RSS Feed

Letzte Chance

.
Heute ist die allerletzte Chance, in den berühmt-berüchtigten Verlosungshut meines Alter Egos zu hüpfen. Wer es wagt, sich in den Rachen dieses missmutigen Huts zu begeben, nimmt an der Verlosung des neusten Gabathuler-Buchs (diesmal eigentlich Büchleins) teil.

Viele bunte Infos gibt's hier und da ich annehme, dass die wenigsten von Ihnen einen Netlog-Account haben, können Sie auch unten bei den Kommentaren ein entschlossenes: "Ja, ich will" hinschreiben. Aber Achtung: Der Hut hat es wirklich in sich.

Frau Zappadong

Bitte warm anziehen!

.
Nein, nicht SIE. Und nicht JETZT. Ist ja schliesslich Hochsommer.

Aber denken Sie doch schon mal an Ihren Laptop. Im Winter. Wo es so schweinekalt wird, dass uns der Rotz in der Nase gefriert und dem Laptop die Tasten klappern (nicht weil Sie draufhauen wie bescheuert, sondern weil er friert).

Nun, dem Elend kann abgeholfen werden. Nicht Ihrem (ich fürchte, der Rotz wird Ihnen weiterhin in der Nase gefrieren), sondern jenem Ihres Laptops. Gucken Sie doch mal hier.

Ihr Laptop wird es Ihnen danken. Und Sie sehen in Begleitung dieses guten Stücks endlich mal so aus, wie Sie schon immer aussehen wollten: Sehr speziell und einzigartig.

Ihre Frau Zappadong

Von wegen Blogs sind tot

.
Der D.B. hat in der Sonntagszeitung mal wieder den Tod der Blabla-Blogs gemeldet (nein, an dieser Stelle gibt es keinen Link zu gar niemandem).

Kann sein, dass die Zeitgeistigen zu Twitter abzwitschern oder bei Facebook die Hosen herunterlassen und der Menschheit so intelligente Texte bescheren wie Habe gerade gefrühstückt. Mmmm. Sollen sie doch.

Mich langweilt Twitter zunehmend. Facebook interessiert mich nicht. Und so klaue ich dem Journalistenschredder (ja, das ist einer meiner Lieblingslogger; darum gibt es hier so viele Links zu ihm - und nein, ich werde dafür weder bezahlt noch bekomme ich Blümchen) seine Wortkreation vom Hardcore-Offlinen, wandle sie leicht ab und erkläre hiermit feierlich: Ich bin Hardcore-Bloggerin.

Es interessiert mich einen Sch... will sagen Deut, ob Blogs tot sind oder nicht. Ob und wohin die Szeneria abgejetet ist. Ich blogge und ich lese Blogs.

Dabei stosse ich auf Artikel, die ich so in keiner Zeitung finde. Zum Beispiel diese zwei hier:

Vorhersagen (bei der EDIT - und SORRY - Augenreiberei)
Marketing - der Feind des Verzichts (bei Thinkabout)

Lesen, unbedingt lesen.

Frau Zappadong, Ihre Hardcore-Bloggerin

Und wenn wir schon bei der Kunden(un)freundlichkeit sind ...

.
... schwenken wir unseren Blick doch schnell vom öffentlichen Landverkehr zum Luftverkehr.

Da dürfen / sollen / müssen Sie in Zukunft Ihren Gerümpel selber erledigen, sprich: Checken Sie doch bitte selber ein. Selbstverständlich "stehen Spargründe nicht im Vordergrund". Nein, nein, wo denken Sie hin. Es geht einzig und allein um verkürzte Wartezeiten. Aha.

Wenn Sie so gut sind, kaufen Sie sich vor der Abreise Ihre Ferienutensilien bei jener Supermarktkette, wo Sie die Preise selber einscannen.

Um zum Flughafen zu gelangen, benutzen Sie unbedingt den öffentlichen Nahverkehr, wo es schon lange keine Zugbegleiter mehr gibt.

Während Sie vor den Eincheckautomaten warten, kneifen Sie sich sicherheitshalber kurz in den Arm. Einfach so. Und zum Prüfen, ob Sie noch leben oder ob man Sie irgendwie gegen eine Maschine ausgetauscht hat.

Frau Zappadong

Wenn halbe Taxe nicht halbe Taxe ist oder Wie man Kunden verarscht

.
Ich habe ein Halbtaxabo. Für Zappadong-Besucher, die nicht in der Schweiz leben: Man bezahlt für dieses Abo einen Grundpreis und kann dann die Bahntickets oft zum halben und sonst zu einem stark reduzierten Preis kaufen.

Theoretisch.

In Zappadong-Landen hat man nämlich das alte Preissystem über den Haufen geworfen und zu einem ziemlich komplizierten Zonensystem gewechselt. Dabei hat man unter dem luftigen (oder eher windigen) Begriff Ostwind klammheimlich Preiserhöhungen eingeführt, bei denen einem der Atem stocken könnte, wenn man sich nicht sowieso schon ganz viel Unverfrorenheit gewohnt wäre.

