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Radiomusik = Pizza Margherita

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Oder so ähnlich. Mindestens, wenn es nach Martin Oesch geht, dem Programmdirektor des seit heute ostschweiz-weit sendenden "Lokalradios" FM1 - entstanden aus einer Fusion von Radio Aktuell und Radio Ri (Mr Doorman behauptet ja steif und fest, Radio Ri sei feindlich übernommen worden; ich neige dazu, dieser Verschwörungstheorie zuzustimmen).

Martin Oesch will die Musikauswahl nicht mehr den Radiomachern überlassen. Sonst könnte passieren, dass es weiterhin so bleibt, wie es früher war, wo "bei frischverliebten Moderatoren der Balladenstil höher und bei faulen das Musikprogramm alphabetisch geordnet war."

Ich hatte ja keine Ahnung, dass es mal so war. Aber selbstverständlich darf das nicht sein. Und weil man nicht einmal mehr diesen computergenierierten Einheitsmusikprogrammen traut, ist heute der Hörer Programmdirektor. Wie das funktioniert?

"FM1 testet mit regelmässigen Hörerbefragungen die Akzeptanz hunderter von Songs. Das Resultat: Je mehr Songs getestet werden, desto mehr sind darunter, die eine Mehrheit der Hörer nicht mag. Und weil bei FM1 der Hörer König ist, werden solche Songs nicht gespielt."

Was das mit einer Pizza zu tun hat? Nun:

"Fragen Sie mal den Pizzabäcker! Fragen Sie ihn, warum er Tag für Tag Pizza Margherita bäckt. "Weil die Gäste das so verlangen", wird er Ihnen antworten."

Musikalisch gesprochen bedeutet das, dass wir nun jeden Tag Pizza Margherita hören. Zum Glück kann man Sender programmieren oder eben auch aus dem persönlichen Programm streichen.

In der gleichen Broschüre, in der uns Martin Oesch das genial (einfache) Musikkonzept verrät, fragt Geschäftsleiter André Moesch, wie ich denn das neue Logo mit dem Stier finde. Darf ich ehrlich antworten: Genau gleich, wie das neue Musikprogramm - beschissen.

Ihre Frau Zappadong

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