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Wuschelige Politiker

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Es wuschelt weiter.

"Es ist nicht so, dass ich nicht interessiert wäre", meint der FDP Oberheini, nachdem er wochenlang gesagt hat, er stünde nicht zur Verfügung. Und wedelt damit leise aber nicht undeutlich mit dem Zaunpfahl.

Dann haben wir noch den aus der Partei mit dem Draht zum lieben Gott, der sich nicht entscheiden will - obwohl er wahrscheinlich schon will - aber vielleicht doch lieber nicht in den Direktkampf mit dem FDP Oberheini treten möchte.

Solche Wischiwaschi-Wuschelis wollen Bundesrat werden. Solche Wischiwaschi-Wuschelis wollen mich und die Schweiz vertreten. Noch viel schlimmer: Ein solcher Wischiwaschi-Wuscheli wird gewählt werden. Nun ja, wenigstens kann man nicht sagen, dass die dann nicht reinpassen ins Gesamtbild.

Mir reicht's. Ich werde das nächste mal meine Stimmzettel vom Briefkasten direkt ins Altpapier entsorgen.

2 Kommentare:

Titus said...

Ich hatte mir genau das Gleiche gesagt: Pelli ist NICHT wählbar. Grund dafür ist einfach dieses ewige Ich-weiss-nicht-genau-und-möchte-eigentlich-nicht-aber-wenn-ich-muss-dann-halt-doch.

Allerdings würde ich deswegen nicht gleich den Stimmzettel ins Altpapier schmeissen, sondern einfach keine Pellis wählen und auch niemanden wählen, der Pellis in den Bundesrat wählen würde... (schwierig, ich weiss...)

Zappadong said...

Schon der letzte Kandidat hat monatelang verkündet: "Ich stehe nicht zur Wahl. Ich weiss, was ich kann und was ich nicht kann." - Um sich dann leises vor sich hinlächelnd wählen zu lassen.

Jo, gopfridli nomool! Wird in der Schweiz nur gewählt, wer offiziell erklärt, er wolle nicht (und heimlich das Gegenteil hofft)? Wollen wir wirklich solche Heinis, die sich "dann halt in Gottes Namen zur Verfügung stellen, wenn das Volk / das Parlament es will"? Sich sozusagen opfern?

Und das zu Krisenzeiten, wo wir eine gute, kompetente, starke Regierung brauchen würden?

Mir ist kotzübel beim blossen Gedanken daran.

Ich weiss noch, damals, als Hildegard Fässler ohne wenn, aber und "Gottes Namen" vorperschte und - für den Rest der Politikerkaste unschicklich früh - fadengerade heraus sagte: Ja, ich bin interessiert an dem Job. Solche Leute werden nicht gewählt. Nie. Die könnten ja Rückgrat haben! Es lebe der Schweizer Herumdrückser, der unscheinbare - der Wischiwaschi-Wuscheli eben.

Mit dem Resultat, dass wir einen Bundespräsidenten haben, der so nett aussieht wie der Opa von nebenan, und uns dabei so richtig in die Scheisse reitet. Und eine Volkswirtschaftsministerin, die allen Ernstes verkündet, die Krise wurde uns aufgezwungen (dabei steht die Bank, die der Herr Bundespräsident so eil- und dienstfertig unterstützt auf Rang 5 der Banken mit den in der Krise eingefahrenen weltweit höchsten Verlusten.

Es wird noch so weit kommen, dass ich den Monsieur Couchpain vermissen werde.