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Weil wir gerade gestern davon gesprochen haben ...

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"Verständnis für dieses Verhalten zeigte gestern ein Blogger auf dem Newsportal Ticinoonline. Das sei schon ein heikles Problem, und die Behörden müssten sich um die Privatsphäre dieser Personen kümmern. «Was soll das?», antworteten mehrere andere User. Wer ins Bordell gehe und womöglich seine Frau betrüge, habe nichts Besseres verdient."

Quelle: Printausgabe Tages Anzeiger / Onlineausgabe Tages Anzeiger.

Knapp 2700 Zeichen widmet die "seriöse" Tageszeitung dem Thema Herzinfarkte in Tessiner Bordells.

Wie sagte Herr Wälty so schön in einem Interview? "Wir werden daher niemals in Versuchung geraten, einen „Tages-Anzeiger“ zu trivialisieren."

Dem gibt es - leider - nichts hinzuzufügen.

5 Kommentare:

hosenindosen said...

öhm.. ohne deine Theorie jetzt gleich zum Einsturz bringen zu wollen. Die Geschichte war der TA-Printversion heute, wenn ich mich recht erinnere, lediglich eine "Kehrseite" wert:) Newsnetz trivialisiert die Printredaktion eher spärlich. Mehr liegt für Herrn P.W. momentan (noch) nicht drin. Auch wenn Ronnie&Co das derzeit wohl anders sehen.

Zappadong said...

Liebe Hosenindosen (interessanter Name)

Ich stelle auch an die Kehrseite minimste Minimalanforderungen (wo übrigens in letzter Zeit schon mal eine "Alte von Auto" angefahren wurde).

Um meine Theorie auf etwas solideren Boden zu stellen, ein kurzer Blick in den ersten Bund des Tagi (Printausgabe) von heute:

Headline auf Seite zwei zum Beispiel: "Der Pissior-Poet schlägt wieder zu" (okay, unter "Seitenblick"; da kann man ein Auge zudrücken)

Oder die Headline auf Seite drei: "Wir können auch ohne Blocher zuschlagen." Mittlerweile fühle ich mich leicht geprügelt, aber man kann sich mit "Originalzitat" herausreden.

Auch auf Seite drei: Als Einleitung für den Artikel "Missbrauchsopfer erhalten mehr Zeit für ihre Anzeige" darf die Schauspielerin Teri Hatcher herhalten (mit Bild).

Auf Seite vier eine weitere knackige Headline: "Araber in Akko wohnen jetzt auf Stadtkosten im Hotel." Erinnert irgendwie an die Sozialamtgeschichte in Zürich, aber hey, wir wollen ja gelesen werden, nicht wahr?

Frau Zappadong

andré said...

wenn schon, denn bitte das wirklich betrübliche: calmy-rey von iranischem parlamentspräsidenten brüskiert, so die headline heute der online-site. der grund des "eklats": der iraner habe der schweizerin nicht die hand geschüttelt -- hat irgendwer irgendwann schon mal irgendwo im traditionell-konservativ (you name it, but you know it!!) orientierten arabisch-persischen raum männlein und weiblein beim händeschütteln gesehen? hm, darf die leserschaft dieses basiswissen nicht von einem journalisten erwarten?

hosenindosen said...

Sehr geehrte Frau Dingdong

Aussagen über das Niveau einer Zeitung sind immer und ausschliesslich relativ. Auch ich habe mich über besagtes Foto von Hausfrau Hatcher gewundert (aber das ist der goldene Schuss des Layouters und nicht des Journalisten, der betreffende Blochertitel der Glücksgriff des Produzenten) - aber im Vergleich zu anderen nationalen Schweizer Zeitungen und (und das ist wesentlich wichtiger) im Vergleich zu Newsnetz, ist die Printausgabe in der Wahl der Themen und Formulierungen gerade zu ein Bollwerk der Qualität. Wie gesagt: relativ, nicht absolut.

Und zuletzt noch dies: Die Kehrseite ist traditionellerweise das Tummelfeld der Praktikanten. Wenn der Kaffee, den Ihnen, liebe Frau Pingpong, Ihr Firmen-Praktikant gebracht hat, nicht schmeckt, weil der Praktikant keine Ahnung von Kaffee hat, dann deckt sich das sicherlich auch mit Ihrer persönlichen Erwartungshaltung sowie Ihren Ansprüchen. Wer richtig Handeln will, muss zuerst wissen, was falsches Handeln bedeutet.

Mit besten Grüssen
Dose E.S.K

Anonymous said...

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