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Die Verschwörung der Fürsten

Nein, liebe Zappadong-Gäste, bei diesem Eintrag handelt es sich nicht um einen weiteren Geheimplan* der SVP (Schweizerischen Volkspartei). Ich möchte Ihnen heute ein Buch vorstellen:


Warum gerade dieses Buch?

Erstens hat es eine sehr nette Autorenkollegin geschrieben, zweitens ist es ein gut recherchierter historischer Krimi (keiner dieser historischen Schinken mit einer so geschnörkelten Erzählsprache, dass man sich in einem Zuckerwattelabyrinth wähnt) und drittens beeindruckt mich die Vermarktungsstrategie.

Wenn man auf die Webseite des Verlags geht, kann man im Buch blättern und sich die ersten rund 40 Seiten zu Gemüte führen. DAS nenne ich eine Leseprobe!

Zur Verlagsseite geht es hier: Susanne Eder, Die Verschwörung der Fürsten

Viel Spass beim Schmökern. Stellen Sie sicherheitshalber eine Tasse Tee / Kaffee neben sich auf den Tisch; es könnte länger dauern.

Herzliche Grüsse

Frau Z.

* Ich erwarte, dass das Wort "Geheimplan" zum Unwort des Jahres, ja des Jahrzehnts, noch besser des Jahrtausends erkoren wird.

Heute Morgen beim Zeitunglesen - oder warum die Welt Marilyn Manson braucht

Auf dem Bücherregal in der Zappadongbibliothek steht die Marilyn Manson Biographie. Womit schon einmal gesagt ist, dass ich den Mann mag.

Heute Morgen beim Zeitunglesen stiess ich auf einen Artikel über sein bevorstehendes Konzert in Zürich (letztes Mal, als er hier war, musste er bei der Polizei antreten). Er beginnt mit einem Alice Cooper Zitat: "Welcome to my nightmare, I think you're gonna like it."

In diesem absolut lesenswerten Artikel (hier) wird auf ein Interview aufmerksam gemacht, das Marilyn Manson dem senkrecht aufrechten Fox TV Moderator Bill O'Reilly (ein Mann mit viel Moral und gegen alles, was links von ihm steht - was nicht wenig ist) gegeben hat. Selbstverständlich habe ich dieses Interview für Sie gesucht. Es ist eine Perle. Sehen Sie selbst:



Ihre Frau Z.

Lamas aus dem Toggenburg

Liebe Zappadong-Besucher

Weder die russische Verwandtschaft von Mr Doorman noch dessen Streik im Bügelzimmer haben so viel Aufmerksamkeit erregt wie die niedlichen Tierchen aus dem letzten Blogeintrag.

Ich habe mich fachkundig gemacht und weiss nun fast alles - ausser ob man die Laui Lamas essen kann. Bitte folgen Sie diesem Link und lernen Sie die putzigen Tierchen kennen (von denen zwei gerade zum Verkauf stehen und ich mir überlege, ob ich sowohl Tobias als auch Torino nicht für uns erwerben sollte).

Hier ist der Link: Lamafarm Chüeboden

Und hier die Startseite, wo Sie alles über kuschelweiche Bettdecken erfahren, die aus dem knuffeligen Fell der Lamas hergestellt werden: Startseite

Ihre Frau Z.

Sonntag, 18. November 2007 - (fast) ohne Worte

Zitat Mr Doorman: "Kann man die essen?"






Filmrätselstöckchen # 642

Also, eigentlich haben Johannes und Thomas den Film (Barbarella), den Yjgalla bei Thomas vorgestellt hat, vor mir erraten ... aber sie haben mir - Gentlemen, die sie sind - grosszügig das Auflösen des Rätsels überlassen. So nehme ich denn das Filmrätselstöcklein und stelle euch vor ein neues Rätsel.

Yjgalla hat den Film (Constantine) erraten. Johannes macht wahrscheinlich weiter. Die Zeit könnt ihr den Kommentaren entnehmen.

Was man alles findet, wenn man sucht

Auf der krampfhaften Suche nach Dingen, die man unbedingt wiederfinden will und muss, findet man leider häufig nicht unbedingt das Gesuchte - dafür aber sonst ganz andere interessante Dinge.

