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Ab nach unten

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Der Laster von Onkel Vladimir ist in Italien stecken geblieben. War uns auch recht. Und weil das mit den Ersatzteilen gedauert hat, habe ich gelesen, während Mr Doorman den italienischen Frauen hinterhergeguckt hat.

Unter den Büchern war eines, das den Nagel auf den Kopf respektive das Haus in den Boden gehauen hat. Wo es sowieso schon war.

Ab nach unten heisst das Dingens und wenn Sie dieses Jahr EIN Buch gelesen haben müssen, dann dieses.

Aidan wohnt in einer Stadt in Wales und arbeitet bei Sunny Jim Electronics, eine Firma, die ihren Angestellten schon mal Sonnenbrillen verteilt hat, weil ihre Zukunft so hell leuchtet. Nun leuchtet keine Zukunft mehr, denn Sunny Jim Electronics will die Produktion nach Asien verlagern und das Werk in Wales schliessen. Aidan und seinen Kumpels droht die Arbeitslosigkeit. Nach jahrelangem stoisch ertragenem Leben beschliesst Aidan, dass es Zeit ist, etwas zu tun. Er beschafft sich einen Sarg und lässt sich lebendig im Garten hinter dem Haus begraben. Nicht, ohne vorher seine Kumpels und die Presse eingeweiht zu haben. Aidan wird erst zur lokalen, dann zur landesweiten Sensation. Nur Sunny Jim Electronics bleibt hart ...

Ich habe Mr Doorman von Aidan in Wales erzählt und wir fanden, ein ganzes Gebäude sei besser als ein Sarg, aber die Grundidee von Aidan haben wir übernommen.

Wir bleiben im Dreck. Und berichten von ganz unten.

Ab nach unten haben wir uns für die Zappadong-Bibliothek angeschafft. In zehnfacher Ausführung.

Frau Zappadong

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