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Menschenrechte

Weil in letzter Zeit im Zappadong-Gebäude viel von Menschenrechten die Rede ist, empfehle ich für das Wochendende folgende Lektüre.

UPDATE: Nach den ersten paar Stunden Lektüre hätte ich dann mal folgende Fragen (die mir vielleicht jemand beantworten kann):

Was passiert dort, wo Menschenrechte aufeinanderprallen? Zum Beispiel europäische auf solche aus dem Islam:
Fast alle islamischen Staaten sehen die Scharia als Basis ihres Rechtssystems an. Diese kennt keine negative Religionsfreiheit für Muslime. Das islamische Recht verbietet zwar Zwang, um Juden oder Christen zum Islam zu bekehren. Es gibt einem Muslim aber nicht die Freiheit, für sich eine andere Religion als den Islam zu wählen oder Atheist zu werden (siehe hierzu Apostasie im Islam). Wegen dieser und anderer Widersprüche zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat die Organisation der Islamischen Konferenz im Jahr 1990 die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam beschlossen. Dem Individuum wird durch diese Erklärung jedoch keine religiöse Wahlfreiheit garantiert.
Was passiert dort, wo einzelne Menschenrechte einander gegenüberstehen? Zum Beispiel

- Religionsfreiheit versus Gleichberechtiung von Mann und Frau?
Allen einzeln genannten Menschenrechten übergeordnet ist das Prinzip der Gleichberechtigung, das durch Maßnahmen der Gleichstellung umgesetzt wird.
- Religionsfreiheit versus Recht auf körperliche Unversehrtheit (Prügelstrafe, Zwangsbeschneidung)
- Religionsfreiheit versus Recht auf Selbstbestimmung
- Meinungsfreiheit gegen Religionsfreiheit => Im Jahr 2008 hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen den Islam über die anderen Menschenrechte gestellt. Ihn zu kritisieren ist seither ein Verstoss gegen die Menschenrechte:
Und nun hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, dessen Mitglieder sich regelmäßig im schönen und weltoffenen Genf treffen, das Meisterstück seiner inzwischen zweijährigen Existenz abgeliefert und die Scharia, das islamische Gesetz, für sakrosankt erklärt.
Allein schon eine Diskussion über die Scharia ist eine Beleidigung, die nicht hingenommen werden kann. Was im Umkehrschluss hingenommen werden muss, sind diverse Akte der praktizierten Barbarei, wie die Steinigung von Ehebrecherinnen, das öffentliche Erhängen von Homosexuellen und Frühehen mit Kindsfrauen, die alle ganz offenbar im Einklang mit der Scharia stehen. Und die deswegen vom Menschenrechtsrat der Uno unter dem Label der Religionsfreiheit respektiert werden müssen.

Wie sieht es mit der Gewährleistungspflicht aus?
Gewährleistungspflicht: Der Staat hat für die volle Verwirklichung der Menschenrechte Sorge zu tragen, wo dies noch nicht gegeben ist.
Mich interessiert: Wie weit darf/soll/kann/muss der Staat repressiv eingreifen, um folgende Rechte aller zu schützen (diese Frage in Anspielung auf die repressiven Massnahmen im Fussball):
- Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit
- Recht auf Freiheit, Eigentum und Sicherheit

Wenn wir grad von Fussball sprechen ...

... möchten Mr Doorman und ich Ihnen diese Petition ans Herz legen. Ein paar Fakten (die Sie auch finden, wenn Sie dem Link folgen):

Südafrika in Zahlen:
Kosten der WM für Südafrika: 4.5 Milliarden Franken
Prognostizierter Gewinn der FIFA: 2 Milliarden Franken
Bevölkerung Südafrikas: 47 Millionen
Menschen in Armut: 20 Millionen
Existenzminimum 4500 Rand pro Monat (Fr. 650)
Lohn eines Bauarbeiters für die WM-Stadien: 3000 Rand
Lebenserwartung heute: 51 Jahre
Lebenserwartung vor 20 Jahren: 62 Jahre
 

Im Steuerdschungel

Alter Ego hat in einem fremden Land im Süden gelesen. Damit steuerlich alles seine Ordnung hat, hat Alter Ego wie vom Veranstalter gewünscht, zusätzlich zur Rechnung (die in besagtem Land UNBEDINGT Honorarnote heissen muss, und unbedingt NICHT Rechnung) folgende Papierchen beigelegt:
a) eine amtliche Bestätigung, dass sie sämtliche Einkünfte aus anderen Ländern vollumfänglich in der Schweiz versteuert (erneuerbar alle 3 Jahre)
b) eine amtliche Bestätigung, dass sie in der Schweiz offiziell als selbständig Erwerbende arbeitet und als solche auch ihre Sozialbeiträge bezahlt.
Auf Wunsch des Veranstalters hat Alter Ego für jeden einzelnen Leseveranstalter eine Honorarnote geschrieben - für einen davon sogar zwei, weil sich der Veranstalter die Kosten mit einem Mitveranstalter teilen wollte.

