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Wie Sie Ihre Klickrate verbessern können

Tipp 333: Erwähnen Sie irgendwo die orange Ladenkette mit den Grossbuchstaben (Tipp keiner davon ist ein C oder ein O oder ein P). Am besten im Titel. Und schon sind Ihnen ein paar Klicks auf Nummer sicher.

In einer perfekten Welt ...

... wäre vieles anders. Vielleicht würde es dann nicht einmal mehr Blogartikel wie diesen brauchen. Da wir aber Lichtjahre entfernt sind von dieser perfekten Welt, ist es gut, wenn man am Montagmorgen auf so ein Fundstück stösst.

Eigentlich ...

... ist es total wurscht, wer den Songcontest gewonnen hat und ob BIG M uns beobachtet. Wir sind am Arsch. Und zwar total.

Big M is watching you

Die Monitoring-Software Sysomos registriert zudem jene persönlichen Daten von Bloggern, welche diese auf ihren Internetseiten preisgeben, erklärt Mike Schwede von der Bieler Firma Orange8, die das Programm für die Migros installiert hat. So kann das Monitoring-Team der Migros per Knopfdruck feststellen, welche Blogger in den letzten Monaten die meisten Einträge zur Migros geschrieben haben und allenfalls auch, wo diese Personen wohnen und wie alt sie sind.(aus Sonntag-Online, via)
Ich seh's schon  vor mir: An einem dieser seltenen Tage, an denen ich tatsächlich in der Migros einkaufe (nie an einem Donnerstag, wenn die Dreifachpunktejäger unterwegs sind, und auch sonst nur, wenn es anders gar nicht geht), heult plötzlich eine Alarmsirene los und eine Stimme verkündet über den Lautsprecher: "An Kasse 3 steht Frau Zappadong, die sich weigert, eine Cumulus-Karte zu besitzen und das erst noch ungeniert in ihrem Blog verkündet. Sie hat nicht einmal unsere M-Zeitung abonniert, diese Frau, die! Zu Ihrer Information: Frau Zappadong wohnt in diesem unsäglich hässlichen, 33-stöckigen Gebäude an der Zappadongstrasse 33 und ist 333 Jahre alt. Wenn Sie bei ihr Dampf ablassen wollen, rufen Sie sie an unter 033 333 33 33."

Mir kommt da grad dieser subversive Gedanke einer Bloggerverschwörung. Weiss nur noch nicht, ob diese Verschwörheinis NICHTS über die Migros schreiben sollen - oder so viel, dass der neu gekürte "Community-Manager" in sinnloser Arbeit ersäuft.

Eine Frage hätte ich noch (für den Fall dass der Community Manager mal hier vorbeischaut): Wenn ich nun jeden Tag die Migros in den orangen Supermarkthimmel lobe, bekomme ich dann einen Gratisgutschein für ein iPad oder - was mir lieber wäre - einen Haushaltsroboter?

Postliberalisierung - nein danke!

Gestern Abend, da traf ich ein paar Leute. Erzählte von meinem Paket, das nach Oslo geflogen ist. Via Leipzig über Stuttgart (wo es eigentlich hinsollte, dann aber weitergeleitet wurde). Folgende Reaktionen habe ich eingefangen:

Augenrollen. "Was, du hast tatsächlich mit DHL ...au weia."
Abwinken. "TNT ist genau gleich."
Wissendes Lächeln. "Fed Ex schafft es, ganze Pakete kurzfristig verschwinden zu lassen."

Etwas ernüchtert ging ich nach Hause, wo ich unter der Tür den Kollegen von Sohnemann antraf.
"Wie geht es dir?", fragte er (sind nett, diese jungen Leute, gell)
"Frag mich morgen wieder, heute ist schlecht", antwortete ich.
"Warum?"
"Mein DHL Paket ist in Oslo gelandet statt in Stuttgart."
"DHL?" Den jungen Mann schauderte. "Die haben eine Festplatte von mir falsch geliefert. Dauerte TAGE, bis ich sie endlich hatte."

Aha. Das ist also die liberalisierte Post, die auf uns wartet. Da sage ich nur eins: Nein, danke.

Eilpost? Eher Witz des Tages!

