RSS Feed

Einfach so ... weil es Spass macht ...

.
... und weil Zap den Song für sich entdeckt hat und Radar Love im Auto jetzt immer läuft, wenn wir zusammen unterwegs sind.



Frau Zappadong

Wo, bitte, geht es zur Wirtschaftskrise?

.
Ich fuhr mit Zap nach Zürich. Ihr zuliebe. An einem Samstag. Und es wurde schlimmer als in meinen wildesten Träumen.

Trotz heftigen Regens tummelten sich geschätzte zwei Millionen Leute in der Innenstadt (okay, es mögen ein paar weniger gewesen sein, aber nicht viel). Und alle schienen versessen darauf, ihr Geld in den Wirtschaftskreislauf einfliessen zu lassen. Krise? Nun, in Zürich ist sie definitiv nicht angekommen.

Zum Leidwesen eines jungen AC/DC Fans (ich spreche nicht von mir, ich bin seit gut 30 Jahren AC/DC Fan) scheint die freie Marktwirtschaft auch bei den Ticketverkäufen immer noch bestens zu funktionieren. Während Fans wie er keine Chance haben, legal zu einem Ticket zu kommen, horten andere diese Dinger stapelweise und verkaufen sie dann zu horrenden Preisen. Sollte je einer dieser Schwarztickethändler über unfaire Boni jammern, haut ihn mein junger Bekannter "ungespitzt in den Boden".

Um doch noch etwas Positives zu sagen: Das Cabaret Voltaire war wie immer das positive Highlight des Tages!

Ihre Frau Zappadong

amerikan beauty

.
Ja. Hatten wir schon. Trotzdem. Für diese Band kann man einfach nicht genug Werbung machen.

Der Gig gestern Abend war erste Sahne, trotz der Erkältung von Dennis.

Ich würde ja gerne Bildmaterial zeigen, aber Johnny

(Einschub von Frau Zappadong: Da gehe ich also an ein Konzert und wen treffe ich - einen guten alten Bekannten aus Zeiten, in denen wir beide jünger waren und weniger Falten hatten)

hat seine Filmaufnahmen noch nicht online gestellt.

Aber Igor

(Einschub von Frau Zappadong: Das ist der Typ, der immer nach mir Gitarrenstunde hatte und schon beim Einspielen so verdammt gut war, wie ich in 20 Jahren nicht werden kann ... ach ja, und ich hätte ihn beinahe nicht erkannt, weil er die Haare geschnitten hat ...)

und ich fanden die Band super und vor allem Dennis einfach nur obergenial. Ich meine, wenn Igor das sagt, dann stimmt das.

Und dann hatte ich noch Zap dabei, die alle Lieder auswendig kann. Und sie hat recht, wenn sie sagt, dass Social Stigma ein verdammt geiles Album ist. Hörproben gibt es hier.

Also: Unbeding kaufen. Man kann das bei cede.ch tun, oder bei der Band direkt und im Notfall auch über mich. Hauptsache Sie eignen sich dieses Album an.

Ihre Frau Zappadong

Zitat des Tages - Die eigentliche Krise ...

.
... ist der Mensch und sein heutiges Verhalten.

Sagt Titus in einem Kommentar beim Stadtwanderer. Und dann sagt er noch:

Wenn es darum geht, einen dunklen, weil unbeleuchteten Tunnel zu durchqueren, also das unbekannte Unbekannte zu durchschreiten, dann geht das einfacher, wenn man sich gegenseitig an der Hand nimmt. (...) Das lässt den Tunnel nicht heller werden, aber man hat wenigstens die Gewissheit, nicht alleine zu sein. Und sollte man im Dunkeln stolpern, ist links und rechts jemand da, der einem auffängt.

Lieber Titus, ich danke Ihnen.

Frau Zappadong

Bruder Bernhard macht Radio ...

.
... und Mr Doorman und ich sind neidisch wie sonstwas!

Da träumen wir seit JAHREN von der eigenen Radiostation, kommen auf keinen grünen Zweig (sprich: kein eigenes Radio) und dann zeigt uns Bruder Bernhard ganz locker, wo der Bartli den Most (und das Radioprogramm) holt.

Nun sollte er nur noch Hard Rock spielen und die Welt wäre total in Ordnung.

Aus dem Panikraum, beschallt mit Radio laut.fm grüssen

Frau Zappadong und Mr Doorman

Flagge hissen für Frau Rösli

.
Jetzt ist es so, Frau Rösli: Ich habe mir Mühe gegeben. Ehrlich. Aber das mit den Flaggen ist nicht ganz so einfach.

