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Von Notwendigkeiten und Begehren

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Ich schreibe gerade in dieser Sache mit Frau Forster-Vannini hin und her.

Und jetzt habe ich ein Problem, bei dem Sie mir vielleicht helfen können.

Um etwas auszuholen: Ich habe Frau Forster-Vannini per Mail mitgeteilt, was ich von der Sache mit der vom Ständerat abgelehnten finanziellen Unterstützung für Eltern mit stark pflegebedürftigen Kindern halte.

Sie hat - was ich ihr hoch anrechne - sehr schnell geantwortet. Mit der Antwort selber habe ich Mühe, denn sie versteht zwar meine Wut und meinen Ärger, erklärt mir aber auch, dass jede Session neue Begehren gestellt werden. Alle für sich sinnvoll und verständlich. Letztlich müssen sie aber alle finanziert werden. Darüber wird meist kein Wort verloren.

Gut. Dann verlieren wir jetzt hier mal ein paar Worte!

Zum Beispiel dieses Wort hier: Begehren. Denn - das mit der UBS ist ja eine Notwendigkeit. Wie gewisse Anschaffungen fürs Militär. Die sind auch eine Notwendigkeit. Und wenn die Pharma-Lobby hustet, dann geht es auch um Notwendigkeiten. Sobald es aber in den Bereich der sozialen Gerechtigkeit geht, gibt es nur noch Begehren.

Und hier, brauche ich, wie gesagt, Ihre Hilfe. Ich möchte gerne eine Liste erstellen. Eine für Begehren und eine für Notwendigkeiten. Aber: Bei mir kommt das irgendwie einfach "lätz" (=falsch) heraus. Denn für mich stellt die UBS Begehren. Und das Militär. Und all die Lobbys. Die Notwendigkeiten sehe ich anderswo.

Vielleicht kann mich ja jemand aufklären und mir beim Erstellen der Liste helfen. Oder mindestens meinen Verstand geraderücken.

Ratlos und immer noch grausam wütend

Frau Zappadong

1 Kommentare:

Titus said...

Ihren Verstand brauchen Sie nicht gerade zu rücken, der scheint mir vollkommen richtig zu funktionieren.

Ich hab' mir grad das Sessionsprogramm des Nationalrats "reingezogen". Es hat da ja schon Themen drin, die nicht einmal als Begehren etwas zu suchen haben. "Wiederzulassung von Formel 1-Autorennen". Hallo?

"Verschlüsselung von Set-Top-Boxen": Frau Sommaruga (das ist "meine" Ständerätin) hat ja durchaus recht mit den Dingern, nur gehört sowas in ein Parlament? Der absolute Renner ist die parlamentarische Initiative von Maximilian Reimann: "Steuerliche Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an politische Parteien".

Fairerweise sei auch erwähnt, dass ein Grossteil der Programmpunkte doch nicht so banal sind wie die Beispiele oben. Aber eben: Es geht bei weitem nicht nur um Notwendigkeiten...