Dermassen ausgerüstet fuhr Alter Ego Anfang Februar in das fremde Land, genoss die Lesungen und fuhr dann wieder nach Hause.

Zwei der drei Veranstalter haben im Laufe der Zeit das Honorar überwiesen. Die Überweisung von Veranstalter Nummer drei fehlte auch fast Ende April noch. Also fragte Alter Ego nach. Die Nachfrage überkreuzte sich mit einem Brief jenes Amtes, das für die Auszahlung des Honorars verantwortlich ist.

Leider, leider kann man nichts überweisen, bevor man nicht GANZ sicher ist, dass Alter Ego das Geld wirklich in der Schweiz versteuert. Weshalb ein paar Forumlare beiliegen. In eines davon musste Alter Ego das exakte Honorar einfüllen und von der Wohngemeinde beglaubigen lassen, dass Alter Ego dort wirklich Steuern bezahlt und dass die Wohngemeinde sicher gehen muss, dass Alter Ego diesen Betrag in der nächsten Steuererklärung dann wirklich angibt. Zusätzlich möge doch Alter Ego bitte ihre ID kopieren und auch die Hotelrechnung selber begleichen. Die würde Alter Ego dann mit dem Honorar zusammen überwiesen bekommen, falls, falls, sie all das tut, worum sie gebeten wird.

Herr Zappadong, der die finanziellen Angelegenheiten von Alter Ego erledigt (Alter Ego ist darin grottenschlecht) hat tief geseufzt und alle Papierchen ausgefüllt. Alter Ego fuhr zur Gemeinde und holte sich von einer perplexen netten Dame im Steueramt den Stempel.

Alles zusammen schickte Alter Ego gestern zurück in das fremde Land. Ob sie dort jemals wieder lesen wird, ist fraglich. Genauso fraglich ist wohl, ob das Honorar samt nun selbst übernommener Spesen irgendwann auf ihrem Konto eingehen wird.

Das Angebot des Tages

Nein. Kein Viagra.
Nein. Kein Vermögen, das ich mir in einem afrikanischen Staat holen kann, wenn ich nur vorher schon mal was lockermache.
Nein, kein Lottogewinn, den man mir vielleicht schickt, wenn ich alle meine Daten inklusive Bankverbindung sofort per Mail durchgebe.
Nein. Auch kein Startgeld für virtuelle Pokerrunden.

Viel besser! Ich kann mir für 65 Franken einen Raketenwerfer bestellen. Geile Sache, so was. Ich glaube, ich nehme dann auch noch die Luxusuhr, die gleichzeitig ein Feuerzeug ist und die nur 14.90 kostet. Ein Schnäppchen.

Ich liebe diesen Planeten und seine Möglichkeiten.

Gestern Abend, beim Fernsehen ...

... habe ich für einen ziemlich langen Moment die Luft angehalten. Der kleine Mann mit der grossen Nase sass in einem Kreis (ge)wichtiger Leute und ich fragte mich bang, was er sagen würde. Ich hätte wegzappen sollen. Ganz schnell. Erstens, weil er ein paar Dinge sagte, die ganz konkret dem widersprechen, was im Bundesrat im zurzeit aufgegleist wird, zweitens, weil ein paar der anderen gesagten Dinge so peinlich waren, dass es weh tat. Zum Beispiel, dass er findet, dass es all die Massnahmen, die man jetzt ergreifen möchte, vor der Krise hätte ergreifen müssen, und dass es diese Massnahmen jetzt ja nicht mehr braucht, weil die Krise vorbei ist. Da könnte man direkt die Krise kriegen. In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen diesen Artikel.

Der (Online)Schlaf der Gerechten - Teil II

Es scheint ganz so, als schlafen die Politiker nicht nur in Zappadong-Hausen den (Online)Schlaf der Gerechten. In seinem Wahlkampfblog ortet Mark Balsiger schweizweit Internetruinen überall. Von Balsigers Eintrag aus führt ein Link zu Daniel Wyss von der jungen CVP, der sich das Ganze etwas näher angeschaut hat.

Ähnliches stelle ich bei Schweizer Autoren fest. Manchmal frage ich mich deshalb, ob die Schweiz internettechnisch auf einer Insel liegt, wo man so Züügs nicht nötig hat. Ich finde nach wie vor nicht, dass man auf sämtlichen Online-Hochzeiten tanzen muss. Und im Moment mag es ohne Internetauftritt (vor allem auf dem Land) noch gut gehen. Trotzdem verstehe ich nicht, wie jemand, der im öffentlichen Leben etwas erreichen will, sei es als PolitikerIn oder als AutorIn, sich die Chance vergibt, mittels Online-Auftritten Einblicke in seine Ansichten, Projekte und Ziele zu bieten und sich - im besten Fall - einem Dialog zu stellen. Sprich: Als Mensch nicht nur ein Name auf dem Wahlzettel oder dem Buchcover zu sein. Sollte ich nächstes Mal wählen gehen (was immer noch sehr unsicher ist), werde ich nur noch Namen ankreuzen, hinter denen ich eine Person gefunden habe. Die Parteizugehörigkeit ist mir dabei (fast) egal. Viel wichtiger ist mir, wer der Mensch hinter dem Namen ist. Eine Ahnung davon kann ich durch die Internetauftritte bekommen.

