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Konsequenz

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Während ich fleissig schaufelte (kennt jemand ein Mittel gegen Blasen an den Händen?), hat mir jemand still und leise (und anonym) ein hübsches Holzbiigeli auf den Acker gestellt.

Die Freude daran hielt genau bis zum ersten Lagerfeuer. Da sass ich, mit mir und der Welt zufrieden und hielt eine Wurscht über die Glut. Gerade als ich herzhaft hineinbeissen wollte, tauchte aus dem Dunkel einer der Gemeindeväter auf.

"Setz dich", lud ich ihn ein. "Willst du auch einen Bissen?"
Umständlich liess er sich auf einer Bierkiste nieder und scharrte dann nervös mit den Füssen im Dreck herum.
"Was ist?", fragte ich. "Die Wurst ist vom Res, dem Biobauern. Kannst also ruhig zugreifen."
"Zappadong .... ähm ...", er scharrte noch ein wenig mehr. "Es ist mir grausam peinlich, aber die da oben in St. Gallen haben irgendso einen Furz losgelassen."
"Oha. Lass mich raten. Ich darf keine Biowürste braten. Nicht in der freien Natur nach 20.00 Uhr."
"Das wäre auch ein Furz", gibt er zu. "Aber es geht um etwas anderes. Du brauchst eine Baubewilligung."
"Eine Baubewilligung? Für ein Loch zu einem versenkten Gebäude?"
Er schüttelte den Kopf. "Für dein Holzbiigli."
"Für mein .... Holzbiigli????"
Er zog ein Papier aus seiner Tasche und ich glaubte, ihn "Idioten" brummen zu hören.
Dann hielt er mir das Dingens hin:

Konsequente Einhaltung von Baubewilligungen

Ich nahm ihm das Dingens aus der Hand und warf es ins Feuer. Dann setzten wir uns hin, tranken Bier und assen Biowürste.

Ihre Frau Zappadong

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