Mein Paket, das seit heute Morgen in Stuttgart beim Verlag sein sollte, hängt seit heute Morgen 8.17 Uhr in Oslo, weil es fehlgeleitet wurde. Statt die Eilsendung so schnell wie möglich zurückzuschicken, hängt sie schon den ganzen Tag in Norwegens Hauptstadt herum. Wäre mein Paket ein Tourist, würde ihm das vielleicht gefallen. Ist es aber nicht. Mir ist ein Rätsel, wie man eine verschlampte, weil falsch sortierte Sendung, einen ganzen geschlagenen Tag lang weiterverschlampen kann. Und das bei einem Dienstanbieter der sich für seine Geschwindigkeit rühmt. Für so was habe ich nun ein kleineres Vermögen von CHF 44.00 hingelegt. HA! Ich wäre besser was Gutes essen gegangen mit diesem Geld.

UPDATE 20.50 Uhr: Das Paket ist immer noch in Oslo, mittlerweile sortiert. Will heissen: Mehr als 12 Stunden lang hat sich praktisch nichts getan. Never, never, never again DHL. Never ever.

Irrfahrten

Die dringende DHL Sendung, die Alter Ego an den Verlag in Stuttgart geschickt hat, ist gerade in ... Oslo eingetroffen.
11 Sendung in falscher DHL-Niederlassung eingetroffen, an richtige Destination Oslo - Norway 08:17
 
10 Verlässt DHL-Niederlassung in Stuttgart - Germany Stuttgart - Germany 07:24
 
9 Sendung sortiert in Stuttgart - Germany Stuttgart - Germany 06:41
 
8 Ankunft in der DHL-Niederlassung in Stuttgart - Germany Stuttgart - Germany 06:26
 
7 Verlässt DHL-Niederlassung in Leipzig - Germany Leipzig - Germany 05:16
 
6 Sendung sortiert in Leipzig - Germany Leipzig - Germany 01:30
 
5 Ankunft in der DHL-Niederlassung in Leipzig - Germany Leipzig - Germany 00:04
 
Dabei war sie doch um 7.24 Uhr noch in Stuttgart! Sowieso: Da geht ein Paket von mir nach Basel und dann statt die paar Kilometer nach Stuttgart per Lieferwagen ... per Flugzeug nach Leipzig, nur um zurück in den Süden geschickt zu werden. Verstehe einer die heutige Welt.

Nun, ich hätte mir denken können, dass so was passiert. Gestern trudelte nämlich ein A-Post Brief aus dem Baselbiet bei mir ein. Von Hausfrau Hanna. Dabei ist die doch seit einer ganzen Weile in Schweden. Ich guckte auf das Absendedatum. Es ist vom April. Wäre noch interessant zu wissen, wo sich der Briefumschlag diese vier Wochen so herzumgetrieben hat. A propos herumtreiben: Hat jemand von Ihnen Mr Doorman gesehen. Der sollte längst aus den Ferien zurück sein.

PS: Weiss jemand, ob man sein Geld zurückbekommt, wenn man wegen einer fehlgeleiteten DHL Sendung (sackteures Porto) einen wichtigen Abgabetermin verpasst? Und bevor jetzt jemand ruft: "Früher losschicken, liebes Alter Ego": Alter Ego erhielt wichtige Sendung letzten Donnerstag mit der Bitte um Korrekturlesen und Rückgabe bis 27. Mai. Dazwischen lagen Feiertage ... und ein normales Paket benötigt 7 bis 10 Tage von Zappadong-Hausen zurück nach Deutschland. Ob so was normal ist? Ja.

Griechenland liegt in der Schweiz

Alles, was die Linke und die Gewerkschaften fordern, heisst Gang Richtung Griechenland: Frühpensionierungen, kürzere Arbeitszeiten, mehr Staat, Kinderbetreuung, Ausbau der Sozialwerke bis zum Bankrott: Das alles führt zu griechischen Verhältnissen. Das gilt es zu verhindern. Ich habe noch nie von einem Linken gehört, wo für ihn die obere Grenze der Staats- oder Steuerquote liegt. Alles ist gegen oben offen – und heisst Griechenland und letztlich DDR und UdSSR.
Das und noch viel mehr Griechisches erzählte Herr Mörgeli dem Online-Tagi. Kalimera. Oder so. Ich habe nun ganz lange aus dem Fenster geschaut, aber das Meer sehe ich trotzdem noch nicht. Hätte mir vielleicht jemand die Telefonnummer von Herrn Mörgeli?