Die Peace-Flagge kann ich nicht mehr finden. Und die Weisse Fahne hebt sich saumässig schlecht vom Schnee ab (abgesehen davon ist mir nicht nach Weisser Flagge; schliesslich planen Mr Doorman und ich immer noch die Revolution).

Ein Streifzug durch das Zappadong-Gebäude brachte zwei Alternativen zum Vorschein:

Flagge von Tochter Zappadong

Flagge von Sohn Zappadong

Mir gefallen ja beide. Aber in einem Land, in dem man keine "Schitterbiig" (=Holzstapel) erreichten kann ohne eine Klage zu riskieren, ist es schon fast wagemutig, solche Flaggen gut sichtbar zu hissen.
Machen wir es so: Ich schicke Ihnen ein Ortungsgerät. Für den Fall der Fälle, dass Sie und Herbert aus der Ferne einfliegen und mit uns Ostereier stricken wollen.
Allenfalls auch hilfreich: siehe hier.
Herzliche Grüsse (auch von Mr Doorman!!!)
Frau Zappadong

Auf der Suche nach einer Erklärung?

.
Ich twittere ja jetzt. Na ja ...

Aber da ist einer, der ist die ganze Sache schon fast wert. Nennt sich cwalken (wie der Schauspieler), kann aber irgendwer sein. Egal. Mir imponiert seine Lebenseinstellung (so viel Gelassenheit werde ich auch in 100 Jahren nicht entwickeln).

Heute hat er mal wieder die Welt (oder mindestens den Mikrokosmos) erklärt:

She said I should talk more about my cat; that people like that sort of thing here. I didn't know I still had a cat. Explains a few things.

In diesem Sinne: Schönen Abend.

Frau Zappadong

Chiibig ufrächt - Teil 2

.
Kein Kommentar ausser: Unbedingt das ganze Video schauen!



Gefunden beim Journalistenschredder ugugu.

Frau Zappadong

Wenn Bergbauern die Schweiz retten (könnten)

.
Während unsere Bundesräte die Indianer geben für einen Kavalleristen aus Deutschland und die Schweiz zum Wilden Westen mutiert, hat ein kluger Bergbauer aus der Innerschweiz die Lösung unser aller Probleme längst gefunden.

Vielleicht sollten wir dem Zgraggen Schagg ein Bahnticket nach Bern kaufen.

Frau Zappdong

Es soll ja Leute geben ...

.
... die sich nicht getrauen, einen eigenen Musikgeschmack zu haben, sondern sich daran orientieren, was jetzt gerade in der "Szene" (der eigenen natürlich, jener, über die man sich definiert) so angesagt ist. Und dieses Angesagte findet man dann schampar gut. Ob es einem gefällt oder nicht.

Was gerade wahnsinnig angesagt ist, kann ich Ihnen leider nicht sagen - wie Sie wahrscheinlich unschwer an meinen Musiktipps bemerkt haben. Aber ich kenne da einen, der hat eine Freundin, die genau weiss, was gerade in ist.

Also, damit Sie mindestens heute oder diese Woche nichts falsch machen:



Ihre Frau Zappadong

Quizfrage des Tages

.
Wer führt diesen Spruch so quasi als Lebensmotto auf seiner Webseite:

Stärker werden. Menschlich bleiben.

Auflösung für Neugierige hier.

Da ist sind mir der Wikinger und die Elfe lieber.

Frau Zappadong

Wikinger mit Elfe

.
Mr Doorman und ich schenken Ihnen zum Wochenauftakt einen musikalischen Energieschub - und wünschen viel Spass mit dem augenrollenden Wikinger und der robusten Elfe.



PS: Wir lieben diesen Song. Er läuft zur Zeit nonstop im Panikraum.

Frau Zappadong

Rain on the Scarecrow

.
Seit 22 Jahren Teil meines (musikalischen) Lebens und heute beim Hochladen der Musik auf den PC zwecks weiterleiten an den neuen grünen iPod wieder einmal so richtig genossen:

John Mellencamp - Er hat immer noch recht! Nach all den vielen Jahren könnten die Songs genauso gut von heute sein. Hier sein Lied über die Farmer:

Well there's ninety-seven crosses
planted in the courthouse yard
Ninety-seven families who lost ninety-seven farms
I think about my grandpa and my neighbors and my name
And some nights I feel like dyin'
Like that scarecrow in the rain



Ihre Frau Zappadong

Pflichtlektüre des Tages

.
Guten Abend meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten.

