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Unwörter

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Bei Thinkabout geht es heute um ein Unwort, das mir zum Glück noch nicht über den Weg gelaufen ist. Dann lese ich den kulturblog, stolpere über das Wort Gutmensch und ärgere mich gottvergessen. Mir fällt ein, wie kürzlich eine friedliche Gesprächsrunde am Tisch aus dem Ruder lief wegen des Wortes Familienmanagerin. In besagtem Gespräch haben wir uns dann auch noch über den Facility Manager und das Betagtenheim ausgelassen. Nicht einmal alt darf man mehr werden heutzutage. Nur noch betagt. Also, Herr Zappadong und ich wollen schlicht und einfach alt werden.

Aus reiner Neugierde: Welche Wörter würden Sie denn auf die Liste der Unwörter setzen?

Frau Zappadong (prokrastinierend)

3 Kommentare:

Thinkabout said...

Mit dem Wort Gutmensch reden Sie mir aus der Seele, Frau Zappi. Das Wort an sich - ich weiss nicht, ob es noch neutral sein könnte. Aber man muss es nur aussprechen, schon bekommt die eigene Stimme einen spöttischen Klang. Es geht irgendwie gar nicht anders.
Es gibt so Worte, die eine Gesellschaft entlarven. Ich finde, "Gutmensch" ist ein solches Wort. Es wurde erst da geboren, wo jede altruistisch-selbstlose Initiative nur noch den Flor des verlorenen, hilflosen, utopischen Idealisten verkörpert, dem nicht mehr zu helfen ist. Von da ist es nicht mehr weit zur Verunglimpfung, die daraus erwacht, dass diese Idioten von Idealisten mit ihrem selbstgerechten (jawoll!) Tun eigentlich diejenigen beleidigen, die doch nix anderes tun, als die Sachzwänge zu erkennen und das Beste für sich aus dem Leben zu machen.
Pfui Deibel. Nichts hat mich in meinem Bloggerleben so schockiert wie der Vorwurf, ein Gutmensch zu sein. Der Vorwurf. Eben!
Und damit haben wir alle den Salat.

Titus said...

Liebe Frau Zappadong

Sagt Ihnen Frau Giovanelli etwas? Wenn nicht, dann ist das gut so, denn man könnte sie zu schnell (vor)verurteilen. Sie trägt nämlich den Mädchenname Blocher und ist - die Schwester vom... Sie wissen schon.

Warum ich von ihr spreche?

Auch sie hatte etwas zum Begriff "Gutmensch" zu sagen und zwar kürzlich in einem Interview in der WoZ. Es lohnt sich, das ganze Interview zu lesen, weshalb ich den Artikel hinter meinem Namen verlinke.

Freundlich grüsst
Titus

Alex Lightbringer said...

Ein Wort, das ich wirklich nicht ausstehen kann, ist "verbringen" im Zusammenhang mit einem Ortswechsel. "Er wurde nach Guantanamo verbracht". Uäch.

Gruß Alex L.