, kann ich nicht nachvollziehen, wer aus dem SP-Plakat islamfeindliches herausliest, sagt wohl mehr über sich selber aus.
Nachzulesen unter dem SP Schweiz Blog Campa07
Ich lese aus dieser Antwort in etwa das heraus: Okay, ihr Idioten, ihr habt nicht verstanden, worum es geht, und schuld an diesem Umstand seid sowieso ihr.
Meine Konsequenzen habe ich gezogen. Ich weiss, wer meine Stimmen nicht bekommt im Oktober.
So, liebe Zappadong-Besucher, dieses bisschen Politik musste einfach sein. Wie gesagt, in ganz seltenen Fällen "lupft" es der Frau Zappdong den Hut. Das war so einer.
Trotzdem friedliche Grüsse
Ihre Frau Z.
Forschungsbericht
Zu Beginn stellte sich natürlich die Frage, welches Material, welche Bauart und welcher Antrieb für Katapulte momentan benutzt werden. Bei meiner europaweiten Suche nach einsatzbereiten Wurfanlagen traf ich auf die unterschiedlichsten Lösungsmöglichkeiten.
Die interessanteste Anwendung ist eine Vorrichtung, die per Fernsteuerung Getränke aus dem Kühlschrank in die Hand des Benutzers schleudert, zu sehen hier. Leider haben wir im Zappadong-Garten keinen Kühlschrank, darum kommt so was leider nicht in Frage.
Bei einem spanischen Bauern, der zu meiner Begrüßung gleich ein Schaf schlachtete, fand ich hinter einem Stall ein altes Trebuchet (hier ein Archivbild) aus dem Mittelalter. Nach ein paar Gläsern Rotwein, Lammbraten und einigen Stunden Diskussion führten wir mit dem Teil ein paar Versuche durch. Wir begannen mit etwa kopfgroßen Steinen und schleuderten diese erfolgreich durch die spanische Pampa. Anschließend sollte das natürlich auch an etwas realistischerem getestet werden. Nach einigen weiteren Gläsern mit Rotwein und selbstgebranntem Feigenschnaps spannten wir ein halbes Schaf (aus der vorherigen Schlachtungsaktion) auf das Katapult. Das Ergebnis war - interessant. Der Kadaver flog locker dreißig Meter hoch und hundertzwanzig Meter weit. Allerdings war das Schaf hinterher nicht mehr identifizierbar, da es am Boden zerschellt war (als der Bauer das sah, schlug er mit einem irren Funkeln in den Augen vor, das gleiche mit seiner Ehefrau zu probieren. Ich wies ihn darauf hin, dass das nach der Genfer Konvention als biologische Kriegsführung verboten wäre, und brachte ihn erfolgreich von diesem Gedanken ab). Der Versuch mit dem Trebuchet kann als gescheitert betrachtet werden.
Da bei einem Katapult die Reichweite auch mit dem Gewicht des geschleuderten Gegenstandes variiert, kommt ein weiteres Problem dazu: der Benutzer des Katapult-Liftes müsste sein Gewicht angeben. Da nun aber Männer kaum jemals ihr Gewicht genau wissen und Frauen zwar ihres grammgenau angeben könnten, dies aber grundsätzlich um mindestens fünfzehn Prozent nach unten korrigieren, wird so eine Eingabe zum reinen Glücksspiel. Bei Falscheingabe klatscht der Benutzer gegen die Mauer des Zappadong-Gebäudes oder er fliegt darüber hinweg. Beides empfinde ich als suboptimal.
Trotz aller Anstrengungen kann ich also leider noch mit keinem Transportmittel auf die Dachterrasse dienen. Ich forsche weiter.
Gruß Alex L.
PS: Frau Zappadong, der spanische Bauer hat am nächsten Tag ziemlich gejammert, da sein letztes Schaf jetzt nur noch als Gulasch gut ist. Ich hab ihn damit getröstet, dass ich das auf Spesen abrechnen kann. Die Spesenabrechnung habe ich ihnen per Mail zugeleitet.