Karin Keller-Sutter nicht in den Bundesrat

Sie wird als Bundesratskandidatin gehandelt: Karin Keller-Sutter, St. Galler Regierungsrätin, zuständig für das Sicherheits- und Justizdepartement. Ich bin aus egoistischen Gründen dagegen. Ich will die Frau hier in meinem Heimatkanton behalten, weil ich finde, dass sie einen sehr guten Job macht.

In der neuen WOZ gibt sie in einem langen Interview Einblicke in ihr Denken. Ich habe selten von einer Politikerin derart klare Antworten auf klare, kritische Fragen gelesen, ohne Scheu davor, sich unbeliebt zu machen. Nachfolgend ein paar Zitate aus dem Interview, das leider nur in der Printausgabe zu finden ist. Vielleicht, weil Frau Keller-Sutter im Interview schon mal sagt: "Wem unterstellen Sie das jetzt? Sie driften ab." Oder. "Eine naive Vorstellung" (auf die Frage, ob es nicht mehr bringen würde, die Fussballgäste am Bahnhof mit einer Bratwurst zu empfangen statt mit der Gummischrotflinte).
"Pöbeln ist kein Menschenrecht. Ich bin für Eigenverantwortung. Aber die Freiheit hört bekanntlich dort auf, wo sie die Freiheit des anderen verletzt. Da ist der Staat als Schiedsrichter gefragt."
"Die Totengräber der Freiheit sind eine zügellose Minderheit ..... Auch in der Wirtschaft ist eine zügellose Minderheit am Werk. ... An den Rändern franst es aus. Ob Schläger oder Abzocker - das ist für mich dasselbe auf anderen Spielwiesen. Beide belasten mit ihrem Verhalten die ganze Gesellschaft."
"Wechseln Sie die Perspektive: Wenn wir pro Spielwoche (Fussball, Anmerkung Frau Zappadong) tausend Polizisten einsetzen und dafür bis zu eineinhalb Millionen Franken Steuergelder verpulvern und diese Polizisten dann anderswo fehlen, wenn die Familienväter unter ihnen drei von vier Wochenenden an diesen Spielen sind, dann sage ich: So geht das nicht. Ein starkes Zeichen war nötig."
"In den Fankurven proben ja nicht Randständige den Aufstand. Ich sehe keine Agenda. Die Kurvenchaoten sind primär Schweizer. Es ist ein Querschnitt: bestens Integrierte und andere. Von "Broken Home" kann in den meisten Fällen keine Rede sein."
Mit ihrer klaren Haltung stösst Frau Keller-Sutter nicht überall auf Gegenliebe. Bei vielen gilt sie als Hardlinerin. Ich bin nicht in allen Bereichen mit ihr einverstanden. Aber ich sehe eine Person, die keine Angst vor klaren Positionen hat, auch wenn man sie mit massiver Einschüchterung daran hindern will, ihre Vorhaben umzusetzen, vor allem im Bereich Fussball und sein gewalttätiges Umfeld:
"Die Agressionen haben eindeutig eine frauenfeindliche Kompnente. Auf einer solchen Hassebene bin ich noch nie attackiert worden, und ich fälle ja auch sonst schwierige Entscheide."
Also, lasst sie uns, die Frau Keller-Sutter. Sie wäre bestimmt keine schlechte Bundesrätin, im Gegenteil. Aber als Regierungsrätin im Kanton St. Gallen kann sie meiner Meinung nach mehr bewegen als in Bern.

UPDATE: Falls Sie noch Lektüre fürs Wochenende suchen, empfehle ich in diesem Zusammenhang: "Der vergessene Mittelstand" von Karin Keller-Sutter.

Vielleicht tut sich ja doch was

Ich hatte die Hoffnung ja schon aufgegeben, dass wir aus der Finanzkrise etwas lernen. Nun, es scheint, als tue sich doch was. Immerhin stellt man sich schon mal die richtigen Fragen, zum Beispiel jene, ob Investmentbanking ökonomisch überhaupt sinnvoll ist.

Philipp Löpfe erwähnt in seinem Artikel Der Fluch der Gewinne das Buch The Big Short, in dem der Autor Michael Lewis ein verheerendes Bild der absoluten volkswirtschaftlichen Sinnlosigkeit des Investmentbankings zeigt.

