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Gestern Abend, beim Fernsehen ...

... habe ich für einen ziemlich langen Moment die Luft angehalten. Der kleine Mann mit der grossen Nase sass in einem Kreis (ge)wichtiger Leute und ich fragte mich bang, was er sagen würde. Ich hätte wegzappen sollen. Ganz schnell. Erstens, weil er ein paar Dinge sagte, die ganz konkret dem widersprechen, was im Bundesrat im zurzeit aufgegleist wird, zweitens, weil ein paar der anderen gesagten Dinge so peinlich waren, dass es weh tat. Zum Beispiel, dass er findet, dass es all die Massnahmen, die man jetzt ergreifen möchte, vor der Krise hätte ergreifen müssen, und dass es diese Massnahmen jetzt ja nicht mehr braucht, weil die Krise vorbei ist. Da könnte man direkt die Krise kriegen. In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen diesen Artikel.

1 Kommentare:

Bobsmile said...

Ich lese gerade den Roman "Der grosse Kater" von Thomas Hürlimann, in welchem eine fiktive Geschichte (mit autobiographischem Hintergrund, Hürlimanns Vater war ebenfalls Bundesrat) rund um den damaligen Bundespräsidenten und den Empfang des spanischen Königpaars für einige Spannung sorgt.
Warum erzähle ich das: Thomas Hürlimann wird ja im verlinkten Artikel zitiert, und weil er meiner Meinung nach eine so treffende Aussage zum BR mit der grossen Nase macht, sei hier diese Textstelle wiedergegeben:
"Der Schriftsteller Thomas Hürlimann sagte Anfang Jahr in der «Zeit», Merz habe sich in ein Gespenst seiner selbst verwandelt. Er habe mit dem Herzstillstand seinen eigenen Tod überlebt. «Er merkt nicht, dass er zum Untoten geworden ist.» Der Geist ist erledigt, der Körper lebt — ein gefährliches, zerstörerisches Wesen."
Armer kleiner Mann.