RSS Feed

Mein Weg zum Reichtum

.
Heute war wieder einer dieser Tage, in denen mir in meinem virtuellen Briefkasten unermesslicher Reichtum versprochen wird. Und das gleich zwei Mal.

Nein, Mr Doorman hat sich nicht gemeldet. Die Katze auch nicht. Es sind völlig fremde Menschen, die es gut mit mir meinen.

Während der eine - er nennt sich PAUL ALLEN (ja, in Grossbuchstaben) - rasant schnell zur Sache kommt,

"I am Paul Allen,The Director in charge of Auditing section of a bank here in Europe . I need your urgent business assistance in transferring an abandoned sum of ($20 Million) dollars left by a deceased customer of my bank immediately to your account.If you are interested and ready to partake in this great business opportunity,kindly send your profiles to me including your full name,your private telephone number etc ,for easy communication."

geht es der andere - mit dem klangvollen Namen Lesedi Kopano - bedächtig und erst noch auf Deutsch an. Haargenau 281 Wörter benötigt er, um mir salbadernd genau das zu erklären, was sein Kollege kurz, knapp und direkt in die Tasten gehauen hat. Allerdings muss auch er irgendwann auf den Punkt kommen.

"Als eine Führungskraft der Bank kann ich nicht direkt mit diesem Geld inVerbindung gebracht werden, und nicht als Begünstigter auftreten. Daherbenötige ich Ihre Hilfe, um das Geld treuhänderisch in Empfang zu nehmen,damit wir es danach teilen können."

Zu teilen gäbe es in diesem Fall aber nur 5,5 Millionen. Peanuts im Vergleich mit den 20 Millionen von Mr ALLEN.

Ich denke, es ist an der Zeit, Mr Doorman anzurufen. Sein Arbeitgeber könnte sich für diese Angebote eventuell interessieren. Nur der Katze dürfen wir nichts verraten. Die könnte den Braten nämlich riechen.

PS: Ist Ihnen auch aufgefallen, dass weder Mr ALLEN noch der ehrenwerte Lesedi Kopano das Leerzeichen nach dem Komma kennen?

Frau Zappadong

6 Kommentare:

Jutta Wilke said...

Liebe Frau Zappadong,
nur für den Fall, dass Sie sich für das etwas großzügigere Angebot des Hernn ALLEN (Großbuchstaben) entscheiden sollten, wären Sie so freundlich, Herrn Lesedi Kopano mitzuteilen, dass ich ihm gerne bei der Teilung der 5,5 Millionen behilflich sein werde. Die Katze könnte sicher bei einem der Herren Asyl bekommen, falls nicht Mr. Doorman sich ihrer erbarmt und mit ihr den Jacobsweg geht...

Titus said...

Herrje, ich scheine auch einen reichen Onkel in den Staaten gehabt zu haben:

«Ich trete daher mit Ihnen in verbindung durch dieser brief auf, und bitte ich Sie nun um Ihre Erlaubnis, Sie als nächsten Angehörigen des Verstorbenen anzugeben.»

Und:
«Leider ist keiner bis jetzt angekommen um den vermoegen zu behaupten daher bitten meine Kollegen um jemanden aus Deutschland zu suchen. Daher
habe Ich nach einer langer versuch an ihrer Name in einer Internet
Datenbank Gestossen.»

Des is aber nett, nicht? Da nehm' ich auch in Kauf, kurzerhand meine Nationalität zu wechseln (soll mich doch der Steinbrück holen kommen ;-) ).

Es geht übrigens um «ACHT MILLIONEN VIER HUNDERT UND NEUNZIG SECHS TAUSEND UNITED STATES DOLLARS» (ich schaff' das nicht in eine Zahl zu fassen...). Die waren im 2000 mal «Sieben Million, zwei Hundert Tausend United States Dollar» und sind nun bei 18 % «Zunahme» zu oben erwähntem Betrag angewachsen (auch nehme ich in Kauf, dass man mir in der Schule das Rechnen falsch beigebracht hat).

Das Beste aber ist Folgendes:
«Andernfalls wird die gesamte Summe nach sieben Jahren (Dezember 31, 2009) in das Eigentum der Bank übergehen und die Direktoren der Bank werden den betrag untereinander aufteilen.»

Ne ne, diesen Abzockern schenken wir doch nix, oder? ;-)

Übrigens, der Mann heisst bei mir Dave Otieno, pardon, OTIENO.

P.S. Wenn ich dann das Geld habe, werde ich's in ordentliche Online-Übersetzungsprogramme investieren...

P.P.S Psssst, bitte nicht weitersagen, denn: «Bitte bemerken Sie auch dass dieser Transaktion muess als vertraulich behandeln worden. Alle oben gennanten Beamtern wollen nicht im zusammenhang mit dieser transaktion gebracht werden um unnoetigen peinlichkeit und werbung zu vermeiden.»

Zappadong said...

Oh ... und wenn das Füllhorn erst einmal auf ist, fällt alles auf einen Haufen. Heute Morgen im Briefkasten:

"Attn: Email Owner,
We are pleased to notify you the "Winner" of our last Secured Mega Jackpot Online Sweepstakes result. This is a reward program for the patronage of internet services and all email addresses entered for this promotional draws were randomly selected from an internet resource database of of registered software and domain users."

Am besten mag ich das Wort Winner zwischen Anführungs- und Schlussstrichen, am zweitbesten gefällt mir das "Dear EMail Owner." Oder umgekehrt :-)

Also, titus, wenn uns das Leben so reich beschenkt, habe wir für Jutta schon ein wenig Geld übrig. Und mit dem Rest gründen wie einen wirklich guten Zeitungsverlag.

Jutta Wilke said...

Wegen Euch habe ich jetzt Post geöffnet, die ich sonst ungelesen entsorge. Und wisst Ihr, was ich bekomme?
Gratis-Kondome und eine Bierzapfanlage!!
Ich bin dann mal weg. Ich geh mit Mr. Doorman auf den Jacobsweg...

Frau Müller said...

Euere Millionen sind doch Peanuts im Vergleich zu den Penisverlängerungsangeboten, die ich in meiner Mailbox vorfinde. «Gain an astounding 3-6 inches within weeks», «Make your dreams come true with a bigger penis», «Take her from behind and hear her moan» - pardong, wenn es jetzt ein bisschen frivol geworden ist, aber mit Eueren Millionen bringt Ihr doch nicht mal die Katze zum Miauen.

Zappadong said...

@ so, Frau Müller, wegen Ihnen wird dann mein bescheidenes Bloghüttchen auf dem Index landen (ich verabschiede mich jetzt schon von meinen wenigen jugendlichen Lesern und Leserinnen).

Dieses ganze Potenzgedongse ist ja herzig, aber ich frage mich immer, was ich damit soll. Mir einen Schnidelwutz wachsen lassen, geht mir doch etwas zu weit. Der Katze geben, resp. dem Kater? Dann singen die in der Nacht noch lauter. Also, mir sind die Millionen ehrlich gesagt lieber.