Da der grösste Teil der Gewinne, welche die Banken nun wieder verzeichnen, ausgerechnet diesem der Gier alles unterordnenden Investmentbanking zu verdanken ist, wäre es angebracht, die Frage nach dem ökonomischen Sinn dieser Art von Banking sehr laut und sehr deutlich zu stellen.

Mein Lacher des Tages.

Das Zitat des Tages

Martin Wolf, Chefökonom der «Financial Times», stellt fest: «Um die finanzielle Höllenmaschine wieder unter Kontrolle zu bekommen, werden fundamentale Änderungen in der Politik gegenüber den Finanzinstituten und ihren Strukturen nötig sein.»  

Gefunden im Online Tages Anzeiger

Von den Schwierigkeiten im Leben

Frau X. kann nicht nach London shoppen fliegen, Herr Y. kommt nicht rechtzeitig aus den Ferien nach Hause und in Island droht nach der Finanzkatastrophe das Bauernsterben.
"Wir wissen nicht, was morgen oder übermorgen ist. Jeder Tag bringt neue Probleme. Vielleicht sterben die Tiere, vielleicht kommt noch mehr Wind, der alles aufwirbelt und noch schlimmer macht."
Quelle: Online-TagesAnzeiger
Vielleicht wäre es an der Zeit, statt der bedauernswerten Flugpassagiere einmal das etwas grössere Bild zu sehen. Mehr zum grösseren Bild - und ein paar Fragen, die wir uns stellen sollten - finden Sie beim Bugsierer und bei Thinkabout.

Keine Ahnung von gar nichts

"Der ehemalige Chef der untergegangenen amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers will von den Bilanztricks in seinem Haus bis zuletzt nichts gewusst haben."
Ich hab' jetzt grad auch keine Ahnung, wie viel der Typ verdient hat. Ich will es auch gar nicht wissen. Es könnte mich aufregen. (Quelle: NZZ Online "Ex-Lehman-Chef gibt sich ahnungslos")

Der (Online)Schlaf der Gerechten

Im Nachbarort von Zappadong-Hausen finden Ersatzwahlen statt. Weil Lokalpolitik fast spannender ist als die nationale, verfolgen Mr Doorman und ich die Sache aus der Nähe mit. Informationen liefern uns die Lokalzeitung (weshalb wir als allerletztes dieses Abo künden würden) und der Genosse, der wegen dieses Wahlkampfs kein Genosse mehr ist.

Der Ex-Genosse heisst Peter Merz. Sei Blog findet sich seit längerer Zeit in der Zappadong-Blogroll. Nicht zuletzt darum, weil bloggende Politiker in und um Zappadong-Hausen so was wie grüne Ausserirische mit Antennen auf dem Kopf sind. Wie auch generell das Bloggen hier in der Ostschweizer-Provinz noch etwas ist, das man weder kennt noch ausprobieren möchte.

Nun, Peter Merz führt einen Online-Wahlkampf, der sich sehen lassen kann. Und so ganz leise habe ich den Verdacht, dass sich tatsächlich auch einige blogresistente Rheintaler in seinen Blog einklicken werden - je heftiger der Wahlkampf tobt, desto mehr.

(Zwischenbemerkung: Peter, vielleicht kannst du zu deinen "Einschaltquoten" mal was schreiben; würde wahrscheinlich nicht nur mich interessieren.)

Peter Merz hat für seinen Blog Links zu Online-Auftritten seiner Konkurrenz zusammengetragen (dem Link folgen, rechte Seite, Blogroll, einfach nach unten scrollen, klicken und staunen). Sie sind der lebende Beweis dafür, wie hierzulande online geschlafen wird. Wenn Sie also das nächste Mal denken, das Internet sei der Nabel der Welt und ohne ginge nicht, dann denken Sie an die 5 Konkurrenten von Peter Merz. Das wird Sie erden.

A propos erden: Ich habe das Wasser aus dem Putzkübel nicht gesoffen. Glück gehabt.

So müssen Sie ...

... wohnen. Befiehlt der Online-Tagi. Wenn man dann auf den Link klickt, landet man auf dem Blog "Sweet Home". Während ich so gucke, frage ich mich: Muss ich? Nai. Will nicht, muss nicht.

Grad nochmal nervös

Ich habe in meinem Alter Ego Blog schon ein wenig Nervosität abgelassen. Nun ist es aber so, dass unser (das private Zappadong) Leben im Moment mehr als nur eine Baustelle aufweist. Und wie das Schicksal so will, kommt alles zusammen.

