RSS Feed

Musik aus Zappadong-Hausen

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Nein! Nicht, was Sie denken ... über meine Karriere als Strassensängerin zwecks Aufmöblung des Haushaltsbudgets berichte ich Ihnen in Kürze.

VIEL wichtiger heute: Ein paar Jungs aus der Umgebung von Zappadong-Hausen haben eine neue CD. Und ich erwähne nicht ohne Stolz, dass der Gitarrist mein Gitarrenlehrer ist.

Keine Bange. Sie können beruhigt auf das untenstehende Video klicken. Bloss weil ich total unmusikalisch bin, ist mein Gitarrenlehrer noch lange keine Pfeife. Ganz im Gegenteil. Und mit dem Bruder des Sängers habe ich die Schulbank gedrückt (Ja, das ist eines dieser: Ich kenne Leute, die berühmte Leute in der Familie haben - schrecklich, nicht wahr?).

Jetzt aber los. Ich stelle vor: "The Beauty of Gemina"



Ihre Frau Zappadong

Musikalische Gurken

Bei Fefe bin ich auf den folgenden Link gestoßen, der sich mit den Machenschaften in der Musikindustrie beschäftigt:

Mit der Boeing zur party

Da wird mir gleich um einiges klarer, woher die Gurken in den aktuellen Charts stammen.

Gruß Alex L.

Perle gefunden ...

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... beim Kulturmangement-Blog heute Morgen:



Ihre Frau Zappadong

Saftladen

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Es kann passieren, dass man einen an sich gar nicht schlechten Laden zum falschen Zeitpunkt betritt - und dann wird er für einen zum Saftladen. Das ist mir mit Technorati passiert.

Bis vor einer Woche hatte ich keine Ahnung, was das überhaupt ist. Dann hat der Herr Bugsierer vom Henusode-Blog auf etwas ganz Neues, Tolles hingewiesen. Ich hab's mir angeschaut, war begeistert und habe mich registriert (nicht unbedingt zum Vorteil meiner hängigen Arbeiten).

Das mit Blogoscoop funktioniert praktisch bestens - aber damit es dies konnte, musste ich mir im Schnellverfahren ein paar Begriffe aneigenen: RSSFeed (ich bin zu blöd für so was), Authority, Ping, Ranks, Tags (oh je, oh je) ... Aber Frau Zappadong ist neugierig und so landete ich irgendwann bei Technorati (das sind die mit der Authority und einer Pingfunktion).

Vor sieben Tagen haben ich meine Blogs "geclaimt". Seit sieben Tagen "pinge" ich sie manuell (da ich das mit dem Feed glaub ich nicht so recht unter Kontrolle habe; wie gesagt, zu blöd). Seit sieben Tagen funktioniert nichts. Womit wir beim Saftladen sind. Der Fehler kann nicht an mir liegen, wie unter dem Stichwort Help / Diskussionen zahlreiche genervte Zuschriften verraten.

Ich warte geduldig und "pinge" weiter. Noch. Wahrscheinlich geht mir dann irgendwann der Schnauf aus. Weil: Ist nun wirklich nicht wichtig.

Ihre Frau Zappadong

The Dark Knight - (nicht nur) für Herrn Lightbringer

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Zur Vorinformation: Ich habe noch nie zuvor einen Batman-Film im Kino geguckt; ungefähr zwei habe ich im Fernsehen gesehen und ich gestehe, sie waren zu wenig gut, sich in mein Gedächtnis einzubrennen.

Diesmal war alles anders. Es gab zehn Gründe, warum ich den FILM unbedingt sehen wollte:

1. - 9. : Heath Ledger (Ja, ich habe den Kerl gemocht, auch wenn ich ihn nicht gekannt habe, und ja, ich war traurig, als er gestorben ist, und ja, ich bin wütend, dass er tot ist).
10. Alle sprachen davon, wie düster der Film ist. Ich LIEBE düstere Filme.

