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Hardcore-offlinen, Teil 3 (diese xxx Handys)

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In Teil 2 der Harcore-offlinen-Serie war auch vom Handy die Rede. Frau unkultur diagnostizierte bei mir eine gespaltene Persönlichkeit und Herr Titus fragte besorgt, ob mich mein museumsreifes Handy belaste.

Nun, gestern war ich den ganzen Tag in Lindau (wunderschön, gehen Sie da mal hin), wo ich mich am Morgen mit jemandem getroffen habe, den ich so sehr mag, dass es irgendwann kurz vor 19.00 Uhr war und wir immer noch in der gleichen Pizzeria sassen wie um 12.30 Uhr (da arbeitet übrigens einer der nettesten Kellner, die ich je getroffen habe). Das hatte zur Folge, dass mein Handy gleich zwei Mal zum Einsatz kam: Einmal, um der Zappadong-Familie mitzuteilen, dass ich nicht von einem Bodenseehai gefressen worden bin und einmal auf dem Zug! Oh, wie mich Leute nerven, die vom Zug aus telefonieren (okay, immer noch weniger als solche, die vom Supermarkt aus telefonieren "welche Milch soll ich nehmen?")!

Dass ich genau das tat, lag daran, dass ich kurz vor 19.00 Uhr ohne Zugsverbindung nach Hause am Bahnhof stand. Nachdem wir die Anzeigetafel ziemlich ungläubig angestarrt hatten, entschloss ich mich spontan, die Bahn nach Bregenz zu nehmen (von dort aus rechnete ich mir grössere Chancen aus). Die Zeit für ein Nachfragen am Schalter reichte nicht, es galt, auf die Wägelchen aufzuspringen, bevor sie ohne mich losfuhren; mein museumsreifes Handy verfügt nicht über dieselben Funktionen wie das iphone, und so musste ich Herrn Zappadong anrufen und ihn bitten, mir in Windeseile auf dem PC nachzugucken, ob und wie ich von Bregenz nach Hause komme (andernfalls wäre ich halt sitzen geblieben und nach Feldkirch gefahren, von wo aus ich schon irgendwie nach Hause gekommen wäre). Voilà! Hat geklappt. Moderner Technik und Herr Zappadong sei Dank! Allerdings dauerte die Fahrt von Lindau nach Hause (eine Kurzdistanz) mit Zwischenhalten dann 2 Stunden. Aber ich kam immerhin nach Hause.

Und so war ich gestern zum ersten Mal wirklich richtig froh, mein Museumsstück dabei zu haben.

Die andere Geschichte (jene, was passieren kann, wenn Leute auf dem Zug ihr Handy benutzen), erzähle ich Ihnen ein anderes Mal. Diese hier ist lang genug geworden. Und hat nicht einmal eine Pointe.

Ihre Frau Zappadong

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