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Brief an die Sonntagszeitung, z.Hd. von Herrn David Bauer

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Jetzt wollte ich einen offenen Brief an die Sonntagszeitung schreiben, z.hd. von Herrn Bauer, aber weil ich so den leisen Verdacht hatte, dass die medienlese das für mich schon erledigt haben könnte, bin ich dort nachschauen gegangen. Und siehe da, die medienlese hat (das Thema aufgegriffen und erledigt).

Was die medienlese dazu meint, finden Sie hier: Das liebe Klickviech.

Und meinen Senf dazu hier.

Womit ich mir den Brief sparen und direkt zur Zusammenfassung kommen kann: Etwas weniger Scheinheiligkeit, dafür etwas mehr Selbstkritik wären durchaus angebracht gewesen, statt einmal mehr auf dem anonymen Mob herumzuhacken (manche Leute machen es sich aber auch gar einfach).

Ihre Frau Zappadong

4 Kommentare:

Patrick said...

David Bauer. Journalist. so steht es klar und deutlich in seinem Blog. Und als Journalist muss wohl über Blogger und andere Onliner herziehen. Oder nicht?

Zappadong said...

Lieber Patrick

Ich unterstelle David Bauer, dass er diesmal über niemanden herziehen wollte. Er steht wahrscheinlich dieser Kommentarflut fassungslos gegenüber, und statt sie kritisch zu hinterfragen und nach den Gründen zu suchen, sucht er - einmal mehr (und das nehme ich ihm übel) - nur an der Oberfläche. Ein kritischer Journalist hätte tiefer gegraben, kritischer hinterfragt und wäre zu differenzierteren Antworten gekommen.

So aber bleibt am Ende der Eindruck von Scheinheiligkeit, ob nun von Bauer gewollt oder nicht. Und das ist es, was mich wütend macht.

Wütend kann man nur werden, wenn einem etwas nicht egal ist. Ich bin mit dem Tagi aufgewachsen; er wird in unserer Familie seit Jahrzehnten gelesen. Ihn jetzt so gewaltig am Medium Internet scheitern und bachab gehen zu sehen, das tut weh.

Und deshalb würde ich ihm kritischere Journalisten gönnen, hinterfragende, die mit den unangenehmen Wahrheiten vor den Chef treten und sagen können: Wir haben was falsch gemacht. Statt dem Boss zu versichern, dass wieder einmal alle anderen Schuld sind. Nur scheint dies leider bei tamedia zur Routine zu werden, dieses Suchen der Bösen unter den Kunden statt sich einmal wirklich mit dem eigenen Tun auseinanderzusetzen.

Journalist sein und wie einer zu handeln sind zwei paar Schuhe. Aber vielleicht lernt man das heute schon gar nicht mehr.

flashfrog said...

@Zappadong: Danke für den Hinweis auf diesen Artikel! (Read it first bei Zappadong. :-))

Zappadong said...

@ flashfrog: gern geschehen :-)