(via ugugu)

Chiibig ufrächt

.
Begeistert das Buch "100 Tage" von Lukas Bärfuss im lokalen Buchladen abgeholt, nur um verärgert festzustellen, dass es dem Verlag wichtiger ist, seriös daherzukommen, als den Text in Buchstaben zu drucken, die auch ich ohne Lupe lesen könnte. Ich will nicht, dass Bücher literarisch wertvoll aussehen - ich würde sie gerne lesen können. Tammisiech. Hätte ich das Buch nicht extra bestellt, sondern einfach so aus dem Regal genommen, hätte ich es zurückgestellt.

Dann weiter in den Apfel-Laden (den elektronischen), weil ich einen iPod kaufen möchte. Grün muss er sein. Oder rot. Der Rest ist mir egal. Der jugendliche Verkäufer schaut mich an, als käme ich von einem anderen Planeten - oder geradewegs aus dem Altersheim. Und wie ein Jünger einer Sekte erklärt er mir ehrfurchtsvoll, dass man den roten direkt beim Saft ... ähm ... will schreiben Apfelhauptladen bestellen muss. Ja gopfridli, entweder gibt es rote iPods oder es gibt keine rote iPods.

Ich glaube, ich werde eine radikale Alte. Bei uns sagt man dem chiibig ufrächt. Jawoll! Mit geringelten Pulswärmern und Haaren auf den Zähnen.

Frau Zappadong

Vom Stricken und von Schokolade

.
Weil so eine Revolution planen anstrengend ist (wo fangen wir bloss an???), haben Mr Doorman und ich beschlossen, uns als Ausgleich dem Stricken zu widmen. Anfangen tun wir mit Pulswärmern (die Topflappen lassen wir aus ... nicht unser Ding). Die geringelten Socken scheinen uns noch zu schwierig.

Wir hatten doch letztes Jahr mal Schafe in Zappadong-Hausen ... oder waren es Lamas? Wie auch immer ... Frau Rösli ... sind die bei Ihnen? Wir brauchten da nämlich noch mehr Wolle.

Sehr viel zu unserer Entspannung und guten Laune beigetragen hat das Paket, das uns gestern der Pöstler gebracht hat. Da steckte Schokolade erster Güte drin. Vielen, vielen Dank liebe Frau ... (ich weiss jetzt nicht, ob es Ihnen peinlich wäre, wenn ich Ihren Namen schreiben würde und deshalb einfach liebe Frau ... Sie wissen schon, dass Sie gemeint sind).

Und so könnten wir beinahe sagen: Das Leben im Untergrund ist gut.

Herzliche Grüsse

Frau Zappadong

Wir bleiben im Dreck versenkt

.
Regelmässige Zappadong-Gäste wissen: Wir haben das Gebäude Ende letzten Jahres im Dreck versenkt. Seither haben wir ein paar halbherzige Versuche unternommen, das Gebäude wieder an die Oberfläche zu fahren. Heute Morgen haben Mr Doorman und ich beschlossen, dass wir im Untergrund bleiben wollen. Wir haben genügend Kartoffeln im Keller und irgendwo wird sich auch etwas Schokolade finden lassen - und das Grundwasser dringt mittlerweile sowieso in den Luftschutzraum (den wir nicht brauchen, weil das ganze Gebäude zur sicheren Zone geworden ist). Wir sind also versorgt.

Wir haben keine Lust auf eine Welt, in der ein grässlicher Amoklauf zur Mediensensation wird.

Wir haben keine Lust auf eine Welt, in der jemand im Jahr der Finanzkrise einen "Sign-up-Bonus" von 3 Millionen Franken erhält.

Wir haben keine Lust auf eine Welt, in der Eltern von todkranken Kindern keinen bezahlten Pflegeurlaub bekommen, weil "sich die Schweiz das nicht leisten kann".

Wir haben auch keine Lust, dem Personalkarussell auf den Teppichetagen weiter zuzuschauen.

Up-Date: Wir haben auch keine Lust auf eine Welt, die ganz niedliche Worte für ganz grässliche Sachen bereithält (danke Herr Brockhaus!).

Und weil wir hier unten im Dreck ziemlich viel Zeit haben, haben wir beschlossen, den Panikraum orange zu streichen und die Revolution zu planen.

