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Fortjagen - Wegweisen - Abschieben

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Wer heute das Pech hat, zwei Millimeter von der gesellschaftlich akzeptierten Norm abzuweichen, muss damit rechnen, seines Platzes verwiesen zu werden.

Meine nachbarliche Kleinstadt will ein neues Polizeireglement einführen:

"Zu den bisher gültigen Bestimmungen sollen künftig auch die Videoüberwachung auf öffentlichem Grund, die Fernhaltung und die Wegweisung auffälliger Personen sowie die Plakatierung geregelt sein. Zudem wird das Betteln, das Campieren auf öffentlichem Grund sowie an bestimmten Orten die Prostitution untersagt."

Gegen dieses Reglement hat die Gruppe big-brother-buchs-nein das Referendum ergriffen und so wird es am 17. Mai zu einer Abstimmung kommen, an der Mr Doorman und ich leider nicht teilnehmen dürfen, weil wir knapp ausserhalb der Kleinstadtgrenzen wohnen. Betroffen sind wir aber trotzdem. Denn:

Mr Doorman mit seiner finsteren Miene könnte mir beim Einkaufen abhanden kommen (weggewiesen!), Zap könnte Bahnhofsverbot bekommen (Zugehörigkeit zu einer auffälligen Gruppe => weggewiesen), und ich? Na ja, ich würde in Zukunft überall gefilmt, ob ich will oder nicht (Frau Zappadong des Nasenbohrens überführt!).

Dabei kann ich Ihnen versichern, dass Mr Doorman ein herzensguter Mensch ist, genauso wie Zap. Die sehen nur ein bisschen anders aus als andere. Und ich ... ich bohre wirklich fast nie in der Nase, echt!

Einen sehr lesenswerten Blogeintrag zu diesem Thema hat übrigens auch raumsinn geschrieben.

Ihre Frau Zappadong

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