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Wir bleiben im Dreck versenkt

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Regelmässige Zappadong-Gäste wissen: Wir haben das Gebäude Ende letzten Jahres im Dreck versenkt. Seither haben wir ein paar halbherzige Versuche unternommen, das Gebäude wieder an die Oberfläche zu fahren. Heute Morgen haben Mr Doorman und ich beschlossen, dass wir im Untergrund bleiben wollen. Wir haben genügend Kartoffeln im Keller und irgendwo wird sich auch etwas Schokolade finden lassen - und das Grundwasser dringt mittlerweile sowieso in den Luftschutzraum (den wir nicht brauchen, weil das ganze Gebäude zur sicheren Zone geworden ist). Wir sind also versorgt.

Wir haben keine Lust auf eine Welt, in der ein grässlicher Amoklauf zur Mediensensation wird.

Wir haben keine Lust auf eine Welt, in der jemand im Jahr der Finanzkrise einen "Sign-up-Bonus" von 3 Millionen Franken erhält.

Wir haben keine Lust auf eine Welt, in der Eltern von todkranken Kindern keinen bezahlten Pflegeurlaub bekommen, weil "sich die Schweiz das nicht leisten kann".

Wir haben auch keine Lust, dem Personalkarussell auf den Teppichetagen weiter zuzuschauen.

Up-Date: Wir haben auch keine Lust auf eine Welt, die ganz niedliche Worte für ganz grässliche Sachen bereithält (danke Herr Brockhaus!).

Und weil wir hier unten im Dreck ziemlich viel Zeit haben, haben wir beschlossen, den Panikraum orange zu streichen und die Revolution zu planen.

Seien Sie gegrüsst

Frau Zappadong und Mr Doorman

1 Kommentare:

André said...

nur ruhig, frau zappadong. hier eine möglichkeit, wie journalisten gar nicht erst von amok sprechen sollten:

http://www.dartcenter.org/global/europe/german/index.php