Seien Sie gegrüsst

Frau Zappadong und Mr Doorman

Unwort des Tages

.
systemrelevant

Überlegen Sie sich doch mal, ob Sie systemrelevant sind. Und nein, bloss weil Sie zu den Human Resources oder zum Human Capital gehören, beantwortet sich diese Frage noch lange nicht automatisch mit einem Ja. Also denken Sie bitte kurz (oder gerne auch lang) darüber nach - und erschrecken Sie dann nicht ob der Antwort und deren Konsequenzen.

Und dann hat auch der Journalistenschredder eine ziemlich garstige Wortkombination gefunden.

Spinnen eigentlich heute alle?

Frau Zappdong

Kurznotizen

.
In dem riesigen schweizerischen Mittellandmoloch gibt es tatsächlich noch Orte, in denen man sich mit einem "Grüezi" begrüsst (Grüezi Safenwil).

Bahnfahren ist eine Inspiration (auch wenn man zuweilen absolut abgedreht doofen Gesprächen zuhören muss - oder vielleicht gerade deswegen).

Unbedingt gucken: Gran Torino.

Unbedingt essen: Schokolade.

Total unwitzig heute: Frau Zappdong (entschuldige mich - mir steckt immer noch der riesige schweizerische Mittellandmoloch in den Knochen).

Frau Zappadong

Selbstversuch Twitter

.
Ich finde Twitter ja den letzten Schrott. Noch schlimmer als Handys (die mag ich auch nicht - bin froh, wenn ich nicht telefonieren muss).

Und deshalb wollte ich beim Bugsierer mit scharfer Feder (na ja, scharfer Tastatur) einen Kommentar schreiben zur Anzahl Follower. Von wegen: Noch ein Sch****vergleich. Genau wie Blogstatistiken, Technorati- oder Google- oder sonst ein Ranking. A-Blogger, B-Blogger, Würstchenblogger. Und jetzt A-Twitterer, B-Twitterer und ... keine Ahnung wie man den bedeutungslosen Rest nennt.

Und dann wollte ich noch schreiben, dass es absolut saudoof ist, irgendwelchen Leuten hinterherzulesen, um zu erfahren, dass sie im XYZ ein sackteures Croissant (auf gut Deutsch ein Gipfeli) zu sich genommen haben oder dass sie jetzt grad in St. Moritz sind und den Boris Becker leibhaftig gesichtet haben.

Sprich: Es sollte ein vor Ironie triefender Beitrag werden.

Was mich gehindert hat? Der Bugsierer meint, man solle die Klappe halten, wenn man nicht mindestens drei Monate getwittert hat. Also habe ich beim Bugsierer die Klappe gehalten, mir ein Twitter-Konto eingerichtet und es mir nicht verkneifen können, hier in Zappadong-Hausen, meinem eigenen Gefielde, die Klappe aufzureissen.

Ich denke nämlich, dass mir dieses Twitter-Dingens am Allerwertesten vorbeigehen wird, genau wie Facebook, wo ich einen Monat lang versucht habe herauszufinden, was der Witz daran ist, und mich dann abgemeldet habe (unter anderem weil es mich nicht die Bohne interessiert, wer jetzt gerade was wo macht).

Nun, ich twittere jetzt also meinen Alltagsschrott in der Gegend herum. Wahrscheinlich werde ich auch in drei Monaten beim Bugsierer keinen Kommentar schreiben können, weil ich keinen einzigen Follower habe (ähm, wer will schon lesen, was die Frau Zappadong gerade so macht?).

Bugsierer, der Kommentar zu deinem Eintrag folgt in drei Monaten.

Frau Zappadong.

Mal kurz nachgerechnet

.
Also.

Der Öski erhält fürs Pflegen eines kranken Riesenbabys 3'000'000 CHF im Jahr.

Der Chäpp erhält fürs Helfen beim Pflegen von Öskis krankem Baby 850'000 CHF im Jahr.

Das macht dann 3'850'000 Franken im Jahr. Mitbezahlen tun das Sie, ich und viele andere mit unseren Steuergeldern.

Familien mit stark pflegebedürftigen Kindern erhalten nach Willen von Bundesrat und Ständerat 0.00 CHF im Jahr. Nein, auch wenn Sie wollten, Sie können und dürfen da mit Ihren Steuergeldern nichts mitbezahlen.

Wir können auch anders rechnen und von einem Einkommen von CHF 80'000 pro Familie ausgehen. 48 (Achtundvierzig) Familien könnten mit dem Gehalt von Öski und Chäpp entlastet werden, würde man ihnen das ganze Einkommen ersetzen.