So sass ich also gestern im Kino und harrte der Dinge, die da auf mich zukommen würden. Was dann über mich hinwegrollte war:

1. Ein absolut und total grandioser Heath Ledger (ich bin WIRKICH wütend, dass er tot ist!)
2. Ein grandios und perfekt besetzter Film (z. Bsp. Michael Caine in einer herrlichen Rolle, genau wie Morgan Freeman. Witzigerweise fand ich den Typen, der Batman spielt, fast am schwächsten von allen.)
3. Eine gute Story (mit viel Witz in der ersten Hälfte und einem herrlich amoralischen Joker - was für ein Charakter!!!)
4. Gut gefilmt, gut vertont, gut gemacht (SO müssen Comics verfilmt werden).
5. Das erste nicht absolt bescheuerte Kostüm eines Superhelden (wenn ich da an Ben Afflek denke, der in "Daredevil" in einem total peinlichen Gewand die Bösen jagen musste - nicht zum hingucken).

Wenn ich einen negativen Punkt suchen müsste: In der zweiten Hälfte zieht es sich eine Weile durch ein paar sehr geschraubte Plotwendungen.

Herr Lightbringer: Möge der Film Oscars absahnen! Und der für die beste Nebenrolle gehört Heath Ledger. Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht viel anderes berichten kann als das, was Sie schon gehört haben. Der Film ist einfach gut. Punkt.

Frau Zappadong

Pimp my Flat - eine SMS von Mr Doorman

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Komme bald nach Hause. Job als Keeper of the Exit Gate erledigt. Ferienreif. Bitte Panikraum hübsch einrichten. Geht gratis beim Pizza Margherita Lokalradio. Heisst Pimp my flat. Bitte etwas russischen Kitsch nicht vergessen. Mr D.

Lokalradiosender sind nicht mehr, was sie waren. Wo sie früher "Paul's Öbetli" im Programm hatten, pimpen sie heute Ihre Flat. Nett umrahmt von Pizza Margherita Musik.

Ich will Paul zurück! Der ist wenigstens authentisch.

Und den Panikraum, den rüsten wir auf eigenen Kosten um. Selbst wenn es bedeutet, eine Weile als Strassensängerin zu arbeiten. Frau hat schliesslich ihren Stolz.

Ihre Frau Zappadong

Heute Morgen beim Zeitunglesen ... Boulevard Ahoi!

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Meine Lokalzeitung mag ja über manch Nebensächliches berichten, aber beim unkritischen, kitschigen Boulevard ist sie - im Gegensatz zu meiner Tageszeitung - (noch) nicht gelandet.

Womit wir bei meiner Tageszeitung sind, die ich seit grauer Steinzeit jeden Morgen lese, in letzter Zeit aber mit immer mehr Befremden. Heute Morgen sogar mit schmerzhaftem Befremden. Der Artikel über das Flugzeugunglück in Madrid würde so wahrscheinlich nicht einmal in unserem Boulevardblatt Nummer 1, dem Blick, stehen. Zum Glück haben in der gleichen Zeitung, im gleichen Bund, Martin Killian und Jean Martin Büttner zwei wirklich gute Texte geschrieben, die mich daran erinnert haben, weshalb ich meine Tageszeitung seit grauer Steinzeit lese.

Witzigerweise hat sich der Herr Bugsierer ziemlich ähnliche Gedanken gemacht - Zufall? Oder Zeichen dafür, dass der Boulevard die sogannt seriösen Medien gekapert hat?

Ihre Frau Zappadong

Was Waschmaschinen und Facts 2.0 gemeinsam haben

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Im Zappadong-Gebäude steht eine nagelneue Waschmaschine. Wie es dazu kam, ist unwichtig (falls Sie es trotzdem wissen wollen, klicken Sie hier). Das Dingens hat einen Bordcomputer wie ein Space Shuttle, was für Sie wahrscheinlich ziemlich uninteressant, für diesen Eintrag jedoch von zentraler Bedeutung ist.

Als ich kürzlich schmutzige Wäsche in dieses neumodische Maschinchen lud, stutzte ich. Diesen Schnörkel (siehe Bild, roter Pfeil) kenne ich doch.