So suche ich seit fast einer Woche einen Verschlüsselungscode für das Internet (Sohn Zappadong hat einen neuen Computer und ginge gerne wieder online), das Personalblatt einer Angestellten, ein aufmerksames Auge (Mr Lightbringer meint, das brauche ich jetzt) und eine ordnende weibliche Hand (Ich denke, Frau Rösli könnte recht haben, wenn sie meint, so eine wäre im Moment angebracht).

Die schlechten Nachrichten: Ich suche das alles immer noch. Nichts davon habe ich gefunden, was mich nicht unbedingt glücklich macht.

Dafür habe ich ein paar Dinge entdeckt, die mir sehr nützlich sind - aber auch zwei absolut unnützliche, die ich Ihnen auf keinen Fall vorenthalten will, denn es sind oft die unnützlichen Dinge im Leben, welche uns auf irgendeine Art berühren oder glücklich machen.

Die von mir aufgespürten unnützen Dinge haben beide mit Musik zu tun. Keine Angst, es ist weder der Alphornsound von Frau Rösli noch eine Trommelorgie meinerseits. Beide haben aber mit Musik zu tun - lassen Sie sich überraschen. Und bitte, schenken Sie beiden Unnützlichkeiten mindestens zwei bis drei Minuten.

Da wäre einmal diese uralte Schweizer Volkslied in einer absolut interessanten Version. Leider klappt bei mir der Plugin zur Zeit nicht, weshalb ich Sie auf einen Blogeintrag verweise, an dessen Ende Sie es selbst versuchen können: Bodeständigi Choscht

Und ein Clip, zu dem sich jeder Kommentar erübrigt, ausser der, dass mir tatsächlich die Tränen in den Augen standen - nicht unbedingt wegen der Musik ... aber sehen Sie selbst:



Ihre Frau Z (die immer noch sucht)

Bericht des Hausmeisters

ich habe mit Svetlana gesprochen. Na ja, nicht direkt, also so eher mit Herrn Doorman, der dann mit Svetlana... Sie wissen, was ich meine.

Das Fazit ist: sie ist der Meinung, wenn hier im Gebäude schon Zustände herrschen wie in Kasachstan (Tiere in der Wohnung, überall liegen Waffen rum, dunkle Männer hantieren mit Sprengstoff, Schnaps an jeder Ecke), sollte sich auch das allgemeine Aussehen der Räumlichkeiten daran anpassen. Sie hat das anders ausgedrückt, so auf die Art "Wenn hier schon jeder säuft und rumballert und den ganzen Tag mit Schokolade in der Hand rumhängt, sollen wir uns die Alkohol- und Schokoflecken doch selber vom Boden wegputzen". Ich konnte sie gerade noch davon abhalten, mir den Schtschi-Topf nachzuwerfen. Ich gehe nicht mehr in den Heizungskeller, das kann ich Ihnen sagen.

Damit dürfte auch Ihre zweite Frage beantwortet sein. Es stinkt nach Geißenmist, weil diese nichts besseres zu tun haben, als gutes Futter in Sch... zu verwandeln.

Zum Konzert kann ich nichts sagen. Trotz der eindeutigen (und etwas aufdringlichen) Forderungen von Frau Deralp kann ich an einem Konzert nur als grölender Zuschauer teilnehmen, aber niemals als aktives Mitglied. Das ist ein Naturgesetz. Tut mir leid.

Sie sollten auch Ihren Sinn für die Realität wiederfinden: Schnee ist Teil dieser Jahreszeit. Freuen Sie sich, dass er da ist. Wenn Sie sich nicht freuen, ändert das nichts, glauben Sie mir.

Noch eine schlechte Nachricht (Sie sollten sich setzen): Nougat ist aus. Dafür habe ich noch ein paar Tafeln mit Champagnertrüffel-Geschmack gefunden. Vielleicht hilft Ihnen das weiter.

Was Mr. Doorman betrifft: ich denke, er hat in Frau Deralp jemanden gefunden, mit dem er seine dunkle Seite voll ausleben kann. Die Kombination aus den beiden entwickelt sich schön langsam zu einem Abrissunternehmen, habe ich den Eindruck. Sie sollten da ein aufmerksames Auge drauf haben!

Gruß Alex L.

