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Die dämlichste Schlagzeile des Tages ...

... liefert meine Lokalzeitung.

"Die Fans von Killergames haben jetzt ausgeballert."

"Jetzt" ist frühestens in zwei Jahren, wenn der Bundesrat ein Gesetz vorlegen muss. Was darin stehen soll, steht - wenn ich das richtig verstehe - noch nicht so genau fest. "Ausgeballert" hat sowieso niemand, selbst wenn nach einem Gesetzesentwurf, dem wahrscheinlich ein Referendum folgen wird, irgendwann in ferner Zukunft dann tatsächlich ein Gesetz vorliegen sollte. Denn: Das Internet macht nicht an der Schweizer Grenze Halt.

Aber die Politiker dürfen sich jetzt gut fühlen. Nachdem sie sämtliche Kinder bis 12 Jahre in Kindersitze gezwängt haben, ist es ihnen nun gelungen, auch den Jugendlichen eins auszuwischen. Haben ja auch keine Lobby, gell. Und so werden statt sinnvoller Prävention und Aufklärung Verbotstafeln in die Zimmer der Kinder und Jugendlichen gestellt. Hey, das wird wirken! Glauben Sie mir.

Ein kleiner Trost für die Enttäuschten: Sie können sich weiterhin in der Tagesschau die Nahaufnahmen der Resultate der (realen) blutigen Greueltaten von (real) begangenen Verbrechen von Erwachsenen (die bestimmt keine Killergames gespielt haben) betrachten. Und wenn sie dann richtig gross und erwachsen sind, dürfen sie im Militär herumballern und ihre (reale) Waffe mit nach Hause nehmen. Sie können als Alternative zur etwas blutdrünstigen Welt auch eine Laufbahn als Investmentbanker ins Auge fassen und ganze Länder mit ihren Wetten auf fallende Kurse destabilisieren und damit den Weltfrieden gefährden. Ist total geil - und absolut legal.

Also, liebe Jugendliche: Werdet schnell erwachsen!

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