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Was man so alles stehlen kann

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Wir tuckeln gemütlich über holpriges Land (mittlerweile Mr Doormans Heimatboden), im Radio läuft Musik, mit der sich meine Ohren nicht unbedingt anfreunden wollen, unterbrochen von einer Sprache die mich an Svetlana erinnert.

(Zwischeneinschub: Herr Lightbringer, wenn Sie mit Svetlana nicht sprechen könnnen, ZEICHNEN Sie ihr doch auf, was sie zu tun hat. Nach dem Motto: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Ende Zwischeneinschub)

Mr Doormans Lachen reisst mich aus meinen schönen Gedanken, die alle etwas mit essen zu tun haben.

"Kennen Sie den FC St.Gallen?", fragt Mr Doorman. Nun, er gluckst eher als dass er fragt.
"Kein Fussball, Mr Doorman, kein Fussball. Bitte, bitte, bitte nicht", flehe ich. "Behalten Sie den Witz lieber für sich."

Das Glucksen neben mir hört augenblicklich auf. Mr Doorman umklammert das Lenkrad und stiert auf die Schotterstrasse vor uns (eine Abkürzung, die er unbedingt nehmen wollte).

Moment mal!

"Sagten Sie eben FC St. Gallen?", frage ich.

Natürlich erhalte ich keine Antwort. Nicht, nachdem ich meinen Lieblingstürsteher (von Lieblingsfahrer kann bei solchen Strassenzuständen keine Rede sein), so vor den Kopf gestossen habe.

"Ach, kommen Sie schon!" Ich knuffe ihn in den Arm.

"Nur wenn wir danach die russische Nationalhymne singen. Und danach Jingle Bells", erklärt Mr Doorman.

Zum Glück singe ich gerne!

Und dann erzählt mir Mr Doorman die verrückte Geschichte. Haben Sie gewusst, dass man bei hellheiterem Tag einen Penaltypunkt stehlen kann (und dabei noch Zeit findet, den eigenen Diebstahl fotografisch festzuhalten)? Vom heiligen Rasen eines Nationalliga-A Clubs? Falls nicht, hier ist die verrückte Geschichte - mit Bildern:

Vom gestohlenen Penaltypunkt

So ist es, das Leben. Mr Doorman und ich singen jetzt eine Runde.

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