RSS Feed

Kleines Update in Sachen Abos

.
Der Abodienst von Tamedia kümmert sich immer noch um meine Angelegenheit.
Derweil will mir ein netter Herr von einem Callcenter die Annabelle unterjubeln. Das heisst, nein, das will er eben nicht.

Er: "Ganz wichtig, ich will Ihnen kein Abo verkaufen."

Ich: Greife zur Kaffeetasse.

Er: "Rhabarberrhabarberrhabarber"

Ich: Schlürfe genüsslich meinen Kaffee.

Er: "Rhabarberrhabarberrhabarber"

Ich: Lasse ihn rhabarbern (ist meine neue Taktik, wenn jemand anruft - ich bin immer gespannt, wie lange die reden können, wenn sie nicht unterbrochen werden ... lange, falls Sie das wissen möchten).

Er: Hat endlich ausgerhabarbert.

Ich: "Richten Sie doch bitte der Tamedia aus, dass ich einer Mediengruppe, die gerade eine Personalabbauschlacht vom Unfeinsten führt, nichts, aber gar nichts abkaufe."

Er: "Aber ich will Ihnen doch gar kein Abo verkaufen, sondern Probenummern zukommen lassen, zusammen mit einer schriftlichen Bestätigung, dass Sie damit KEINE Abonnentin werden, wenn Sie nicht wollen."

Ich: "ICH WILL NICHT, weil ich einer Mediengruppe, die gerade eine Zeitung an die Wand fährt und unzählige Journalisten entlassen hat, nichts abkaufe. Könnten Sie das bitte der Tamedia so ausrichten."

Er: "Nein, das kann ich leider nicht."

Ich: "Dann wenigstens dem Abodienst der Tamedia, dass ich seit mehr als einer Woche auf eine Antwort auf zwei sehr einfache Fragen warte?"

Er: "Nein, das kann ich leider auch nicht."

Ich: Trinke Kaffee.

Er: "Aber versuchen Sie es doch nochmals beim Aboservice."

Bin ich bescheuert? Entweder die Tamedia will mein Geld oder sie will es nicht. Wenn sie es nicht will, ist sie auf dem genau richtigen Weg.

PS: Der Kaffee war köstlich.

Ihre Frau Zappadong

5 Kommentare:

hc voigt said...

:D

werde die zappadong-taktik auch mal auszuprobieren

Titus said...

Ob der Kaffee köstlich war, kann ich nicht beurteilen. Diese «Reality Story» ist's auf jeden Fall!

Bobsmile said...

Eigentlich muss ja sonst immer meine Frau, aber letztens durfte ich auch mal tagsüber so einer netten Phonepublireportage lauschen.
-didelü dideldü-
CC:"Guten Tag, spreche ich mit Herrn ..."
Ich(ohne Kaffee):"Hmmm."
CC:"Mein Name ist K.Nichtmerker vom Beobachter ..."
Und dann kam der Satz, der, wenn ich ihn mit dem Wortlaut des Gesprächs von Frau Zappadong vergleiche, wohl zum neuen "KundeNichtGleichVergraulen"-Stil gehört:

"ICH WILL IHNEN GAR KEIN NORMALES ABO VORSCHLAGEN, WIR HABEN DA WAS GANZ NEUES ..."

Dank Frau Z. weiss ich nun, wie ich nächstes Mal antworte:"Reden Sie ruhig weiter, ich hol' mir nur schnell einen Kaffee."
:-)

Thomas said...

Tamedia möchte ganz bestimmt nicht das Geld von Abonnenten. Sonst müssten die Firma ja noch den Inhalt ihrer Produkte gegenüber Kunden rechtfertigten. Der Konzern möchte lediglich Leserzahlen, um Werbung zu verkaufen, damit Dividenden ausbezahlt werden können. Ist doch ganz einfach.

flashfrog said...

Hm, naja, andererseits: So ein armes Würsterl von einem Callcenter kann sicher auch nichts für die Entlassungen bei Tamedia...