Der Schnörkel steht für den Schleudergang. Sie wissen schon: Das ist jenes Prozedere im Waschvorgang, an dem die Wäsche einem Höllenritt ähnlich durch die Maschine gewirbelt wird. Genau diesen Schnörkel haben sich die Facts 2.0 Macher (nein, KEIN Link hier) für jene User erkoren, die sie im hohen Bogen aus der Newsplattform werfen resp. schleudern. Den meisten dieser (Ex-)User geht es wie meiner Wäsche: Sie wissen nicht, was Ihnen geschieht und landen ziemlich groggy irgendwo in einem Auffangbecken ausserhalb der Maschine resp. Online-Plattform.

Das hat dann für die zurückbleibenden User einen etwas verwirrenden Effekt: Sie könnten sich in eine Waschküche versetzt fühlen oder sich fragen, ob sich ein Waschmaschinenfetischist auf der Newsplattform herumtreibt. Gucken Sie mal die Kommentare zu dieser Diskussion an (Achtung, es könnte Ihnen schwindlig werden). Wenn Sie geguckt haben: Nein, es ist nicht EIN User, der hinausgeschleudert wurde, es sind mehrere - das erkennt man an den Antworten auf die Beiträge. Vielleicht haben Sie Lust auf ein kleines Quiz und zählen mal, wie viele User allein aus diesem Guckthread verschwunden sind.

Irgendwie zeugt dieser Schnörkel nicht von sehr viel Respekt vor ehemaligen Mitgliedern. Vielleicht sieht man das an anderer Stelle anders. Denn, gewaschen wird bei besagter Online-Plattform sowieso gerne. Zum Beispiel ganze Threads. Ein nicht ganz sauberes, dafür umso aktuelleres Beispiel (manchmal neige ich zu leichter Untertreibung) finden Sie bei Thinkabout.

Heute Morgen beim Zeitunglesen ...

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Die Zappadong Lokalzeitung war heute Morgen sehr ergiebig.

"Dem Heidi auf dem Walensee läufts nicht mehr so rund wie auch schon", weiss der W&O zu berichten. Die Ticketverkäufe liegen hinter den Erwartungen zurück, man macht auf Optimismus (die Spielzeit läuft noch), trotzdem: Dass Heidi nicht den erhofften Erfolg bringen wird, "ist so gut wie sicher". Ob es etwas damit zu tun hat? Wie auch immer: Unser bloggender Schweizer Kulturminister strickt emsig an einem Heidi-Projekt, das er in praktisch allen seinen Blogeinträgen erwähnt - und trotzdem nichts dazu sagt, ausser dass er an eben diesem Projekt arbeitet. Wir wünschen ihm mehr Erfolg als dem Heidi Musical Teil 2.

Dann ist im W&O heute auch die Rede von Schneekanonen. Was vor wenigen Jahren noch total umstritten war, wird heute - in schneeloseren Zeiten - nicht mehr hinterfragt. Und so wird die Sellamatt im Toggenburg schneesicher. Denn: "Die Schneesicherheit zu Beginn der Saison ist wichtig", zitiert der W&O André Meyer, den Verwaltungsratspräsidenten der Sportanlagen Alt St. Johann. Frage am Rande von Frau Zappadong: Was, wenn zu Beginn der Saison Föhnwetter (Wind in der Ostschweiz) mit Temperaturen bis zu 25 Grad herrscht? Spuckt die Schneekanone dann Regen? Muss ich mir einen Schneeschirm kaufen?

Weiters lese ich, dass das malaysische Kulturministerium das Konzert von Avril Lavigne abgesagt hat, weil es "nicht zur malaysischen Kultur passt". Aha. Das hat es wohl von Anfang an nicht. Ob es daran liegt, dass erst die Hälfte der Tickets verkauft waren?

Und ganz zum Schluss: Auch die Zappadong Lokalzeitung berichtet ausführlich über "The Dark Knight", der dieses Wochenende anlaufen wird. Raten Sie mal, wer da hingeht?

Fazit: Lokalzeitunglesen macht Spass und ist informativ. Onlinezeitungen hin oder her.