Wer regelmässig hier liest, weiss, dass Herr Zappadong und ich ein Haus in den Bündner Bergen suchen. (Wer nicht regelmässig hier liest, weiss es jetzt auch). Seit zwei Jahren schon. Hoffnungslos. Gestern gingen wir mal wieder was angucken. Etwas, das meinem Traumhaus ziemlich nahe kommt - Es kommt auch nach dem Angucken meinem Traumhaus noch ziemlich nahe, aber eben: Es gibt ein paar Fakten, die schlicht und einfach gegen dieses Haus sprechen (was mir fast das Herz bricht ...).

So standen wir denn in meinem Traumhaus mit dem nettesten Makler nördlich der Alpen, ich mit einem blutenden Herzen, Herr Zappadong mit sehr viel Vernunft (ich weiss schon, warum ich Herrn Zappadong geheiratet habe: Irgendeiner von uns beiden muss noch mit dem Kopf denken - das wäre dann in unserem Fall er). Wir erklärten dem Makler unsere Zukunftsträume (ab in die Pampa, langsam leben, alternative Modelle austesten, zum Beispiel ein Bed & Breakfast), worauf er sagte: "Dann habe ich die ideale Immobilie für Sie."

Er sprach von einem Haus auf der gegenüberliegenden Talseite - in unserem Lieblingstal. Ich hatte es auf dem Internet schon gesichtet - aber aus finanziellen Gründen nicht näher in Betracht gezogen. Der Makler war aber SEHR überzeugend und wir fuhren hin. Was soll ich sagen. Ich liebe es. Es ist fast perfekt. Und dieses FAST ist jetzt eben der Haken. Mein pragmatischer Herr Zappadong weist darauf hin, dass nichts im Leben perfekt ist - und jetzt denken wir mal ein paar Tage darüber nach (an Ort und Stelle hätte ich das Dingens noch gleich gekauft ... ). Und das macht mich nervös. Absolut und total nervös. Mein Bauch sagt innerhalb von 10 Minuten drei Mal Ja und drei Mal nein. Zum Glück habe ich Herrn Zappadong. Und das Putzen (siehe anderen Eintrag). Für die Erdung. Ich renne nämlich nicht nur gegen Wände, sondern verliere manchmal in meiner Begeisterung auch kurzfristig den Boden unter den Füssen.

Jetzt muss ich nur noch aufpassen, dass ich in meinem Zustand nicht den Putzeimer austrinke, weil ich ihn mit der Kaffeetasse verwechselt habe.

Radio 1997

Radio 1997

Mr Doorman und ich gehen unter die Galeristen. Unsere erste Ausstellung: Radio 1997.
Von Zap und Fab. Wir verteilen die Bilder im ganzen Gebäude.

Willkommen im Eingangsbereich:



Kommentare gefressen?

"Frau Zappadong, fressen Sie Kommentare?"
Mr Doormans Frage so früh am Morgen bringt mich ins Schleudern. "öhm ... nein ... warum?"
"Weil wir Post bekommen haben, von jemandem, dessen Kommentar hier nie aufgetaucht ist."
"Oha!", sage ich. "Vielleicht in der Drehtür eingeklemmt?"
Mr Doorman schüttelt den Kopf. "Schon nachgesehen. Da ist nichts."
"Im Büro auf dem Tisch liegen geblieben?"
Erneutes Kopfschütteln.
"Im Panikraum auf der Suche nach Schokolade?"
"Frau Zappadong!" (Vorwurf in der Stimme.)
"Ich weiss nicht, wo der Kommentar hin ist, aber gegessen habe ich ihn nicht", antworte ich. "Ehrlich. Ich mag Schoggigipfeli lieber als Kommentare. Zum Essen, meine ich."
"Was machen wir jetzt?", fragt Mr Doorman.
"Wir schalten wieder auf Kommentare sofort freigeben", schlage ich vor. "Die asiatischen Spammer sind inzwischen sicher eine paar Blogs weiter."
"Gute Idee. Mache ich gleich", erklärt Mr Doorman.
Falls Sie einen Kommentar losgeschickt haben, der nie bei uns angekommen ist, entschuldigen wir uns. Keine Ahnung, wohin er (der Kommentar) abgeschwirrt sind. In Zukunft können Sie wieder gleich an Ort und Stelle gucken, ob Ihre Post angekommen ist - sie sollte wieder kurz nach dem Absenden auf dem Blog erscheinen. Falls nicht, melden Sie sich bitte bei uns. Wir wollten schon immer mal den Philip Maloney engagieren.

JA.

Das ist seit einer Weile der nichtssagende Slogan der SP. Dass er nur bedingt gilt, ist seit der gleichen Weile bekannt (es gab z. Bsp. von der SP kein JA zur Minarettinitiative und auch keins zu den Rentenkürzungen ...). Man muss also ein bisschen vorsichtig sein mit dem JA der Genossen. Das hat auch ein wirklich treuer Genosse aus der Zappadong-Hausen Region erfahren, der für den frei gewordenen Sitz des Gemeindepräsidenten kandidieren möchte.