Gruselkabinett oder Was den Rechten recht ist, ist den Linken billig, Teil 2
Bei der Suche geholfen hat mir der Blog von Manfred Messmer.

Morgen berichte ich Ihnen dann, wie es mir auf der Suche nach Stellungnahmen ergangen ist.
Für Politikmüde / Politikinteressierte: Sobald Herr Lightbringer zurück ist, können wir wieder über die Dachterrasse sprechen. Mr Doorman und mir gefällt das Wühlen im Dreck - was wir finden gefällt uns weniger.
Ihre
Frau Z.
Heart of Darkness - Die Schäfchen sind in England angekommen

Unsere Schäfchen grasen nicht länger nur auf Schweizer Weiden. Die englische Zeitung "The Independent" hat sich ihrer angenommen. Mehr dazu gibt es hier.
Ich mag mir gar nicht ausdenken, was passiert, wenn die Engländer auf noch unser Atomkraftwerkplakat stossen.
PS: Von den fünf SP-Politikern, die ich per Mail kontaktiert und um eine Stellungnahme zum Atomkraftwerkplakat gebeten habe, ist noch keine Antwort gekommen. Vier davon wollen von mir (und einem Haufen anderer Leute) in einem guten Monat gewählt werden. Aber seien wir nicht zu voreilig - was nicht ist, kann ja noch werden.
Frau Z.
Was den Rechten recht ist, ist den Linken billig
I ain't gonna die no more
Kennen Sie das Gefühl, dass Ihnen eine Liedzeile tage-, ja wochenlang nachläuft, durch Ihre Gehirnwindungen geistert, die Denkkanäle vollstopft uws. ? Wenn nicht: Gratuliere. Falls doch: Seien Sie herzlich geherzt, liebe Mitleidensgenossinen und Mitleidensgenossen.
Nun, so eine Zeile würde ich heute gerne an irgendeinen Freiwilligen / eine Freiwillige weitergeben. Nicht, dass es eine schlechte wäre, im Gegenteil, ich liebe sie (genau so wie den Song, der dazugehört; Sie können gerne raten, von wem er ist ...), aber langsam wird es mir etwas zu viel.
Abzugeben hätte folgenden Hirnwurm:
I DON'T WANNA DIE FOR A WOMAN LIKE YOU NO MORE.
I HAD IT ALL BEFORE, I WILL TAKE IT NO MORE,
GOTTA STOP THIS CHEAT N'HIDE
Freiwillige melden sich bitte in der Kommentarliste. Ich wäre evtl. zu einem Tauschhandel bereit, winke aber vorsorglich schon ab für den Schni-Schna-Schnappi-Song und "Last Christmas".
Frau Z.
Let's look at the bright side of life
Mr Doorman schielt nicht mehr.
Mr Lightbringer ist auf seiner weltweiten Suche nach einem geeigneten Katapult (Stichwort Dachterrasse) in sonnigen Gefielden angelangt. Ich gestehe, ich bin ein bisschen neidisch.
Svetlana (das lederne Etwas) hat das Zappadong-Gebäude auf Hochglanz poliert. Achtung, Rutschgefahr!
Im Panikraum haben Mr Doorman und ich die Wände mit diesen herrlichen, wandumspannenden Südseeinseltapeten aus dem vergangenen Jahrhundert tapeziert. Wenn Ihnen also nach Ferien zumute ist und Sie gerade etwas knapp bei Kasse sind, legen Sie sich doch einfach ein Stündchen in unseren Panikraum (Mr Doorman und ich haben auch an das künstliche Wellenrauschen gedacht und eine entsprechende CD erworben).
In den USA stolpern die Republikaner gleich reihenweise über ihre eigenen Füsse resp Moralvorstellungen, was mich irgendwie dazu verleiten lässt, zu denken, dass es doch eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt. Zu mehr Infos geht es hier.
Das Leben ist schön. Oder La vita e bella.
Ihre Frau Z.