Ihre Frau Zappadong

Weiter gehts

Hier noch ein paar Eindrücke der Wandertour:

Das war wirklich eine wilde Gegend:




Ich weiß nicht mehr genau, was mich zu diesem Bild mit Frl. Lightbringer 2 inspiriert hat:



Gruß Alex L.

Wandern

Ich war ein paar Tage bei Freunden in Thaleischweiler-Fröschen. Dieses allseits bekannte Dorf liegt ca. 70 km südlich von Frankfurt/Main, 15 km von der französischen Grenze entfernt.

Was macht man in so einer Gegend? Wandern! Ein paar der Sandsteinformationen dort sind wirklich phänomenal. Hier mal ein kleiner Eindruck davon:


Der Weg führt zuerst auf diesen Felsen entlang und dann an der Basis zurück. Wirklich sehenswert. Genauso sehenswert war für meine Töchter die Sammlung an Kaninchen, die bei unseren Gastgebern zu sehen war:


Gruß Alex L.

Von Gaga zu Dada

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Vom gaga-igen Eintrag von gestern zum dada-igen Eintrag von heute.

Gestern bekam ich Post von Philipp Meier. Sollten Sie Philipp Meier nicht kennen, klicken Sie bitte hier: Cabaret Voltaire.

Das Cabaret Voltaire ist das dada-Haus in Zürich. Und weil dada etwas ist, das der bodenständigsten unserer Schweizer Parteien nicht ganz geheuer ist, will besagte (Schaf- und Ziegenbock)Partei dem Cabaret finanziell den Hahn zudrehen. Denn: Wo kommen wir denn hin, wenn wir so sinnlosem "Zügs" wie dem Cabaret Voltaire auch noch Geld "schoppen"???

So kommt es am 28. September zu einer Abstimmung, an der wir Landdödel in Zappadong-Hausen (falscher Kanton, falsche Stadt) leider nicht teilnehmen können, aber vielleicht sind ja unter Ihnen ein paar, die einen entsprechenden Stimmzettel im Briefkasten finden werden. Philipp Meier, die Polizei (dazu später) und ich empfehlen ein JA zum Cabaret Voltaire.

Bevor ich nun zur Rolle der Polizei in diesem Eintrag komme, möchte ich noch erwähnen, dass selbst absolute Landeier und Oberbanausen wie ich und meine Tochter Zap herzlich aufgenommen werden in den Räumen des Dada-Hauses, auch wenn wir die doofsten Fragen stellen (für die Frage nach den "russischen Aufdruck" auf den T-Shirts hätte uns Mr Doorman wohl mit einem tödlichen Blick bestraft). Und so rufe ich Ihnen zu: Gehen Sie hin (auch wenn Sie schon öfters dort waren)! Gehen Sie hin (auch wenn Sie dachten, Sie seien nur einmal dort gewesen - das erste und das letzte Mal)! Gehen Sie hin (vor allem, wenn Sie noch nie dort waren)! Zap und ich planen den nächsten Besuch auf den Oktober - wir brauchen also ein JA!

Und jetzt zur Polizei:



Frau Zappadong

Sandleben

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Beim Trübsalblasen fiel mir etwas ein. Von wegen Sand und so. Vor einigen Jahren habe ich eine Kurzgeschichte geschrieben - nach einer Diskussion über die Regeln der Kurzgeschichte (ja, es gibt durchaus sinnvolle Regeln beim Schreiben von Kurzgeschichten). Weil mich die Diskussion etwas genervt hatte, knallte ich einen Text hin, in dem ich versuchte, so viele Regeln wie möglich zu brechen. Das hat unglaublich viel Spass gemacht :-). Hier also eine absolut regelwidrige Geschichte, in der u.a. Sand eine Rolle spielt. Wenn Sie Freude haben an Regelwidrigkeiten, können Sie gerne die Regelbrüche suchen - wenn Ihnen Kurzgeschichten ein Gräuel sind, ist jetzt der Zeitpunkt, auszusteigen. PS: Suchen Sie nicht nach Qualität - darum ging es nicht beim Schreiben.