(Zwischenbemerkung: Sie erinnern sich vielleicht an den letzten glorreichen Kanditaten ebendieser Gemeinde, der dann nicht einmal zur Siegesfeier erschienen ist. Nun, er trat danach auch sonst nicht unbedingt in Erscheinung und wenn, dann negativ, weshalb er nach ziemlichem Ächzen, Würgen und sehr viel Unfrieden von einem Tag auf den anderen in der Versenkung verschwand. Deshalb braucht die Gemeinde jetzt schon wieder einen neuen Gemeindepräsidenten.)

Also, der Genosse aus besagter Gemeinde hat sein Interesse angemeldet und irgendwie muss das leuchtende JA aus dem Slogan nicht ganz so leuchtend gewesen sein. Die Hintergründe kenne ich nicht; auf jeden Fall ist der Genosse jetzt ein ehemaliger Genosse.

Auch sonst haben die Genossen ihre liebe Mühe. Zum Beispiel mit dem Parteiprogramm. David von der Substanz hat die für mich bisher überzeugendste Analyse gemacht. Und ich? Ich werde wohl nächstes Jahr zum ersten Mal nicht wählen gehen. Denn: Welche Partei sollte ich denn, um Himmels Willen, wählen???

Gefühlslos

"Und, wie fühlen Sie sich jetzt?", fragt Mr Doorman.
Ich gucke ihn etwas ratlos an.
"Na, jetzt, nach der UBS-Versammlung", schiebt er nach.
"Keine Ahnung", antworte ich.
Jetzt guckt mein Türsteher auch etwas ratlos.
"Ich weiss es nicht. Irgendwie ... irgendwie fühle ich gar nichts."
"Gar nichts?", fragt er.
"Na-a (=wartauerdeutsch für nein)."
"Ähm ..." Er guckt immer noch ratlos. "Ist das gut oder schlecht?"
"Keine Ahnung", sage ich.
Er seufzt. Ich kann ihm nicht helfen. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich mich fühle und ob das nun gut oder schlecht ist.

Wie geht es Ihnen?

Die neue UBS Bescheidenheit

Ein Apfelsaft, ein Schoggibrügeli, eine Butterbrezel und ein Apfel zum Zmittag. Das ist die neue UBS Bescheidenheit. (Vielleicht reicht es nach dem Bezahlen der Boni aber auch nicht für mehr ...)

Armut sehen ...

... heisst eine Wanderausstellung durch die Schweiz. Mir kam es heute auf dem Weg vom Einkaufen nach Hause andersherum vor. Während ich auf meinem alten Drahtesel unterwegs war, wurde ich von unzähligen Offroadern überholt. Einmal zählte ich hintereinander fünf Stück. Und fragte mich, ob es auch noch Leute gibt, die weniger Geld für einen Chlapf ausgeben und denen es auch ein kleineres Modell tut. Es würde mich auch interessieren, weshalb heute ein ziemlich grosser Teil der Schweizer glaubt, ein Vehikel fahren zu müssen, in dem man eine halbe Schulklasse oder den Hausrat einer Kleinwohnung unterbringen könnte. Herumkarren tun die Autobesitzer nämlich häufig alleine.

Was es zur UBS GV von morgen zu sagen gibt ...

... hat Lupe schon gesagt. Ich verweise deshalb an den Lupe-Blog.

Mutige, entschlossene Entscheide!

In einer Zeit wirtschaftlicher und politischer Orientierungslosigkeit stehen mutige und entschlossene Entscheide da wie Felsen in der Brandung. Das hat sich wohl das Bundesamt für Sozialversicherung gesagt und deshalb mutig und entschlossenen den Blinden den Beitrag für ihre Blindenhunde von CHF 190.00 auf CHF 110.00 pro Monat gekürzt.

Nein, diese Nachricht ist nicht ganz neu, aber sie wäre an mir vorbeigegangen, wenn nicht gestern Abend bei Giacobbo und Müller davon die Rede gewesen wäre. Und irgendwie ... irgendwie blieben mir die witzigen Bemerkungen der beiden im Hals stecken.

Es hat mich dann auch nicht unbedingt beruhigt, heute Morgen in einem Kommentar des Tagi (Printausgabe) zu lesen, dass die Schrottpapiere, welche unsere Nationalbank der UBS für 60 Milliarden abgekauft hat, nun noch 20 Milliarden wert sind. Aber eben. Wahrscheinlich vergleiche ich wieder einmal Bananen mit Orangen und kapiere wieder einmal nichts von gar nichts.Und mit diesem sicheren Fels in der Brandung (sprich klugen Entscheid des Bundesamtes für Sozialversicherung) ist alles in bester Ordnung.

Trotzdem: Ich würde auf der nächsten Steuererklärung gerne ankreuzen, wofür ich meine Steuern lieber bezahle - für bonigeile Topmanager oder Blindenhunde.

