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Die wahren Kreativen und die Verkennung ihres Genies

Hätte mich Mr Doorman nicht in letzter Sekunde zurückgehalten, hätte ich heute aus Zorn die Zeitung gefressen.

"HALT!", ruft er. "Was um Himmels Willen tun Sie da?"
Ich gucke auf das zerknüllte Papierknäuel in meiner Hand und frage mich das auch. Mich muss der heilige Zorn so sehr gepackt haben, dass ich wie von Sinnen reagiert habe. Nicht gerade das, was man sich unter Gelassenheit vorstellt. Nun, ich übe sie (die Gelassenheit) zwar fleissig, aber manchmal kommt sie mir abhanden. Heute zum Beispiel.

Da haben doch tatsächlich ein paar kreative Banker auf den Tod von invaliden Menschen gewettet - weil sie sich davon einen riesigen Gewinn versprachen (via).

Arbeiten tun diese Kreativen für die Deutsche Bank und dort droht man uns (den Normalsterblichen, auf deren Tod wahrscheinlich hinter unserem Rücken auch gewettet wird - und wenn nicht, dann mindestens auf unsere Dummheit) laut, deutlich und klar damit, dass es mit unserem Wachstum und unserem Wohlstand zu Ende geht, (via) wenn  ... tja, wenn wir den kreativen Ideen der Kreativen zu sehr Grenzen setzen. Und dann stand da eben dieser Satz, der mich leicht (*hüstel*) aus dem Tritt gebracht hat:  

Die Banken und einige Politiker drängen darauf, dass die neuen Bestimmungen erst nach Beendigung der aktuellen Krise eingeführt werden.

So ganz nach dem Motto: Nach der Krise ist vor der Krise. Oder vor der Krise ist nach der Krise. Das ist doch wahrlich zum die Zeitung fressen. Oder zum sich 2012 zum zweiten Mal reinzuziehen.

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