"Entschuldigung, wo geht’s denn hier zum Meer?“
Brain konnte nicht glauben, was er soeben gehört hatte. „Zum Meer?“ fragte er.
„Ja, zum Meer“, sagte die Unbekannte, „der Strand ist ja ganz nett, aber wo ist das Meer?“
Brain wurde nicht gerne verarscht. „Spendier mir einen Drink und ich verrat’s dir“, antwortete er.
„Kein Problem“, meinte sie, „lass uns an die Strandbar gehen, der Sonne beim Untergehen zuschauen und einen heben.“
Einen heben, das würde Brain in der Tat müssen. Aber nicht mit dieser Braut.„Schätzchen, das Meer ist dort drüben.“ Er zeigte in Richtung Westen.
„Wo? Ich kann’s nicht sehen! Diese blöden Dünen versperren mir die Sicht.“ Brain zog die linke Augenbraue hoch.
Florence schaute den komischen Kauz an.„Mann, du Waschlappen, nun zier dich nicht so“, dachte sie. Sie wollte endlich ihre Zehen in kühles, blaues Wasser halten und ihre Seele baumeln lassen.Dazu war sie hier. Im Hochglanzprospekt hatte der Strand phantastisch ausgesehen.
„Von wo bist du ausgebrochen?“, fragte der Rüpel.
Florence widerstand der Versuchung, ihm in seine Weichteile zu treten, setzte mit ihrem letzten Vorrat an Geduld ein Lächeln auf, drehte sich um und lief in die Richtung, in welche der Depp vorher leicht genervt seinen Arm gehalten hatte.

Die Düne blieb stumm, als Florence auf ihr herumtrampelte. Geduldig ertrug sie die spitzen Absätze und zog sich in ihre eigene Gedankenwelt zurück. „ich bin eine düne und mich gibt es schon seit vielen 1000 jahren. ich habe ein recht auf ein seelenleben. ich muss mir nicht alles gefallen lassen. aber ich darf und will. weil mich das stark macht und mir die ewige weisheit gewiss ist.“ Dummerweise bohrte Florence genau in diesem Augenblick ihren linken Absatz ein wenig zu weit in die Seele der Düne. „SCHEISS AUF DIE WEISHEIT!“ schrie die Düne stumm, schüttelte sich einmal kurz und fühlte, wie das kleine Menschlein mit den unmenschlichen Absätzen von ihr hinunterkugelte. „recht so“, dachte sich die Düne, nun wieder ein wenig sanftmütiger, konnte es aber trotzdem nicht lassen, eine Ladung Sand über Florence zu schütten.