Aktion Licht ins Dunkel

Ich fürchte, ich habe den Überblick über das Geschehen verloren und brauche für mich eine ganz persönliche Aktion Licht ins Dunkel. Keine Bange, ich habe dabei nicht ihren Geldbeutel im Visier, sondern Ihr Gehirn resp. Informationen, die in Ihrem Gehirn gelagert und auch abrufbar sind.

Konkret wäre ich froh, wenn mir jemand sagen könnte:

1. Warum das Zappadong-Gebäude nicht gereinigt ist. Hatten wir da nicht so ein ledernes Etwas? Kann es sein, dass Svetlana frühzeitig zu einem Weihnachtsferienaufenthalt in ihrer Heimat abgereist ist? Falls ja, wer macht jetzt ihre Arbeit?

2. Warum es im ganzen Haus nach Geissenmist stinkt (und in diesem Zusammenhang die Frage, wo denn im Moment Frau Röslis Geissen untergebracht sind).

3. Wie weit die Proben für unser Konzert fortgeschritten sind. Ich für meinen Teil habe im Panikraum fleissig getrommelt.

4. Ob draussen noch Schnee liegt (ich traue mich nicht nachzusehen - ich könnte mich zu sehr erschrecken).

5. Ob es noch ein wenig dieser delikaten Nougatschokoklade hat.

6. Warum Mr Doorman mit dem Grinsen einer zufriedenen Katze auf dem Gesicht herumläuft.

Da ist man einmal ein paar Tage nicht abkömmlich, und dann herrscht Chaos pur. Dabei hilft es auch nicht, dass heute Morgen das Telefon geklingelt hat und jemand in einer fremden Sprache, die mir sehr nach Russisch klang, ganz viele Wörter durch die Leitung an mein Ohr geblabbert hat. Keine Ahnung, was der Mann wollte, aber irgendwie schwant mir, dass er zu Mr Doormans Verwandtschaft gehört.

Oh je.

Ihre Frau Z.

Filmrätselstöckchen # 620

Mir ist das Leben dazwischengekommen. Mit einiger Verspätung geht es um 19.15 Uhr weiter.

Johannes hat den Film erraten ("Point Break") und macht entweder gaaaanz spät heute Nacht weiter oder sonst morgen. Guckt doch einfach ab und zu bei ihm vorbei - oder schaut unten in den Kommentaren nach.

Filmrätsel oder kein Filmrätsel - Novemberblues

Seit heute Mittag passe ich wieder durch die Panikraumtür - ich habe mich auch promt an meinen Computer geschlichen und still und leise beim Filmrätselstöckchen mitgemacht. Weil es niemand aufhob, habe ich danach gegriffen ... und weiss nun nicht, ob jemand sich hierher verirrt und miträtseln will. Also:

Ist jemand hier und möchte rätseln? Bitte schnell im Kommentar vermelden, dann stelle ich ein Rätsel ein, ansonsten darf gerne Marielen weitermachen - sobald sie eingekauft, gekocht und gegessen hat.

Und wenn ich schon hier bin: Mr Lightbringer, welch ein Novemberblues! Darf ich Ihnen ein paar Pralinen anbieten? Oder sollen wir gemeinsam die Geissen einfangen - jetzt, wo der Sturm den halben Geissenstall weggefegt hat? Sind sie überhaupt noch hier oder haben sie bei der SVP ein Asylgesuch eingereicht? Und Frau Rösli, haben Sie Ihren Alphornsound zu "Highway to Hell" mehr oder weniger im Griff. Es könnte nämlich bald ernst werden ...

Ihre Frau Z.

Herbstlaub

Rasend schnell naht die Zeit der Stille. Alles ist draußen eingepackt in eine weiße Hülle aus Samt. Geräusche werden wie durch Watte gefiltert, das Licht kehrt in die Welt zurück durch die Reflektionen des weißen Tuches aus Eiskristallen.

Davor hat Gott aber den Herbst gepackt. Grau in grau; windig; matschig; dunkel; der Herbst ist wirklich die depressivste Jahreszeit. Und die Blätter! Im Zappadong-Garten haben wir eine Ecke, in der sich der Wind fängt. Diese Ecke füllt sich regelmäßig mit dem biologischen Abfall. Eiche, Buche, Haselnuss, Ahorn, alle werfen ihren Ausschuss in diese Ecke. An windigen Tagen stapelt sich da das Laub bis zu einem halben Meter hoch. Ich frage mich, wo das Zeug herkommt. Wir haben keine Bäume im Zappadong-Garten.

