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Kampf gegen Windmühlen

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Noch ein Fresszettel.
Sorry.
Lesetour durch die Innerschweiz und zwischendurch
Kampf gegen Windmühlen
(nein, Sie wollen die Geschichte nicht kennen)
((doch, eigentlich wollen Sie, aber ich habe gerade keine Zeit, sie aufzuschreiben))
(((ja, es ist eine grauslige Geschichte)))
((((Nein, sie hat nicht einmal eine Pointe)))).
Wenn Sie einen Humor finden, der allein unterwegs ist:
Bitte zu mir zurückschicken!
(Danke)
((Schonend anhalten; er ist Hals über Kopf geflüchtet)).
Morgen nochmals Lesetour.
Juhui.
F*** Windmühlen

Ihre Frau Zappadong

2 Kommentare:

Frederik Weitz said...

Liebe Frau Zappadong!
Das erklärt vielleicht mein folgendes skurriles Erlebnis an einer Berliner Parkanlage, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Als ich nämlich an jener besagten Parkanlage vorbei kam, es war gerade am Dämmern, da begegnete mir ein dürres Männlein mit einem langen Bart. Es blickte so irritiert und jämmerlich drein, dass ich Mitleid bekam und es fragte, wo es sein Zuhause habe. Da antwortete es mir: "Das darf ich nicht sagen, denn ich befinde mich auf der Flucht." Ich fragte, ob es ein Wirtschaftsflüchtling sei, da meckerte es: "Nein, denn das Land, aus dem ich komme, ist reich und wohlgenährt." Da fragte ich es, ob es ein Steuerflüchtling sein, da meckerte es wieder: "Nein, denn das Land, aus dem ich komme, kann sehr wohl steuern und am besten in die eigene Tasche." Da fragte ich es zum drittenmal, ob es ein Kulturflüchtling sei, da fing es ganz jämmerlich an zu schluchzen und greinte: "Jawohl, denn das Land, aus dem ich komme, ist so flach wie das EEG (Elektroenzephalogramm) der Mumie von Wilhelm Tell." Da wusste ich, dass es aus der Schweiz kommt und sagte zu ihm: "Nun, wenn du aber ein Land sehen willst, in dem die Kultur noch eine eher hügelig bis gebirgshafte Angelegenheit ist, dann empfehle ich dir, dich nach Wladiwostok zu wenden, es knapp links liegen zu lassen und dann noch einige tausend Kilometerchen weiter zu wandern, was dich ungefähr bis in das Land Thailand führt. Es wird eine mühsame Reise sein, und du wirst dem bösen Mond und der gefrässigen Sonne begegnen. Wind und Wetter und Sonne werden dich gerben. Dein Bart wird wachsen bis über deine Schuhspitzen hinaus und deine Schuhspitzen werden abgetragen sein, bevor du die Hälfte des Weges hinter dir hast. Aber es lohnt sich, denn Thailand ist nicht nur bekannt für spitztürmige Pagoden, sondern auch für zahlreiche Untiefen, die westeuropäische Urlauber dort zurücklassen, was in den letzten dreißig Jahren zu einer enormen kulturellen Verhügelung geführt hat." Da bedankte sich das Männlein bei mir, versprach sich spornstreichs auf den Weg zu machen und eilte von dannen. Im Davoneilen rief ich ihm nach, ob es ein besonderes Ereignis sei, dass ihm das Fass zum Überlaufen gebracht habe, aber er nuschelte in seiner Eile zu sehr und ich verstand nur "... dong ... dong". Nachdenklich ging ich nach Hause.
Jetzt bin ich natürlich noch nachdenklicher geworden. Frage an dich: sah dein Humor etwa folgendermaßen aus?
Etwas kleiner als einen Meter, dürr, mit langem, grauen und recht ungekämmtem Bart, trübsinnigen Augen, jammerig und einem Hang zum Nuscheln? Wenn ja, dann könnte ich tatsächlich deinen Humor getroffen haben. Er wird wohl in etwa drei bis fünf Jahren in Thailand angekommen sein. Du könntest ihn dann dort abholen. Allerdings empfehle ich dir, dir vorher einen Zweithumor zuzulegen, vielleicht einen mit knackigem Hintern und in etwa deiner Größe.
Frederik

Zappadong said...

Oh, das sieht ja ganz arg aus für mich. Fünf Jahre warten auf meinen eigenen Humor oder einen Zweithumor zutun.

Ich glaube, ich schaue mich mal bei E-Bay um, ob ich dort etwas Preiswertes finde. Oder ich stricke mir einen Zweithumor (was genau so lange dauern könnte, wie auf meinen Ersthumor zu warten).

PS: Ich habe Mr Doorman in den Kampf gegen die Windmühlen geschickt. Er hat den Esel mit zwei verdächtig schweren Säcken beladen, das Schwert gezogen und ganz laut "Ole, ole, ole!" gebrüllt. Wenn das nur mal gut rauskommt!

Frau Zappadong