Hier noch ein Hinweis an die SVP: Slalom fahren kann man auch mit Wasserskis.

Jagdfieber

Leserreporter sind die neuen Jäger. Wenn irgendwo was los ist, zücken sie ihr Handy und knipsen, was das Zeug hält. Zeitungen sind dann auch noch blöd genug, solche Bilder zu drucken oder online zu stellen.

Hatz gemacht wird auf alles, was nach Blut, Tränen und Burka aussieht. Vor allem Burka. Man kann von diesem Kleidungsstück halten, was man will - es rechtfertigt kein ungefragtes Knipsen und schon gar nicht Veröffentlichen. Aber das ist heutzutage wohl Ansichtssache. Privatssphäre war gestern.

PS: Würde mich noch interessieren, wie viele dieser hemmungslosen Allesknipser und Bilderverscherbeler sich über Bonis aufregen. Also über die anderen Aasgeier. Selber ist man ja keiner, gell.

Da kracht also ...

... in Spanien eine Regionalbank zusammen - und die Weltwirtschaft reagiert mit nackter Panik. Eigentlich wäre so was ja zum Lachen. Wenn es nicht zum Weinen wäre.

66 Letters - Brief an Carla Arnim (Nummer 51)

Wie vor dem langen Wochende versprochen (Seite 1 von 2 Seiten):


Leider, leider, war ich abseits der virtuellen Welt und konnte bei diesem faszinierenden Rätsel nicht mitraten.

Der mysteriöse Brief an Carla Arnim

Nun denn, dann werde ich den Schritt wohl tun müssen: Ich werde den Brief veröffentlichen. Ein paar Anmerkungen dazu:

Lieber Dan, Neurodermitis ist für mich kein Grund, seine Kinder zu verlassen und sich nicht einmal für sie zu interessieren. Die Kinder sind im Brief erwähnt, die Tochter sogar namentlich - leider konnte ich genau den Namen nicht so richtig entziffern. Er ist entweder Feiss oder Fliss. Würde mich interessieren, wie man zu so einem Namen kommt.

Lieber Wolf, der Brief erreichte mich zu einer äusserst ungünstigen Zeit. Ich habe aus verschiedenen Gründen nur ganz kurz Internetanschluss, habe aber für Sie und die vielen Mitspieler den Brief abgeschrieben (hoffentlich halten sich die Tippfehler, die mir in der Eile passiert sind, in Grenzen) - für ein Hochladen auf Foren reicht die Zeit erst am Dienstag. Wenn das zu lange dauert, darf der Briefinhalt gerne kopiert und von einem der Mitspieler in die Foren hochgeladen werden (ich werde am Dienstag auch ein Foto nachliefern).

An alle deutschen MitleserInnen: Wir Schweizer kennen kein scharfes Ess. Ich bin wirklich in Eile und habe mir diesen Schnörkel gespart ... was für Sie etwas befremdend wirken kann.

Jetzt aber zum Brief.

Berlin, 2. August 1980
Liebe C.
Ich habe Deinen Brief zur Kenntnis genommen. Die Kontosperrung werde ich nicht aufheben lassen, schliesslich trage ich als Dein Ehemann auch die Verantwortung für Dein Tun, und ich kann nicht zulassen, dass Du so viel Geld zum Fenster hinauswirfst. Da ich von der Klinikleitung erfahren musste, dass sich Dein Zustand eher verschlechtert als gebessert hat, sehe ich mich in meiner Entscheidung noch bestärkt.
Jedoch denke ich, es wäre das beste, wenn Du nach Berlin kommst und Dich hier weiterbehandeln lässt. Ich habe bereits alles in die Wege geleitet, und wenn ich von meiner Konzertreise durch die Vereinigten Staaten zurückkomme, hole ich Dich ab. Im Interesse Deiner Kinder, möchte ich dich ausserdem bitten, keine weiteren Gespräche mit Journalisten oder anderen Aussenstehenden zu führen. Du hast schon genügend angerichtet. Junior leidet sehr unter der Situation. Zwar fragst Du nie nach ihr, aber Feiss (Fliss? Anmerkung: sehr schwierig zu lesen), die ja anders als Junior nicht allzuviel von Deinem persönlichen Verhalten mitbekommt, hat sich zu einem entzückenden und hochintelligenten Kind entwickelt.
Im Alter von zweieinhalb Jahren zeigt sie bereits ein erstaunlich musikalisches Gehör. Erst kürzlich nahm ich ihr eine Musikkassette mit ihrer Lieblingssonate von Mozart auf, damit sie sie anhören kann, während ich auf Reisen bin. Wäre es nicht schön, wenn sie eine Mutter hätte, die sich für sie interessiert? Du solltest über all das einmal in Ruhe nachdenken. Ich melde mich.
Frederik