UPDATE: Gute Nachrichten von Mia: "Der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband (Selbsthilfeorganisation mit 4600 blinden und sehbehinderten Mitgliedern - www.sbv-fsa.ch) hat sich der Sache angenommen :-)"

Heaven and Hell

Gestern Abend mal wieder: Meine ABSOLUT ABSOLUT ABSOLUT liebste Coverband und eine der besten Livebands EVER, nördlich, südlich, östlich und westlich der Alpen: Bad to the Bone rockten meine Heimatgemeinde. Und wir rockten mit. Die ganze Familie Zappadong (na ja, Tochter Zap, ihr Freund und ich tanzten, tobten und sangen uns die Seele aus dem Leib, während Herr Zappadong und Sohnemann Zap eher still, aber nicht minder begeistert den harten Klängen erlagen). Und weil die Jungs einfach IMMER NOCH KEINEN CLIP AUF YOUTUBE HABEN *hüstel* hier die Soundfiles zu Heaven and Hell, Here I go again und One.

Gesehen, gehört und mitgetobt haben wir erst ab dem zweiten Set, denn vorher verbrachten wir ein paar der besten Stunden unseres Lebens an der Feier der Goldenen Hochzeit der Eltern Zappadong. Und allen denen, die sagen, die Ehe sei ein Auslaufmodell und die Liebe fürs Leben gäbe es nicht, lache ich ins Gesicht und sage: Ihr kennt die Eltern Zappadong nicht. Es gibt sie doch (noch), die Liebe, die ein Leben hält und ganze Generationen verbindet und trägt.

Garagenbands

Back to the Roots haben sich Mr Doorman und ich gesagt - und so läuft bei uns Musik von Regionalbands aus dem Grossraum Zappadong-Hausen. Zum Beispiel von den Nostalgic Jukebox Stalkers. Da ist Spielfreude noch Spielfreude ... und nein, "geschliffen" kann man diese Musik nicht nennen :-)

Heute Morgen, beim Zeitunglesen

"Man kann offenbar bis ganz an die Spitze gelangen, ohne je zu wissen, was die Untergebenen tun ... Wofür werden Sie eigentlich bezahlt, wenn Sie nichts wissen, nichts verstehen und nichts ahnen?"
Bill Thomas, Vizepräsident der Untersuchungskommission des US Kongresses bei der Anhörung von Führungspersonen aus der Wirtschaft, Quelle: Tages Anzeiger, Printausgabe 9. April

Ebenfalls im Tages Anzeiger, auch online. Wie die UBS Millionen 7 Milliarden verbutterte und den Schuldigen Millionen zahlte - und nicht nur ihnen, aber lesen Sie selbst.

Und weil das Lesen des Tagi heute Morgen tatsächlich wieder einmal eine wirklich spannende Sache war, möchte ich auch noch auf die Kolumne von Constantin Seibt hinweisen. Er gewinnt dem Schreiben im Internet sehr gute Seiten ab und plädiert für Fragen statt fertigen Antworten:

"Das ist die Bedingung noch des banalsten Dialoges: das Nichtwissen. Und es ist die ehrlichste Kommunikationsform in der heutigen Zeit, deren Komplexität kein Experte durchschaut. Das Klügste im Chaos ist: Man schreibt keine stilistisch gefeilten Aufsätze. Sondern redet miteinander."
(Kolumne leider online nicht gefunden - vielleicht habe ich zu wenig lange gesucht.)

In diesem Sinne: Auf ein frohes Diskutieren.

Von Ungläubigen und von Vieh

"Die Diskussion ist aber auch insofern interessant, dass der Prediger nur mit dem Kürzel genannt werden will. Und interessant ist auch der Umstand, dass Journalisten, welche solche Dokumentationen drehen oder schreiben, um Leib und Leben fürchten müssen.
Und wir müssen uns auch die Frage stellen, weshalb ein Journalist über den Papst herziehen darf und den Bischof von Chur hart angehen kann, ohne dass das irgendwelche Folgen hat. Und weshalb man die Autorin des Films abschirmen muss."

Aus einem lesenswerten Beitrag von M.M. aus Arlesheim reloaded.

Gebiet markieren

"Sepps verdammter Kater hat schon wieder an unsere Hausmauer gepisst", sagt Mr Doorman und stellt seine Kaffeetasse angewidert auf den Tisch zurück.
"Ist halt Frühling", verteidige ich das prächtige Haustier unseres Nachbarn.