Als Hausmeister sind Blätter natürlich Teil meiner Stellenbeschreibung. Ich schnappe mir morgens den Laubsauger, werfe ihn an. Das Brummen des Motors verschafft mir innere Seelenruhe. Ich lasse den Motor ein paar mal kurz aufheulen. Schließlich sollen die Blätter wissen, dass jetzt ihr letztes Stündlein geschlagen hat. Einige der Ahorn-Blätter zittern bereits, ich vermute, vor Angst.

Ich stecke den Rüssel des Laubsaugers in den Blätterhaufen, drücke das Gaspedal, und mit einem saugenden Geräusch füllt sich der Auffangsack. Ich leere den Sack auf den Komposthaufen, gehe wieder zu den Blättern, die gleiche Prozedur. Und nochmal. Wer zum Teufel hat diesen kleinen Sack zu dieser sch(*zensiert*) Maschine geplant? Da bringe ich ja in einen Eimer mehr Blätter rein! Nach sechsmaligem Ausleeren ist die Ecke trotz aller Fehlplanungen völlig blätterfrei, der Komposthaufen hat um geschätzte zehn Kubikmeter zugenommen.

Nach dieser befriedigenden Arbeit (schließlich sieht man ja, was man getan hat), rufen mich andere Arbeiten im Zappadong-Gebäude. Der Sturm hat ein Fenster aufgerissen, das wieder eingehängt werden muss. Auf der Dachterrasse bringe ich die Liegen in die Abstellkammer. So Sachen eben. Als ich meinen Abendrundgang mache, um noch mal alles zu überprüfen, gehe ich auch in den Garten. Und was sehe ich? In der berühmten Ecke liegen die Blätter wieder genauso dort wie heute morgen.

Durch den noch sehr heftigen Wind kann ich auch sehen, woher die Blätter kommen: der Komposthaufen ist wie leergefegt...

Gruß Alex L.

Ilsebill salzte nach

Ein Gremium aus renomierten Schriftgelehrten hat den oben genannten Satz zum schönsten Satz gekürt, der je die Ehre hatte, einem deutschen Roman vorangestellt zu werden. Und tatsächlich hat "Ilsebill salzte nach" das Zeug dazu, einen unvoreingenommenen Leser in den Strudel der Verzweiflung zu stürzen. Die schiere Menge an Fragen und Implikationen, die dieser Satz aufstößt, lässt mich sofort mit bebenden Lippen an den weiteren Worten des Autors hängen. Wer ist Ilsebill? Wer hat da gekocht? Ist derjenige beleidigt, wenn sie nachsalzt? Wird diese Ehe noch lange halten? Wer ist Karl Ranseier? Warum wurde Kennedy erschossen?

Nachzulesen ist das Ganze hier.

Man sollte das Leben nicht so ernst nehmen.

Gruß Alex L.

Hier spricht Mr Doorman

Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Frau Zappadong im Panikraum feststeckt. Sie hat 46 Tafeln Schokolade gegessen und passt nun nicht mehr durch die Tür. Ich habe ihr ein stricktes Fitnessprogramm verordnet und hoffe, sie wird sich bald einmal - wenn nicht hüpfend wie ein junges Reh, dann doch keuchend wie ein in die Jahre gekommener Dinosaurier (Zitat von Frau Zappadong, mir fiele ja solcher Schwachsinn gar nicht ein)- zurück an ihren Computer schleppen.

Sie lässt Ihnen ausrichten, dass Sie sich unbedingt die neue CD von Bruce Springsteen anhören müssen. Und falls Sie etwas Geld und Zeit haben sollten: Kaufen Sie mit Ihrem Geld die DVD des Films "Transamerica" und nehmen Sie sich die Zeit, den Film mindestens fünf Mal anzuschauen. Sie können natürlich Zeit und Geld sparen und mir das Geld gleich in die Hand drücken.

Ich verrate Ihnen nicht, dass Frau Z. mir verboten hat, Russisch Roulette zu spielen und frage stattdessen, ob jemand Lust auf eine Runde hätte ...

Ach ja: Hochachtungsvoll (oder schreibt man das jetzt nicht mehr?)

Ihr Mr Doorman
Türsteher, Personal Trainer und Waffenexperte