RSS Feed

Dann wollen wir uns wieder einmal köstlich amüsieren - mit Gewinnspiel

"Er ist da! Er ist da!", ruft Mr Doorman so laut, dass man ihn sogar im 33. Stockwerk noch hören kann - was gut ist, weil ich mich ebendahin geflüchtet habe.
"WER?", brülle ich zurück.
"Der Brief von Pro Litteris!", hallt es die Treppen hoch, die ich in dem Moment runterzurennen beginne, in dem der letzte Buchstabe von LitteriS bei mir angekommen ist. Und zwar in Rekordgeschwindigkeit.

So, und während ich diese 33 Stockwerke in die Tiefe rase, erkläre ich Ihnen im Zeitraffer, was das mit der Pro Litteris auf sich hat: Alter Ego schreibt Bücher und hat sich deshalb entschlossen, sich bei der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst anzumelden, eben die Pro Litteris (für die deutsche Leserschaft: Pro Litteris ist die CH Ausgabe von VG Wort) - selbstverständlich mit der Absicht, am Ende des Jahres Kohle zu sehen. Der Auslöser waren die euphorischen "Er ist da!"-Postings im Autorenforum, wo jeweils im März der Check bejubelt wird, der bei den glücklichen Empfängern eintrudelt. Gegen so einen Glücksschub hat Alter Ego selbstverständlich nichts einzuwenden - und so hat es die drei Bücher, die von ihm 2008 auf dem Markt waren, bei Pro Litteris angemeldet. Im Gegensatz zu seinen deutschen Kolleginnen und Kollegen, die sich schon im Frühjahr freuen dürfen, wurde Alter Ego auf den Dezember 2009 vertröstet - für die 2008-Ausschüttung. Sprich: Wenn ich jetzt gleich im untersten Stockwerk ankomme, werde ich die Früchte von 2008 ernten dürfen.

"Da sind Sie ja endlich", sagt Mr Doorman vorwurfsvoll, als ich hechend in die Eingangshalle stürme.
"Öffnen", japse ich. "Sofort."
"Wollen wir uns nicht zuerst überlegen, was wir mit dem Zaster machen werden?", fragt Mr Doorman.
"Was Sie wollen. Ein gediegenes Nachtessen zu zweit. Eine Fahrt mit dem Bernina Express. Ein Wellnesswochende in ..."
Das Geräusch von hastig zerrissenem Papier unterbricht mich. Mr Doorman zieht einen Brief aus dem verfansten Umschlag, liest ihn und ....

Fortsetzung folgt .... Denn: So etwas Spannendes wie diesen Moment gibt es in Zappadong-Hausen selten. Und so funktionieren wir das zu einem kleinen Wettbewerb um:

Wer am nächsten an die Summe kommt, die Alter Ego von Pro Litteris erhält, gewinnt ein Alter Ego Buch nach Wahl. Packen Sie einfach die Zahl Ihrer Wahl in einen Kommentar.

UPDATE: Im Rausch der Aussicht auf endlosen Reichtum habe ich den Einsendeschluss vergessen. Schätzungen werden entgegengenommen bis zum Mittwoch, 9. Dezember 2009 (damit das "Päggli" danach hurtig zur Post gebracht werden kann).

Frau Zappadong (samt Alter Ego)

13 Kommentare:

raumsinn said...

ich schätze, dass ein einfacher imbiss zu zweit auf einer wanderung rausschaut: Fr. 43.10

Bruder Bernhard said...

du schreibst natürlich nicht, ob du die lesungen der pro litteris anmelden kannst - weil dafür gibt's bestimmt haufenweise schotter.

ohne lesungen, nur der prozentanteil an den abgaben auf fotokopierern etc. prozentual auf deine verkäufe oder gemeldete auflage umgelegt: 12.80 CHF

Jutta Wilke said...

Liebe Frau Zappadong,

angesichts der Tatsache, dass Ihr Land seine Franken lieber in Tresoren als bei Privatpersonen untergebracht sieht und unter Berücksichtigung der enormen Kosten für die Minarett-Kampagne, tippe ich auf eine Ausschüttung von sage und schreibe 7 CH. Reicht bei uns in D für zweimal Currywurst (wenn es nicht grad auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt ist). Sollten Sie einen Schlafplatz in D brauchen, sind Sie und Mr. Doorman herzlich eingeladen. Ich würde dann noch eine Runde Glühwein zur Currywurst spendieren.

Liebe Grüße

die Frau Rauscher

Zappadong said...

Nein, ohne Lesungen ... und ich denke, ohne Rücksicht auf Verkaufszahlen (die musste man nicht melden - sondern nur Anzahl Seiten des Buches und den Preis).

PS: Mr Doorman lässt fragen, ob Sie nicht ein wenig höher gehen möchten. Er hätte gerne mehr als nur eine Flädlisuppe.

Thomas said...

Hm, der Versuch einer Recherche ist gescheitert: «Bitte aktivieren Sie in Ihrem Browser die Funktion Cookies. Ohne diese Funktion kann die Seite der ProLitteris nicht angezeigt werden.» Ich möchte doch keine Kekse von ProLitteris. Also ein blinder Rateversuch: CHF 4.35. Das reicht immerhin an einigen Orten für einen Kaffee (mit Orangen-Schokolädchen).

Titus said...

Ich würd' mal sagen CHF 3'900.-- (bei einer Auflage von über 500 Exemplaren und bei jeweils 100 Seiten für die zwei im 2008 publizierten Bücher).

Der Bonus ist da natürlich nicht drin... ;-)

phono said...

Ich tippe dann mal auf eine blanke 0 ;)

Ugugu said...

100 Stutz!

gnoerpf said...

Hab mir jetzt das Verwertungsreglement mal vorgeknöpft, sind ja auch nur 61 staubtrockene Seiten.

* Auszahlung erfolgt nur bei Beträgen > 30.-
* Checks gibt es nur > 100.-, sonst direkte Überweisung (warum dann überhaupt Checks?!)

Da stellt sich schon die Frage was denn nun im Couvert war. Zählt bei Beträgen < 30.- der aufs nächste Jahr übertragene Wert oder zählst Du das als 0?

PvC said...

Mangels Nummernkonto in der Schweiz kann ich leider nur in Euro rechnen. Ich würde mal glauben, du kommst schwerlich an die Auszahlungsgrenze. 25,68 Euro?

Hansjuri said...

Ich tippe auf 80 sFr
Den Gewinn musst du nicht zur Post tragen, ich hole ihn ab, gibt das einen Rundungsbonus?

BodeständiX said...

So wie ich die CH-Verwertungsstellen einschätze, werden sie Frau Zappadong einen Minusbeitrag aufgedrückt haben... schliesslich müssen doch in erster Linie die Bürokraten-Kosten bezahlt werden.

bobsmile said...

Ich geb's zu, ich habe keine Ahnung, wie sich das berechnet.
Darum gehe ich esoterisch vor:
Da ich hier mit dem 14. Kommentar dabei bin, sage ich einfach sFr. 14.-