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Also, das gibt mir jetzt schon zu denken

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Da habe ich wunderprächtige Frühlingslaune, fühle mich mindestens vier Monate jünger als ich tatsächlich bin ... und dann das.

Ich seh' schon, wenn's gut kommt stompft man uns nach unserem Ableben aus und stellt uns ins Museum für Kommunikation in Bern...

Bremst mich der Titus einfach aus. Bringt mich ins Grübeln. Ausstopfen. Ins Museum stellen (na ja, immerhin das Museum für Kommunikation). Nur weil ich in einer (Online)Zeitung gerne etwas mehr Gehalt und etwas weniger Texte à la Billigwühltisch im Billigstsupermarkt lesen möchte.

Nun ist es so, dass ich (noch) nicht tot bin. Also auch noch nicht ausgestopft. Ich gehöre erst zu einer aussterbenden Rasse.

Also gehören wir demnach zu einer aussterbenden Rasse?

Das ist zwar immer noch nicht gut, aber einen kleinen Zacken weniger schlimm als ausgestopft. Ich nehme an, weder Greenpeace noch der WWF sind für solche wie mich zuständig (obwohl, Wale fallen in den Zuständigkeitsbereich beider Gruppierungen - aber wahrscheinlich weniger die menschlichen als die tierischen - ausserdem will ich nicht ins Meer zurückgerollt respektive abgeschoben werden; bin eine relativ schlechte Schwimmerin ...)

Eine ganz leichte Hoffung keimt aber trotzdem auf:

Für solche (aussterbenden Rassen) gibt's doch immer irgendeine Schutzvereinigung, welche um die Verabschiedung einer entsprechenden Charta bemüht ist.

Doch ja, so eine Charta wäre doch was. Und bis sie in Kraft tritt oder alternativ nicht mehr nötig ist, weil niemand mehr lebt, den sie schützen könnte, lesen wir weiterhin die WOZ und hoffen, irgendjemand möge den Rest schon richten. Sonst droht uns tatsächlich die Ausstopfung und das Museum.

Ihre Frau Zappadong (grübelnderweise)

2 Kommentare:

Titus said...

Och Frau Zappadong:
Sie sind die nettestes, hübscheste, liebste und überhaupt Bloggerin, die ich kenne (ich hoffe, das macht Sie nun wieder vier Monate jünger ;-)). Es wäre mir eine Ehre, in fraglichem Museum neben Ihnen zwischen altem PTT-Briefkasten und Stöpsel-Telefonanlage stehen zu dürfen...

Doch etwas ernster: Auch wenn ich das mit der Charta belustigend geäussert hatte, grüble ich schon lange um irgend so ein Werk. Charta, Code of Conduct oder wie man es auch immer nennen will, aber irgendetwas muss SEITENS LESERSCHAFT her, um den Medienhäusern zu signalisieren, dass wir - ihre Kunden - nicht nur Billigstware wollen.

Ich bin sogar überzeugt, dass das schliesslich auch in deren Eigeninteresse ist, denn der aktuelle (Gratis-)Low-Level-Hype wird irgendwann vorbei sein (und die LesserInnen weg). Die Allgemeinheit braucht halt immer etwas länger, bis sie merkt, was abgeht...

Zappadong said...

Lieber Titus

Wenn Sie ernsthaft an so einer Charta arbeiten, werde ich noch so gerne mitarbeiten oder mindestens unterschreiben und die Charta weiterverbreiten helfen. Ich würde nämlich in meiner Zeitung gerne Inhalt sehen, der dem Wort Journalismus gerecht wird.

Bei vielen Online-Plattformen habe ich aufgegeben. Ich denke, da ist Hopfen und Malz verloren. Zitiert doch newsnetz heute schon wieder ausführlich den Blick. (Wollen die beiden Verlage etwa heiraten???)

Das Dumme ist nur: Es gibt bei der Tamedia durchaus einen Code of Conduct. Aber ich glaube, sie haben aus diesem Papier Schiffchen gebastelt die auf den Eisberg Boulevard aufgelaufen und im Meer des Trash untergegangen sind.

Wäre da nicht ihr Eingangskompliment, könnte mir glatt die Frühlingslaune abhanden kommen.

Herzliche Grüsse

Frau Zappadong