Hat da jemand was von Begehren und Notwendigkeit gesagt?

PS: Nein, von dieser Palme komme ich noch lange nicht runter.

Ihre Frau Zappadong

Von Notwendigkeiten und Begehren

.
Ich schreibe gerade in dieser Sache mit Frau Forster-Vannini hin und her.

Und jetzt habe ich ein Problem, bei dem Sie mir vielleicht helfen können.

Um etwas auszuholen: Ich habe Frau Forster-Vannini per Mail mitgeteilt, was ich von der Sache mit der vom Ständerat abgelehnten finanziellen Unterstützung für Eltern mit stark pflegebedürftigen Kindern halte.

Sie hat - was ich ihr hoch anrechne - sehr schnell geantwortet. Mit der Antwort selber habe ich Mühe, denn sie versteht zwar meine Wut und meinen Ärger, erklärt mir aber auch, dass jede Session neue Begehren gestellt werden. Alle für sich sinnvoll und verständlich. Letztlich müssen sie aber alle finanziert werden. Darüber wird meist kein Wort verloren.

Gut. Dann verlieren wir jetzt hier mal ein paar Worte!

Zum Beispiel dieses Wort hier: Begehren. Denn - das mit der UBS ist ja eine Notwendigkeit. Wie gewisse Anschaffungen fürs Militär. Die sind auch eine Notwendigkeit. Und wenn die Pharma-Lobby hustet, dann geht es auch um Notwendigkeiten. Sobald es aber in den Bereich der sozialen Gerechtigkeit geht, gibt es nur noch Begehren.

Und hier, brauche ich, wie gesagt, Ihre Hilfe. Ich möchte gerne eine Liste erstellen. Eine für Begehren und eine für Notwendigkeiten. Aber: Bei mir kommt das irgendwie einfach "lätz" (=falsch) heraus. Denn für mich stellt die UBS Begehren. Und das Militär. Und all die Lobbys. Die Notwendigkeiten sehe ich anderswo.

Vielleicht kann mich ja jemand aufklären und mir beim Erstellen der Liste helfen. Oder mindestens meinen Verstand geraderücken.

Ratlos und immer noch grausam wütend

Frau Zappadong

Prioritäten setzen oder Kotzen für Fortgeschrittene

.
Sie dürfen gerne eine Bank an die Wand fahren. Kein Problem.

Aber bitte rechnen Sie nicht mit einem bezahlten Pflegeurlaub, wenn ihr Kind todkrank ist. Denn "Gerade in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage dürften Arbeitgebern und -nehmern nicht noch mehr Kosten aufgebürdet werden" (Erika Forster, Ständerätin)

Ausserdem:

"verpflichtet das Arbeitsgesetz den Arbeitgeber, bei der Festsetzung der Arbeits- und Ruhezeiten auf die Familienpflichten seiner Mitarbeiter Rücksicht zu nehmen und wenn nötig eine Arbeitsbefreiung von bis zu drei Tagen zu gewähren. " (Quelle: nachrichten.ch)

Ihr Kind todkrankes Kind soll also entweder gefälligst in drei Tagen gesund werden oder dann halt alleine sterben. So what? Hauptsache, wir retten die UBS.

Und sowieso:

"Die Einführung eines bezahlten Pflegeurlaubes oder eines Taggeldes würde zudem zu einem «schleichenden Ausbau des Sozialversicherungssystems» führen, den sich dieses keinesfalls leisten könnte, sagte Alex Kuprecht (SVP/SZ)." (Quelle: nachrichten.ch)

Nein, wir können es uns in der Tat nicht leisten, unseren schwerkranken Kindern beizustehen. Lassen wir sie also einsam abkratzen. Zum Wohle der Gesellschaft. Und im Namen unserer unterstützungswürdigen Banker.

PS: Ich kenne eine Familie, deren dreijähriges Kind sechs Monate lang um sein Leben gekämpft hat. Ich weiss, was sein Vater durchgemacht hat, weil er "arbeiten gehen sollte." Er hat schlussendlich seinen Arbeitsplatz verloren. Weil er sein Kind nicht alleine sterben lassen wollte.
Und dann kommt ein Ständerat und beschliesst einen solchen Sch....

Liebe Zappadong-Besucher: Manchmal könnte ich kotzen beim Lesen von Nachrichten. Und manchmal könnte ich noch viel mehr als nur kotzen. Jetzt zum Beispiel gerade.