Ein paar Beispiele:

Auf dem Zappadong-Ortsbus kostet ein Einzelticket CHF 2.20 - mit Halbtax CHF 2.00. Sogar ein Grundschüler rechnet schnell aus, dass 20 Rappen nicht die Hälfte von CHF 2.20 ist und auch nicht "viel weniger" als der Normalpreis. Bei der Mehrfahrtenkarte auf dem Ortsbus wird's noch lustiger. Sie kostet normal CHF 12.20 und mit Halbtaxabo CHF 11.00. Nun muss man- der Fairness halber - erwähnen, dass vor der grossen Änderung das Halbtaxabo auf dem Ortbus nicht galt. Wenn man das erwähnen muss, darf man aber auch sagen, dass die Mehrfahrtenkarte mit dem alten Preissystem CHF 9.60 gekostet hat - also weniger als neu mit dem Halbtaxabo.

Will man durch zwei Zonen fahren - und das muss man in den meisten Fällen schon, wenn man nur zwei Dörfer weiter will - dann kostet das normale Ticket neu statt wie früher CHF 3.40 nun CHF 4.20. Mit dem Halbtaxabo sind es CHF 2.80 (27 Prozent teurer als vorher). Ganz ruppig wird es bei der Mehrfahrtenkarte. Früher kostete eine normale Mehrfahrtenkarte CHF 20.40, neu kostet sie 23.20 - mit Halbtax kostet sie neu statt CHF 10.20 CHF 15.40. Das ist ein Aufschlag von 51 Prozent.

Die Reisen in Zone 1 sind alle billiger geworden, dummerweise hat man die Zonen aber so gelegt, dass kaum jemand nur in einer Zone unterwegs ist.

Mein Fazit: Vielleicht sollte ich mein Halbtaxabo hübsch einpacken und es der SBB zurückschicken. Mit einem Vermerk, dass ich mich auch selber verarschen kann und die SBB dazu nicht brauche.

Mehr dazu finden Sie in meiner Lokalzeitung (leider ohne die Preisvergleichtabelle, der ich die oben angeführten Zahlen entnommen habe).

Geniessen Sie das Wochenende - am besten unter Umgehung von Bahnfahrten in der Ostwind-Zone.

Frau Zappadong

Heidis + Peters, Teil I

.
Unser Kulturminister Dominik Riedo hat in seinem Blog ja lange ein Riesengeheimnis um ein geplantes Projekt gemacht, und zwar so geschickt, dass mich wirklich der Gwunder packte.

Wer solche Erwartungen weckt, steckt die Latte sehr hoch, und so war ich erst einmal grauselig enttäuscht, als ich den Titel des Werks sah. Heidis + Peters. So ein Schrott, dachte ich. Geheimniskrämert der Typ so lange herum und bringt es dann nicht weiter als auf das Suhlen in Klischées. Wer will schon die umpfte Geschichte über Heidi lesen .... und überhaupt. Grummel.

Dann guckte ich genauer hin. Kaufte das Dingens und las es in einem Rutsch durch. Es geht nämlich nicht um die umpfte Heidi-Geschichte und der Peter muss auch keine Geissen hüten. In dem Werk schreiben Schweizer Kulturschaffende über ihre Ansichten, Einsichten und Visionen zum und über den Kulturraum Schweiz.

Dominik Riedo beginnt sein Vorwort mit der Aufschrift auf einem Schild von Pius Knüsel, dem Direktor der Pro Helvetia, der offiziellen Schweizer Kulturstiftung:

"In der Schweiz wird jährlich rund 1 Milliarde Franken für Autozubehör wie Felgen oder Spoiler ausgegeben. 30-mal mehr, als die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia für Kulturförderung zur Verfügung hat."

Nun, vielleicht bleibt deshalb für die über Vierzigjährigen nichts mehr übrig. Vielleicht rät deshalb ein Kollege von Sabina Altermatt: "Such dir doch einen reichen Mann." (Heidis + Peters, Autonomie der Zellen, Sabina Altermatt)

"Der Dialog Kultur und Öffentlichkeit ist eröffnet", heisst es auf dem Buchdeckel von Heidis + Peters.

Nun denn. Mir soll's mehr als recht sein.

Frau Zappadong

Blogbibliothek

.
Manchmal hat man Glück und findet wahre Blogperlen einfach so. Manchmal stösst man über einen Link auf sie. Und ganz viele entgehen uns, weil es unmöglich ist, immer und überall mitzulesen.

"Eigentlich schade", haben sich Thinkabout und Yoda wohl gesagt und eine Blogbibliothek eingerichtet, in der sie auf lesenswerte Blogeinträge aufmerksam machen.

Unter den Rubriken Meinung / Erzählung / Reflexion / Humor sammeln sie Blogperlen, die sie zum Teil selber, zum Teil mit Hilfe ihrer Leserschaft finden.

Das Konzept: Einzeltexte sind als Blog-Artikel bereits im Netz vorhanden, werden von Ihnen entdeckt und uns vorgeschlagen. Nach einer Überprüfung durch uns wird der Verfasser um Erlaubnis zur einmaligen Veröffentlichung auf blogbibliothek.ch angefragt. Der Volltext schliesst mit der Nennung des Verfassers und einem Link auf das Ursprungsblog. Ebenso verlinken wir Ihr eigenes Blog, sollten Sie eines führen.

