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Piratenflagge

"Wir brauchen eine Piratenflagge", sage ich zu Mr Doorman.
"???"
"Ich habe mir auch überlegt, die Peace-Fahne herauszuhängen, aber das trifft die Sache nicht so ganz", schiebe ich hintennach.
"???"
Uff. Das wird schwierig. Also noch ein Versuch. "Ich will mich als Rebellin outen."
Mr Doorman lacht. Das ist immerhin besser als sein bescheuertes Fragezeichengesicht.

(Zwischenbemerkung: Ja, ich habe schlechte Laune. Was nicht an Hansjuri liegt, der mich gestern besucht hat. Das war nämlich ein richtiger Aufsteller! Danke.)

"Und wogegen wollen Sie rebellieren?" fragt Mr Doorman.
"Die Bankmanager. Die Post. Das schnelle Leben. Die Technogläubigkeit. Das Ich-will-alles-gratis. Den Brot-und-Spiele-Konsumrausch. Das ..."
"Frau Zappadong. Sie sind uralt 48. Kein Teenager", unterbricht mich Mr Doorman.
"Mir wurscht", antworte ich. "Ich will eine Piratenflagge."
"Dazu müssten wir einkaufen gehen", sagt Mr Doorman.
Auch das noch! Aber wenn's denn sein muss... Erst geht's ans Gotthard-Konzert.
Ihnen empfehle ich derweilen folgende Lektüre:

Konkursite Lehrmann Brothers zahlt 50 Millionen Boni aus
Ein weiterer Pflock für die Abzocker-Initiative

"Und was machen wir mit Onkel Vladimir?", fragt Mr Doorman.
"Darüber denken wir morgen nach", antworte ich.

2 Kommentare:

Petra said...

Wie wär's als Behelfsmittel mit einer weißen Fahne = Ich gebe (das alles) auf, ich entziehe mich?
Denn nach der Piratenflagge käme logisch das Entern und eine noch größere Gier auf Schätze... ;-)

Zappadong said...

Ich halte es wie Dido: There will be no white flag ...

HA!