Brain zündete sich eine Zigarette an und grinste. So unelegant hatte er noch niemanden eine Düne hinunterkugeln sehen. Als Florence schliesslich ihren Weg aus dem Sandhaufen hinaus gefunden hatte, entlud sie ihren Ärger in einem Feuerwerk an Flüchen. Brains Herz schmolz auf der Stelle. Wer so fluchen konnte, verdiente seinen Respekt. Galant schritt er auf sie zu und bot ihr seinen Arm an. „Kannst dich dran hochziehen“, sagte er mit seiner Clint-Eastwood-Stimme. Was so locker klang, hatte eine beträchtliche Anzahl Übungsstunden gebraucht.
„Spar dir deine doofen Sprüche, Clint“, rief Florence und spuckte ein paar Sandkörner in Brains Gesicht.
Ein echter Eastwood hat schon Schlimmeres erlebt, und so machte Brain der Braut ein Angebot: „Ich lad dich auf einen Drink ein.“
„Pfeif drauf! Das hab ich schon getan. Du wolltest nicht. Pech gehabt. Chance verpasst. Hasta la vista, Baby!”
Brains geschmolzenes Herz erwärmte sich um weitere 25 Grad Celsius. Die Braut kannte Schwarzenegger! Sie waren geschaffen füreinander. „Okay, Süsse, weil du es bist, verrat ich dir ein Geheimnis.“
„Tu mir einen Gefallen und behalte es für dich. Ich gehe jetzt baden. Du weisst schon: Meer, Dolce Vita und so.“
Brain erlebte zum ersten Mal in seinem Leben ein Deja Vu. „Süsse, das sagtest du schon. Ein Witz ist nur einmal lustig.“
„Süsser, ich beliebe nicht zu scherzen.“ Florence stapfte durch den Sand.
Was sagt man zu seiner eben gefundenen grossen Liebe, wenn sie auf bestem Weg ist, einen grossen Fehler zu machen? In solchen Angelegenheiten war Brain nicht sehr erfahren, und so schrie er ihr die ungeschminkte Wahrheit hinterher: „Süsse, hier gibt’s kein Meer!“
Das war der falsche Satz. Florence erstarrte. Brain wünschte sich, er könnte den Film des Lebens anhalten und es nochmals versuchen, diesmal mit einer in Watte verpackten und damit abgefederten Wahrheit. Zu spät! Florence wirbelte herum. „Idiot!“ brüllte sie.
Brain liess sich auf die Knie sinken. Er hatte einmal von einem Kumpel gehört, dass sich diese Masche in absoluten Notfällen bewährte. Mann verlor zwar seinen Stolz, behielt aber die Frau. Kein schlechter Deal, dachte sich Brain. Und dies hier war ein Notfall.„Baby, Süsse, sorry, hier gibt’s kein Meer, tut mir echt Leid.“
„Ach ja, und woher willst du das wissen?“ Florence brüllte immer noch.
„Weil dies hier Timbuktu ist. Und in Timbuktu gibt es kein Meer, sondern nur viel Sand.“
Die Antwort verschlug Florence die Sprache. Aber nicht lange.„Hab mir noch gedacht, die Sache hat einen Haken“, murmelte sie. Und etwas lauter rief sie in Richtung Brain: „Was soll’s. Lass uns eine Runde Beach-Volleyball spielen.“

Die Düne summte ein gelassenes ommmm, und langsam senkte sich die Sonne. An einem andern Ende der Welt ging dieselbe Sonne auf. Ihre ersten Strahlen fielen auf das Gesicht eines bekannten Rächers. Er erwachte, streckte sich kurz und sprang dann mit einem entschlossenen Satz aus seinem Bett. Noch bevor er sich das Nachthemd auszog, setzte er seine Maske auf und schnallte sich sein Schwert um. Zorro war bereit für einen neuen Tag. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auf dem Sofa bei der Drehtür

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Ich sitze auf dem Sofa bei der Drehtür und blase Trübsal.

Alle weg.

Mr Doorman betätigt sich immer noch als Keeper of the Exit Gate.
Mr Lightbringer wuselt wohl mit seiner neuen Kamera durch die Landschaft und klickt sich die Finger wund.
Frau Rösli - wo zum Teufel ist Frau Rösli? Wahrscheinlich auf irgendeiner Alp mit ihren Geissen.
Nur Svetlana vermisse ich nicht. Hat eh nie sauber geputzt.
Und meine Kreativität versteckt sich unter einer grossen Sanddüne in Hintertimbuktu.

Ich glaube, ich muss Mr Doorman eine Karte schreiben. Oder soll ich ein Buschfeuer entzünden? Das wäre spannender. Irgendwo im Haus ist noch ein Buch mit den verschiedenen Rauchzeichen. Nicht, dass ich dann die falschen Signale sende und Mr Doorman jemanden erschiesst.

Gerade kommt Zap-padong. "Ich bin im Fall noch da ...", sagt sie.

Dann ist ja alles in Ordnung.

Bis morgen. Wenn Sie Lust auf Sandkastenspiele haben, gehen Sie bitte meine Kreativität ausgraben.

Frau Zappadong

Salad Fingers - oder einen an der Meise haben

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Okay. Ich bin vorbelastet. Ich finde nämlich meine Tochter ziemlich cool (meistens).

Und deshalb weise ich allerheftigst auf ihren neusten Blogeintrag hin (einen besseren würden Sie von mir sowieso nicht bekommen - meine Kreativität macht gerade Ferien in Hintertimbuktu).