Gesucht: Carla Arnim

Heute Morgen brachte mir der Postbote einen handschriftlich an mich adressierten Brief. Als ich ihn öffnete, fand ich darin nichts weiter als einen zweiten Brief. Der allerdings war nicht an mich adressiert. Ich guckte mir den Originalumschlag nochmals an. Da steht wirklich mein Name drauf. Ich schüttelte den Umschlag - aber ausser diesem zweiten Brief war nichts drin.

Und dann sah ich es: Der zweite Brief war geöffnet worden. Es hatte ihn also vor mir schon jemand gelesen. Aber warum wurde er dann an mich weitergeschickt?

Die Neugier packte mich. Ich weiss, man sollte das nicht tun, aber ich klaubte den Brief aus dem Umschlag. Vergilbtes, steifes Papier. Eine altmodische, ordentliche Handschrift. Dann sah ich das Datum. Berlin, 2. August 1980. Berlin? 1980? Was tut ein so alter Brief in meinem Briefkasten? Und warum überhaupt in meinem Briefkasten?

Ich guckte die Adresse auf dem zweiten Umschlag genauer an:


Klinik Meissenberg? In Zug? Ich lebe ja in der Schweiz. Aber in Zappadong-Hausen und nicht in Zug. Und schon gar nicht arbeite ich in einer Klinik. Warum also gelangt ein Brief, der 1980 an eine Carla Arnim geschrieben wurde, zu mir? Geöffnet?

Ich warf meine Hemmungen über Bord und las weiter. Liebe C., stand da. Ich habe deinen Brief zur Kenntnis genommen. Und dann wurde es sehr privat und ... sehr tragisch. Ich hatte das Gefühl, mitten in ein schreckliches Familiendrama geraten zu sein.

Nun suche ich nach dieser Carla Arnim. Ich erhoffe mir, von ihr ein paar Antworten zu bekommen. Der Brief scheint mir zu persönlich zu sein, als dass ich viel darüber preisgeben könnte oder gar wollte. Nur so viel: Carla Arnim war verheiratet. Ihr Mann hiess Frederik und muss - den Zeilen nach zu urteilen - ein berühmter Musiker gewesen sein. Aus Gründen, die ich nicht kenne, muss Carla Arnim auch Kontakt zu Journalisten gehabt haben.

Vielleicht wissen Sie etwas über den Verbleib oder Aufenthaltsort von Carla Arnim. Ich möchte wirklich gerne wissen, wer diese Frau ist und ob sie noch lebt. Ich bitte Sie aber um Vorsicht im Umgang mit Ihren Informationen. Der Brief lässt darauf schliessen, dass Carla Arnim etwas zugestossen ist. Entweder will sie mir auf diesem Weg ein Zeichen geben. Oder aber, jemand sucht sie, und versucht auf diese Weise an sie heranzukommen.

Sollte es gar nicht anders gehen, müsste ich dann wohl in einem zweiten Schritt den Inhalt des Briefes verraten. Vorerst aber hoffe ich, auch ohne das Offenlegen dieses sehr privaten Briefes an weitere Informationen zu kommen.

Ein Hinweis auf diese mysteriöse Geschicht könnte sich auf dem Umschlag verbergen:


Vielversprechend scheint mir auch dieser Link zu sein, den ich bei der Online-Suche nach Carla Arnim gefunden habe.

Online-Journalismus heute

Sorry, konnte grad nicht widerstehen.

Ach je ... und Frage: Braucht man heute keine Ausbildung mehr, wenn man bei den Medien arbeiten möchte?

PS: Die Quelle behalte ich mal für mich. Es ist auch so peinlich genug.

UPDATE: Ich frag mich grad .... Vielleicht kommt das direkt aus einer Übersetzungsmaschine ...

Radio 1997

Radio 1997 ... making off, by Fab&Kay, unbearbeitet

Another one gone

Abschied von Ronnie James Dio

F*** Datenschutz

Was titus in der Augenreiberei ausgegraben hat, ist eines der stärksten Stücke, die mir je untergekommen sind. Unter dem Titel Wolf im Schafspelz enthüllt titus, wie auf einer Seite, in der es um den ersten offiziellen "Home Office Day" geht, gnaden- und erbarmungslos Daten von Umfragewilligen gesammelt werden. Mehr noch: Wie sie danach hemmungslos weitergegeben und weiterverwendet werden. Wie gesagt: Ich habe selten ein so starkes Stück an Frechheit erlebt. Nun frage ich mich: Wie ahnungslos sind die auf der Seite aufgeführten PolitikerInnen?

An dieser Stelle nur ein paar kleine "Müsterli" davon, was titus zusammengetragen hat:
«Ergänzend zu diesem Gebrauch kann die Trägerschaft des homeofficeday.ch persönliche Daten verwenden, um Ihnen einen wirksameren Kundenservice zu bieten, um…»
«Persönliche Daten, die auf dieser Website erfasst werden, können in den Vereinigten Staaten oder in einem anderen Land, in dem die Trägerschaft des homeofficeday.ch oder die Konzerngesellschaften, Tochtergesellschaften oder Vertreter der Firma Betriebsstätten unterhalten, gespeichert und weiterverarbeitet werden, und durch Ihre Nutzung der Website stimmen Sie jeder Datenübertragung ausserhalb Ihres Landes zu.»
Na, dann mal auf ein frohes Datensammeln. Aber ohne mich. 

Mal ein Wort zu den Lokaljournalisten

Kürzlich, da war ich auf der Redaktion unserer Lokalzeitung (wegen Alter Ego). Ich traf auf engagierte Journalisten, Leute, die die Region in- und auswendig kennen, wissen, wie wir Zappadong-Hausener ticken. Der Journalist, mit dem ich sprach, kannte die Namen aller Kandidaten für das Gemeindepräsidium der Nachbargemeinde von Zappadong-Hausen, mehr noch, wusste, wer sie sind und was sie tun. Ich würde wetten, genauso gut kennt er alle anderen Politiker, Sportler und Vereinshäuptlinge beim Namen und mindestens in einer Kurzbiographie.

Das Gespräch zwischen Alter Ego und Journalist war eine Freude. Weil Alter Ego nicht viel erklären musste. Der Lokaljournalist war im Bild. Welch ein Unterschied zu jener Lokalradiomoderatorin, die Alter Ego in der Live-Sendung erst einmal fragte, wer sie denn sei und was sie denn so schreibe.

Angesprochen auf die Komplexität der Zeitung bekam ich eine ebenso genaue wie interessante Erklärung: Zugehörig zu NZZ und St. Galler Tagblatt, aber printmässig Mantelzeitung der Südostschweiz.

Angesprochen auf die neuen Herausforderungen durch Internet und Online-Medien: Das überlassen wir den grossen Mutterhäusern, die sich sehr intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Wir machen Print-Lokaljournalismus. Es klang weder jammerhaft noch überheblich, sondern schlicht und einfach überzeugt und selbstbewusst.

Es war eine wirklich gute Erfahrung, da vorn, auf der Redaktion der Lokalzeitung. Und ich wiederhol's noch einmal: Sollte ich je gezwungen sein, bis auf ein Abo alle Zeitungsabos zu kündigen, dann wird dieses eine Abo jenes der Lokalzeitung sein.

Burkaverbot versus Freiheit

Alter Ego ist mehrheitlich unterwegs, Mr Doorman macht Ferien ... Im Zappadong-Gebäude ist es viel zu ruhig. Wenn Ihnen nach Hinterfragen Ihrer Ansichten und einer spannenden Auseinandersetzung zumute ist, empfehle ich Ihnen die beiden Substanz-Beiträge:

Recht auf Kontaktverweigerung statt Burkaverbot
Freiheiten für Unangepasste

Wie sieht denn Ihre Realität aus?