Eine wirklich gute Idee, finde ich. Und hier geht's zur Blogbibliothek.

Ich wünsche Ihnen viel Lesevergnügen.

Frau Zappadong

Altersrevolution oder Frau Zappadong goes Literaturwettbewerb - Runde 2

.
Antwort des Amts für Kultur:

Sehr geehrte Frau Zappadong

Wir bestätigen Ihnen hiermit den Eingang Ihrer Textbeiträge für den IBK-Förderpreis 2009.

Die St. Galler Jury wird in der zweiten Augustwoche über die eingereichten Texte entscheiden. Sie werden bis spätestens Ende August von uns Bescheid erhalten, ob Sie zu den beiden St. Galler Kanditen/-innen (Anmerkung von Frau Zappadong: Ich schreibe das genau so ab, wie es in meinem Brief steht) gehören, deren Texte an die IBK-Jury weitergereicht werden.

Freundliche Grüsse

Amt für Kultur

Altersrevolution oder Frau Zappadong goes Literaturwettbewerb

.
Offener Brief an das

Amt für Kultur
IBK Förderpreis 2009
Regierungsgebäude
9001 St. Gallen

Ich bin ein Kunstprodukt. Am 30. August 2006 bin ich in die Cyberwelt geschleudert worden. Dort – in der virtuellen Welt - bin ich aufgewachsen und wohnhaft.

Anders verhält es sich mit meinem Alter Ego. Dieses wurde am 28. November 1961 geboren und hat seine Wurzeln tief, tief im Wartauer Boden (oberes St. Galler Rheintal).

Ich bin 3 Jahre alt, mein Alter Ego 47. Im Kopf sind wir beide 26, im Herzen 35, an strengen Tagen fühlen wir uns manchmal wie 64 und nach dem Lesen Ihrer Alterslimiten hatten wir kurzzeitig einen 87 Jahre Anfall.

Die Altersnadel eines Menschen schlägt in alle Richtungen. Manche sind mit 27 alt, andere mit 72 noch jung. Und ausgerechnet in der Kultur, wo ein Hans Erni mit 100 Jahren noch aufgeweckt und kreativ ist, wo ein Clint Eastwood mit 78 Jahren noch geniale Filme dreht, wo ein Günther Grass, ein Adolf Muschg und ein Martin Walser sich munter um das Altersheim herumschreiben – da ziehen Sie eine Linie bei 40.

Was wollen Sie den Autorinnen und Autoren damit sagen? Wer mit 40 noch nicht kreativ ist, wird es auch nie mehr werden? Wer mit 40 noch kein Potential gezeigt hat, wird auch nie eins haben? Wer erst mit 40 einsteigt, kann gleich wieder aussteigen?

Kurz zusammengefasst: Vergiss es?

Nein! Ich protestiere mit meiner Teilnahme an diesem Literaturwettbewerb gegen eine willkürliche Alterslimite, die irgendein nicht sehr kluger, wahrscheinlich auch nicht sehr kreativer Mensch im Kultur-/Literaturbereich einmal eingeführt hat, und die sich jetzt wie ein roter Faden durch fast jeden Literaturwettbewerb zieht. Ich rufe chiibig ufrächt: NEIN! Alter ist relativ! Kreativität und Talent verabschieden sich nicht wie Aussätzige mit 40 aus dem Leben der Menschen.

Zu den eingereichten Texten:
Irrelevant, da sie sowieso nicht berücksichtigt werden.

Bibliographie:
Frau Zappadong: http://www.zappadong.blogspot.com/
Alter Ego: Blackout, Jugendkrimi / Schlechte Karten, Jugendkrimi / Das Projekt, Entwicklungsroman / Mordsangst, Jugendkrimi / 50 Riesen, Jugendkrimi / Starkstrom, Jugendroman

Preise:
Keine (für eine Jungautorin zu alt, für die Literaturwettbewerbe sowieso)

Frau Zappadong

Update I: "Für meinen Roman habe ich ein einziges (!) Stipendium in Deutschland gefunden, bei dem ich mich vom Alter und Wohnort her bewerben darf." Petra van Cronenburg

Update II: Ich bin nicht alleine. Bei schreibszene.ch/textin fragt man sich auch, was das soll, das mit dem U40.

Update III: Es ist wieder einmal Zeit zum so richtig Hardcoreofflinen (Wortschöpfung von ugugu). Sie sind trotzdem herzlich eingeladen, weiter zu diskutieren. Danke.

Was Gilbert Gress und Frank A. Meyer gemeinsam haben

.
"Fazit: Frank A. Meyers Sonntagspredigten über Moral und Ethik haben in etwa die gleiche Glaubwürdigkeit, wie wenn Gilbert Gress über neuste Frisurentrends referieren würde."

Die ganze, spannende Debatte zu einer unterirdischen Blick-Geschichte gibt es hier (samt dem Zitat von der - leider nicht bloggenden - Frau Müller).

Frau Zappadong