Also, bitte hier klicken: Psycho Schrott.

Gute Unterhaltung.

Ihre Frau Zappadong

Blogeintrag des Tages

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Es geht wieder einmal um die Frage, ob das Internet blöd macht.

Sendestörungen: In-Formationen für Kulturpessimisten

oder Internet macht nicht doof oder Hundekuchen machen nur blöd, wenn man das Rezept vom Internet ausgedruckt hat.

Okay, dieser flappsige Nebensatz wird dem Artikel zwar nicht gerecht, bringt ihn aber ziemlich auf den Punkt. Genau wie dieser Satz hier:

Wer einen Baum anschaut und sich von 450.000 Blättern als Einzelinformationen überfordert fühlt, macht da irgendwas falsch…

Zitat flashfrog (aus Kommentar 4 zum Artikel)

Und nun klicken Sie schon auf den Link und lesen Sie. Keine Angst, Sie werden nicht verblöden. Im Gegenteil.

Ihre Frau Zappadong

Hier können Sie etwas gewinnen

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Ja, ja, mit dem Zappadong-Blog geht's bergab. Jetzt verscherbelt die Frau Zappadong ihre Ware schon in einer Verlosung.

Sie können es auch von der positiven Seite sehen: Auf so angenehme Art kommen Sie nie wieder kostenlos zu einem Buch - und erst noch mit handgekrakeltem Schnörkel von Frau Zappadongs Alter Ego (auf Wunsch in einer brandneuen Waschmaschine gewaschen).

Und noch viel besser: Sie brauchen keine Kundenkarte, weder Cumulus noch Super, Sie müssen keine Rabattmärklein einschicken und auch keinen Bon aus der Zeitung ausschneiden. Nein! Sie müssen nur eine Mail schicken! Den Rest erfahren Sie hier: Buchverlosung.

Packen Sie Ihre Chance! Viel Glück.

Für die Katz ...

Foto: Zap-padong

... ist eine (gute) Kamera nie :-)

In diesem Sinne, Herr Lightbringer, knipsen Sie fröhlich und lassen Sie uns an Ihren Fotoerlebnissen teilhaben.

Frau Zappadong

Alpha 700

Ich habe mir einen seit langem gehegten Wunsch erfüllt und mir eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft. Allein das Gefühl, so eine Kamera in der Hand zu halten, war die Investition schon wert. Jetzt werde ich sie hier ab und zu mit den Ergebnissen dieser Erwerbung bombardieren. Hier mal gleich ein Bild unseres neuesten Familienzuwachses:



Eine Wasseragame. Was soll ich sagen? Fräulein Lightbringer ließ sich davon nicht abbringen.

Gruß Alex L.

Unwörter

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Bei Thinkabout geht es heute um ein Unwort, das mir zum Glück noch nicht über den Weg gelaufen ist. Dann lese ich den kulturblog, stolpere über das Wort Gutmensch und ärgere mich gottvergessen. Mir fällt ein, wie kürzlich eine friedliche Gesprächsrunde am Tisch aus dem Ruder lief wegen des Wortes Familienmanagerin. In besagtem Gespräch haben wir uns dann auch noch über den Facility Manager und das Betagtenheim ausgelassen. Nicht einmal alt darf man mehr werden heutzutage. Nur noch betagt. Also, Herr Zappadong und ich wollen schlicht und einfach alt werden.

Aus reiner Neugierde: Welche Wörter würden Sie denn auf die Liste der Unwörter setzen?

Frau Zappadong (prokrastinierend)

Zitat des Tages

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Aber es gibt auch eine Form von Überschwang, die keine Beule fürchtet. Es ist jene, die den Erfolg nicht unbedingt braucht. Dieser Enthusiasmus sucht das Wissen, nah an der eigenen Seele zu handeln, der Überzeugung treu zu sein.

thinkabout, 1. August 2008

In diesem Sinne: Fürchten Sie keine Beulen! Auch in solchen Situationen nicht.

Frau Zappadong