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Grad nochmal nervös

Ich habe in meinem Alter Ego Blog schon ein wenig Nervosität abgelassen. Nun ist es aber so, dass unser (das private Zappadong) Leben im Moment mehr als nur eine Baustelle aufweist. Und wie das Schicksal so will, kommt alles zusammen.

Wer regelmässig hier liest, weiss, dass Herr Zappadong und ich ein Haus in den Bündner Bergen suchen. (Wer nicht regelmässig hier liest, weiss es jetzt auch). Seit zwei Jahren schon. Hoffnungslos. Gestern gingen wir mal wieder was angucken. Etwas, das meinem Traumhaus ziemlich nahe kommt - Es kommt auch nach dem Angucken meinem Traumhaus noch ziemlich nahe, aber eben: Es gibt ein paar Fakten, die schlicht und einfach gegen dieses Haus sprechen (was mir fast das Herz bricht ...).

So standen wir denn in meinem Traumhaus mit dem nettesten Makler nördlich der Alpen, ich mit einem blutenden Herzen, Herr Zappadong mit sehr viel Vernunft (ich weiss schon, warum ich Herrn Zappadong geheiratet habe: Irgendeiner von uns beiden muss noch mit dem Kopf denken - das wäre dann in unserem Fall er). Wir erklärten dem Makler unsere Zukunftsträume (ab in die Pampa, langsam leben, alternative Modelle austesten, zum Beispiel ein Bed & Breakfast), worauf er sagte: "Dann habe ich die ideale Immobilie für Sie."

Er sprach von einem Haus auf der gegenüberliegenden Talseite - in unserem Lieblingstal. Ich hatte es auf dem Internet schon gesichtet - aber aus finanziellen Gründen nicht näher in Betracht gezogen. Der Makler war aber SEHR überzeugend und wir fuhren hin. Was soll ich sagen. Ich liebe es. Es ist fast perfekt. Und dieses FAST ist jetzt eben der Haken. Mein pragmatischer Herr Zappadong weist darauf hin, dass nichts im Leben perfekt ist - und jetzt denken wir mal ein paar Tage darüber nach (an Ort und Stelle hätte ich das Dingens noch gleich gekauft ... ). Und das macht mich nervös. Absolut und total nervös. Mein Bauch sagt innerhalb von 10 Minuten drei Mal Ja und drei Mal nein. Zum Glück habe ich Herrn Zappadong. Und das Putzen (siehe anderen Eintrag). Für die Erdung. Ich renne nämlich nicht nur gegen Wände, sondern verliere manchmal in meiner Begeisterung auch kurzfristig den Boden unter den Füssen.

Jetzt muss ich nur noch aufpassen, dass ich in meinem Zustand nicht den Putzeimer austrinke, weil ich ihn mit der Kaffeetasse verwechselt habe.

4 Kommentare:

Barbara said...

Bist Du sicher, dass nicht auch noch Dein Kopf 3x nein gesagt hat? Hör auf den Bauch.

Zappadong said...

So einfach ist das leider nicht. Dummerweise sagt der Bauch nein - das ist nie gut. Und er erhält Unterstützung vom Kopf. Es ist die Ausrichtung des Hauses. Morgen- und Mittagssonne (was an und für sich gut ist) - aber das ist dann auch schon alles. Keine Fenster auf der Südwestseite (nur ein teuflisch wildes Bachtobel, das der Sonne im Weg steht). Sprich: Wir wären wirklich in der wilden Natur draussen. Zum Haus gehört viel Boden (alles Steilsthang mit lauscheligen Terrassen, auf denen man gemütliche Sitzplätze einrichten könnte), Obstbäume, Beerensträucher, Blumen überall und ... schnall dich an ... ein kleines Alm-Öhi Häuschen als Zugabe. So richtig kitschig schön. Das würden wir dann zu einem Ferienhäuschen umbauen und vermieten. Ahhhh .... GRMPF .... und grummel ... Ich fahr da morgen mal mit den Eltern Zappadong hin. Die haben viel Lebenserfahrung, viel Erfahrung mit der Natur ... und mit wilden Bachbetten und Tobeln - vor allem aber sind sie sehr pragmatisch.

Titus said...

Ist doch noch praktisch, so ein Tobel: Da kann man alles runterschmeissen, was einem nicht (mehr) passt... ;-)

Im Ernst: Klingt mir etwas beengend das Ganze - zumindest so wie es rüberkommt. Aber vielleicht bringen Sie ja bald einmal ein paar Fötelis mit, auf denen das völlig anders aussieht, als es auf mich wirkt...

Thomas said...

Also wenn's im Tobel hübsch aussieht, möchte ich das Ferienhäuschen schon mal reservieren. Mit Breakfast?