Haben Sie sich heute Morgen in eine bereits volle Bahn gezwängt und keinen Sitzplatz gefunden?
Hätten Sie Ihren Boss erwürgen können oder haben Sie Ihre Arbeitskollegin gelobt?
Hat Sie eine Blumenverkäuferin angelacht?
Waren Sie "noch schnell" einkaufen, zu Fuss, mit dem Fahrrad, mit dem Auto?
Haben Sie sich über den oberdoofen, auf Blickniveau liegenden Online-Artikel bei Newsnetz aufgeregt (KEIN LINK AN DIESER STELLE - SO WAS VERLINKE ICH NICHT)?
Sind Sie vor oder nach der Arbeit joggen gegangen?
Welches ist Ihre Realität?
Was würden Sie tun, wenn Ihre Realität eine ganz andere wäre?

Was, wenn heute dein letzter Tag wäre ?

Ein bisschen Gedankenfutter von einer meiner Lieblingsbands

Lektüre des Tages

Alles, was ich auch zu Griechenland schreiben würde, hat Thinkabout schon geschrieben, drüben in seiner (Nach)Denk- und Schreibstube.

Vielleicht noch dies: Auch hier im Zappadong-Gebäude halten wir heute den Atem an und hoffen, dass der über Nacht entworfene und aufgespannte Euro-Rettungsschirm das Gewitter abhält.

Heute Nachmittag, beim Autorennen ...

... sass ich im Wohnzimmer, während Herr Zappadong den röhrenden Maschinen zusah, wie sie sich Runde um Runde um Runde um Runde dem Ziel näherten. Ich guckte nicht (weil ich etwas anderes tat), aber ich hörte hin. Erst erstaunt, dann ungläubig, dann fassungslos.
"Herr Zappadong, reden Sportreporter immer einen solchen Stuss zusammen?", fragte ich entgeistert.
Herr Zappadong guckte mich an, überlegte eine Weile und bestätigte meine Befürchtungen. "So reden die immer", meinte er.
Aua! Und nein, ich will gar nicht darüber nachdenken, wie das wäre, wenn mich Sport interessieren würde und ich solche Sendungen wirklich schauen wollte.

Ich könnte ja sagen ...

... ich hab's gesagt. Hab ich auch. Aber wenn ich es sage, glaubt mir keiner, weshalb ich hier einen zitiere, der es besser weiss als ich:
Einen solch dramatischen Kursverfall haben die Händler noch nicht erlebt: "Es hat sich angefühlt, als wenn wir die Kontrolle verloren hätten", sagt Jack Albin von der Harris Private Bank in Chicago. Ein anderer Börsianer sagt, er habe das Gefühl, den Handel hätten "einfach die Maschinen übernommen".  Quelle
Könnte die Welt bitte mit dem Totalcrash warten, bis Herr Zappadong und ich das Haus am Arsch der Welt schönsten Ort der Schweizer Berge offiziell gekauft und bezahlt haben (dauert nicht mehr lange)? Danke.

Vom Schneeschaufeln und Tanzwettbewerben

Kürzlich, da sassen ein paar Bloggerseelen ganz real in der realen Welt zusammen und unterhielten sich übers .... Schneeschaufeln. Über das Deltasegeln zwecks Suchen einer Internetverbindung, wo es sonst keine gibt. Halt über das Leben am Arsch der Welt.

Für solche Momente blogge ich. Jetzt noch. Weil: Der Arsch der Welt ist (schon fast) real geworden - und Deltasegeln liegt mir nicht (Höhenangst!). Aber sogar mein selbstgewählter Arsch der Welt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Stadt angebunden. Dort, wo man sich ganz real in der realen Welt treffen und unterhalten kann. Vielleicht habe ich bis dann eine Schneefräse.

Ansonsten habe ich heute einen Typen kennengelernt (ebenfalls real), den Sie unbedingt auch kennenlernen sollten. Erst mal virtuell. Hier. Anspieltipp: Video Nummer 4, das ganz unten, das über den Tanzwettbewerb. Hat er heute Morgen in Rothrist vorgetragen.

Rede zum ersten Mai

-         „Hesch no Lohn – oder zocksch scho ab?“

-         „Was, was meinsch?“

-         „Jo, ganz eifach: Schaffisch no für Gäud, du Löu oder wirsch scho i Aktie uszauht?“

-         „Mit oder ohni 13. meinsch?“

-         „Das heisst dänk nüm 13., das heisst hüt Bonus und wes clever machsch, de isches meh aus ei 13. gar meh aus e 14. oder 15. oder 16.!

 Die ganze Rede finden Sie hier. Und ich finde, Sie sollten sie lesen.