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Monster-Mais

Der Firma Monsanto ist es gelungen, in normalen Mais ein Gen einzupflanzen, das den Mais für Schadinsekten giftig macht und damit, könnte man sagen, resistent. In Deutschland ist der Anbau dieser Pflanze jetzt vom Bundesverbraucherschutzminister Seehofer genehmigt worden (Seehofer! Seehofer! Seehofer!).

Wie so vieles in Deutschland wird auch diese Entscheidung am Volk vorbei geprügelt, in Beschwichtigungen erstickt, mit schönen Worten verschleiert. Die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz davon. Was ist an diesem Gen-Mais so furchterregend?

Zuerst mal nichts. Der Mais wird auf Millionen Hektar in den USA angebaut, und die leben ja noch alle, oder? Auch in Südamerika (vor allem Argentinien) stehen Massen dieser Maispflanzen. Dass die Firma Monsanto ein Patent auf diesen Mais hat, ist ja normal. Schließlich haben sie den auch entwickelt, und die Kosten müssen wieder hereinkommen.

Hier beginnen die Probleme. Jeder Bauer verwendet einen Teil seiner Ernte als Saatgut für das nächste Jahr. Das geht bei MON 810 nicht ohne Lizenzzahlungen an Monsanto! Und diese Firma schreckt nicht davor zurück, Kontrolleure auszusenden, die die Bauern notfalls verklagen. Da sich der Mais auch über Pollen, Insekten und Vögel verbreitet, kann Monsanto im schlechtesten Fall auch für Felder Lizenzen verlangen, die gar nicht bewusst mit MON 810 bepflanzt wurden (einfach, weil zufällig eine andere Pflanze mit MON 810 bestäubt wurde).

Außerdem weiß niemand, welche Auswirkungen diese veränderten Pflanzen auf längere Sicht auf die Menschen haben. Ich zitiere dazu diese Seite, die es ziemlich gut zusammenfasst:


Es gibt bisher keinerlei Langzeitstudien, welche Auswirkungen der Verzehr von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln auf Mensch und Tier hat. Die meisten wissenschaftlichen Erkenntnisse stammen aus den Labors der Hersteller. Wie es um die Informationspolitik der großen Pharma-Konzerne bestellt ist, weiß man. Nichts, was die Vermarktung behindern könnte, gelangt an die Öffentlichkeit, es sei denn, durch eine Panne oder eine bewusste Indiskretion eines Einzelnen. Die wenigen Erkenntnisse anderer Wissenschaftler sind durchweg von skeptisch bis negativ zu bewerten. Tatsache ist, dass bei regelmäßigem Verzehr gentechnisch veränderter Pflanzen Fragmente der DNA im Blut nachzuweisen sind. Doch das ist nichts besonderes, denn das funktioniert bei natürlichen Pflanzen auch. Nur haben natürliche Pflanzen auch natürliche DNA, gentechnisch veränderte Pflanzen verfügen aber über "synthetische, also künstlich geschaffene Gene", wie bei MON 810 das BT-Toxin. Das Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem hat nachgewiesen, dass Nahrungs-DNA Wirkung auf unser Immunsystem haben kann. Welche Wirkung mögen synthetische DNA auf unser Immunsystem haben?



In Deutschland wurde eine Initiative gestartet, die dem Treiben der Gen-Industrie etwas Einhalt gebieten soll. Je mehr Leute sich daran beteiligen, desto wirksamer wird das Ganze. Der Aufwand für den Einzelnen ist sehr überschaubar. Die Wirkung allerdings potenziert sich auf ein Mass, das es den gewinnorientierten Firmen schwer machen wird, diesen Gewinn auch wirklich zu realisieren. Auf die Gefahr hin, wie ein Sektenprediger zu wirken:

Gentechnik geht uns alle an! Vor allem unsere Kinder!

Gruß Alex L.

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