RSS Feed

Finanzielles

Es geht heute nicht um die ganz grossen Geschäfte, um keine Monstermaschinen an der Börse, die innert Sekundenbruchteilen kaufen und verkaufen und sich im Notfall nicht einmal abstellen lassen. Es geht auch nicht um die Steuer-CDs, von denen mal wieder eine gekauft worden ist und zur Abwechslung die andere unserer too big to fail Bank in Bedrängnis bringen könnte. Es geht schon gar nicht um Bonis oder immer abstrusere Parlamentsdebatten um Staatsverträge.

Nein. Es geht um die ureigenen finanziellen Verwicklungen von Frau Zappadong, resp. ihres Alter Egos, die sich zwar um viel kleinere Summen drehen, aber fast so kompliziert sind.

Für jene unter Ihnen mit einem Elefantengedächtnis: Es geht um das fremde Land im Süden, in dem Alter Ego Anfang Februar gelesen hat, im April dann in dessen Steuerdschungel geriet und seither auf die versprochene Überweisung wartet. Zitat: "Wir haben die Überweisung Ihrer Zahlung veranlasst." Nun, ein "veranlasst" in diesem südlichen Land heisst noch lange nichts. Das Honorar samt selbst übernommener Spesen liegt noch immer irgendwo in diesem südlichen Land, das mit einem I anfängt und einem N aufhört. Vielleicht können Sie sich vorstellen, dass sich der Ton unserer Korrespondenz mit besagtem Amt verschärft hat.

Und dann gab es da diese Woche auch noch eine Antwort der Schweizerischen Versicherungsanstalt auf eine Anfrage, weshalb denn das Einkommen von Alter Ego aus selbständiger Erwerbstätigkeit plötzlich - mitten im Jahr - um 25 % hochgeschraubt wurde (nennt sich Nachtragsverfügung) und damit die Prämien einen Schub nach oben erlebten. Also wollte Herr Zappadong (der Finanzminister in unserem Haushalt) wissen, wie sich die Summe dieser Nachtragsverfügung zusammensetzt. Er fragte per Mail, die Antwort kam per B-Post (wortwörtlich):
Für die Erhebung der Persönlichen Beiträge ist das Reineinkommen aus der Selbständigen Tätigkeit massgebend. Aufzurechnende persönliche Beiträge sind unsere verfügten Beiträge in diesem Jahr. Sie können bezahlten AHV-Beiträge bei den Steuern in Abzug bringen. Da für die Berechnung des Beitragspflichtigen Einkommens das Bruttoeinkommen gilt, müssen diese Beiträge wieder aufgerechnet werden.
Nun, ich bin zu blöd, um so was zu kapieren. Ich glaube, Herr Zappadong hat verstanden, was die meinen, beharrte aber auf konkreten Zahlen, weil er keine Ahnung hatte, wie die SVA auf den Betrag der Nachtragsverfügung gekommen waren. Und siehe da. Zwei Mails und zwei Telefonate später trudelte per Mail das Gefragte ein. Um es kurz zu machen: Der Betrag stimmt. Zusammensetzen tut er sich aus zusätzlichen Zahlungen für 2007 und 2008 (ähm, nein, wir haben nichts falsch oder zu spät deklariert, war alles total so, wie es sein sollte), plus jenen aus 2009.

Jetzt müssen nur noch die Leute aus dem Land im Süden bezahlen ...

Amen.

0 Kommentare: