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Mich fragt ja keiner

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Da fällt einem nicht nur der Himmel auf den Kopf, nein, da wird einem auch noch ein neuer Mitbewohner aufgedrückt. Okay, er kann bügeln und vielleicht hat er sogar Beziehungen "nach oben", aber trotzdem. Frau Rösli meint zwar, ich solle mich freuen, doch im Moment geht mir gerade der Sinn für Freude ab.

Lesen Sie selbst (wenn Sie den Kommentar 5 im vorherigen Beitrag übersehen haben):

"Sehr geehrte Frau Zappadong,

haben Sie einen Moment Zeit? Ich würde Ihnen gerne Ihren französische-Kinosaal-Gast vorstellen. Das ist Herbert. Den Namen scheint er zu mögen, jedenfalls gibt er freundliche Grunzlaute von sich, wenn man ihn damit anspricht.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, Herbert sei eine Kreuzung aus Alien und Neandertaler, auf den zweiten übrigens auch. Herbert scheint sehr froh zu sein, nicht mehr im Labor zu wohnen. Er streift gerne durch Treppenhäuser und isst am liebsten Blaubeeren mit kleingeschredderten Computerchips. Mein Versuch, ihn auf Kartoffelchips umzustellen, ist bislang gescheitert.

Es gibt zwei Gründe, weshalb ich Ihnen Herbert als Mitbewohner empfehle.
Erstens: Er bügelt leidenschaftlich gern. Bislang zwar nur kalt, weil er die Sache mit dem Stecker und der Steckdose noch nicht ganz durchschaut. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Zweitens: Ich bin ziemlich sicher, dass er gute Beziehungen nach "oben" hat. Wenn er vor meiner Alp sitzt und seine Tentakel ausfährt, lächelt er selig und vermittelt mir den Eindruck, als könne jemandem wie ihm der Himmel gar nicht auf den Kopf fallen. Wäre das tatsächlich der Fall, dann würde jemand wie Herbert die Sicherheit im und ums Zappadonggebäude wesentlich erhöhen, meinen Sie nicht auch?

Hochachtungsvoll

Ihr Rösli von Deralp

Ps: Vielleicht könnte Mr. Doorman einige neue Stuhlreihen im französischen Kinosaal anbringen? Mir ist noch nicht ganz klar, was Herbert damit gemacht hat. Aber DASS er etwas damit gemacht hat, das lässt sich nicht übersehen."

1 Kommentare:

Anonymous said...

Sehr geehrte Frau Zappadong,

keinesfalls möchte ich Ihnen einen neuen Mitbewohner aufdrücken. Ich nehme Herbert gerne mit zu mir, wenn Ihnen das lieber ist. Lassen Sie mich bitte wissen, wie Sie sich entscheiden.
Um Ihren "Sinn für Freude" zu beleben, lege ich Ihnen noch ein Päckchen Johanniskraut in den Panikraum. Vielleicht hilft es ja.

Hochachtungsvoll

Ihr Rösli von Deralp