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Vertrauensverlust oder Die Zahlen des Tages

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32

So viel Mal schnüffelte die Facts Redaktion in persönlichen Nachrichten ihrer User. Die Zahl ist nicht von mir; sie wurde von Facts bekannt ... ähm ... zugegeben, nachdem Bruder Bernhard eine wasserdichte Beweisführung vorgelegt hat.

So, so, genau 32 Mal hat man also private Post von Usern geöffent (auf einer Newsplattform, wohlverstanden, nicht in einem Forum für angehende Terroristen). Aber echt. Nur 32 Mal bei 17'000 PNs (Persönlichen Nachrichten). Ist doch nicht so schlimm, oder? Ist nur jedes 531. Posting. Kein Grund zur Sorge. Die Chance, dass Ihre Privatsphäre verletzt wird, liegt bei 0.18 Prozent. Und Sie hätte es ohnehin nicht treffen können, Sie haben ja nichts angestellt, oder ( der böse Bruder Bernhard hat schliesslich das Bild einer Dame mit rotgeschminkten Lippen verschickt; da musste man schon nachgucken) ...

Stellen Sie sich vor, Ihr Postbote würde jeden 531. Brief öffnen und lesen. So zur Kontrolle. Könnte ja sein. Aber wirklich nur, um ganz sicher zu gehen ....

6

Milliarden Franken (wie das genau mit den anderen 58 Milliarden geht, die da ebenfalls erwähnt werden, verstehe ich nicht, aber ich habe so den leisen Verdacht, dass ich sie zu den 6 Milliarden addieren sollte) buttert der Schweizer Staat in eine Bank, der die Kunden davonseckeln (= davonrennen), weil sie nach all den Lügen, masslosen Bonibezügen, goldenen Fallschirmen, grenzenlos geschönten Zukunftsprognosen ihr Vertrauen verloren haben. Aber alles seckeln nützt nichts. Jetzt haften wir mit unseren Steuergeldern. Ja, ja, ich weiss, der Bundesrat hat versprochen, dass wir NICHT mit unseren Steuergeldern bezahlen müssen, FALLS die Krise überwunden wird, die UBS wieder Gewinne schreibt und die Zukunft wieder rosiger aussieht. WAS, WENN die Krise anhält, die Bank Verluste schreibt, Pleite geht? (Mr Doorman, wir hätten unbedingt eine Portion Sand aus der Wüste mitbringen müssen!)

Da hilft alles Schönreden nichts. Weder bei Facts noch hier:



Ihre Frau Zappadong

1 Kommentare:

Zappadong said...

PS: Nach Sonderausgaben der Tagesschau und 10 vor 10 sowie der Morgenlektüre der heutigen Zeitungen verstehe ich jetzt das mit den anderen 58 Milliarden Franken (ich glaube, es ist "a bizzeli mea): Die Nationalbank kauft damit absolut wertlose Papiere.

Ich begreife zähneknirschend, dass es wohl nicht anders geht ...

Aber, verd****, das nervt gewaltig - ich sehe immer noch das süffisante Lächeln der Ebners, Mühlemans, Guts, Ospels und wie alle diese Goldgräber des Kapitalismus heissen und hiessen, vor meinem geistigen Auge und hoffe, sie haben hoffentlich wenigstens ordentlich viel privates Geld verloren beim Crash (verhungern werden sie ja deshalb nicht müssen).

Frau Zappadong