Und dann ist da noch die Adelheit

.
Die säuft. Fährt aber nicht. Und ist eine witzige Wohltat unter all der Schrottwerbung, die von überall her auf mich einprasselt.

Adelheit

Ohalätz!

.
Während ich mit der Bahn durch allerlei Landschaften fahre, rast unbemerkt von mir das Zeitgeschehen an meinem Bewusstsein vorbei. Ein Tag ohne Nachrichten unterwegs

(Einschub: NEIN, diese Gratiszeitungen, die stapelweise auf dem Zug liegengelassen werden, liefern KEINE Nachrichten - ich lese dort höchstens in drei verschiedenen solcher Blättli den wortwörtlich gleichen Text vom Schweizer, der mit dem Snowmobil in Russland verloren gegangen ist und dem toten Engländer, der in ein Bachbett gerutscht ist sowie den nicht wortwörtlich aber inhaltlich gleichen Text vom gruusigen roten Fingerringli von Herrn Bundesrat Leuenberger. Müsste ich mich vom Informationsgehalt solcher Zeitungen ernähren, wäre ich gertenschlank.)

und schon ist die Welt eine andere. Tamedia ist poschten gegangen und hat das Einkaufswägeli reichlich gefüllt und Kaspar Villiger ist jetzt ein hohes Tier bei der UBS.

Morgen bin ich nochmals den ganzen Tag ausser Haus. Wer weiss: Vielleicht gehört am Ende des Tages Sulzer dann OC Oerlikon, Bundesrat Merz ist zurückgetreten und die amtlich bestätigte Rezession ist (noch nicht amtlich bestätigt) entweder vorbei oder noch schlimmer geworden.

Derweil kurble ich den Konsum an, indem ich zwischen den Terminen ein Sandwich am Bahnhofkiosk kaufe.

Herzliche Grüsse

Frau Zappadong

Geständnis ...

.
... für Titus (und allenfalls andere Neugierige).

Lieber Titus

Sie haben mich erwischt. Während Mr Doorman tatsächlich gerade eine Tonne Kartoffeln in unseren kleinen Keller zu quetschen versucht (seit Mr Lightbringer weg ist, muss Mr Doorman die Kleinarbeit im Haus verrichten), hole ich das verpasste Leben von ca. 9 Monaten nach.

Nein, ich war nicht schwanger (obwohl ... nein, gar nicht weiterdenken, weil a) zu alt und b) Herr Zappadong fluchtgefährdet bei dem Gedanken) - mein Brotberuf Alter Ego und mein Autorinnen Alter Ego haben mich schwerstens auf Trab gehalten. Und jetzt, da es "luggat" (bessert), stürze ich mich in die verschiedensten Aktivitäten. Die da wären:

Kino:
- Der Insider (gut, aber nicht sehr gut)
- Bal a l'üna (gut)
- Twilight (grässlich)

DVD/ Video:
- Das Fräuleinwunder (CH Film, ganz okay)

TV:
Ah, es gibt noch ein Programm, aber besser ist es in den letzten Monaten nicht geworden. Ein paar Tatortfolgen (neue und alte) reingezogen.

Theater:
- Nellie Goodbye (grandios!!!!)
- Bern ist überall (so was wie eine Autorenlesung mit Pedro Lenz und anderen ... prächtig unterhaltsam - ich muss unbedingt ein Buch von Pedro Lenz lesen!)

Musik:
Endlich regelmässig E-Gitarre geübt (den Maestro Gitarrenlehrer wird's freuen - mich auch) und ganz viel amerikan beauty gehört (den Maestro Gitarrenlehrer wird's freuen - er ist der Kopf der Band).

Lesen:
Rosentod von Michael Borlik
Nach Hause schwimmen von Rolf Lappert

Kartoffeln:
Nur gegessen, Mr Doorman muss alleine einräumen.

Stairways to Heaven:
Einer der gigantischten Songs EVER!

Und dann noch dies:
Alter Ego feiert Buchveröffentlichung (mit einem Buch, in dem Musik eine grosse Rolle spielt, unter anderem Led Zeppelins "Whole Lotta Love" - mit dem besten Cover, das Alter Ego je auf einem ihrer Bücher hatte!)
Neues Manuskript abgeliefert, in dem AC/DC eine wichtige Nebenrolle spielen - sollte im Herbst erscheinen.

Und am Schluss das:
Es gibt ein Leben trotz und in der Krise. Auch jenseits des Kartoffelkellers

Ihre Frau Zappadong