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Cargo

Gestern waren Herr Zappadong und ich im Kino. Zusammen mit sechs (6!) weiteren Personen haben wir uns den Film Cargo angesehen.

Ja, lausige, schäbige, mickrige sieben acht Leutchen wollten den Film sehen. Ich habe eine Theorie, warum das so ist. Ist halt ein Schweizer Film. Kein Mensch, der auch nur einigermassen cool ist, guckt sich einen Schweizer Film an, nicht wahr? Man macht sich selbst ja zum Höhlenbewohner mit beschränkter Hirnkapazität, wenn man in gewissen Kreisen gesteht, einen Schweizer Film angeschaut zu haben.

Nun, Herr und Frau Höhlenbewohner mit beschränkter Hirnkapazität fanden ...

... den Film optisch sackstark. PUNKT. Das heisst, ohne den leidigen Beisatz (... für einen Schweizer Film)

... den Film besetzungsmässig stark. PUNKT. Das heisst, ohne den leidigen Beisatz (... für einen Schweizer Film)

... die erste Hälfte des Films sackstark. PUNKT. Das heisst, ohne den leidigen Beisatz (... für einen Schweizer Film)

... die zweite Hälfte etwas weniger stark (zu viele Logiklöcher, gewisse Punkte zu schnell abgehakt - weshalb mir bis jetzt nicht klar ist, warum Decker sich am Ende so entscheidet, wie er sich entscheidet).

Fazit: Ein guter, sehenswerter, empfehlenswerter Film. PUNKT. Das heisst, ohne den leidigen Beisatz (... für einen Schweizer Film)



Frau Zappadong

5 Kommentare:

Thomas said...

Herr und Frau Zappadong sind zusammen mit sechs weiteren Personen im Kino und das sind dann «lausige, schäbige, mickrige sieben Leutchen»? Da habe ich in der Schule wohl gerade gefehlt. Wie funktioniert das schon wieder mit der Addition? Oder hast du dich dann doch nicht mitgezählt?

Zappadong said...

oha! Und grad nochmals oha.

Ich korrigiere auf acht und hoffe, das stimme so. (Ich war GROTTENSCHLECHT in Mathe, Chemie und Physik!).

Und den absolut gschämmigen Fehler im Titel habe ich gleich auch noch korrigiert.

Ich wälze mich in Asche. Zweifach.

Frau Zappadong

Zappadong said...

PS: Und wenn ich schon den Filmthomas hier habe: Sag mal, könntest du mir das mit Decker erklären? Warum der ... du weisst schon.

Thomas said...

Wenn ich jetzt zu erkären versuche, dann wissen nachher sowieso alle, was passiert. Das sich aber sowieso fast niemand den Film ansieht, ist das nur halb so schlimm. Trotzdem:

SPOILER:

Wieso sich Decker am Schluss für Anna opfert? Weil er sie liebt, Busse tun will oder zur Einsicht gekommen ist, dass ihr Leben wertvoller ist. Vielleicht. Am Schluss macht Vieles nicht mehr Sinn. Ich weiss auch nicht genau, weshalb angeblich eine Zwischenstation zu einem entfernten Planeten gebaut werden soll, wenn es doch bereits Rhea geben soll… Auch ein paar andere Sachen sind nicht ganz einleuchtend.

Titus said...

Für die Besatzung war die Station 42 nur eine Zwischenstation und später noch tiefer ins All vorzudringen. In Tat und Wahrheit soll es jedoch nur eine «Zwischenlösung» sein - so habe ich das zumindest verstanden.

Was bei mir jedoch nicht aufging, war, was die beiden «Männer fürs Grobe» gegen Ende des Films, vor dem Entladen, in einem der Container suchten. Habe ich da einen Dialog verpasst? Ebenso unklar ist die Sache mit dem «Wir liefern Euch die Beweise». Ja wer denn nun und was für Beweise? Ach ja, da war ja noch diese Hackerin, von der nun auch nicht klar war, für wen sie nun arbeitet...

Für einen Schweizer Film und für dieses Budget: Chapeau.

Auch fand ich jene Natur-Bilder ausgezeichnet, welche eben nicht computeranimiert waren. Sprachlich war nichts zu bemängeln (sauberes Deutsch), die Dialoge enthielten keine Platitüden, die Schauspieler spielten nicht schlecht, doch die einzelnen Charakteren waren mir irgendwie zu wenig ausgeprägt.

Was ich bzw. meine Augen mit der Zeit ziemlich müssig fanden, waren die Lichtkontraste; einmal dunkel, man konnte kaum etwas sehen, dann wurde man wieder von einer Taschenlampe quasi geblendet.

Die Sache selber, um die es ging, schien mir schlussendlich irgendwie in den Hintergrund gerückt worden zu sein. Ohnehin hat mich die Story an sich nicht wirklich vom Hocker gehauen.

Alles in allem: Nicht der übliche Mundart-Schweizer-Film mit Bodenhaftung, viel abgeguckt von Hollywood-Streifen. dünne Story.