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Der Zustand meines Zustands - ein kleiner Check

L
Liebe Frau Rösli

Es ist für den Urgrossonkel mütterlicherseits ein sehr Einfaches, Ihnen einen Laptop auszuleihen, der ihm nicht gehört (ein kleiner Tipp: raten Sie mal, warum so lange keine Antwort bei Ihnen eingetroffen ist). Aber lassen wir das. Das ist nämlich noch das kleinste Problem.

Ebenfalls als eine Kleinigkeit am Rande ist Mr Doormans Einsatz als Skilehrer von jungen, russischen (und sehr gut aussehenden) Pistenhäschen abzutun - vor allem, wenn man bedenkt, dass er pro Stunde gleich viel verdient wie Mr Putin in einem Jahr.

Etwas mehr beschäftigt mich der Umstand, dass Sie sich nebst Ihren Ziegen jetzt auch noch Lamas angeschafft haben. So sehr ich diese Viecher liebe, ich weiss einfach nicht, wohin damit. Ihre Geissen können wir zur Not in der ausgedienten Kantine unterbringen. Sie liegt ebenerdig und verfügt über einen Wintergarten, den wir gerne mit Heu, Stroh oder was auch immer auslegen können. Aber die Lamas? Die können Sie nur mitbringen, wenn Sie drei Gutachten von drei verschiedenen Experten vorweisen können, die bezeugen, dass diese zwei eigenwilligen Viechersorten zu 100 Prozent kompatibel sind. Und nein, weder Toni Brunner noch Jasmin Hutter zähle ich zu den Experten. Die können wir anfragen, wenn wir agrartechnische Subventionen beantragen oder die Russpartikelfilter aus unseren Jeeps entfernen wollen (in beiden Fällen werden wir begeisterte Unterstützung bekommen).

Am meisten aber beschäftigt mich mein Zustand. Ich halte es mit Züri West, die in ihrem Song 26 Schtung oder zwe folgende Zeilen singen: U i chume nume vorbii zum tschegga i welem Zueschtand dass mi Zueschtand chönnt sii. (Und ich komme nur vorbei um zu checken in welchem Zustand mein Zustand sein könnte). So viel zu meinem Dilemma. Nun, da ich vorbeigekommen bin, kann ich ja wieder gehen.

Ihre Frau Z
(In einem Zustand; sie weiss nur nicht in welchem)

3 Kommentare:

Henrike said...

ich finde es, das muss mal gesagt werden, sehr lieb, dass für so depperte deutsche wie mich untertitel eingeblendet werden. die hätte ich damals in basel auch gerne gehabt. belegti brötli hab ich noch verstanden. das war's dann aber auch. ein wunder, dass ich nicht verloren gegangen bin.

Alex Lightbringer said...

Junge, russische Pistenhäschen brauchen auf der Piste keine Betreuung, weil diese zwischen den Einkaufsterminen in Nobelpelzläden, Nobelschmuckgeschäften und Nobelschuhläden keine Zeit mehr zum Skifahren haben. Ich glaube viel mehr, dass Mr. D. sein Hauptaugenmerk auf die Präsentation der örtlichen Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Köstlichkeiten gerichtet hat.

Gruß Alex L.

Alex Lightbringer said...

@Henrike: Gundula (aus dem schönen Saarland) sagte bei einem Gespräch irgendetwas wie "kaze hös".

Auf meine Nachfrage hin erklärte sie mir mit einem Blick, den man normalerweise für benutzte Taschentücher und Stiefelabdrücke im Hausgang benutzt, dass das ja wohl eine kurze Hose sei. Gundula kommt aus Deutschland. Leider spricht sie nicht mit Untertiteln.

@Frau Z.: ich gebe Henrike Recht. DIe Untertitel waren hier dringend nötig. Ich habe kein Wort verstanden.

Gruß Alex L.