Dem Sepp müssen wohl die Ohren geklingelt haben, denn während Mr Doorman und ich etwas lustlos in den Kaffee schauen (man sollte während des Essens und Trinkens nicht über Dinge reden, die einem auf den Magen schlagen können), taucht unser Nachbar verschmitzt grinsend an unserem Tisch auf (Sitzplatz auf der Morgensonnenseite).
"Tja", meint er. "Ist wie bei diesen Managern."
Ich schaue Mr Doorman an und zucke mit den Schultern. Mr Doorman zuckt zurück. Sepp setzt sich hin, schnappt sich ein frisches Gipfeli und beisst herzhaft hinein. Als er fertig gekaut hat, erklärt er uns die Sache mit dem Gebiet markieren. "Kater pissen alles an. Manager kommen mit ihren hohen Bonis in die Zeitung. Je mehr respektive je häufiger, umso besser. Alles klar?"
Alles klar.

Wenn Sie nachlesen möchten, wer wo und wie und mit wie viel sein Gebiet markiert, statten Sie doch einfach dem Abzocker-Watch-Blog einen Besuch ab. Und empfehlen Sie ihn weiter.

Emotionale Leere

Mr Doorman und ich trinken immer noch Kaffee. Es hat zwar wieder weit heruntergeschneit, doch heute sieht es nach Frühling aus. Auf unserem Dach weht die rote Fahne.

"Warum eine rote Flagge mit nichts drauf?", frage ich.
"Ach, die Piraten ... die sind so ... so gewöhnlich. Ausserdem habe ich mit der Piratenpartei nichts am Hut", antwortet Mr Doorman.
Wo er recht hat, hat er recht. Ich widerspreche nicht. "Aber so mit gar nichts drauf?", frage ich weiter.
"Kommt noch", meint er.
Das passt. Gestern hat Peter Rothenbühler, den ich sonst nicht so mag, in seiner Kolumne geschrieben: "Too big to understand". Es ging um den Bonus von Brady Dougan, diesen Typen von der Credit Suisse, der gerade 71 Millionen Bonus garniert hat. Und dann meinte Herr Rothenbühler noch, dass er wegen dieses "too big to understand" gerade in einer emotionalen Leere schwimme. Bingo. Damit bringt er meine Gefühle in Bezug auf die Weltlage so ziemlich genau auf den Punkt (ich komme schlicht und einfach nicht mehr mit). Weshalb es tatsächlich besser ist, die Fahne erst mal rot zu lassen. Einfach als Zeichen, dass wir noch da sind. Alles andere sehen wir dann später.

Wenn Ihnen dieser Eintrag zu wenig Fleisch am Knochen hat, empfehle ich Ihnen wärmstens, wieder öfter bei Henusode vorbeizuschauen. Herr Bugsierer scheint mir zurück unter den Lebenden, nachdem er seinen Blog eine Weile lang auf sehr sparsamer Flamme geköchelt hat. Besonders empfehlenswert: Der Verlegerblues und - nicht nur für Musiker - Neue Perspektiven für Musiker.

Ein Schleimtopf ohne Schleim

Als ich zurückkomme, ist alles anders. Das Zappadong-Gebäude ragt aus dem Dreck - die ganzen 33 Stockwerke. Vollständig geputzt (inklusive Fensterscheiben). Ich blinzle. Es ist immer noch da. Auf dem Dach weht eine Flagge. Keine Piratenflagge, sondern einfach eine knallrote Flagge. Vor dem Eingang, an einem alten Holztisch, sitzt Mr Doorman.

"Wieder da?", fragt er.
Ich nicke. "Sie auch?"
Er nickt.
"Waren Sie das?" Ich deute auf das Gebäude.
Er nickt erneut. Ich setze mich zu ihm hin.
"Ist schön geworden", sage ich. "War das nicht ..."
"Kein Problem." Er grinst. "Hatte ja genügend Kohle."
Ach ja. Mr Doorman hat bei den Schweizer Grossbanken angeheuert.
"Machen Sie Ferien zuhause?", frage ich.
"Nein." Das Grinsen wird einen Zacken breiter. "Gekündigt. Goldener Fallschirm. Die haben mir das Geld buchstäblich nachgeworfen."
Mir ist das noch nie passiert. Ich frage mich, wie sich so was anfühlt.
"Beschissenes Gefühl", antwortet Mr Doorman, der sich mal wieder in meine Gedanken eingeklinkt hat. Das kann der nämlich.
"Echt?"
"Ja. Ist ein wenig, wie in einen grossen Schleimtopf zu fallen und dann das eklige klebrige Zeugs nicht mehr wegzubekommen."
Ich warte. Aber mehr kommt nicht. Und Mr Doorman sieht auch nicht aus, als ob er noch irgendwas zum Thema Geld verdienen bei den too big to fail Banken sagen möchte.
"Ich hätte einen Lift einbauen lassen können", sagt er stattdessen.
Hätte?, denke ich.
"Hab's gelassen", antwortet er. "Ein Zappadong-Gebäude mit Lift wäre wie ein Schleimtopf ohne Schleim."
Was immer er damit sagen will: Egal. Ich merke, wie sehr ich ihn vermisst habe, meinen Türsteher.
"Trinken wir einen Kaffee?", frage ich.